Werde dein eigener Chef – selbstständig aus der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei knapp 5,5 Prozent. Betriebsbedingte Kündigungen gehören zum Alltag dazu, es droht die Langzeitarbeitslosigkeit. Was tun, wenn dieses Worst-Case-Szenario eintrifft? Welche Wege bieten sich an, um die Arbeitslosigkeit zu beenden? Ein möglicher Weg besteht in der selbstständigen Existenzgründung.

Was muss ich als frischgebackener Selbstständiger beachten?

Jeder Selbstständige benötigt eine Idee, die er zielstrebig verfolgt. Was gehört alles dazu, um diese Idee zu verwirklichen? Die Bundesagentur für Arbeit bietet Hilfeleistungen auf verschiedenen Ebenen. Als junger Unternehmer mangelt es meistens an finanziellen Spielräumen. Daher werden Selbstständigen folgende Förderprogramme angeboten:

  • Einstiegsgeld (ALG-II Empfänger)
  • Gründungszuschuss (ALG-I-Empfänger)
  • Gründercoaching Deutschland (Leistungen nach SGB-II)

Als Selbstständiger trägt man mehr Verantwortung. Der Angestellte erledigt seine Arbeit und kann danach wieder nach Hause gehen. Ein Existenzgründer ist für den Erfolg seines Unternehmens verantwortlich. Daher sollte er sich gründlich informieren, bevor er den Weg in die Selbstständigkeit wagt. Unternehmens- und Existenzgründungsberater können alle wichtigen Fragen beantworten. Sie stehen bei der Vorbereitung des Gründungsvorhabens mit Rat und Tat zur Seite. Allerdings hat diese Beratung ihren Preis, sie ist kostenpflichtig. Wer als junger Existenzgründer nicht auf Wissen und Services für Unternehmer verzichten möchte, sollte sich auf kostenlosen Unternehmensportalen darüber informieren.

Tipp: Manche Bundesländer erkennen die Wichtigkeit einer solchen Beratung an und leisten daher einen finanziellen Zuschuss. Zudem bieten sie kostenlos Beratungsangebote für interessierte Selbstständige.

Selbstständigkeit: Der richtige Weg für mich?

Es gibt viele gute Gründe, den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Mindestens genauso viele Gründe sprechen dagegen. Der junge Selbstständige muss Verantwortung für seine Handlungen übernehmen. Dadurch kann sich viel ändern, was auch für seine Familie gilt. Er muss die richtigen Entscheidungen treffen, damit er sich von seiner Konkurrenz abhebt. Viele Existenzgründer scheitern an der freien Arbeitszeiteinteilung. Während der Angestellte feste Arbeitszeiten hat, kann sich der Selbständige jede Sekunde frei einteilen. Es ist keine Kleinigkeit ein Unternehmen zu leiten, was auch für das Ein-Personenunternehmen gilt. Daher stellt die Unternehmensberatung den richtigen Ansprechpartner dar – vor allem, wenn man in kaufmännischen Fragen wenig Ahnung hat.

Der Markt befindet sich im ständigen Wandel. Als Selbstständiger sollte man eine gewisse Kreativität an den Tag legen und seine Zielgruppe klar definieren. Ein Nischenprodukt verkauft sich gut, da die Konkurrenz eher gering ist. Dafür benötigt es die richtigen Marketingmaßnahmen, damit der Verbraucher überhaupt von diesem Produkt erfährt. Neben dem kaufmännischen Know-how spielt die Kommunikationsfähigkeit eine wichtige Rolle. Bei Verhandlungen kommt es auf ein sicheres und zielstrebiges Auftreten an. Wem das alles nicht zu viel wird, sollte den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Es gibt viele Wege zum eigenen Unternehmen

Wie mache ich mich selbstständig? Auf den ersten Blick scheint es nur einen Weg zu geben, doch dem ist nicht so. Die Beantwortung dieser Frage hängt von den individuellen Voraussetzungen des Selbstständigen ab. Wie viel Gestaltungsspielraum möchte der frischgebackene Unternehmer genießen? Wie hoch soll das Risiko sein? Wie ist es um die Finanzen bestellt? Gründe ich alleine oder mit einem Partner? Abhängig von diesen Fragen kommen folgende selbstständige Unternehmensformen infrage:

  • Beteiligung
  • E-Business
  • Kleingründung
  • Kooperation
  • Multi-Level-Marketing
  • Neugründung
  • Spin-off-Gründung
  • Teamgründung
  • Übernahme

Wie man an der Vielzahl der Möglichkeiten sieht, stehen dem Selbstständigen viele Wege offen. Welcher Weg ist der beste? Diese Frage sollte gemeinsam mit einem Experten geklärt werden.

Existenzgründungsinitiativen als wichtiger Ansprechpartner

Es gibt viele Wege ein Unternehmen zu gründen. Der frischgebackene Selbstständige muss seine Planung sorgfältig überdenken und sogar seine Familie miteinbeziehen. Als Selbstständiger sind die finanziellen Mittel knapp gesät, daher hilft der Staat mit entsprechenden Förderprogrammen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert den Existenzgründer mit verschiedenen Initiativen, wie beispielsweise der Gründerwoche Deutschland, dem Unternehmergeist in Schulen, dem Gründerland Deutschland und der Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Im Endeffekt kommt es darauf an, die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Dabei ist der Existenzgründer nicht auf sich alleine gestellt, sondern kann von professioneller Hilfe Gebrauch machen.

Ein Kommentar

  1. Christian Faßbender 5. Juli 2013

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