Wie stellt man Mehl selber her?

Schon unsere Vorfahren haben sich im Mittelalter einer ausgeklügelten Technik bedient, um aus Weizen, Roggen oder auch Dinkel Mehl herzustellen: Man legte das Getreide einfach zwischen zwei Mühlsteinen, um es zu zerbrechen bzw. fein zu mahlen. Inzwischen wird das weiße Pulver natürlich längst industriell hergestellt und findet somit in Millionen Haushalten Verwendung.

Allerdings landet längst nicht mehr das volle Korn in der Verpackung, sondern nur noch der Mehlkörper – dadurch fehlt es dem Inhalt an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Deshalb finden immer mehr Menschen Gefallen an der hauseigenen Produktion von Mehl, das mithilfe einer Mühle ganz einfach selbst hergestellt werden kann. Welche Modelle dafür geeignet sind, erfahren Sie z. B. in diesem Shop. Welche Vor- und Nachteile die eigene Herstellung hingegen mit sich bringt, erklären wir Ihnen im nächsten Absatz.

Biomehl: Das Gesunde daran ist das Gesunde darin

Vorteile

Wie Sie sicher schon richtig vermuten, ist das Biomehl weitaus gesünder als das industriell hergestellt. Das liegt vor allem daran, dass nicht nur der Mehlkörper verarbeitet wird, sondern das ganze Korn – inklusive Keim und die Randschichten, in denen die Nährstoffe enthalten sind. Dadurch enthält das Mehl 90 bis 100 % mehr B-Vitamin und E, Niacin sowie wichtige Mineralstoffe (u.a. Kalium, Zink, Phosphor, Magnesium und Eisen) und natürlich Ballaststoffe.

Wichtiger Hinweis: Wer sein Mehl selbst mahlt, sollte es nach Möglichkeit nach der Herstellung direkt verarbeiten, denn es reagiert mit dem Sauerstoff in der Luft und wird nach kurzer Zeit bitter.

Nachteile

Das Mehl, wie Sie es auch dem Supermarkt kennen, ist ganz fein gemahlen und weiß. Wenn Sie jedoch Weizen oder anderes Getreide zu Hause selber mahlen, werden Sie schnell feststellen, dass Ihr Biomehl weitaus gröber ist und nicht so lupenrein daherkommt. Ebenso ist die Haltbarkeit weitaus kürzer als das Industriemehl – aber wenn Sie sich von der Optik und der zeitnahen Verarbeitung nicht abschrecken lassen, sind diese Nachteile leicht zu verkraften.


Bild © Hemera Technologies/Photos.com/Thinkstock

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