Windows 7: Die spannendsten Neuerungen

Wenn Sie zuvor mit früheren Windows-Versionen wie Windows XP oder Windows Vista gearbeitet haben, werden Sie sich auch beim neuen Windows 7 auf Anhieb heimisch fühlen. Wichtige Elemente wie die Taskleiste, die Start-Schaltfläche oder die Fensterelemente sind an gewohnter Stelle. Und doch fällt sofort auf, dass bei Windows 7 jede Menge neu, einiges anders und vieles einfach besser geworden ist, sowohl optisch als auch unter der Motorhaube.

Schneller, sicher, einfacher – das sind die wichtigsten Merkmale, die Windows 7 auszeichnen. Sowohl beim Starten als auch in der täglichen Praxis ist Windows 7 flotter als jede andere Windows-Version. Sicherer ist sie sowieso – und das ist angesichts der zunehmenden Gefahren aus dem Internet auch gut so. Last but not least lässt sich Windows 7 kinderleicht bedienen. Das ist gut für Einsteiger und Anwender, die nur selten mit dem Rechner arbeiten. Aber alles der Reihe nach.

So schnell ist Windows 7

Gute Nachricht für alle, die gerne schnell zur Sache kommen: Windows 7 ist schnell. Das gilt sowohl für den Start eines Windows-7-Rechners als auch während der täglichen Arbeit. Bereits beim ersten Start merkt man, dass Windows 7 schneller startet als die Vorgänger XP und Vista. Und das ist kein subjektives Gefühl, sondern lässt sich mit der Stoppuhr belegen. Während Windows XP noch 40 Sekunden und Windows Vista 33 Sekunden für den Start brauchte, können Sie bei Windows 7 bereits rund 25 Sekunden nach dem Einschalten loslegen. Windows 7 startet schneller, da alle Gerätetreiber parallel und nicht mehr hintereinander geladen werden. Zudem wurde die Anzahl der gestarteten Dienste reduziert.

Auch beim Arbeitstempo hat Windows 7 zugelegt. Internetseiten laden schneller, E-Mails öffnen sich flotter und Programme starten zügiger. Ein Grund für den Geschwindigkeitszuwachs sind die geringeren Hardwareanforderungen. Während Windows 7 für ein flüssiges Arbeiten rund 1,5 GB Arbeitsspeicher benötigt, reichen bei Windows 7 bereits 1 GB RAM. Selbst mit nur 500 bis 700 MB Arbeitsspeicher läuft Windows 7 flüssig. Das bedeutet auch: Windows 7 ist bestens geeignet für ältere Computer, Notebooks und Netbooks. Ebenfalls eine gute Nachricht für Notebook-Besitzer: Mit Windows 7 verlängert sich die Akkulaufzeit um rund 11% bis 15%.

Dass Windows 7 auf Geschwindigkeit getrimmt wurde, zeigen auch Benchmarktests. Im Passmark-Performancetest erreicht Windows 7 in allen Disziplinen die höchste Punktzahl.

Das macht Windows 7 so sicher

Sicherheit spielt beim neuen Windows 7 eine große Rolle. Microsoft hat sich einiges einfallen lassen, um das Betriebssystem so sicher wie möglich zu machen. Wie schon bei den Vorgängern achtet Windows darauf, dass sich keine Schadsoftware einschleicht und Hacker sich an den Schutzbarrieren die Zähne ausbeißen.

Die sieben Sicherheitsfeatures von Windows 7

Dass Windows 7 das Thema Sicherheit ernst nimmt, sieht man an der Fülle von neuen oder im Vergleich zu vorherigen Windows-Versionen kräftig überarbeiteten Sicherheitsmechanismen. Die sieben wichtigsten Sicherheitstools von Windows 7 sind:

– Das Wartungscenter: Das Wartungscenter von Windows 7 ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Einstellungen rund um das Thema Sicherheit und Problemlösung. Gibt es ein Problem, meldet sich das Wartungscenter in der Taskleiste zu Wort und hilft bei der Lösung. Ein Klick auf Wartungscenter öffnen verrät, wie ob alles im grünen Bereich ist oder Probleme bestehen.

– Automatische Updates: Dank automatischer Updates bleibt Windows stets auf dem Laufenden und erhält automatisch und ohne Ihr Zutun immer die neuesten Updates und Aktualisierungen. Windows überprüft regelmäßig, ob es neue Aktualisierungen oder Verbesserungen für das Betriebssystem gibt und installiert diese von alleine. Das System bleibt so stets auf dem neuesten Stand.

– Windows-Firewall: Kein Computer sollte ohne Firewall ins Internet. Bei Windows 7 ist bereits von Hause aus eine solche „Feuerschutzwand“ integriert. Die Firewall arbeitet wie ein Türwächter. Bevor ein Datenpaket – zum Beispiel eine Webseite – Ihren PC „betreten“ darf, wird es gründlich untersucht. Geprüft wird vor allem, ob sich nicht heimlich ein Stück schädliche Software in den PC mogeln möchte, beispielsweise Würmer. Nur wenn die Firewall grünes Licht gibt, wird das Datenpaket durchgelassen. Das passiert im Hintergrund so schnell, dass Sie von den regelmäßigen Prüfvorgängen nichts mitbekommen.

– Benutzerkontensteuerung: Damit wichtige Systemeinstellungen nicht unbemerkt verändert werden können, schiebt die Benutzerkontensteuerung unerwünschten Änderungen einen Riegel vor. In der Praxis funktioniert das so: Sobald ein Programm eine Aktion durchführen möchten, die Windows 7 als potenziell gefährlichen Eingriff in das System ansieht, erscheint ein Warnhinweis. Im Vergleich zum Vorgänger Vista werden Sie beim neuen Windows 7 aber wesentlich seltener von Warnhinweisen unterbrochen. Nur wenn es brenzlig wird und unbemerkt Änderungen von Programmen vorgenommen werden oder wenn Sie nicht als Administrator eingeloggt sind, erscheint die Benutzerkontensteuerung. Die bedenkliche Aktion – etwa das Deaktivieren der Firewall – wird erst nach Bestätigung oder der Eingabe eines Administratorkennworts durchgeführt.

Unser Tipp für größtmögliche Sicherheit: Verwenden Sie für die tägliche Arbeit mit Windows 7 nicht das Administrator-, sondern ein Standardbenutzerkonto. Das Standardkonto ist mit weniger Rechten ausgestattet und schützt den PC noch besser vor versehentlichen oder mutwilligen Eingriffen. Trotz der Einschränkung können Sie alle Windows-Funktionen nutzen. Sobald Sie Sicherheitseinstellungen ändern möchten, muss lediglich das Kennwort eines Administratorkontos eingegeben werden.

Sie können übrigens selbst festlegen, wie „scharf“ die Benutzerkontensteuerung eingestellt ist. Für die meisten Anwender sind die Standardeinstellungen optimal. Warnmeldungen erscheinen dann nur, wenn Änderungen von Programmen vorgenommen werden. Wer mehr Sicherheit wünscht, kann die Benutzerkontensteuerung schärfer einstellen und zum Beispiel auch auf Konfigurationsänderungen des Benutzers eine Auge werfen.

– Windows Defender: Der Defender (zu deutsch: Verteidiger) schützt Sie vor Eindringlingen wie Trojanern oder Spyware. Windows Defender durchforstet im Hintergrund alle Festplattenlaufwerke – auch USB-Sticks, Digitalkameras und andere Wechseldatenträger – nach verdächtiger Spyware. Auch der Arbeitsspeicher und die Registrierdatenbank von Windows werden laufend gründlich durchleuchtet. Wird Windows Defender fündig, schlägt es Alarm, und Sie können auf Knopfdruck die schädliche Software wieder loswerden. Das Schöne an Windows Defender: Sie müssen nichts tun. Das Tool wird automatisch beim Windows-Start aktiviert und überwacht Ihren Computer automatisch.

– Internet Explorer 8: Damit beim Surfen im Web nichts passieren kann, gibt es beim Internet Explorer eine Reihe intelligenter Schutzfunktionen. Phishing-Angriffe auf PIN- und TAN-Nummern oder Attacken mit gefälschten Webadressen und gefährliche Downloads werden sofort blockiert. Kommt dem Browser etwas verdächtig vor, schlägt der Internet Explorer sofort Alarm und blockiert die gefährlichen Inhalte.

Auch unsichere Webseiten, die Schadsoftware beinhalten oder per Phishing-Attacke PIN- und TAN-Nummern ausspionieren, erkennt der Internet Explorer und blockiert den Zugriff.

– BitLocker: Damit Geheimes geheim bleibt, können Sie Festplatten mit BitLocker verschlüsseln. Dabei wird der Inhalt des Datenträgers per Kennwort oder Smartcard verschlüsselt. Nur mit dem richtigen Passwort bzw. Smartcard plus PIN lassen sich die Daten wieder lesen. Wird zum Beispiel das Notebook oder Netbook gestohlen, können die Langfinger mit den stibitzten Daten nichts anfangen. Sehr erfreulich: Bei Windows 7 können Sie auch den Inhalt von USB-Sticks und Speicherkarten vor den Augen Dritter schützen. Die BitLocker-Funktion gibt es allerdings nur bei Windows 7 Enterprise Edition und Windows 7 Ultimate. 

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