Windows 7 und Vista mit der Wiederherstellungskonsole reparieren

Wenn Windows nicht mehr richtig rund läuft oder überhaupt startet, liegt ein schwerwiegendes Problem vor. In den meisten Fällen hilft der Start im abgesicherten Modus. Sollte Windows selbst im abgesicherten Modus nicht starten, müssen Sie größere Geschütze auffahren. Ursache für das Startproblem kann zum Beispiel ein Defekt der Festplatte sein. Windows kann dann zum Beispiel nicht auf die sogenannten Startsektoren der Festplatte zugreifen. Hier hilft die Wiederherstellungskonsole von Windows 7 und Vista.

1. Legen Sie die Installations-CD/DVD ins CD/DVD-Laufwerk ein, und starten Sie den Computer neu.

2. Nach kurzer Zeit erscheint in der oberen linken Ecke der Hinweis Drücken Sie eine beliebige Taste, um von der CD zu starten. Kommen Sie der Aufforderung nach, indem Sie eine beliebige Taste drücken. Fahren Sie mit Schritt 3 fort.

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Sollte der Hinweis nicht auf dem Bildschirm erscheinen und stattdessen sofort Windows starten, ist Ihr Computer vermutlich nicht so eingestellt, dass er von der CD/DVD startet. In diesem Fall können Sie bei den meisten Computern während der Startphase mehrfach die Taste [F12] drücken, um ein weiteres Auswahlmenü (Boot Device Menu) zu erhalten. Wählen Sie hier den Eintrag CD-ROM Device, um den Computer von der CD/DVD zu starten.

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Wenn das Drücken der Taste [F12] kein Auswahlmenü öffnet, müssen Sie die BIOS-Einstellung (Starteinstellung) Ihres Computers anpassen. Wechseln Sie hierzu ins BIOS, indem Sie kurz nach dem Einschalten des Rechners die Taste zum Aktivieren der BIOS-Einstellungen drücken – bei den meisten PCs sind das die Tasten [Entf] oder [F2]. Wechseln Sie im BIOS in den Bereich Boot bzw. Boot Sequence, und stellen Sie die Bootreihenfolge (Startreihenfolge) so ein, dass das CD/DVD-Laufwerk an erster Stelle steht („1st Boot Device“/“First Boot Device“).

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3. Markieren Sie mit den Pfeiltasten den Eintrag „Windows Setup“, und bestätigen Sie mit der [Return]-Taste.

3. Anschließend wählen Sie die Spracheinstellungen „Deutsch“ und klicken auf „Weiter“.

4. Klicken Sie auf „Computerreparaturoptionen“.

5. Im nächsten Fenster markieren Sie die zu reparierende Windows-Installation (in den meisten Fällen ist hier nur ein Eintrag vorhanden) und klicken auf „Weiter“.

6. Wenn das Analyseprogramm bereits Startschwierigkeiten entdecken konnte, beginnt die Reparatur der Startprobleme automatisch. Sie müssen dann nur auf Systemstartreparatur klicken und warten, bis Windows die Startprobleme automatisch beseitigt hat. Das funktioniert in den meisten Fällen sehr gut.

7. Kann das Analyseprogramm keine Fehler entdecken, erscheint ein Auswahlmenü mit verschiedenen Reparaturwerkzeugen. Sollte die automatische Reparatur scheitern, können Sie das Auswahlmenü auch per Klick auf Erweiterte Optionen für die Systemwiederherstellung einblenden. Folgende Werkzeuge stehen zur Auswahl:

Systemstartreparatur – Wenn Windows gar nicht mehr startet, überprüfen Sie mit diesem Werkzeug, ob alle lebenswichtigen Windows-Komponenten vorhanden sind und korrigieren gefundene Fehler automatisch.

Systemwiederherstellung – Mit diesem Werkzeug können Sie Windows wie mit einer Zeitmaschine in einen früheren Zustand versetzen – als der Rechner noch einwandfrei lief. Windows legt hierzu automatisch Systemwiederherstellungspunkte an. Sie müssen nur den gewünschten Zeitpunkt auswählen, zu dem Sie zurückkehren möchten.

Windows Komplett-Wiederherstellung / Systemabbild-Wiederherstellung – Wenn Sie mit dem Sicherungsprogramm von Windows („Start | Systemsteuerung | System und Wartung | Sichern und Wiederherstellen | Computer sichern“) eine Komplettsicherung des Computers angelegt haben, können Sie mit diesem Werkzeug das komplette System wiederherstellen.

Windows Speicher-Diagnosetool (Werkzeug) – Bei sporadischen Abstürzen sollten Sie mit diesem Werkzeug den Arbeitsspeicher Ihres Computers unter die Lupe nehmen.

Eingabeaufforderung – Mit der Eingabeaufforderung gelangen Sie in den Textmodus von Windows.

Die Befehle der Wiederherstellungskonsole (Eingabeaufforderung)

In der Wiederherstellungskonsole (Option „Eingabeaufforderung“) können Sie nur Textbefehle eingeben. Im ersten Schritt sollten Sie die Festplatte auf Fehler prüfen und reparieren. Hierzu geben Sie folgenden Befehl ein und drücken die [Return]-Taste:

chkdsk c: /p /r

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Je nach Festplattengröße dauert der Prüfvorgang zwischen wenigen Minuten und einer Stunde. Gefundene Fehler werden sofort behoben. Starten Sie den Rechner anschließend neu, indem Sie den Befehl „exit“ eingeben.

6. Sollte der Computer nach der Reparatur immer noch nicht starten, wiederholen Sie die Schritte 1 bis 4, und geben in die Wiederherstellungskonsole folgenden Befehl ein:

fixboot

Beantworten Sie die Sicherheitsabfrage mit [J]. Damit werden die für den Startvorgang wichtigen Startsektoren der Festplatte repariert. Starten Sie den Rechner anschließend mit dem Befehl „exit“ neu.

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7. Wenn Windows noch immer nicht korrekt startet und stattdessen die Fehlermeldung „Invalid partition table“ (Ungültige Festplattenstruktur-Tabelle) erscheint, können Sie mit der Wiederherstellungskonsole (wiederholen Sie Schritte 1 bis 4) den sogenannten Master Boot Record (Haupt-Startdateien) der Festplatte reparieren. Hierzu geben Sie in die Wiederherstellungskonsole folgenden Befehl ein:

fixmbr

Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage mit [J]. Damit wird ein neuer Startbereich auf die Festplatte geschrieben. Anschließend geben Sie diesen Befehl ein und betätigen ihn mit der [Return]-Taste:

fixboot

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