Windows 98: Modem-Testfahrt mit Hindernissen

Kaum zu glauben: Windows wird als 32-Bit-Betriebssystem ange-priesen, doch das Diagnose-Werkzeug für Modems arbeitet immer noch mit einem steinzeitlichen 16-Bit-Programm – was natürlich Folgen hat.

Erscheint anstelle des Testergebnisses nur die nüchterne Fehler-rmeldung „Anschluß ist bereits geöffnet“, sollten Sie einen Blick auf die Task-Leiste werfen.

Da es sich bei dem Diagnose-Werkzeug um eine 16-Bit-Anwendung handelt, kann es die COM-Ports nicht unter die Lupe nehmen, solange noch Anwendungen darauf zugreifen. Ein Blick in der Task-Leiste ge-nügt meist: Ist dort eine noch eine Anwendung aktiv, die auf das Mo-dem zugreift, beispielsweise HyperTerminal, schließen Sie die Anwen-dung, und starten Sie die Diagnose neu.

Die Fehlermeldung erscheint immer noch, obwohl alle Kommunika-tionsprogramme geschlossen sind? Dann sollten Sie überprüfen, ob die automatische oder manuelle Fax-Annahme eingeschaltet ist. Schließen Sie in diesem Fall einfach das Programm Microsoft Exchan-ge.

Und wenn der Test immer noch fehlschlägt, kann nur noch ein Übel-täter in Frage kommen: Das DFÜ-Netzwerk. Denn wenn Sie Ihren Rechner als DFÜ-Netzwerkserver betreiben, wirft Windows natürlich ein Auge auf das Modem, um ankommende Anrufe automatisch ent-gegenzunehmen – was natürlich den COM-Port blockiert. Schalten Sie den Zugriff für Anrufer aus (START > PROGRAMME > ZUBEHÖR > DFÜ-NETZWERK > VERBINDUNGEN > DFÜ-SERVER), um den Test endlich durchführen zu können.

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