Windows Benutzerkontensteuerung

Damit wichtige Systemeinstellungen nicht unbemerkt verändert werden können, schiebt die sogenannte Benutzerkontensteuerung unerwünschten Änderungen einen Riegel vor. In der Praxis funktioniert das so: Sobald ein Programm eine Aktion durchführen möchten, die Windows als potenziell gefährlichen Eingriff in das System ansieht, erscheint ein Warnhinweis.

Im Vergleich zum Vorgänger Vista werden Sie beim neuen Windows aber wesentlich seltener von Warnhinweisen unterbrochen. Wenn Sie selbst eine Änderung durchführen- etwa eine Anpassungen der Firewall-Regeln – gibt es keine Unterbrechungen. Alle eigenen Änderungen werden sofort umgesetzt. Erst wenn im Hintergrund ein Programm heimlich versucht, sicherheitsrelevante Einstellungen zu ändern (oder wenn Sie nicht als Administrator eingeloggt sind), erscheint die Benutzerkontensteuerung. Die bedenkliche Aktion – etwa das Deaktivieren der Firewall – wird erst nach Bestätigung oder der Eingabe eines Administratorkennworts durchgeführt.

Alle geschützten Bereiche sind mit einem bunten Schutzschild-Symbol gekennzeichnet, beispielsweise in der Systemsteuerung. Versucht ein Programm, hier unbemerkt Änderungen vorzunehmen, erscheint eine Warnmeldung.

Als Standardbenutzer besonders sicher arbeiten

Unser Tipp für größtmögliche Sicherheit: Verwenden Sie für die tägliche Arbeit mit Windows nicht das Administrator-, sondern ein Standardbenutzerkonto. Das Standardkonto ist mit weniger Rechten ausgestattet und schützt den PC noch besser vor versehentlichen oder mutwilligen Eingriffen. Trotz der Einschränkung können Sie alle Windows-Funktionen nutzen. Sobald Sie Sicherheitseinstellungen ändern möchten, muss lediglich das Kennwort eines Administratorkontos eingegeben werden. Wie’s funktioniert, steht weiter unten um Abschnitt Sicher arbeiten als Standardbenutzer.

Wie scharf soll die Benutzerkontensteuerung eingestellt sein?

Sie können übrigens selbst festlegen, wie „scharf“ die Benutzerkontensteuerung eingestellt ist. Für die meisten Anwender sind die Standardeinstellungen optimal. Warnmeldungen erscheinen dann nur, wenn Änderungen von Programmen vorgenommen werden. Wer mehr Sicherheit wünscht, kann die Benutzerkontensteuerung schärfer einstellen und zum Beispiel auch auf Konfigurationsänderungen des Benutzers eine Auge werfen. So geht’s:

1. Öffnen Sie die Systemsteuerung (Start | Systemsteuerung), und klicken Sie auf System und Sicherheit sowie Wartungscenter.

2. Klicken Sie auf Einstellungen der Benutzerkontensteuerung ändern.

3. Im folgenden Fenster haben Sie die Wahl zwischen vier Einstellungen:

  • Immer benachrichtigen: Die Benutzerkontensteuerung greift ein, wenn andere Programme oder Sie selbst Änderungen an geschützten Bereichen vornehmen. Diese Einstellung entspricht der Benutzerkontensteuerung des Vorgängers Windows Vista.
  • Standard: Das ist die empfohlene Standardeinstellung. Die Benutzerkontensteuerung greift nur noch ein, wenn andere Programme sicherheitsrelevante Einstellungen verändern möchten. Sie selbst können ungehindert Änderungen vornehmen und werden nicht mehr so oft bei der Arbeit unterbrochen wie beim Vorgänger Windows Vista.
  • Nur benachrichten, wenn…: Ähnliche wie Standard, allerdings wird der Bildschirm nicht mehr verdunkelt, sobald das Warnfenster erscheint.
  • Nie benachrichtigen: Mit dieser Option verzichten Sie völlig auf den Schutz durch die Benutzerkontensteuerung. Jeder (Sie selbst oder andere Programme) können ungehindert sicherheitsrelevante Einstellungen verändern. Diese Einstellung sollten Sie nur in Ausnahmefällen verwenden, falls sich beispielsweise alte Programme sonst nicht nutzen oder installieren lassen. Danach sollten Sie wieder die Standardeinstellung verwenden.

In der Systemsteuerung legen Sie selbst fest, wie genau die Benutzerkontensteuerung ein Auge auf Systemänderungen wirft. Die Standardeinstellung ist ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und flüssigem Arbeiten ohne störende Unterbrechungen.

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