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06.05.2006 Home » Hardware & Software

Windows Explorer: Ordnerinhalte drucken

Nichts zu machen: Den Befehl Ordner drucken oder Verzeichnis drucken haben die Programmierer von Windows wohl schlichtweg vergessen. Dabei wäre es so praktisch, komplette Inhaltsverzeichnisse von Ordnern drucken zu können. Trotzdem müssen Sie auf den Ausdruck von Ordnerinhalten auch unter Windows keineswegs verzichten. Der Trick: Um das Inhaltsverzeichnis eines Ordners zu drucken, öffnen Sie ein DOS-Fenster und leiten dort den Verzeichnisdruck durch entsprechende DOS-Befehle ein. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht:

1. Aktivieren Sie dazu zuerst die Eingabeaufforderung, indem Sie den Befehl Start | Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung aufrufen.

2. Danach wechseln Sie mit Hilfe des Befehls cd in das Verzeichnis, von dem Sie einen Ausdruck des Inhaltsverzeichnisses wünschen, für das Windows-Verzeichnis beispielsweise folgendermaßen:

cd c:windows

3. Sobald Sie im gewünschten Verzeichnis sind, dessen Inhalt Sie drucken möchten, geben Sie einfach folgenden Befehl ein:

dir prn

4. Das Verzeichnis wird durch diese Anweisung nicht auf dem Bildschirm angezeigt, sondern direkt auf den angeschlossenen Drucker ausgegeben.[H]

Sind mehrere Drucker am Rechner angeschlossen, dann spezifi-zieren Sie den Anschluß, mit dem der gewünschte Drucker verbunden ist, etwas näher. Der erste Drucker nennt sich PRN oder LPT1:, der zweite LPT2 und der dritte LPT3:. Für den zweiten Drucker sieht das wie folgt aus:

dir lpt2

Wenn Sie nicht extra die Eingabeaufforderung öffnen möchte, um ein Verzeichnis zu drucken, können Sie auch den (Um-)Weg über den Explorer nehmen.

1. Starten Sie zuerst den Explorer mit dem Befehl Start | Alle Programme | Zubehör | Windows-Explorer.

2. Markieren Sie in der Ordnerliste den Ordner, von dem Sie einen Ausdruck benötigen.

3. Klicken Sie anschließend auf die Start-Schaltfläche, und wählen Sie den Befehl Ausführen.

4. Geben Sie folgende Zeile ein:

command /c dir prn

5. Wenn Sie nun die Dialogbox mit OK bestätigen, schaltet Windows für einen kleinen Augenblick auf die DOS-Ebene um – und kehrt schließlich selbständig wieder zurück zu seiner eigenen Oberfläche. In diesem Moment wird einen Kopie des Kommandoprozessors COMMAND.COM in den Speicher geladen. Er enthält auch den DIR-Befehl, der so ausgeführt werden kann. Durch die Umleitung PRN bzw. LPT1 erfolgt die Ausgabe ausschließlich auf dem Drucker.

Verzeichnisdruck per rechter Maustaste

Warum hat Microsoft die wichtige Funktion zum Ausdrucken von Verzeichnislisten nicht in das Kontextmenü (rechte Maustaste) aufgenommen? Fragen Sie nicht länger, sondern nehmen Sie den Befehl einfach selbst in das Kontextmenü auf . Erweitern Sie das Kontextmenü um einen neuen Befehl, mit dem Sie direkt aus dem Explorer heraus eine Verzeichnisliste drucken können.

1. Zunächst müssen Sie eine so genannte Batchdatei schreiben. Rufen Sie hierzu zunächst den Befehl Start | Alle Programme | Zubehör | Editor auf.

2. Geben Sie in das Editor-Fenster folgende Zeilen ein:

dir %1 /-p /o:gn "%temp%Verzeichnisliste"

start /w notepad /p "%temp%Verzeichnisliste"

del "%temp%Verzeichnisliste"

3. Rufen Sie den Befehl Datei | Speichern unter auf.

4. Geben Sie im nachfolgenden Dialogfenster in das Eingabefeld Dateinamen folgenden Namen ein:

c:windowsdirlist.bat

5. Klicken Sie auf Speichern, um den Speichervorgang abzuschließen. Schließen Sie anschließend das Editor-Fenster.

6. Im nächsten Schritt gilt es, die Batchdatei in das Kontextmenü der rechten Maustaste aufzunehmen. Rufen Sie hierzu im Windows-Explorer den Menübefehl Extras | Ordneroptionen auf.

7. Wechseln Sie in das Register Dateitypen.

8. Markieren Sie in der Liste den Dateityp Dateiordner, und klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitert.

9. Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Neu und geben in das Feld Vorgang folgendes ein:

Verzeichnisliste drucken

10. In die Zeile Anwendung für diesen Vorgang tragen Sie den folgenden Befehl ein:

c:windowsdirlist.bat

11. Schließen Sie alle Fenster mit OK.

Ab sofort können Sie im Handumdrehen eine Verzeichnisliste drucken. Klicken Sie im Explorer einfach mit der rechten(!) Maustaste auf den gewünschten Ordner, und wählen Sie aus dem Kontextmenü den neuen Befehl Verzeichnisliste drucken.

Übrigens: Wenn Sie den neuen Eintrag wieder aus dem Kontextmenü entfernen möchten, müssen Sie die Registrierung bearbeiten. Gehen Sie im Registrierungseditor zu HKEY_CLASSES_ROOTDirectoryshell, und löschen Sie den Schlüssel Verzeichnisliste drucken im linken Fenster.

Ordnerliste als Datei speichern und weiterbearbeiten

Manchmal muss es eben etwas besonderes sein: Da soll der Drucker die Verzeichnisliste nicht in Schnellschrift ausspucken, sondern – möglichst ansprechend gestaltet – in ein Dokument eingebettet werden. Oder eine besonders lange Verzeichnisliste soll mehrspaltig und in einer anderen Schrift erscheinen. Sie ahnen es sicher schon: Alles gar kein Problem. Leiten Sie die Druckausgabe bei Bedarf in eine Textdatei um, mit der dann später alles Mögliche angestellt werden kann.

1. Dazu öffnen Sie zuerst die Eingabeaufforderung mit dem Befehl Start | Alle Programme | Eingabeaufforderung.

2. Wechseln Sie in den Ordner, dessen Inhaltsverzeichnis Sie als Textdatei später weiter bearbeiten möchten. Zum Verzeichniswechsel verwenden Sie den cd-Befehl, gefolgt vom Namen des Ordners, beispielsweise

cd c:windows

3. Anschließend "drucken" Sie das Inhaltsverzeichnis des aktuellen Ordners in eine Datei. Soll die Datei mit der Verzeichnisliste beispielsweise liste.txt heißen (natürlich ist jeder Dateiname möglich), geben Sie folgende Befehlszeile ein:

dir liste.txt

4. Die Ausgabe des Inhaltsverzeichnisses erfolgt jetzt weder auf dem Bildschirm, noch auf dem Drucker. Es wird vielmehr eine Datei namens liste.txt erzeugt, die den Verzeichnisinhalt enthält. Möchten Sie diese Liste mit einer Windows-Textverarbeitung, z. B. Wordpad oder Word weiter verarbeiten, dann laden Sie die Datei liste.txt über den Befehl Datei | Öffnen.

Es ist allerdings eine Umwandlung des vorliegenden TXT-Formats in ein von der jeweils verwendeten Anwendung akzeptiertes Format erforderlich – schließlich wechseln wir von der DOS-Welt in die Windows-Welt. Diese Konvertierung wird Ihnen in aller Regel in einer Dialogbox angeboten; die Sie einfach bestätigen sollten.

5. Nach der Konvertierung können Sie den Text wie jedes andere Dokument beliebig formatierten und über den Befehl Datei | Drucken der Textverarbeitung ausdrucken. Nachdem der Verzeichnisinhalt einmal als Textdokument gespeichert ist, ist keine Konvertierung mehr nötig.

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Autor: Mirko Müller