Windows Geschwindigkeitstest: Die Leistungsmessung von Vista austricksen

Beim Vergleich zweier Rechner entscheidet die Leistungszahl von Windows, welcher Computer denn nun wirklich schneller ist. Bei Spielen ist der Rechner mit der Spielegrafik-Note von 5,7 wesentlich flotter als ein Computer mit einer 4,5. Doch wie aussagekräftig sind die Leistungszahlen von Windows wirklich?

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass auf die Windows-Noten kein Verlass ist. Denn die Leistungsmessung lässt sich austricksen. Es lassen sich beliebige Noten eintragen. Um in Sachen Leistungsmessung zu flunkern, sind nur wenige Schritte erforderlich:

1. Öffnen Sie im Windows-Explorer den Ordner C:WindowsPerformanceWinSATDataStore. Hier speichert Windows die Testergebnisse in Form einer XML-Datei.

2. Die XML-Datei lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres verändern. Um Vollzugriff auf die Datei zu erhalten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei XML-Datei und wählen den Befehl Eigenschaften.

3. Wählen Sie im Register Sicherheit den Namen Benutzer aus, und klicken Sie auf Bearbeiten.

4. Markieren Sie im nächsten Fenster erneut den Namen Benutzer, und kreuzen Sie im Feld Berechtigungen das Kontrollkästchen Ändern/Zulassen an. Schließen Sie die Fenster mit OK.

Jetzt lässt sich die XML-Datei bearbeiten und speichern, zum Beispiel im Windows-Editor. Eine übersichtlichere Darstellung erhalten Sie jedoch in Profi-Texteditoren wie Textpad (www.textpad.com); hier wird die XML-Datei mit übersichtlichen Einrückungen und nicht als Textwüste dargestellt.

In der XML-Datei lassen sich jetzt alle Messwerte manipulieren. In der Zeile <MemoryScore> findet sich beispielsweise der Leistungswert für den Arbeitsspeicher. Geben Sie hier einfach Ihren „Wunschwert“ ein. Jeder einzelne Messwert lässt sich so fälschen. Anschließend die XML-Datei speichern und die Leistungsmessung erneut aufrufen. Schon ist der Rechner – zumindest auf dem Papier – rasend schnell.

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