Windows kopieren: Den kompletten Rechner als virtuelle Maschine kopieren und woanders starten

Wenn der Rechner Probleme bereitet, können Sie mit sogenannten Virtualisierungsprogrammen den kompletten Rechner kopieren. Den kopierten (virtuellen) Rechner können Sie dann problemlos woanders starten – etwa auf einem anderen PC. Das Ganze funktioniert, da es mittlerweile problemlos möglich ist, laufende Rechner in eine virtuelle Maschine umzuwandeln. Der virtuelle Rechner lässt sich dann im Programm VirtualBox oder Microsoft Virtual PC simulieren – mit allem, was zum Originalrechner gehört.

1. Im ersten Schritt kopieren Sie den laufenden Rechner. Hierzu benötigen Sie das Zusatzprogramm „Microsoft Disk2vhd“, das Sie kostenlos von der Internetseite technet.microsoft.com/en-us/sysinternals/ee656415.aspx herunterladen können. Zur Installation klicken Sie oben rechts auf „Download Disk2vhd“ und dann auf „Öffnen“. Die Sicherheitswarnungen bestätigen Sie per Klick auf „Zulassen“.

Danach klicken Sie doppelt auf die heruntergeladene Datei „Disk2vhd“. Es folgt ein Klick auf „Ausführen“, „Ja“ sowie „Agree“.

2. Um den laufenden Rechner zu kopieren, lassen Sie alle Kontrollkästchen angekreuzt und klicken auf die Schaltfläche mit den drei Fortsetzungspunkten (…). Danach klicken Sie in der linken Spalte auf „Desktop“ und dann unten rechts auf „Speichern“. Lassen Sie im Dialogfenster alle Kontrollkästchen angekreuzt, und klicken Sie auf „Create“.

Ihr laufender Rechner wird jetzt in eine virtuelle Maschine umgewandelt. Der Rechner selbst wird dabei nicht verändert – der PC wird lediglich kopiert. Wie lange die Virtualisierung noch dauert, erkennen Sie anhand des Fortschrittbalkens. Sobald der Prozess abgeschlossen ist (das kann mehrere Stunden dauern), erscheint die Meldung „Disk export to VHD completed successfully“.

Klicken Sie auf „Close“, um das Fenster zu schließen. Die fertige Kopie Ihres Rechners liegt als VHD-Datei auf der Arbeitsoberfläche.

In der VHD-Datei steckt der komplette Rechner mit allem drum und dran. Die VHD-Datei können Sie zum Beispiel auf einen USB-Stick oder eine externe USB-Festplatte speichern.

3. Mithilfe der VHD-Datei können Sie den kopierten Rechner mitsamt aller Programme und Daten innerhalb eines Virtualisierungsprogramms starten. Hierzu benötigen Sie das Virtualisierungsprogramm „Microsoft Virtual PC“, das Sie übrigens auch auf einem anderen Rechner installieren und dort Ihren alten Rechner starten können. Das Virtualisierungsprogramm „Microsoft Virtual PC“ können Sie von der Internetseite www.microsoft.com/windows/virtual-pc/ herunterladen.

4. Nach der Installation starten Sie das Virtualisierungsprogramm mit dem Befehl „Start | Alle Programme | Windows Virtual PC | Windows Virtual PC“. Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche „Virtuellen Computer erstellen“. Geben Sie einen Namen für den virtuellen Rechner ein, und klicken Sie auf „Weiter“.

Bestätigen Sie das folgende Fenster mit „Weiter“. Im nächsten Fenster markieren Sie die Option „Eine vorhandene virtuelle Festplatte verwenden“ und klicken auf „Durchsuchen“. Im folgenden Fenster wählen Sie den Ordner aus, in dem sich die in Schritt 1 erstellte VHD-Datei befindet, etwa „Desktop“.

Markieren Sie die VHD-Datei, und klicken Sie auf „Öffnen“. Per Klick auf „Erstellen“ legen Sie eine virtuelle Maschine an, in der sich Ihr „alter“ Rechner befindet.

5. Um den virtuellen Rechner zu starten und auf alle Programme und Daten zuzugreifen, klicken Sie in der Liste der virtuellen Computer doppelt auf den Namen des virtuellen Rechners, etwa „Mein alter Windows-Rechner“. Jetzt wird innerhalb eines eigenen Fensters Ihr alter Rechner simuliert. Der in Schritt 1 erstellte Rechner läuft also innerhalb des Hauptrechners.

Im Simulationsfenster können Sie wie gewohnt alle Programme und Dateien des kopierten Rechners nutzen. Sobald Sie ins Simulationsfenster klicken, steuern Sie mit der Maus nur noch den simulierten Rechner. Um wieder zum Hauptrechner zurückzukehren, drücken Sie die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Pfeil links].

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