Windows, Mac und Linux vernetzen

Nicht nur in Firmen und Behörden, auch im privaten Bereich erfreuen sich Netzwerke großer Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich bietet ein Netzwerk – egal ob mit 2 oder 2.000 Computern – enorme Vorteile bei der täglichen Arbeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Windows-, Linux- oder Apple-Computer handelt – im Netz sind alle gleich.

Wer mit modernen Windows-Versionen 2000, XP oder Windows 2003 Server ein Netzwerk aufbauen möchte, ist bereits nach wenigen Mausklicks am Ziel. Zahlreiche Assistenten unterstützen den Windows-Benutzer bei der Kontaktaufnahme per Ethernet-Kabel oder Wireless LAN. Als Netzwerkprotokoll ist das Internet-Protokoll TCP/IP erste Wahl – es ist schnell, robust und findet in fast allen Firmen- oder privaten Netzwerken Anwendung.

Fenster, Äpfel und Pinguine in einem Boot

Auch die Linux-Gemeinde ist schnell in das lokale Windows-Netzwerk eingebunden. Unter Linux ist es recht einfach, die Dateifreigabe oder die unter Windows bekannte „Netzwerkumgebung“ zu nutzen. Windows verwendet für die Datei- und Druckerfreigabe ein Protokoll, das Mitte der 1980er Jahre von Microsoft unter dem Namen SMB (Server Message Block) eingeführt wurde und in der Zwischenzeit auch als CIFS (Common Internet File System) bekannt ist. In der Linux- und Unix-Welt hat sich vor allem das Software-Paket Samba (1) etabliert, das auf Basis des SMB-Protokolls die Linux-Computer in der Windows-Netzwerkumgebung erscheinen lässt.

Apple-Anwender erhalten ebenfalls auf der Basis des SMB-Protokolls Eintritt in die Windows-Netzwerkumgebung. Da das neueste Apple-Betriebssystem Mac OS X ein Unix-Derivat darstellt, führt der Weg ins Netz beim Apple ebenfalls über Samba. Ab Mac OS X 10.1 ist die Samba-Unterstützung bereits von Hause aus an Bord. Wer allerdings mit früheren Mac-OS-Versionen – z.B. Mac OS 8 oder 9 – ins Windows-Netz möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Da die SMB-Unterstützung in diesen Mac-OS-Versionen kein Bestandteil des Betriebssystem ist, müssen Mac-Besitzer hier auf Zusatzsoftware von Drittherstellern wie Thursby (2) zurückgreifen, um Macintosh-Computern das SMB-Protokoll beizubringen. (Stand: 2003).

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