Windows optimieren und schneller machen: Weniger Programme gleichzeitig starten

Nicht nur beim Installieren, auch beim Starten von Programmen gilt die Devise Weniger ist mehr. Prinzipiell können Sie zwar beliebig viele Programme gleichzeitig starten, allerdings wird es dann sehr schnell eng im Arbeitsspeicher. Denn Windows kann immer nur mit so vielen Programmen „jonglieren“, wie in den Arbeitsspeicher passen. Ist der Arbeitsspeicher voll, muss das Betriebssystem auf den langsamen Festplattenspeicher ausweichen. Alles, was nicht mehr in den Arbeitsspeicher passt und gerade nicht benötigt wird, lagert Windows auf der Festplatte aus. Wenn Sie dann wieder zu einem anderen Programm wechseln, muss Windows es erst von der langsamen Festplatte in den Arbeitsspeicher schieben und gleichzeitig andere Programmteile wieder auf die Platte auslagern. Der Wechsel zwischen den Programmen dauert dann unerträglich lange.

Wie viele gleichzeitig gestartete Programme Windows verkraftet, hängt vom Arbeitsspeicher ab. Je mehr Speicher installiert ist, umso mehr Anwendungen lassen sich gleichzeitig starten. Bei Rechnern mit wenig Arbeitsspeicher – etwa nur 512 MB – ist oft bei vier oder fünf Programmen bereits Schluss. Sind hier bereits Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Mailprogramm und Browser gestartet und kommt jetzt noch ein Brennprogramm hinzu, muss Windows bereits auf die Festplatte ausweichen. Wenn Sie mit vielen Programmen gleichzeitig arbeiten möchten, sollten mindestens 1 GB, besser 2 GB Arbeitsspeicher verfügbar sein.

Übrigens: Ob es im Speicher bereits eng geworden ist und Windows auf die Festplatte ausweichen musste, können Sie selbst überprüfen. Folgende Schritte sind hierzu notwendig:

1. Starten Sie die nacheinander Programme, die Sie zum Arbeiten benötigen.

2. Jetzt öffnen Sie den Task-Manager, indem Sie die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Entf] drücken und auf die Schaltfläche Task-Manager starten klicken.

3. Wechseln Sie im Task-Manager in das Register Leistung.

4. Im Bereich Physikalischer Speicher erkennen Sie, wie viel Arbeitsspeicher zurzeit in Benutzung und wie viel noch frei ist. Maßgeblich ist die Zeile Verfügbar. Sollten hier nur noch knapp zehn Prozent des verfügbaren Speichers frei sein, ist es bereits zu eng im Speicher und Windows lagert Daten auf der langsamen Festplatte aus. In diesem Fall sollten Sie weniger Programme gleichzeitig starten oder den Rechner mit mehr Arbeitsspeicher ausstatten.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.