Windows schneller machen: Programme sparsam starten

Weniger ist mehr. Das gilt nicht nur beim Installieren, sondern auch beim Starten von Programmen. Windows und andere Betriebssysteme sind zwar so ausgelegt, dass Sie so viele Programme gleichzeitig starten können, wie Sie möchten – gesund ist das aber nicht.

Je mehr Programm Sie starten, um so enger wird es im Arbeitsspeicher von Windows. Und sobald es zu eng wird und im Speicher kein Platz mehr ist, lagert das Betriebssystem einige Programmteile auf der wesentlich langsameren Arbeitsspeicher auf der Festplatte aus. Das Wechseln zwischen den Programme dauert dann oft unerträglich lange, weil Windows das ausgelagerte Programm erst wieder von der Festplatte in den Arbeitsspeicher schaufeln muss.

Auf den meisten PCs mit zum Beispiel 1 GB Arbeitsspeicher reicht es für vier oder fünf gleichzeitig aktive Programme locker aus. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Mailprogramm und Browser nebeneinander sind kein Problem. Ist mehr Speicher vorhanden, kann der Computer auch mit noch mehr Programmen gleichzeitig jonglieren. Werden es für den Speicher aber zu viele Programme, kommt es zur gefürchteten Auslagerung, der PC wird langsamer.

Um gar nicht erst in die Speicherfalle zu tappen, sollten Sie stets nur so viele Programme starten, wie zum Arbeiten oder Spielen gerade benötigt werden. Ob es im Speicher schon zu eng geworden ist, können Sie leicht selbst feststellen:

1. Starten Sie alle Programme, die Sie zum Arbeiten benötigen.

2. Drücken Sie die Tastenkombination Strg-Alt-Enf.

3. Windows startet daraufhin den Task-Manager. Wechseln Sie hier in das Register Systemleistung.

4. Im Bereich Physikalischer Speicher erkennen Sie, wie viel Arbeitsspeicher zurzeit in Benutzung und wie viel noch frei ist.

Wichtig ist die Zeile Verfügbar. Sind hier nur noch knapp 10 Prozent des verfügbaren Speichers frei, wird es Windows zu eng und lagert Daten auf der langsamen Festplatte aus. In diesem Fall sollten Sie weniger Programme gleichzeitig starten oder noch besser: Den PC mit mehr Arbeitsspeicher aufrüsten.

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