Windows Vista: Tolle neue Features

Windows Vista ist mehr als nur ein Betriebssystem; mehr als nur eine grafische Oberfläche, mit der Sie Ihre Programme und Spiele ausführen können. Vista kommt mit einer stolzen Anzahl eigener Zusatzprogramme daher, die die Arbeit erleichtern, zusätzliche Möglichkeiten eröffnen oder einfach nur Spaß machen.

Die Liste der Zusatz-Programme und –Features ist lang. Die Palette reicht vom runderneuerten Internet Explorer über die brandneue Sidebar inklusive Mini-anwendungen bis zu neuen, witzigen Spielchen für zwischendurch.

Der neue Internet Explorer

Der Internet Explorer hat eine wahre Frischzellenkur hinter sich. Er ist im Vergleich zu früheren Versionen kaum wieder zu erkennen: Die Menüleiste ist verschwunden. Es geht sofort los mit der Eingabezeile für die Internet-Adressen. Nur noch wenige Symbole zieren die Symbolleiste. Das gibt mehr Platz für die eigentliche Webseite. Was auf den ersten Blick ungewohnt ist, entpuppt sich als guter Schachzug. Der Internet Explorer – jetzt mit der Versionsnummer 7 – präsen-tiert sich sehr aufgeräumt; die wichtigsten Bedienelemente sind sofort verfügbar.

Hinzu kommen neue Funktionen, die das Surfen im Internet zum wahren Ver-gnügen macht. Allem voran die einfache Suche. In der oberen rechten Ecke ist ab sofort stets ein Suchfeld präsent, in das Sie nur noch Ihre Suchbegriffe eingeben müssen. Der Internet Explorer wechselt dann automatisch zur MSN-Suchmaschine und zeigt die Treffer. Neben MSN lassen sich auch andere Suchdienste direkt an-sprechen, beispielweise Google oder Yahoo.

Wahrlich revolutionär ist die Möglichkeit, in einem einzigen Internet-Explorer-Fenster gleich mehrere Webseiten zu öffnen. Die Fachwelt spricht hier vom Tabbed Browsing, das alternative Browser wie der Mozilla Firefox (www.mozilla.com) schon lange beherrschen.

Das Geheimnis des Tabbed Browsing, oder zu deutsch: Surfen per Register-karten: Unterhalb Eingabezeile finden Sie ein oder mehrere Register. Jedes der Register kann eine Webseite beherbergen. In einem Register ist zum Beispiel Ihre Startseite, im nächsten Homebanking, im dritten die aktuellen Nachrichten von Spiegel.de und im letzten die aktuellen Bundesligaergebnisse. Alles in einem ein-zigen Internet-Explorer; aber mehreren Registern. Eine praktische Sache, wenn Sie gleichzeitig auf mehreren Internet-Seiten unterwegs sind.

Sidebar und Minianwendungen

Jetzt wird’s praktisch: Mit Windows Vista betritt zum ersten Mal die Sidebar inklusive Minianwendungen die Bühne. Und die hat es in sich. Die Sidebar ist ein kleiner Bereich auf dem Desktop, in dem Sie sinnvolle kleine Minianwendungen platzieren können. Beispielsweise einen Taschenrechner, einen Kalender, die Uhr, Aktienkurse, RSS-Feeds, Informationen zur Prozessorauslastung und vieles mehr. Kurz: Alles, was irgendwie nützlich ist oder einfach nur Spaß macht.

Das Schöne an den Minianwendungen: Sie nehmen auf dem Bildschirm nicht viel Platz weg und verbrauchen nur wenig Speicherplatz. Mit der Maus lassen sich die kleinen Helfer beliebig auf dem Desktop platzieren. Und wer eine Minianwen-dungen häufig braucht – etwa den Taschenrechner – kann die Sidebar so einstellen, dass alle oder einzelne Elemente immer an oberster Stelle sichtbar sind. Die Minianwendung legt sich dann über das aktuelle Fenster – zum Beispiel über das Outlook-Fenster.

Minianwendungen ohne Ende

Windows Vista bringt bereits von Hause aus eine breite Palette fertiger Minianwendungen mit. Die Minianwendungen – auch Gadgets genannt – müssen aber nicht zwingend von Microsoft kommen. Tausende Programmierer weltweit haben bereits fertigt Gadgets zu allen erdenklicken Bereichen ausgedacht und programmiert. Auf der Webseite gallery.microsoft.com finden Sie eine Sammlung der besten zurzeit erhältlichen Gadgets. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Runde Sudoku in der Sidebar?

Schnell suchen und finden

Das Auffinden von Dateien gehörte nicht gerade zu den Stärken früherer Windows-Versionen. Zu langsam und zu ungenau hat zum Beispiel Windows XP Dateien ausfindig gemacht – wenn überhaupt. Das ist in Windows Vista radikal anders.

Im Grunde müssen Sie sich gar nicht mehr merken, wo Sie eine Datei abgelegt haben. Der Suchfunktion von Vista reichen einige wenige Informationen aus, um das Gesuchte zu finden. Es reicht zum Beispiel ein in einem Dokument enthaltenes Wort, den Namen des Sängers eines Songs oder das ungefähre Datum des gesuch-ten Fotos.

Fotogalerie

Bitte lächeln: Mit der Windows Fotogalerie wird die Verwaltung der Urlaubs-fotos zum Vergnügen. Sie müssen nur noch Ihre Fotos von der Digitalkamera im-portieren, den Rest erledigt die Fotogalerie. Es sortiert praktisch auf Knopfdruck die auf der Digitalkamera gefunden Bilder automatisch nach Datum, so dass Sie später zum Beispiel besonders schnell alle Bilder aus dem letzten Sommerurlaub im herausfischen können.

Mehr noch: Wenn Sie die Bilder mit so genannten Tags (Markierungen) ver-sehen, lassen sich die Bilder später noch leichter auffinden. Alle Fotos mit Famili-enmitgliedern bekommen zum Beispiel den Tag Familie, alle Urlaubsfotos die Markierung Urlaub. Dann genügt ein Mausklick auf Familie, um auf einen Schlag alle Familienfotos einzublenden.

Apropos Einblenden: Die gute alte Diashow hält mit der Windows Fotogalerie wieder Einzug in die Wohnzimmer. Alle Fotos auf der Festplatte oder der CD/DVD präsentiert das Programm auf Wunsch in einer pfiffigen Diashow. Mehr als 15 verschieden Diashow-Varianten stehen zur Verfügung. Und wer seine Fotos gerne auf CD oder DVD archivieren möchte, kann mit einem Mausklick die Brennfunktion der Fotogalerie starten.

Media Center

Windows hält mit der neuen Vista-Version Einzug auf dem Fernseher. In den Home-Editionen von Vista ist das so genannte Media Center integriert. Das macht aus Windows ein waschechtes Multimedia-Zentrum mit Videorekorder und allem drum und dran. Eine TV-Karte genügt, um dann mit Windows Vista fernzusehen oder TV-Programme aufzunehmen. Natürlich mit allen Komfortfunktion wie Fern-programmierung oder zeitversetztes Fernsehen per Timeshift.

Beim Start des Media Centers erlebt Windows Vista eine wahre Metamorpho-se: Aus der bekannten Windows-Oberfläche wird eine übersichtliche Multimedia-Oberfläche, die so gar nicht an Windows erinnert. Das ist auch gut so, schließlich ist das Media Center auf Fernsehbildschirme optimiert. Mit Hilfe der Tastatur – oder im Handel erhältlicher spezielle Media-Center-Fernbedienungen – steuern Sie durch CDs, Fotos, DVDs, Aufnahmen und TV-Programmen.

Besonders interessant: An das Windows Media Center können Sie über so ge-nannte Media Center Extender bis zu fünf weitere Endgeräte anschließen. Das können weitere PCs oder aber die Spielekonsole Xbox 360 sein. Ein Szenario: Ihre Xbox ist an den Fernseher und Ihre Stereoanlage sowie über den Media Center Extender an den PC mit Windows Vista Media Center angeschlossen. Jetzt können Sie über die Fernbedienung der Xbox bequem auf Ihre gesamte digitale Musik-sammlung Ihres PCs zugreifen. Aus der Xbox wird so ein Fenster zu Musik und Filmen des Vista-PCs.

Schöne neue Spiele

Ein bisschen Spaß muss sein. Gönnen Sie sich zumindest zwischendurch ein-mal eine Pause, und entspannen Sie mit ein paar kleinen Spielchen. Davon hat Windows Vista eine Menge mit an Board – mehr noch als im Vorgänger Windows XP.

Die Klassiker Freecell, Hearts, Minesweeper und das Urgestein Solitair – eines der ersten Windows-Spiele überhaupt – sind immer noch mit dabei. Aber in einer aufgepeppten Version mit toller Grafik. Wer vom Spielen gar nicht genug bekommt, erhält mit Windows vier neue Spiele: Inkball, Li-La-Land, Mahjong-Giganten und Schach-Giganten.

Am neuen Li-La-Land werden die Kleinen ihre Freude haben. Hier gilt es, ein lustiges Memory zu lösen, knallbunte Kuchen zu backen oder dem Li-La-Männchen das witzigste Gesicht zu verpassen. Ein lustiges Kinderspiel, das auch Erwachsenen unterhaltsame Abwechslung bietet.

Zünftiger geht es bei Ink-Ball zu. Hier wandert eine Kugel durch ein Labyrinth, und Sie müssen sie geschickt zum Ziel führen. Als einziges Hilfsmittel steht Ihnen ein Tintenfüller zur Verfügung, mit dem Sie Barrieren und Hindernisse auf die Spielfläche malen. Je geschickter, desto schneller landet die Kugel dann im Ziel. Gar nicht so einfach.

Windows Kalender

Das wurde aber auch Zeit: Endlich hält mit Windows Vista eine komfortable Terminplanung Einzug in das Betriebssystem. Mit dem neuen Windows Kalender planen und verwalten Sie Ihre privaten und geschäftlichen Termine. Ganz im Stile des „Großen Bruders“ Microsoft Outlook entpuppt sich der kostenlose Kalender dabei als vollwertiger Terminplaner.

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