Windows XP optimieren: Die Festplatte von Dateileichen befreien

Digitaler Datenmüll stinkt zwar nicht, stört aber trotzdem. Die unnützen Dateileichen auf der Festplatte nehmen wertvollen Speicherplatz weg und sorgen für Unordnung auf der Festplatte. Empfehlenswert ist das regelmäßige Entrümpeln der Festplatte. Machen Sie Ihre Platte frei von temporären Dateien und weiterem, unnützen Datenballast.

Zum Großreinemachen hält Windows bereits von Hause aus ein eigenes Werkzeug parat: Den Assistenten zum Bereinigen des Datenträgers. Um ihn zu aktivieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Rufen Sie den Windows-Explorer auf, indem Sie mit der rechten(!) Maustaste die Start-Schaltfläche und anschließend den Befehl Explorer anklicken.

2. Klicken Sie mit der rechten(!) Maustaste auf Ihre Festplatte, zum Beispiel Lokaler Datenträger (C:), und wählen Sie den Befehl Eigenschaften.

3. Im nachfolgenden Fenster verrät Ihnen Windows, wie viel Speicherplatz auf Ihrer Festplatte noch frei ist. Um noch mehr freien Speicherplatz zu erhalten, klicken Sie auf die Schaltfläche Bereinigen.

4. Windows analysiert daraufhin Ihre Festplatte und überprüft, ob und wie viele überflüssige Dateien sich auf ihr befinden.

Im Dialogfenster erkennen Sie anhand der Kontrollkästchen, welche Dateien zum Löschen empfohlen werden:

* Übertragene Programmdateien

Dynamische Internet-Inhalte, wie ActiveX-Steuerelemente, Flash-Player oder JavaApplets, die beim Aufrufen von Internet-Seiten automatisch heruntergeladen werden.

* Temporary Internet Files

Der Zwischenspeicher des Internet Explorers, in dem Windows die Kopien sämtliche Internet-Seiten anlegt, die Sie besucht haben.

* Office-Setupdateien

Dieser Eintrag erscheint nur, wenn Sie Office 2003 oder höher installiert haben. Office legt Kopien aller Installations-CDs auf der Festplatte ab, damit Sie beim nachträglichen Installieren von Office-Komponenten nicht die CDs aus dem Schrank holen müssen. Dieser Komfort ist überflüssig und verbraucht viel zu viel Festplattenplatz.

* Papierkorb

Im Papierkorb landen alle Dateien, die Sie gelöscht haben. „Richtig“ gelöscht sind sie damit aber noch nicht; sie bleiben erstmal im Papierkorb. Sie werden erst dann endgültig entfernt, wenn er „überläuft“ oder Sie ihn manuell leeren.

* Temporäre Dateien

Zwischengespeicherte Informations-Häppchen von Programmen, die normalerweise beim Beenden des Programms wieder verschwinden sollten; zumindest theoretisch.

* WebClient/Publisher Temporary Files

Spezieller Zwischenspeicher, in dem Windows sich merkt, auf welche Dateien Sie in letzter Zeit zugegriffen haben.

* Temporäre Offlinedateien

Beim Zugriff auf Dateien, die sich im Netzwerk befinden, legt Windows automatisch eine verschlüsselte Kopie auf Ihrer lokalen Festplatte an. Mit Hilfe der Kopie können Sie z. B. ohne Netzwerkverbindung auf die Datei zugreifen.

* Offline-Dateien

Auf Wunsch können Sie Windows anweisen, ganz bestimmten Netzwerkdateien als Kopie auf der lokalen Festplatte zu speichern. Mit Hilfe der Kopie können Sie z. B. ohne Netzwerkverbindung auf die Datei zugreifen.

* Alte Dateien komprimieren

Das Komprimieren alter Dateien ist eine praktische Sonderfunktion des Bereinigungs-Assistenten. Wenn Sie dieses Kontrollkästchen ankreuzen, verkleinert Windows alle Dateien, auf die Sie länger Zeit nicht zugegriffen haben.

Windows ist schlau: Es weiß genau, wie oft Sie Programme nutzen, und auf welche Dateien Sie besonders häufig zugreifen. Mit dieser Funktion komprimiert Windows die wenig bis gar nicht genutzten Dateien. Die Dateien sind zwar noch vorhanden, allerdings in einer wesentlich Platz sparenderen Version. Komprimierte Dateien erscheinen im Windows-Explorer übrigens in blauer Schrift.

Durch das Komprimieren können mit einem Schlag einige Gigabyte frei werden. Doch Vorsicht: Das Komprimieren braucht Zeit. Wie viel, hängt von der Festplattengeschwindigkeit ab; zwischen fünf Minuten und zwei Stunden ist alles möglich.

* Katalogdateien für den Inhaltsindex

Windows ist im Hintergrund ständig aktiv und erstellt ein Indexverzeichnis all Ihrer Dateien. Zahlreiche Indexdateien sind jedoch veraltet und kommen nicht mehr zum Einsatz.

5. Kreuzen Sie die Dateien an, die Sie von der Festplatte löschen möchten. Es empfiehlt sich, alle Optionen auszuwählen. Das gibt den meisten Speicherplatz frei.

Keine Sorge vor versehentlichem Löschen. Es kann nichts kaputt gehen. Wichtige Daten können Sie mit dem Assistenten nicht zerstören. Er ist sehr pfiffig und passt genau auf, dass überlebenswichtige Dateien unangetastet bleiben.

6. Klicken Sie auf Ok, um den Löschvorgang zu starten, und beantworten Sie die nachfolgende Sicherheitsabfrage mit Ja. Je nach ausgewählten Dateien dauert der Frühjahrsputz einige Minuten. Danach kann Ihre Festplatte wieder befreit aufatmen.

Sie möchten noch mehr Ballast loswerden. Bitte schön: Ganz schön praktisch der Bereinigungs-Assistent von Windows. Leider nicht sonderlich gründlich. Der Assistent findet zwar die meisten überflüssigen Dateien. Aber nicht alle. Auf Ihrer Festplatte befindet sich trotz der Hilfe des Assistenten mit Sicherheit noch mehr überflüssiger Datenmüll.

Die klassischen Verstecke für temporäre Dateien lauten:

* WindowsTemp

* Dokumente und EinstellungenIhrNameLokale EinstellungenTemp

Es lohnt sich, hier regelmäßig einen Blick hineinzuwerfen und die in den Temp-Ordnern befindlichen Dateien zu löschen. Einfach im Explorer alle Dateien in den Temp-Ordnern markieren und mit Bearbeiten | Löschen entfernen. Machen Sie sich dabei keine Sorgen, ob eventuell zurzeit geöffnete Dateien versehentlich gelöscht werden. Wenn Sie versuchen, eine noch in Benutzung befindliche Datei zu entfernen, macht Windows sie darauf aufmerksam. Die Datei bleibt unangetastet.

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