Windows XP schneller starten: Fliegender Start aus dem Ruhezustand

Eine schnellere Möglichkeit, Windows ruckzuck zu starten werden Sie nirgends finden: Der Windows-Blitzstart aus dem Ruhezustand heraus. Das Geheimnis: Im Ruhezustand wird Windows beim Ausschalten nicht komplett heruntergefahren, sondern praktisch „eingefroren“.

Beim nächsten Start muss Windows nicht die komplette Startprozedur von Neuem durchexerzieren, sondern den alten Zustand nur noch „auftauen“. Wie bei einem fliegenden Start, fährt Windows nicht aus dem Stand los, sondern ist nach dem Auftauen bereits nach wenigen Sekunden auf Touren und einsatzbereit.

Bevor Sie den Ruhezustand nutzen können, müssen Sie ihn zunächst aktivieren:

1. Öffnen Sie die Systemsteuerung mit Start | Systemsteuerung.

2. Klicken Sie auf Leistung und Wartung und anschließend auf Energieoptionen.

3. Wechseln Sie in das Register Ruhezustand, und aktivieren Sie dort das Kontrollkästchen Ruhezustand aktivieren.

4. Schließen Sie das Dialogfenster mit Ok.

Ab sofort steht Ihnen der Ruhezustand zur Verfügung. Hierbei speichert Windows beim Ausschalten den derzeit aktuellen Zustand als „Snapshot“-Datei auf die Festplatte. Die Snapshot-Datei ist nichts anderes als der eingefrorene Zustand Ihres PCs zum Zeitpunkt des Ausschaltens – inklusive aller geöffneten Programme und Dateien.

Und so versetzen Sie Windows in den Ruhezustand:

1. Rufen Sie den Befehl Start | Ausschalten.

2. Im nachfolgenden Fenster erscheinen die drei Möglichkeiten Standby, Ausschalten und Neu starten. Halten Sie jetzt die Shift-Taste (Umschalten-Taste) gedrückt: Aus dem Standby-Befehl wird plötzlich der Befehl Ruhezustand.

3. Klicken Sie – mit weiterhin gedrückter Shift-Taste (Umschalten-Taste) – auf den Befehl Ruhezustand.

Noch schneller aktivieren Sie den Ruhezustand, wenn Sie nach dem Aufrufen des Start | Ausschalten-Befehl die Taste [R] (für Ruhezustand) drücken.

4. Windows beginnt sofort, ein Abbild des aktuellen Zustands als Snapshot-Datei auf der Festplatte abzulegen und schaltet den Computer danach aus.

5. Die große Überraschung kommt beim nächsten Windows-Start: Dann muss Windows nur noch den gespeicherten Zustand „aus der Schublade“ holen. Nach wenigen Sekunden können Sie dort weiter arbeiten, wo Sie aufgehört haben. Als hätten Sie den Computer nie ausgeschaltet.

Der Ruhezustand ist ideal, wenn Sie Windows blitzschnell starten und direkt loslegen möchten. Sie sollten es jedoch nicht übertreiben: Ab und an empfiehlt es sich, Windows wieder „richtig“ herunterzufahren. Denn im Ruhezustand speichern Sie auch stets viel Datenmüll in der Zustandsdatei. Das komplette Herunterfahren und ein „richtiger“ Neustart lässt sie wieder mit einem frischen, unbelasteten Windows starten.

Neben dem Ruhezustand kennt Windows den so genannten StandBy-Modus. Der Unterschied: Im StandBy-Modus speichert Windows den Zustand nicht auf der langsamen Festplatte, sondern im schnellen Hauptspeicher. Der nächste Start geht damit sogar noch schneller über die Bühne. Aber zu einem hohen Preis: Der StandBy-Modus verbraucht auch im „ausgeschalteten“ Zustand Strom, um den Inhalt des Arbeitsspeichers nicht zu verlieren. StandBy eignet sich somit nur für Windows-Pausen von mehreren Stunden.

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