Windows XP: Tipps rund um den Gerätemanager

Die Hardware ist das P in PC – Das wirklich persönliche im Begriff Personal Computer. Erst durch die installierte Hardware bekommt der PC sein individuelles Gesicht. Und das kann sehr vielfältig aussehen: Ob USB-Stick, Drucker, Scanner, Digitalkamera, Dual-Grafikkarte oder Dolby-Surround-Soundkarte: Fast alles lässt sich an den PC anschließen. Der PC wird durch zusätzliche Hardware zum universellen Werkzeug. Oder Spielgerät. Oder beides.

Hardware im Blick im Geräte-Manager

Welche Hardware ist momentan eingebaut oder angeschlossen? Auf Werkzeug können Sie getrost verzichten, wenn Sie einen Blick in das Innere Ihres PCs werfen möchten. Windows hat ein praktisches Werkzeug an Board, das Ihnen einen tiefen Einblick gewährt: Den Geräte-Manager.

1. Öffnen Sie die Systemsteuerung mit Start | Systemsteuerung.

2. Klicken Sie auf Leistung und Wartung und dann auf System – oder direkt auf System.

3. Wechseln Sie in das Register Hardware, und klicken Sie auf Geräte-Manager.

Im nachfolgenden Fenster zeigt Ihnen Windows exakt, welche Hardware-Komponenten in Ihrem Computer schlummern. Falls Sie zum Beispiel wissen möchten, welches Grafikkarten-Modell eingebaut ist oder wie die Typbezeichnung der Netzwerkkarte lautet: Der Geräte-Manager verrät es. Unschätzbare Informationen, wenn es zum Beispiel darum geht, den neuesten Treiber für die Grafikkarte herunterzuladen.

Hardware-Infos schwarz auf weiß drucken

Haben Sie nicht auch lieber alles schwarz auf weiß in Händen? Da weiß man wenigstens, was man hat. Das gilt auch für den Geräte-Manager. Drucken Sie eine Übersicht der Hardware-Konfiguration, so dass Sie jederzeit – auch wenn der Rechner mal nicht eingeschaltet ist – den Überblick behalten. Praktisch, wenn Sie zum Beispiel neue Hardware einbauen und der Rechner hierfür ausgeschaltet und aufgeschraubt ist.

1. Um den Druckvorgang zu starten, markieren Sie im Geräte-Manager zunächst die gewünschte Hardware-Komponente, z.B. die Grafikkarte.

2. Klicken auf in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Drucken. Das ist die Schaltfläche mit dem Drucker-Symbol. Alternativ hierzu können Sie auch den Menübefehl Aktion | Drucken aufrufen.

3. Im nachfolgenden Dialogfenster können Sie eine der folgenden drei Reporttypen auswählen:

Systemübersicht: Druckt einen ausführlichen Bericht, der nach Ressourcentypen (Interrupt, Ein-/Ausgabe-Adresse, Speicher und DMA-Kanal) geordnet ist. Der Clou: Unter jedem Ressourcentyp führt der Bericht auf, welche Komponente welche Ressourcen verwendet.

Ausgewählte Klasse oder ausgewähltes Gerät: Wenn Sie im Geräte-Manager eine bestimmte Gerätekategorie oder eine spezielle Hardware-Komponente markiert haben, erstellen Sie mit dieser Option einen Bericht mit den Ressourcen und Gerätetreibern der markierten Kategorie bzw. Komponente.

Geräte- und Systemübersicht: Druckt einen vollständigen Bericht über sämtliche Komponenten Ihres Computers mitsamt einer Liste aller genutzten Ressourcen sowie Details zu jeder Hardwarekomponente. Dieser Bericht ist der umfangreichstes; er verbraucht allerdings auch das meiste Papier.

4. Wählen Sie den gewünschten Reporttyp, und starten Sie den Druckvorgang mit Drucken.

Wenn Sie das Kontrollfeld Ausgabe in Datei umleiten ankreuzen, erfolgt die Druckausgabe nicht auf dem Papier sondern in eine Textdatei. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie den Report in einer Textverarbeitung oder auf einem anderen Computer weiterverarbeiten möchten.

Wenn der Geräte-Manager Fehler meldet

Um den Geräte-Manager kommt keine Hardware herum. Jedes installierte Gerät erscheint im Geräte-Manager. Auch dann, wenn es während der Installation (oder danach) zu Problemen kommt. Das zeigt Ihnen der Geräte-Manager anhand eindeutiger Symbole vor dem Geräte-Namen:

Ein Fragezeichen mit einem kleinen „i“ unten rechts zeigt an: Die Hardware wurde in Ihrem Computer gefunden, Windows konnte sie aber noch nicht korrekt installieren. In den meisten Fällen fehlt ein entsprechender Treiber. Schauen Sie auf der Webseite des Herstellers nach, ob ein neuer Treiber für die Hardware zur Verfügung steht.

Ein kleines gelbes „i“ an einem Geräte-Symbol deutet auf schwerwiegende Schwierigkeiten hin. Das Gerät wurde von Windows zwar richtig erkannt und konfiguriert, kann aber nicht genutzt werden.

Ein rotes „x“ unten rechts zeigt Geräte an, die deaktiviert wurden. Das Gerät wird von Windows zwar als korrekt installiert erkannt, es wird zurzeit aber nicht benutzt. Geräte können deaktiviert werden, wenn Sie sie nicht benutzen möchten, beispielsweise die interne Netzwerkkarte des Notebooks, wenn Sie WLAN benutzen. Wenn Sie das Gerät mit der rechten(!) Maustaste anklicken, können Sie Geräte deaktivieren und wieder aktivieren.

Generell gilt: Gelbe und rote Symbole deuten auf Probleme mit der jeweiligen Hardware hin. Weitere Informationen erhalten Sie, wenn Sie im Geräte-Manager doppelt auf das Gerät klicken. Im Feld Gerätestatus erkennen Sie, welches Problem Windows erkannt hat und gegebenenfalls auch, warum es nicht genutzt werden kann.

In den meisten Fällen ist die Schaltfläche Problembehebung der Retter in der Not. Ein Mausklick auf Problembehebung startet das Hilfe- und Support-Center von Windows. Hier werden Sie von Windows an die Hand genommen und Schritt für Schritt zu einer Lösung geführt. So weit die Theorie: Der Assistent hilft zwar bei vielen grundlegenden Problemen, er führt aber nicht immer zum Erfolg.

Wenn auch der Assistent nicht mehr weiter weiß, sollten Sie noch einen Blick in das Feld Gerätestatus werfen. Viele Fehlermeldungen sind auf den ersten Blick recht kryptisch – auf der Webseite http://support.microsoft.com/?scid=kb;de-de;125174 finden Sie für jeden Fehlercode ausführliche Beschreibungen und Anweisungen zur Lösung des Problems.

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