WLAN-Angriffe abwehren: Den Netzwerknamen (SSID) ändern

Im WLAN-Router ist für das eigene Funknetzwerk ein Netzwerkname eingetragen, zum Beispiel WLAN, AP1 (für Access Point 1) oder Wireless. Jede Funkstation sendet den Netzwerknamen an alle erreichbaren Geräte. Das ist eigentlich unnötig und stellt für Angreifer nur eine willkommene Arbeitserleichterung dar. Hacker müssen sich dann nicht mehr die Mühe machen, den Namen des WLANs herauszufinden.

Um Angriffe zu erschweren, sollten Sie den Netzwerknamen verstecken. Im gleichen Zug können Sie auch den vom Hersteller vergebenen Standardnamen ändern. Folgende Schritte sind hierzu notwendig:

1. Starten Sie den Webbrowser, und öffnen Sie Konfigurationsmenü des WLAN-Routers, indem Sie die Adresse des Routers eingeben, etwa 192.168.0.1. Die genaue Adresse Ihres Routers erfahren Sie im Handbuch.

2. Wechseln Sie in das Untermenü zur Konfiguration des WLAN-Netzwerks. Je nach Modell sind hierzu unterschiedliche Schritte notwendig. Bei den weit verbreiteten Modellen der Firma AVM finden Sie die Einstellungen im Menü Einstellungen | WLAN | Funkeinstellungen.

3. Im Konfigurationsmenü wird der Name des Funknetzwerks auch SSID oder Service Set ID genannt. Der vorinstallierte Name lautet zumeist WLAN, W-LAN, Funknetz oder Wireless. Geben Sie hier einen neuen Namen ein; am besten ist eine zufällige Zahlen- und Buchstabenfolge wie WL08DSAMM.

4. Viele Router bieten die Möglichkeit, den SSID-Netzwerknamen zu verstecken. Die Option hierzu lautet meist Broadcast des Netzwerknamen erlauben/unterdrücken (SSID) oder Name des Funknetze (SSID) bekannt geben/unterdrücken. Aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Option, um das Funknetz damit praktisch unsichtbar zu machen. Das WLAN ist dann für Gelegenheitshacker nur sichtbar, wenn der Name bekannt ist. Profi-Hacker können den Namen aber auch bei unterdrückten SSIDs leicht herausfinden.

In der Regel bereitet das Verbergen des Netzwerknamens keine Probleme. In seltenen Fällen kann es passieren, dass WLAN-Netzwerkkarten danach das Funknetz nicht mehr finden; das ist meist bei älteren WLAN-Geräten der Fall. In diesem Fall sollten Sie das Aussenden des Netzwerknamens wieder einschalten.

5. Speichern Sie die Änderung, und schließen Sie das Konfigurationsmenü.

Im nächsten Schritt müssen Sie die Namensänderung auch den WLAN-Clients mitteilen, damit diese das Funknetz nicht weiter unter dem alten Namen suchen. Meist müssen Sie hierzu die alte Verbindung entfernen und eine neue Verbindung aufbauen. Bei einem WLAN-Notebook funktioniert das zum Beispiel folgendermaßen:

1. Öffnen Sie im WLAN-Notebook die Liste der Netzwerkverbindungen, indem Sie bei in der Systemsteuerung (Start | Systemsteuerung) auf Netzwerk und Internet und Verbindung mit einem Netzwerk herstellen klicken.

2. Sollte in der Liste noch das WLAN mit dem alten Namen stehen, entfernen Sie es, indem Sie es markieren und auf Verbindung trennen klicken.

3. Klicken Sie auf Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten.

4. Wählen Sie den Eintrag Manuell mit einem Drahtlosnetzwerk verbinden.

5. Im nächsten Fenster wählen Sie den Eintrag Drahtlosnetzwerkverbindung und bestätigen die Auswahl mit Weiter.

6. Geben Sie anschließend den neuen Netzwerknamen ein. Achten Sie dabei auf die korrekte Schreibweise inklusive Groß- und Kleinschreibung. Im unteren Teil des Dialogfensters wählen Sie die Einstellungen für die Verschlüsselung. Hierzu gehören die Art der Verschlüsselung sowie der zugehörige Netzwerkschlüssel.

Kreuzen Sie im unteren Teil des Dialogfensters das Kontrollkästchen Verbinden, selbst wenn das Netzwerk keine Kennung aussendet.

7. Klicken Sie auf Weiter sowie Verbindung herstellen mit.

Der WLAN-Rechner baut daraufhin eine neue Verbindung zum WLAN – jetzt mit neuem Namen – auf. Wiederholen Sie den Vorgang bei allen angeschlossenen WLAN-Computern.

Ein Kommentar

  1. Mike 9. März 2011

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