Word: Positionen festlegen

Für die Aktion muß die Layoutansicht aktiv sein. Um ein positioniertes Element an eine andere Position der Seite zu bewegen, können Sie sich wieder der Maus bedienen.

Plazieren Sie einfach den Mauszeiger auf dem schraffierten Rahmen. Er wird dort um das Symbol eines Vierfachpfeils ergänzt. Wenn Sie nun die linke Maustaste niederhalten, können Sie das Element auf der Seite an eine andere Position ziehen. Sie legen es dort ab, indem Sie die Maustaste loslassen. Das Dokument wird automatisch gemäß der neuen Position umformatiert.

Durch die Veränderung ändert sich nicht nur die Position der Absätze auf der Seite, sondern auch ihre Stellung im Textfluß. Ähnlich wie beim Ziehen und Ablegen (Drag and Drop) wird das ganze positionierte Element – also der einzelne Absatz oder die Gruppe von Absätzen – in die Nähe des neuen Standortes verschoben. Hierbei gilt der Absatz, neben dem das Element plaziert wird, als naheliegenster Standort. Vor diesem Absatz wirft das positionierte Element sozusagen seinen Anker aus. Dies kann in der Normalansicht, in der ja positionierte Absätze im Textfluß und nicht an ihrer Position angezeigt werden, überprüft werden. Hier liegt das positionierte Element vor einem Absatz vor Anker. In der Layoutansicht wird links oder rechts neben diesem Absatz ein kleiner Anker angezeigt, sobald der Positionsrahmen oder das Textfeld aktiv ist (Schraffur). Voraussetzung für die Anzeige des Ankerpunktes ist, daß unter Extras > Optionen > Ansicht das Kontrollkästchen Objektankeraktiviert ist. Die Objektanker können Sie mit der Maus verschieben.

Da positionierte Absätze tatsächlich verschoben und nicht nur in den Seitenkoordinaten geändert werden, ist es möglich, sie von eine auf die andere Seite umzuplazieren. Ziehen Sie hierfür mit dem Mauszeiger den Positionsrahmen oder das Textfeld bzw. den zugehörigen Anker nach oben oder unten – je nachdem, ob Sie das Element weiter nach vorne oder hinten verschieben möchten – aus dem Blatt hinaus. Blättern Sie auf diese Weise mit niedergehaltener Maustaste solange durch das Dokument, bis Sie die neue Position erreicht haben, an der Sie das Element ablegen möchten. Während sich beim Ziehen des Rahmens die Position auf der Seite ändert, ändert das Ziehen des Ankers lediglich die Seite und hält die Position des Elements auch auf der neuen Seite bei. Sie haben also die Wahl, ob Sie das Element selbst neu plazieren möchten oder unter Wahrung der absoluten Position auf dem Blatt nur die Seite wechseln wollen.

Absätze, die gemeinsam in einem Positionsrahmen oder Textfeld positioniert wurden, lassen sich auch nur zusammen verschieben. Falls Sie nur einen Absatz aus der Position verschieben möchten, können Sie sich der einfachen Ziehen-und-Ablegen-Funktion bedienen. Markieren Sie die Stelle, und ziehen Sie sie mit niedergehaltener Maustaste aus dem Rahmen heraus. Beim Ablegen geht allerdings die Positionierung verloren. Die Positionierung bleibt bei dieser Aktion bis zur letzten Absatzmarke an der alten Stelle erhalten.

Auch die Größe des Textfeldes oder des Positionsrahmens kann mit der Maus geändert werden. Voraussetzung hierfür ist, daß Sie den Rahmen zunächst markieren. Dies geschieht, indem Sie den schraffierten Rahmen anklicken. Der markierte Rahmen wird im schraffierten Rand von acht Anfassern – schwarze Rechtecke beim Positionsrahmen, weiße Rechtecke mit schwarzem Rand beim Textfeld – ergänzt, über die sich die Rahmengröße auf das gewünschte Maß ziehen läßt.

Auf den seitlichen Ziehpunkten wechselt der Mauszeiger zu einem horizontalen oder vertikalen Doppelpfeil. Sie können nun die linke Maustaste betätigen und so den Rahmen nach rechts oder links, oben oder unten ziehen.

Auf den Ziehpunkten in den Ecken des Rahmens zeigt das Maussymbol diagonale Doppelpfeile an. Diese Doppelpfeile erlauben es, gleichzeitig die Länge und Breite des Rahmens zu verändern.

Bei Textinhalten wird durch die Veränderung der Breite des Rahmens ein Textumbruch auf die neue Rahmenbreite bewirkt, wobei sich die Länge des Rahmens selbsttätig der veränderten Inhaltsdarstellung anpaßt und entsprechend verlängert oder verkürzt wird. Die vertikale Vergrößerung bewirkt, daß unterhalb des Textes der Abstand zum umlaufenden Text vergrößert wird. Die vertikale Verkürzung des Rahmens hat nur solange einen Effekt, bis die Grenzen des Textinhalts erreicht sind, er also genau in die Dimensionen des Rahmens paßt. Eine weitere Verkürzung der Rahmenlänge in den Textinhalt hinein hat eine ähnliche Wirkung wie ein Verschieben in der Vertikalen.

Textfelder passen sich im Gegensatz zu Positionsrahmen nicht automatisch dem Inhalt an. Ihre Breite und Höhe ist stets absolut und muß manuell an den Text angepaßt werden.

Grafiken werden der aktuellen Dimension des Positionsrahmens angepaßt, das heißt, eine Verschiebung der Rahmenseiten mit der linken Maustaste hat gleichzeitig eine Vergrößerung bzw. Verkleinerung der Grafik zur Folge. Die Anfasser in den Ecken des Positionsrahmens bewirken hierbei einen proportionalen Zoom der Grafik. Das aktuelle Seitenverhältnis zwischen Breite und Höhe bleibt also gleich. Im Gegensatz hierzu verändern die seitlichen Ziehpunkte die Breite und Höhe der Grafik unabhängig voneinander.

Auch Tabellen verändern sich durch das Ziehen der Anfasser, die hier allerdings auf zwei seitliche Rechtecke – links und rechts der Tabelle – beschränkt sind. Bei Erweiterungen des Positionsrahmens über die Dimension der Tabelle hinaus werden die Spalten vergrößert. Ziehen Sie am linken Rand einer positionierten Tabelle, so verändern sich die Spalten alle um den gleichen Faktor, ziehen Sie dagegen das rechte Ende eines Positionsrahmen, so wird nur die äußerste rechte Spalte vergrößert bzw. verkleinert. Im übrigen gelten die gleichen Tastaturschlüssel wie bei der regulären Tabellenbearbeitung.

Es ist nicht möglich, innerhalb eines positionierten Elements einen manuellen Seiten-, Spalten- oder Abschnittumbruch einzufügen. Auch vor automatischen Umbrüchen ist der positionierte Bereich gefeit. Die Konsequenz daraus ist, daß jene Absätze, die in ununterbrochener Folge positioniert sind und so unterhalb einer Druckseite stehen, nicht ausgedruckt werden.

Eine einfache Möglichkeit, eine durchgängige Positionierung zu unterbrechen, besteht darin, einen Leerabsatz an der gewünschten Sollbruchstelle einzufügen und ihm über das Feld Formatvorlage der Symbolleiste Formatierungdie Formatvorlage Standard zuzuweisen.

Textfelder bieten für die Ausrichtung des Textes einen zusätzlichen Befehl. Sie können die Textrichtung des Textes innerhalb eines Textfeldes jederzeit ändern. Positionieren Sie hierzu die Einfügemarke innerhalb eines Textfeldes und klicken Sie in der Symbolleiste Textfeld auf die Schaltfläche Textrichtung ändern. Die Textrichtung ändert nun zyklisch von oben nach unten, unten nach oben wieder zurück zur Standardrichtung.

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