Word: Suchvariablen und Suchkriterien, Suchen nach Sonderzeichen

Nicht jede Suche ist eindeutig. Mitunter sollen Kombinationen gefunden werden, die jene Zeichen enthalten, die im Ausdruck zwar nicht sichtbar werden, wohl aber im Dokument enthalten sind. Hierbei kennzeichnen Leerzeichen, Tabulatoren und Absatzmarken nur die Spitze des unsichtbaren Eisbergs der nicht druckbaren Zeichen. Auch für solche Zeichen kennt Word Suchkriterien. Hinzu kommen variable Zeichenkombinationen, also Folgen, bei denen Sie nicht wissen, in welcher Ausformung sie im Text vorkommen. Auch bei solch komplexen Suchen- und Ersetzenaktionen erfahren Sie tatkräftige Unterstützung von Word.

Suche nach Sonderzeichen

Häufig kommt es vor, daß Formatierungen zu suchen oder zu ersetzen sind; beispielsweise könnte es erforderlich sein, manuell eingefügte Seiten- oder Abschnittswechsel zu entfernen sollen. Hierbei hilft die Schaltfläche Sonstiges. In den folgenden Tabellen sind alle Suchobjekte, die über die Schaltfläche Sonstiges in den Feldern Suche nach und Ersetzen durch eingefügt werden können, mit ihren entsprechenden Zeichenschlüsseln aufgeführt:

Suchobjekt: Manuelle Eingabe

Absatzmarke: ^ap

Tabstopzeichen: ^t

Kommentarzeichen: ^5a

Beliebiges Zeichen: ^?

Beliebige Ziffer: ^#

Beliebiger Buchstabe: ^$

Caret-Zeichen: ^^

Spaltenwechsel: ^n

Langer Gedankenstrich: ^+

Gedankenstrich: ^=

Endnotenzeichen: ^e

Feld: ^d

Fußnotenzeichen: ^f

Grafik: ^rg

Manueller Zeilenwechsel: ^zl

Manueller Seitenwechsel: ^m

Geschützter Bindestrich: ^_~

Geschütztes Leerzeichen: ^gs

Bedingter Trennstrich: ^-

Abschnittswechsel: ^b

Leerfläche: ^lw

Ersetzungsobjekt: Manuelle Eingabe

Absatzmarke: ^ap

Tabstopzeichen: ^t

Caret-Zeichen: ^^

Inhalt der Zwischenablage: ^c

Spaltenwechsel: ^n

Langer Gedankenstrich: ^+

Gedankenstrich: ^=

Suchtext: ^&

Manueller Zeilenwechsel: ^zl

Manueller Seitenwechsel: ^m

Geschützter Bindestrich: ^_~

Geschütztes Leerzeichen: ^gs

Bedingter Trennstrich: ^-

Wenn Sie beispielsweise alle manuellen Seitenwechsel löschen und an deren Stelle eine Absatzschaltung einfügen möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Öffnen Sie mit Bearbeiten > Ersetzen. das Register Ersetzen des Dialogfensters Suchen und Ersetzen.

Sollten Sie auf Ihrer Tastatur das Caret nicht finden, die Taste ist meistens über der [Tab]-Taste angeordnet, oder sollte das Drücken der Taste nicht das gewünschte Zeichen (^) anzeigen, so können Sie den Weg über die direkte Eingabe des ASCII-Codes wählen. Halten Sie die [Alt]-Taste nieder, und geben Sie auf dem numerischen Tastaturblock separat zunächst die 9 und danach die 4 ein. Anschließend lassen Sie die [Alt]-Taste wieder los. Nun sollte ^ angezeigt werden

2. Geben Sie unter Suchen nach das Kürzel für den manuellen Seitenwechsel ein (^m) oder wählen Sie den Eintrag Manueller Seitenwechsel aus der Liste Sonstiges.

3. Im Feld Ersetzen durch geben Sie das Kürzel für die Absatzmarke ein (^a) oder wählen aus der Liste Sonstiges den Eintrag Absatzmarke.

4. Klicken Sie auf Alles ersetzen.

Damit haben Sie alle manuellen Seitenwechsel durch leere Absätze ersetzt.

So wie normale Buchstaben und Zahlen bei der Suche und dem Ersetzen kombiniert werden, um die Aktion möglichst eindeutig zu machen, können Sie selbstverständlich auch die genannten Zeichenschlüssel miteinander kombinieren. Die Sucheingabe ^a^t findet z.B. alle Stellen des Dokuments, an denen auf eine Absatzschaltung ein Tabulator folgt.

Als Leerflächen im Text gelten nicht nur Leerzeichen, die mit der [Leerzeichen]-Taste eingegeben werden, sondern auch Tabstopps werden als Leerfläche interpretiert. Eine Leerfläche unbestimmter Größe suchen Sie mit ^l. Im Feld Ersetzen durch funktioniert diese Kombination aus Zirkumflex und dem Buchstaben l allerdings nicht. In beiden Feldern können Sie aber Leerzeichen durch Betätigung der Leertaste eingeben; jeder Druck auf die [Leerzeichen]-Taste steht hierbei für ein Leerzeichen. Tabulatoren, die bei der Suche nach unspezifiziertem Leerraum mit ^l ebenfalls als Fundorte angegeben werden, lassen sich darüber hinaus mit dem Zeichenschlüssel ^t präzise suchen und auch ersetzen.

Grafiken und Felder

Statt ^d können Sie auch den Schlüssel ^19 einsetzen, der ebenfalls den öffnenden Feldbegrenzer { bezeichnet. Der Schlüssel ^21 hingegeben bezieht sich auf den schließenden Feldbegrenzer }. Auch diese beiden Schlüssel markieren das gesamte Feld. Mit ^21 können Sie die Suche nach Feldinhalten auch gemäß der Endung einer Feldfunktion spezifizieren, sich also beispielsweise auf spezielle Schalter beziehen, die am Ende des Feldes stehen. Notwendige Voraussetzung für das Auffinden der Felder ist stets, daß die Felder als Funktionen angezeigt werden. Dies bewirken Sie durch Anwahl unter Extras > Optionen im Register Ansicht durch die Aktivierung des Kontrollkästchen Feldfunktionenoder in der Layoutansicht mittels des Tastenschlüssels [Alt][F9].

Bei der Suche nach Grafiken (^r) werden alle Grafiken gefunden, die im Text angezeigt werden, und in der Textebene liegen. Grafiken, die mit einem Textfluß formatiert wurden, werden nicht gefunden. Eine solche Grafik ist nicht innerhalb der Textebene, und kann somit nicht gefunden werden.

Grafiken, die mit dem Umbruch Mit Text in Zeile formatiert worden werden hingegen problemlos gefunden. Dies gilt auch, wenn unter Extras > Optionen im Register Ansicht das Kontrollfeld Platzhalter für Grafiken markiert wurde und die Grafiken lediglich durch Rahmen repräsentiert werden. Auch verknüpfte Grafiken werden mit diesem Suchschlüssel gefunden, solange nicht die Feldfunktion, über die sie ins Dokument aufgenommen wurden, angezeigt wird. Grafiken, die über eine Feldfunktion importiert oder eingebettet werden, lassen sich allerdings nicht als Grafik aufspüren, wenn der Inhalt der Feldfunktion statt ihres Ergebnisses – der Abbildung – sichtbar ist. In diesem Fall müssen Sie mit ^d nach Feldern suchen. Allerdings werden bei diesem Suchschlüssel sämtliche Felder der Reihe nach angesprungen, solange Sie das Feld nicht genauer spezifizieren. Die genauere Eingrenzung wird durch die Tatsache möglich, daß ^d nicht die gesamte Feldfunktion, sondern lediglich die öffnende Klammer sucht. Sie können also im Anschluß an ^d die Zeichenkette angeben, die in der Feldklammer steht oder mit der die Feldfunktion beginnt. Meist starten Feldfunktionen mit einem Leerzeichen, dem dann der Namen der Feldart folgt. Bei der Suche nach Feldern für importierte Grafiken sieht also der Suchschlüssel so aus: „^d Einfügengrafik“. An der Fundstelle wird auf jeden Fall das ganze Feld markiert, da Feldbegrenzer stets paarweise bearbeitet werden.

Nicht angezeigte Feldfunktionen werden bei der Suche übersprungen. Die Zeichenschlüssel für die Feldbegrenzer lassen es nicht zu über das Feld Ersetzen durch in das Dokument einfügen.

Ein Kommentar

  1. ich 4. August 2011

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