Word: Word-Grafik

Bei Word-Grafik handelt es sich um ein vektororientiertes Zeichenprogramm. Anders als bei Pixel- oder Bitmap-Grafiken ist hierbei die Information nicht in einzelnen Bildpunkten, sondern im Anfang- und Endpunkt einer Linie festgehalten. Kurven setzen sich also aus vielen kleinen geraden Linien zusammen, die aneinander anschließen. Jedes Element einer Grafik ist eigenständig und kann als solches bearbeitet werden.

Nicht alle Grafiken lassen sich auf diese Weise bearbeiten. Da Word-Grafik automatisch aktiviert wird, wenn Sie eine Grafik im Text anklicken, die nicht mit einem anderen Programm verknüpft ist, werden Bildpunktgrafiken (Bitmaps) zwar geladen und können durch weitere Elemente ergänzt und in den Dimensionen verändert werden; ihr Inhalt ist jedoch mit Word-Grafik nicht zu bearbeiten. Hierfür müssen Sie ein Programm benutzen, das Grafiken auf der Basis von Bildpunkten bearbeitet (z. B. MS Paint). In Word-Grafik werden diese Grafiken als ein einziges Element verwaltet.

Vektorgrafiken können jedoch direkt modifiziert oder neu erstellt werden. Zwar lassen sich keine Dateien erstellen, doch für den Import von Dateien ist gesorgt.

Das Grafikmodul von Word eignet sich als integrierter Programmbestandteil hervorragend für die direkte Illustration von Texten. Hierbei wird das Modul nicht als Objekt-Server eingesetzt, sondern erstellt seine Zeichnungen unmittelbar im Text. Dies hat den Vorteil, daß sich Texte über Zeichnungen oder Zeichnungen über Texte legen lassen, Anmerkungen grafisch verdeutlicht werden können und vieles mehr.

Die Funktionalität von Word-Grafik steht Ihnen innerhalb und außerhalb von Word zur Verfügung, wenn Sie das Programm-Modul als OLE-Server einsetzen. Da Word OLE 2.0 unterstützt, kann dies auch von Words Grafik erwartet werden. Und so gliedert sich die Zeichenfunktion von Word auch in andere OLE-2.0-Anwendungen direkt ein.

Da die Bedienung von Word-Grafik bei beiden Einsatzmöglichkeiten weitgehend identisch ist, wird im folgenden von der universelleren Verwendungsart ausgegangen – dem Einsatz des Grafikmoduls als OLE-Server – und auf die Besonderheiten beim integrierten Einsatz gesondert hingewiesen. Gleichzeitig mag die Beschreibung als Beispiel für die Wirkungsweise anderer OLE-Server dienen.

Wenn Sie eine Word-Grafik erstellen möchten, klicken Sie einfach auf das Symbol Zeichnen der Standard-Symbolleiste bzw. wählen aus der Liste des Dialogfeld Objekt den Typ Microsoft Word-Grafik. Wie bei allen OLE-2.0-Servern wird auch beim Typ Word-Grafik die Arbeitsfläche in die Word-Oberfläche eingebunden. Wenn Sie eine neue Grafik erstellen, indem Sie Einfügen > Objekt > Word-Grafik wählen, ändert sich der Fenstername von Microsoft Word in Microsoft Word – Bild in Dokumentname. Da der Word-Grafik-Server Word selber ist, ändert sich an der Anzeige der Menüleiste bzw. der aktiven Symbolleisten nichts. Lediglich zwei Symbolleisten werden hinzugefügt: Grafik bearbeiten und Zeichnung. Die Symbolleiste Zeichnung findet sich in der Standardkonfiguration oberhalb der Statusleiste, während die Symbolleiste Grafik bearbeiten unverankert über dem Arbeitsbereich liegt. Während Zeichnungselemente über das Symbol Zeichnen direkt im Text eingegeben werden, werden Zeichnungen, die über Einfügen > Objekte erstellt wurden, als Objekt eingefügt.

In der Symbolleiste Zeichnung finden sich die Symbole, mit denen Sie die grafischen Elemente zeichnen.

Ist bei den Druckoptionen das Kontrollkästchen Zeichnungselemente unter mit dem Dokument ausdrucken nicht aktiviert, werden Zeichnungen, die nicht als Objekt eingebettet, sondern direkt in den Text gezeichnet wurden, nicht mit ausgedruckt.

Sie können Linien, Rechtecke, Ellipsen, Pfeile und AutoFormen zeichnen. Für jede dieser Aktionen ist ein entsprechendes Symbol in der Symbolleiste vorhanden. Sie zeichnen, indem Sie zunächst das Symbol anklicken, anschließend den Mauszeiger im Dokument an der gewünschten Stelle plazieren und dann bei gedrückter linker Maustaste das Element aufziehen. Die Stellung der Einfügemarke spielt keine Rolle; Sie haben das ganze Blatt zu Ihrer Verfügung.

Voraussetzung für das Zeichnen im Dokument ist, daß Sie sich in der Layout- oder der Seitenansicht befinden. Sollten Sie ein Zeichnungselement aktivieren, während die Normal- oder Gliederungsansicht aktiv ist, wechselt Word selbständig zu Layoutansicht.

Durch Ziehen zeichnen Sie eine gerade Linie. Wenn Sie gleichzeitig die H-Taste betätigen, wird der Winkel der Linie je nach Zugrichtung in 15°-Schritten fixiert. Halten Sie die S-Taste gedrückt, wird der von Ihnen gewählte Startpunkt der Linie als Mittelpunkt der Linie benutzt, die Linie also doppelt so groß.

Durch Ziehen zeichnen Sie eine gerade Line mit Pfeilspitze am Ende. Gleichzeitiges Drücken der h-Taste fixiert die Linie in 15°-Schritten. In Verbindung mit der S-Taste wird eine Linie mit dem Mittelpunkt in der Startposition gezeichnet. Die Pfeilspitze sitzt hierbei nach wie vor an dem Ende des Pfeils, an dem Sie die Maustaste wieder lösen.

Durch Ziehen zeichnen Sie ein Rechteck mit spitzen Ecken. Wenn Sie gleichzeitig die H-Taste betätigen, wird die Form auf ein Quadrat mit spitzen Ecken fixiert. Halten Sie die S-Taste gedrückt, wird das Rechteck – bei gleichzeitigem Halten der H-Taste das Quadrat – um den Mittelpunkt herum vergrößert.

Durch Ziehen zeichnen Sie eine Ellipse. Wenn Sie gleichzeitig die H-Taste betätigen, wird die Form auf einen Kreis fixiert. Halten Sie die S-Taste gedrückt, wird die Ellipse – bei gleichzeitigem Halten der H-Taste der Kreis – um den Mittelpunkt herum vergrößert.

Durch Ziehen erstellen Sie ein Textfeld. Textfelder ermöglichen das freie plazieren von Texten, aber auch Grafiken oder Tabellen.

Mit einem Klick auf die Schaltfläche WordArt einfügen gelangen Sie in den WordArt-Katalog und können ein WordArt-Objekt kreieren.

Mit einem Klick auf die Schaltfläche ClipArt einfügen gelangen Sie in die Clip Gallery.

Wenn Sie geschlossene Flächen mit einer Farbe füllen möchten, markieren Sie das Objekt und wählen die gewünschte Füllfarbe. Die Linienfarbe ändern Sie schnell über das gleichnamige Symbol der SymbolleisteZeichnen.Alternativ hierzu können Sie auch in der Registerkarte Farben und Linien des Dialogfensters AutoForm formatieren Einstellungen zur Füll- und Linienfarbe vornehmen. Die Schriftfarbe schließlich ändern Sie über die gleichnamige Schaltfläche.

Welche Art von Linien und Striche Sie bevorzugen, wählen Sie über die beiden Symbole Linienart und Strichart.

Wenn Sie eine Linie markiert haben, steht ihnen eine weitere Optionen offen: So können Sie unter Pfeilart eine Linie in einen Pfeil verändern.

Sämtliche Befehle der Linien- und Farbgestaltung finden Sie auch im Dialogfenster AutoForm formatieren in der Registerkarte Farben und Linien.

Im Symbolleistenmenü AutoFormen finden Sie weitere Zeichenelemente. Wenn Sie anstelle des Aufziemenüs in der Symbolleiste Zeichnen eine eigene Symbolleiste für die AutoFormen bevorzugen, klicken Sie bei aufgezogenem Menü mit der linken Maustaste auf den Farbbalken am oberen Rand des Menüs und ziehen Sie das Menü mit gedrückter Maustaste als Symbolleiste an die gewünschte Position, wo Sie die linke Maustaste wieder lösen. Menü und Symbolleiste sind in sechs Kategorien aufgeteilt:

Unter Linien finden Sie neben den beiden Einträgen Linie und Pfeil, die Sie auch über die Symbolleiste Zeichnen erreichen den Eintrag Doppelpfeil, der den Befehl Pfeil um einer weitere Pfeilspitze am anderen Ende der Linie erweitert.

Durch Ziehen zeichnen Sie eine Freihandform. Durch einen Doppelklick oder das Zusammenführen der Endpunkte schließen sie das Objekt. Um gerade verbundene Linien zu zeichnen, ziehen sie die Maus nicht, sondern klicken einfach die Scheitelpunkte an. Wenn Sie gleichzeitig die H-Taste betätigen, wird der Winkel wieder je nach Zugrichtung in 15°-Schritten fixiert. Sie können das Freihandzeichnen mit dem Anklicken von Scheitelpunkten beliebig kombinieren.

Neben der Freihandform können Sie auch Freihandzeichnungen kreieren, die nicht automatisch zusammengeführt werden.

Freihandformen können Sie mit Hilfe des Befehls Punkte bearbeiten im Aufziehmenü Zeichnen modifizieren. Sie können nun einzelne Punkte verschieben. Bestehende Punkte können Sie entfernen, indem Sie die S-Taste betätigen und mit der linken Maustaste auf einen Ziehpunkt des Freihandelements klicken. Umgekehrt können Sie nachträglich weitere Punkte hinzufügen, wenn Sie eine beliebiges Stelle auf der Linie eines Freihandelements mit S-Taste und linker Maustaste anklicken. Wenn Sie die Maustaste gedrückt lassen, können Sie den neuen Punkt sofort positionieren.

Andere Elemente verändern Sie in Form und Größe, indem Sie sie einfach anklicken. Hierdurch werden die Ziehpunkte aktiv, über die Sie den Verlauf des Elements verändern können.

Hinter dem Symbol Standardformen der Auswahl AutoFormen finden Sie weitere Formen wie Abgerundetes Rechteck, Parallelogramm, Trapez, Mehreckformen wie Dreieck, Sechseck, Achteck, aber auch weniger ernste Formen wie Smiley, Herz oder Gewitterblitz.

Einige Autoformen verfügen neben den regulären Anfassern, über die Sie die Größe bestimmen, über weitere Anfasser, mit deen Sie die Gestaltung der Form ändern. So läßt sich beispielsweise das lachende Smiley schnell in ein trauriges Smiley umwandeln:

1. Ziehen Sie an der gewünschten Position das Smiley auf.

2. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf den gelben Anfasser in der Mitte der nach unten gebogenen Linie.

3. Halten Sie die Maustaste gedrückt während Sie durch verschieben des Anfassers die Form des Mundes ändern.

Über das Symbol Blockpfeile können Sie auf 28 verschiedene Pfeile zurückgreifen. Im Gegensatz zu den über das Symbol Pfeil der Zeichnen-Symbolleiste erstellten Pfeilen verfügen Blockpfeile über eine Fläche die beispielsweise farbig ausgefüllt werden kann.

Für die Erstellung von Flußdiagrammen finden Sie in der Liste Flußdiagramm nötigen Grundformen.

Wenn Sie Sterne und Banner zeichnen möchten, finden Sie diese hinter der gleichnamigen Kategorie. Acht verschiedene Sterne und ebensoviele Banner können Sie aufziehen. Einige Banner verfügen über zwei gelbe Anfasser, mit denen Sie verschiedene Einstellungen vornehmen können.

Hinter dem Symbbol Legenden finden Sie 20 verschiedene Legenden. Legenden sind Textfelder die – um eine Linie oder einen Pfeil ergänzt – direkte Hinweise zu einer Passage im Text oder dem Element einer Grafik geben. Um eine Legende zu erstellen, markieren Sie mit einem Klick zuerst einen Bezugspunkt, auf den die Legende zeigen soll, und ziehen dann bei gedrückter linker Maustaste das Textfeld an die gewünschte Stelle. Sie können nun im Textfeld den Legendentext eingeben. Eine Ausnahme bilden die ersten vier Legenden. Diese müssen Sie wie alle anderen AutoFormen aufziehen.

Während das Textfeld der Legende auf die gleiche Weise gestaltet wird wie einfache Textfelder auch, formatieren Sie den Zusammenhang zur Legendenlinie mit einem eigenen Dialogfeld. Um Legenden zu formatieren, öffnen Sie das Dialogfenster AutoForm formatieren und wählen in der Registerkarte Textfeld den Befehl Legende formatieren . Im Dialogfeld Legende Formatieren können Sie nun die gewünschten Veränderungen vornehmen. Es gibt vier verschiedene Typen von Legenden. Typ Eins verbindet die Textbox mit dem Bezugspunkt mit einem senkrechten oder waagerechten Strich. Typ Zwei verbindet die beiden Elemente mit einer Linie, die auch diagonal verlaufen kann. Type Drei und Typ Vier verbinden Textbox und Bezugspunkt mit zwei bzw. drei Linien. Im Feld Abstand geben Sie den Abstand zwischen der Legendenlinie und der Textbox der Legende an. Den Winkelzwischen Legendenlinie und Legendentextbox können Sie aus den vier vorgegebenen Winkeln 30, 45, 60 und 90 Grad oder beliebig wählen. Wenn Sie einen beliebigen Winkel wählen, müssen Sie den Winkel mit der Maus selber bestimmen. Sie können keinen Winkel einstellen, wenn Sie Legendentyp Eins gewählt haben, da es sich hierbei immer um eine senkrechte bzw. waagerechte Linie handelt.

Achten Sie beim Ansatz der Linie an die Legenden-Textbox darauf, daß nicht die Linie, sondern die Textbox verschoben wird. Somit kann es nötig sein, die Textbox bzw. die gesamte Legende noch ein weiteres Mal zu positionieren, damit keine Elemente durch den Legendentext überdeckt werden.

Der Ansatz der Linie an die Textbox kann Oben, in der Mitte oder Unten erfolgen. Im Feld Länge bestimmen Sie die Länge der ersten Linie, was natürlich nur bei Typ Drei und Vier möglich ist. Word nimmt die Anpassung automatisch vor, wenn unter Länge > Optimal gewählt wurde. Den Textrahmen um das Textfeld schalten Sie mit dem gleichnamigen Schalter ein- bzw. aus. Um zwischen Linie und Textfeld eine senkrechte Trennlinie einzufügen, wählen Sie Leiste hinzufügen. AutoVerbinden paßt den Ansatzpunkt der Legendenlinie an die Position des Legendentextes an.

Nicht nur in Legenden lassen sich Texte eingeben. Sie können jeder AutoForm ein Textfeld hinzufügen. Markieren Sie hierzu die gewünschte AutoForm und wählen Sie im Kontextmenü der rechten Maustaste den Befehl Text hinzufügen. In geschlossenen AutoFormen oder AutoFormen die über zwei Begrenzungen verfügen wird innerhalb der Form ein Textfeld aktiviert, während Strichformen komplett mit einem Textfeld hinterlegt werden. Das Textfeld innerhalb der AutoForm können Sie nun wie jedes andere Textfeld formatieren.

Mit einem Klick auf die Schaltfläche Weitere AutoFormen öffnen Sie die Clip Gallery.

Eines der wichtigsten Werkzeuge der Symbolleiste Zeichnung ist der Markierungspfeil. Durch Anklicken des Symbols Objekt markieren können Sie mit der Maus Elemente der Zeichnung auswählen, die Sie anschließend bearbeiten. Die Auswahl ist die Voraussetzung, um ein Element zu verändern.

Wenn Sie in ein Element klicken und die Maustaste gedrückt halten, können Sie seine Position durch Ziehen verändern. Betätigen Sie hierbei gleichzeitig die S-Taste, so legen Sie durch das Ziehen automatisch eine Kopie des markierten Elements an.

Wenn Sie ein einzelnes Element verändern möchten, ziehen Sie mit dem Markierungspfeil zunächst einen Auswahlrahmen um das Element oder klicken das Element an. Markierte Elemente werden mit Ziehpunkten angezeigt, über die Sie die Veränderungen vornehmen. Sie setzen die Auswahl zurück, indem Sie auf ein anders Element oder außerhalb der Zeichnung klicken. Mittels eines Markierungsrahmens, den Sie um mehrere Elemente ziehen, lassen sich die markierten Elemente gleichzeitig bearbeiten. Sie können die Elemente auch bei gedrückter H-Taste einzeln anklicken.

Um mehrere Elemente gleichzeitig zu bearbeiten, ziehen Sie einen Auswahlrahmen um die Elemente und schaffen so eine Elementgruppe. Sie können nun die Elementgruppe gemeinsam bearbeiten, z.B. löschen oder durch Ziehen verschieben. Den Auswahlrahmen setzen Sie zurück, indem Sie außerhalb der Gruppe klicken.

Um Elemente dauerhaft zu gruppieren – also miteinander zu verbinden -, ziehen Sie einen Auswahlrahmen um die Gruppe und wählen im Aufziehmenü Zeichnen den Befehl Gruppierung. Dieser Befehl verbindet die markierten Elemente zu einem Element. Mit dem Befehl Gruppierung aufheben lösen Sie die Gruppierung auf, um die Elemente wieder einzeln zu bearbeiten. Wenn Sie eine Gruppierung aufgelöst haben, um beispielsweise bestimmte Formatierungen auf ein Element zu beschränken, können Sie die Gruppierung später wiederherstellen. Markieren Sie hierzu ein Objekt aus der vorherigen Gruppierung und wählen Sie den Befehl Gruppierung wiederherstellen.

Das Dialogfenster AutoForm formatieren läßt sich am einfachsten per Doppelklick auf ein Zeichnungsobjekt öffnen.

Die Positionierung kann im Dialogfenster AutoForm formatieren über die Registerkarten Grösse und Position in absoluten Angaben erfolgen. In der Registerkarte Textfluß geben Sie ein, ob und auf welche Art der Text das Zeichnungsobjekt umfließen soll.

Die interne Positionierung eines Zeichnungselements erfolgt prinzipiell unabhängig vom anderen Inhalt der Seite. Wenn Sie die Zeichnung direkt im Dokument erstellen, können Sie sie frei auf der Seite positionieren und somit über oder unter bestehenden Text legen. Wenn Sie möchten, daß das Zeichnungselement eine Position zu einem bestimmten Absatz wahrt, verankern Sie es mit ihm.

Geben Sie hierzu die Horizontale Position des Elementes ein und auch den Bezugspunkt, Von welchem aus das Element positioniert werden soll. Zur Auswahl stehen Seitenrand, Seite und Spalte. Verfahren Sie genauso mit der Vertikalen Position. Der unter Von gewählte Bezugspunkt kann von dem der horizontalen Position abweichen. Um ein Element mit einem Textabsatz zu verbinden, dem es in seiner Position weiterhin zugeordnet sein soll, wählen Sie das Kontrollkästchen Verankern.

Wenn Sie Elemente manuell positionieren wollen, können Sie sie mit der Maus über die Arbeitsfläche ziehen oder aber auch mit der Tastatur bewegen. Hierzu bedienen Sie sich der Cursortasten. Die Positionierung mit der Tastatur hat einen entschiedenen Vorteil – Sie können Elemente nur horizontal oder vertikal bewegen und somit ohne Probleme ein Element präzise in eine Richtung verschieben. Die Weite der Einzelschritte können Sie selber bestimmen. Wählen Sie hierzu den Befehl Gitternetz. Im Dialogfeld Zeichnungsraster können Sie nun den Abstand horizontal und den Abstand vertikal wählen. Hierbei stehen Ihnen Rasterbreiten zwischen 0,01 cm und 5585 cm zur Verfügung. Den Nullpunkt des Rasters können Sie ebenfalls anpassen. Standardmäßig liegt der Nullpunkt horizontal bei 3 cm und der Nullpunkt vertikal bei 3,5 cm. Möchten Sie statt dessen lieber die Seitenränder als Nullpunkt verwenden, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Seitenränder verwenden. Der Nullpunkt liegt dann am oberen linken Seitenrand und paßt sich entsprechend der Einstellungen im Dialogfenster Datei > Seite einrichten an. Für die Darstellung des Rasters können Sie das Kontrollkästchen Rasterlinien am Bildschirm anzeigen aktivieren. In welcher Frequenz das Raster dargestellt wird wählen Sie in den Eingabefeldern Vertikal bzw.Horizontal. Hierbei können Sie stets nur ganzzahlige Vielfache eingeben. Haben Sie beispielsweise ein horizontales Raster mit einem Abstand von 0,1 cm gewählt, entspricht die Eingabe 5 im Feld Horizontal Rasterlinien im Abstand von 0,5 cm.

Solange Objekte am Raster ausrichten nicht aktiv ist, können Sie für Mausbewegungen das eingestellte Raster kurzzeitig aktivieren, indem Sie die A-Taste betätigen, während Sie ein Element positionieren. In diesem Fall wird es automatisch am Raster ausgerichtet. Genau den umgekehrten Effekt, nämlich das Raster kurzzeitig zu deaktivieren, hat die A-Taste im Zusammenhang mit der Maus, wenn das Kontrollkästchen Am Raster ausrichten eingeschaltet ist.

Wenn Sie das Kontrollkästchen Objekte am Raster ausrichten aktiviert haben, gilt das Raster auch für die Positionierung mit der Maus. Ansonsten haben die Einstellungen nur Einfluß auf die Bewegung von Elementen mit der Tastatur. Außerdem können Sie bei der Bewegung mit den Cursortasten in Verbindung mit der S-Taste Elemente pixelweise verschieben, wobei nicht die Pixel der Druckausgabe, sondern der Bildschirmdarstellung gemeint sind. Das heißt, je höher die Auflösung und der Zoomfaktor eingestellt ist, um so präziser lassen sich Zeichnungselemente per Tastatur positionieren.

Wenn Sie auf die Bearbeitung mit der Maus bestehen, können Sie über das Präzisionsausrichtung Präzisionsausrichtung im Aufziehmenü Zeichnen markierte Objekte Schrittweise versetzen. Hierzu stehen Ihnen die Befehle Oben, Unten, Rechts und Links zu Verfügung, die das markierte Objekt um jeweils einen Schritt in die gewählte Richtung verschieben.

Elemente können auch relativ zueinander oder zur Seite positioniert werden. Öffnen Sie hierzu das Menü Ausrichten oder verteilen im Aufziehmenü Zeichnen. Wählen Sie nun die Ausrichtung in horizontaler und vertikaler Richtung aus. Zur Auswahl stehen Linksbünfig, Horizontal Zentrieren sowie Rechtsbündig und Oben ausrichten, Vertikal Zentrieren und Unten ausrichten. Wenn Sie mehrere Elemente relativ zueinander ausrichten wollen, müssen Sie diese zunächst markieren und dann den gewünschten Befehl anwenden. Sie können Objekte auch Relativ zur Seite, also den Seitenrändern ausrichten. Aktivieren Sie hierzu die gleichnamige Schaltfläche.

Um mehrere Elemente gemeinsam zu markieren, klicken Sie auf das Symbol Zeichnungselement markieren und ziehen entweder einen Rahmen auf, der die zu markierenden Elemente umfaßt, oder Sie klicken die Elemente nacheinander an, während Sie die H-Taste gedrückt halten. Auf diese Weise lassen sich auch Elemente zueinander ausrichten, die nicht nebeneinander liegen.

Horizontal verteilen und Vertikal verteilen bewirken eine gleichmäßige Verteilung der markierten Objekte. Ist hierbei die Option Relativ zur Seite aktiviert, werden die Objekte zwischen den Seitenrändern verschoben, so daß alle Objekte untereinander und zum Seitenrand den gelciehn Abstand halten. Ist die Option Relativ zur Seite deaktiviert, lassen sich die Verteilen-Befehle nur anwenden, wenn Sie mindestens drei Objekte markieren. Alle markierten Objekte werden nun gleichmäßig zwischen den beiden äußeren Objekten verteilt.

Die Reihenfolge von Objekten untereinander wählen Sie über das Menü Zeichnen > Reihenfolge. Wenn Sie Elemente übereinander plazieren, ist die Reihenfolge der Elemente entscheidend für die Darstellung. Sie wechseln die Folge mit den Symbolen In den Vordergrund und In den Hintergrund. So können Sie markierte Elemente nach Belieben nach vorne holen oder nach hinten legen.

Diese Möglichkeit haben Sie auch in Zusammenhang mit Text. Mittels der Symbole Vor den Text und Hinter den Text können Sie Text mit Grafik überlagern oder umgekehrt Textabsätze grafisch hinterlegen.

Sie können bereits erstellte Elemente aber nicht nur skalieren oder neu positionieren. Manchmal ist es notwendig, ein Element zu kippen oder zu drehen. Auch hierfür hält Word die entsprechenden Befehle unter Zeichnen > Drehen oder kippen bereit:

Das Symbol Horizontal kippen spiegelt das Element an einer imaginären senkrechten Spiegelachse in der Mitte des Elements, während Vertikal kippen es an einer imaginären waagerechten Spiegelachse spiegelt.

Wenn Sie ein Element drehen wollen, so können Sie es über die Symbole Rechtsdrehung oder Linksdrehung in 90°-Schritten in die entsprechende Richtung drehen. Freies Drehen ermöglicht das Drehen von Elementen in jedem beliebigen Winkel an einem der vier Eckpunkte. Klicken Sie hierzu mit der linken Maustaste auf den gewünschten Eckpunkt, halten Sie die Maustaste gedrückt und vollziehen Sie die Drehung.

Wenn Sie Textfelder kippen oder drehen, bezieht sich dies nicht auf den im Textfeld enthaltenen Text, wohl aber auf in Textfelder eingefügte Zeichnungs- bzw. Grafikelemente. Der Text wird lediglich in seiner Laufweite im Rahmen neu ausgerichtet, jedoch nicht mitgekippt. Gleiches gilt auch für Legenden. Beim Kippen oder Rotieren von Legenden sollten Sie beachten, daß auch der Bezugspunkt seine Position ändert.

Wie felxibel AutoFormen sind zeigt sich im Befehl AutoForm ändern. Hierüber läßt sich jede AutoForm jederzeit in eine andere AutoForm umwandeln. Größe und Formatierung und Ausrichtung bzw. Drehwinkel werden hierbei übernommen, so daß Sie schnell ein Oval in ein Rechteck ändern können.

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