WordPress um neue Funktionen erweitern

Eine der größten Vorteile einer eigenen Blogsoftware wie WordPress ist die Flexibilität in Sachen Funktionsumfang. Da für WordPress hunderte Erweiterungen und Plugins existieren, lassen sich interessante Zusatzfunktion einbinden. Das ist bei Standardblogs von Blogprovidern nicht möglich.

Sehr beeindruckend: Die Blogsoftware WordPress lässt sich mit über 1.000 frei erhältlichen Plugins „aufbohren“. Eine Übersicht aller verfügbaren WordPress-Plugins finden Sie auf der Webseite www.wordpress.org/extend/plugins. Hier sind über 1.000 WordPress-Erweiterungen übersichtlich nach Kategorien sortiert aufgeführt, leider nur in englischer Sprache. Eine deutschsprachige Übersicht der wichtigsten PlugIns finden Sie auf der Seite www.sw-guide.de/wordpress/wordpress-plugins/. Die beliebtesten Erweiterungen deutsche WordPress-User listet die Webseite www.sw-guide.de/2007-05/die-beliebtesten-wordpress-plugins-in-der-deutschsprachigen-blogosphaere auf.

Um den eigenen WordPress-Blog um neue Funktionen zu ergänzen – beispielsweise das Statistik- und Analyse-Tool Semmelstatz -, sind folgende Schritte notwendig:

1. Rufen Sie die Downloadseite des gewünschten Plugins auf. Für die beliebte Statistik-Erweiterung Semmelstatz zum Beispiel die Seite http://www.kopfhoch-studio.de/blog/2765. Klicken Sie auf das Festplattensymbol, um die Plugin-Dateien herunterzuladen.

2. Klicken Sie doppelt auf die heruntergeladene ZIP-Datei, und entpacken Sie alle darin enthaltenen Dateien, indem Sie auf Alle Dateien extrahieren klicken.

3. Starten Sie Ihr FTP-Programm – z.B. Filezilla (www.filezilla.de) –, und stellen Sie eine FTP-Verbindung zu Ihrem Webspeicherplatz her. Geben Sie hierzu in die Felder Server, Benutzername und Passwort die FTP-Zugangsdaten ein, und klicken Sie auf Verbinden. Die genauen Zugangsdaten erfahren Sie im Konfigurationsbereich Ihres Webspeicherplatzes.

4. Übertragen Sie jetzt den gesamten Ordner, in den Sie die Erweiterung extrahiert haben, in den WordPress-Plugin-Ordner. Sie finden den Plugin-Ordner im Unterordner wp-content, zum Beispiel unter www.mirko.de/kanada-tipps/wp-content/plugins/. Übertragen Sie den kompletten semmelstatz2-Ordner von der Festplatte in den plugins-Ordner Ihrer WordPress-Installation.

5. Jetzt rufen Sie die Konfigurationsseite Ihres WordPress-Blogs auf. Zur Erinnerung: Sie erreichen die Konfigurationsseite über den Zusatz wp-login.php, zum Beispiel www.mirko.de/kanada-tipps/wp-login.php.

6. Klicken Sie auf die Registerkarte Plugins.

7. Hier sind alle Erweiterungen aufgeführt, die im plugins-Unterordner installiert sind. Wichtig: Damit eine Erweiterung genutzt werden kann, muss sie zunächst aktiviert werden. Klicken Sie hierzu beim entsprechenden Plugin in der Spalte Aktion auf Aktivieren.

8. Die Erweiterung ist damit aktiviert und nutzbar.

Bei einigen Plugins – wie dem vorliegenden Beispiel– müssen Sie noch eine kleine Änderung an einer Konfigurationsdatei vornehmen. Für das Semmelstatz-Plugin klicken Sie auf Themes und Theme Editor und anschließend in der rechten Spalte auf Header. Fügen Sie an das Ende der Eingabeformulars die Zeile

<?php wp_head(); ?>

ein, und klicken Sie auf Datei aktualisieren. Wichtig: Diese Änderung an der Header.php-Datei ist nur für das vorliegende Semmelstatz-Beispiel notwendig. Ob und welche zusätzlichen Änderungen notwendig sind, erfahren Sie in der Installationsanleitung des jeweiligen Plugins.

9. Wurde die Erweiterung erfolgreich installiert, finden Sie meist in der Navigationszeile einen neuen Eintrag; beim Semmelstatz-Plugin zum Beispiel den Eintrag Statz, als umgangssprachliche Kurzform von Statistik.

10. Hier können Sie das Plugin konfigurieren oder die Ergebnisse der Erweiterung einblenden. Beim Statistik-Tool Semmelstatz sehen Sie hier zum Beispiel eine Reihe statistischer Auswertungen. Sie erfahren zum Beispiel, welche Beiträge wie oft gelesen oder kommentiert wurden. Über den Link Einstellungen können Sie die Erweiterung individuell konfigurieren und zum Beispiel festlegen, ob und wie viele Top-10-Beiträge aufgelistet werden sollen.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.