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Was ist drin im Rechner? Ohne Schraubenzieher ins Innere des Rechners schauen

Auf einen Schraubendreher können Sie getrost verzichten, wenn Sie einen Blick in das Innere Ihres PCs werfen möchten. Windows hat ein praktisches Werkzeug an Board, das Ihnen einen tiefen Einblick gewährt; den Geräte-Manager.

So werfen Sie gefahrlos einen Blick ins Innere des Rechners:

1. Öffnen Sie die Systemsteuerung mit Start | Systemsteuerung.

2. Klicken Sie auf Leistung und Wartung und dann auf System – oder direkt auf System.

3. Wechseln Sie in das Register Hardware, und klicken Sie auf Geräte-Manager.

4. Im nachfolgenden Fenster zeigt Ihnen Windows exakt, welche Hardware-Komponenten in Ihrem Computer schlummern. Falls Sie zum Beispiel wissen möchten, welches Grafikkarten-Modell eingebaut ist oder wie die Typbezeichnung der Netzwerkkarte lautet: Der Geräte-Manager verrät es. Unschätzbare Informationen, wenn es zum Beispiel darum geht, den neuesten Treiber für die Grafikkarte herunterzuladen.

Wirklich alles anzeigen im Geräte-Manager

Zeigt der Geräte-Manager wirklich alles an? Nein! Normalerweise sind im Geräte-Manager nur die Geräte zu finden, die zurzeit auch tatsächlich angeschlossen sind. Abgestöpselte Geräte wie tragbare Wechselfestplatten, USB-Sticks oder Spiele-Joysticks blendet der Geräte-Manager aus.

Mit einem Trick können Sie auch die versteckten Einträge sichtbar machen:

1. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung, indem Sie den Befehl Start | Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung aufrufen.

2. Geben Sie folgenden Befehl ein

set devmgr_show_nonpresent_devices=1

und bestätigen Sie ihn mit der Return-Taste.

3. Wenn Sie jetzt den Geräte-Manager öffnen, können Sie mit dem Menübefehl Ansicht | Ausgeblendete Geräte anzeigen auch die nicht angeschlossenen „Geister“-Geräte auflisten. Praktisch, wenn Sie z.B. wissen möchten, wie der USB-Stick hieß, den Sie letzte Woche verwendet hatten.

Übrigens: Sie können den Geräte-Manager direkt von der Eingabeaufforderung aus starten. Geben Sie einfach den Befehl start devmgmt.msc ein.

Geräte-Manager deluxe – Noch mehr Systeminformationen entlocken

Nachschlag gefällig? Der Geräte-Manager verrät zwar schon eine Menge Informationen über Ihren PC. Das ist aber bei weitem nicht alles. Noch mehr und weitaus detailliertere Informationen erhalten Sie über das kleine, aber feine Hilfsprogramm Systeminformationen.

1. Klicken Sie auf Start, und rufen Sie den Befehl Alle Programme | Zubehör | Systemprogramme | Systeminformationen auf. Noch schneller starten Sie das Programm, indem Sie den Befehl Start | Ausführen aufrufen, und den Befehl winmsd eingeben.

2. In der linken Fensterhälfte erhalten in Form einer Baumstruktur alle nur erdenklichen Detail-Informationen über die Hardware Ihres PC. Wussten Sie z.B., über wie viele Suren pro Zylinder Ihre Festplatte verfügt. Keine lebensnotwendige Informationen, aber doch interessant, zu wissen.

Wenn Sie ganz bestimmte Informationen suchen – etwa über den Speicher – können Sie in der Zeile Suchen nach den gewünschten Suchbegriff eingeben und mit Suchen finden lassen.

3. Besonders praktisch: Mit dem Befehl Datei | Drucken können Sie die gesamten Informationen ausdrucken und z.B. zu der Dokumentation Ihres PC legen. Falls der Computer einmal streikt und sich nicht mehr einschalten lässt, kann die gedruckte „Patientenkarte“ Ihres PC Gold wert sein.

Übrigens: Besitzern von Windows XP Professional hat Microsoft ein weiteres interessantes Werkzeug zum „Hardware-Schnüffeln“ spendiert. Das ist zwar nicht sonderlich komfortabel, erfüllt aber auch seinen Zweck: Wenn Sie in der Eingabeaufforderung (Start | Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung) den Befehl systeminfo eingeben, spuckt Windows alle Hardware-Informationen in Textform aus. Um die Informationsflut einzugrenzen, empfiehlt es sich, die Textausgabe zu filtern. Suchen Sie beispielsweise nur Informationen zum Speicher, grenzen Sie die Ausgabe mit folgendem Befehl auf den Suchbegriff „Speicher“ ein:

systeminfo | findstr /i speicher

Den senkrechten Strich erzeugen Sie übrigens mit der Tastenkombination [AltGr][<].

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Weniger ist mehr – Warum zu viele Programme bremsen

Es ist fast wie ein Naturgesetz: Auf dem PC vermehren sich Programme und Anwendungen praktisch von Woche zu Woche. Das Start | Programme-Menü quillt über vor Programmen. Links neben der Uhr in der Taskleiste geben sich die Programmsymbole die Klinke in die Hand.

Kein Wunder: Neue Programme sind schließlich ruckzuck installiert. Jeden Monat liegen Fachzeitschriften CDs oder gar DVDs randvoll mit kostenloser Software bei. Download-Portale im Internet mit Gratis-Software in Hülle und Fülle laden geradezu ein, zu installieren, was das Zeug hält.

Ohne Folgen bleiben solche Installations-Orgien allerdings nicht: Auch wenn die Festplatte die Datenmengen locker wegsteckt: An Windows gehen die installierte Programme nicht spurlos vorüber.

Das Problem ist vergleichbar mit einem wackeligen Gerüst: Zu Beginn ist das Gerüst noch stabil und ausgewogen. Je mehr Bauteile (Software) Sie auf das Gerüst, desto wackeliger wird es allerdings. Keine Sorge: Das Windows-Gerüst wird schon nicht zusammenstürzen, doch es ächzt unter Last zu vieler Programme. Die Hauptgründe:

* Schlechte oder fehlende De-Installation: Die Geister, die Sie riefen, werden Sie mitunter nicht mehr los. Viele Programme lassen sich zwar kinderleicht installieren – man wird sie nur nicht mehr los. Entweder fehlt die De-Installations-Funktion vollständig, oder es entfernt nicht restlos alle hinterlassenen Dateien und Fußspuren. Was bleibt sind Datei- und Ordner-Leichen auf der Festplatte oder noch schlimmer: Im Speicher.

* Gut versteckt im Autostart-Ordner: Viele Programme halten sich für so wichtig, dass sie bei jedem Start von Windows automatisch mitgestartet werden – ob notwendig, oder nicht. Je mehr Programme sich im so genannten Autostart-Ordner tummeln, umso enger wird es im Arbeitsspeicher von Windows. Und umso langsamer startet das Betriebssystem.

* Im Hintergrund geht’s rund: Einige Programme verwenden „kleine Helferlein“, die ständig im Arbeitsspeicher bleiben und mehr oder weniger nützliche Dinge erledigen. Erstes Indiz hierfür: In der Task-Leiste bedeutet jedes kleine Symbol links neben der Uhr eines der kleine Helfer-Programme. Da kann es mit der Zeit im Arbeitsspeicher ganz schön eng werden für die vielen kleinen Helferlein.

Grundsätzlich gilt: Je weniger Programme Sie installieren, desto schneller arbeitet Windows. Begrenzen Sie die Installation weitestgehend nur auf die Programm, die Sie zum Arbeiten oder Spielen auch tatsächlich benötigen. Gier und grenzenloses Installieren endet zwangsläufig in eine Performance-Sackgasse. Enthaltsamkeit in Sachen Software-Installation belohnt Windows hingegen mit einem schnelleren Arbeitstempo.

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Windows schneller machen: Performance-Killer enttarnen

Programme können richtig dreist sein. Mitunter schnappt sich ein Programm die kompletten Ressourcen des PCs und lässt anderen kaum Luft zum Atmen. Wenn Sie plötzlich merken, dass Ihr PC extrem langsam wird und ein Arbeiten kaum noch möglich ist, haben Sie es eventuell mit einem Performance-Killer zu tun. Ein Killer, der die gesamte PC-Leistung für sich beansprucht.

Ob dem so ist, finden Sie rasch mit dem Task-Manager von Windows heraus:

1. Starten Sie den Windows-Task-Manager, indem Sie die Tastenkombination Strg-Alt-Entf drücken und anschließend auf die Schaltfläche Task-Manager klicken.

Alternativ hierzu können Sie auch mit der rechten(!) Maustaste auf einen freien Bereich der Task-Leiste klicken und anschließend den Befehl Task-Manager aufrufen.

2. Es erscheint der Task-Manager von Windows. Klicken Sie hier auf die Registerkarte Systemleistung.

Im Register Systemleistung erkennen Sie im oberen Bereich, wie ausgelastet Ihr PC zurzeit ist. Der linke Wert CPU-Auslastung verrät, zu wie viel Prozent der Prozessor Ihres PC momentan ausgelastet ist. Rechts daneben erkennen Sie die Auslastung als zeitlichen Verlauf.

Ein normal arbeitender PC bewegt sich im Bereich von 10 bis 20 Prozent CPU-Auslastung. Sollte sich die CPU-Auslastung stets im Bereich von 100 Prozent bewegen, liegt etwas im Argen. Dann beansprucht eines der zurzeit aktiven Programme sämtliche Leistung Ihres PC.

3. Um herauszufinden, welches Programm eventuell für die hohe Belastung sorgt, klicken Sie auf die Registerkarte Prozesse. Hier sind alle derzeit aktiven Prozesse (Programme) aufgelistet, die momentan laufen.

Wer belastet den PC am meisten? Das finden Sie heraus, indem Sie die Liste der Prozesse nach CPU-Auslastung oder Speicherverbrauch sortieren. Klicken Sie hierzu am oberen Rand der Liste zweimal hintereinander auf CPU-Auslastung (%) bzw. CPU.

Der Task-Manager sortiert daraufhin die Liste der Prozesse, so dass die Prozesse oben stehen, die den Prozessor am stärksten belasten. Normalerweise steht hier der Leerlaufprozess an erster Stelle und zeigt an, dass der PC im Grunde nichts zu tun hat. Steht dort allerdings dauerhaft ein anderes Programm und verbraucht mehr als 50% der CPU, haben Sie den Übeltäter gefunden: Genau dieses Programm sorgt für die verringerte Leistung Ihres PC.

Das bremsende Programm können Sie vom Task-Manager aus direkt beenden, indem Sie den Prozess-Namen markieren und auf Prozess beenden klicken. Das Programm wird daraufhin rigoros aus dem Arbeitsspeicher entfernt; die Leistung wird wieder freigegeben. Allerdings sollten Sie diesen Schritt nur unternehmen, wenn Sie sicher sind, dass es sich auch tatsächlich um eine unerwünschte Belegung der Computer-Ressourcen handelt. Wenn Sie beispielsweise gerade mit einem Video-Programm Filmeffekte berechnen lassen oder einen Videoclip abspielen, ist es ganz normal, dass der entsprechende Prozess sehr beschäftigt ist. Lassen Sie die Prozess-Liste in diesem Fall unangetastet – die hohe Belastung ist in solchen Fällen völlig normal.

Übrigens: Im Task-Manager können Sie selbst bestimmen, in welchem Intervall die Prozess-Liste aktualisiert wird. Wenn Sie es schneller mögen, rufen Sie im Task-Manager den Befehl Ansicht | Aktualisierungsgeschwindigkeit | Hoch auf.

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Schneller abstürzen – Timeout für abgestürzte Programme verkürzen

Ärgerlich genug, wenn ein Programm abstürzt und nur noch das Beenden per Task-Manager die letzte Rettung ist. Wenn dann noch der Befehl Prozess beenden oder Sofort beenden sehr lange braucht, um der Applikation endgültig den Garaus zu machen, ist viel Geduld gefragt.

Wie lange Windows auf eine Antwort des Programms wartet, bis es endgültig den Stecker raus zieht, können Sie selbst bestimmen. Üblicherweise wartet Windows 5 bzw. 20 Sekunden. Falls Ihnen das zu lang ist, reduzieren Sie folgendermaßen die Wartezeit:

1. Starten Sie den Registrierungs-Editor von Windows, indem Sie den Befehl Start | Ausführen aufrufen und den Befehl regedit eingeben.

2. Rufen Sie den Befehl Bearbeiten | Suchen auf, und geben Sie den Suchbegriff HungAppTimeout ein. Starten Sie den Suchvorgang per Mausklick auf Weitersuchen.

3. Klicken Sie doppelt auf die Fundstelle HungAppTimeout.

Der Wert HungAppTimeout bestimmt, wie lange Windows beim Klick auf Task beenden wartet, bis Windows meldet, dass die Anwendung nicht mehr reagiert. Voreingestellt sind 5000 Millisekunden (5 Sekunden). Wer es schneller mag, kann hier z.B. 1000 eintragen. Dann wartet Windows nur noch eine Sekunde.

4. Etwas weiter unten in der Liste finden Sie den Eintrag WaitToKillAppTimeout. Hiermit legen Sie fest, wie lange Windows beim Herunterfahren des Computers auf das ordnungsgemäße Beenden von Programmen wartet – üblicherweise 20 Sekunden (20000 Millisekunden). Geben Sie auch hier den gewünschten Wert in Millisekunden ein, z.B 10000.

Tipp: Setzen Sie den Wert nicht zu niedrig an, er sollte nicht unter 1500 (also 1,5 Sekunden) liegen. Bei Werten unter 1500 besteht die Gefahr, dass Windows wichtige Systemdateien beim Herunterfahren nicht mehr fehlerfrei auf die Festplatte schreiben kann. Empfehlenswert sind Werte zwischen 2000 und 10000.

Sobald beim Herunterfahren des Computers die angegeben Zeit verstrichen ist, ohne dass das Programm reagiert, erscheint entweder ein Dialogfenster oder Windows beendet das Programm radikal. Welche der beiden Varianten zum Einsatz kommt, bestimmen Sie mit dem Wert AutoEndTasks.

Wenn Sie hier den Wert 1 eintragen, kennt Windows keine Gnade mehr und beendet das Programm ohne weitere Rückfragen. Das ist besonders praktisch, wenn Sie sicher gehen möchten, dass der Computer beim Befehl Neu starten auch tatsächlich neu startet und nicht beim Herunterfahren plötzlich noch stoppt und noch einmal nachfragt.

Tragen Sie hingegen den Wert 0 ein, erscheint nach Ablauf der WaitToKillAppTimeout-Zeitspanne zunächst ein Dialogfenster, in dem Sie das Beenden des Programms noch einmal bestätigen müssen.

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PC-Tuning und Optimierung: Das macht den PC schnell – Die wichtigsten Komponenten eines Rechners

Ganz klar: PCs müssen schnell sein. Je schneller, desto besser. Doch welche Komponenten sind für die hohen Geschwindigkeiten verantwortlich? Was kann einen PC bremsen? Die Antworten sind einfach: Beim Blick auf – oder besser: in einen PC wird deutlich, dass im Grunde nur wenige Bausteine über die tatsächliche Geschwindigkeit entscheiden.

Die vier wichtigsten Komponenten in Sachen Performance sind:

* Prozessor (CPU)

* Arbeitsspeicher (RAM)

* Festplatte

* Grafikkarte

Der Prozessor – Das Herz des Computers

Auf Platz Eins der wichtigsten PC-Komponenten steht unangefochten der Prozessor bzw. die CPU (Central Processing Unit). Der Prozessor ist das Herz des Computers; das wichtigste Organ im Zusammenspiel der Computerbausteine. Wie schnell ein Prozessor ist, verrät die Taktfrequenz. Analog zur PS-Zahl des Autos gibt die Taktfrequenz in Megahertz oder Gigahertz die Leistungsfähigkeit der CPU an. Dabei gilt: Je höher die Taktfrequenz, desto mehr „PS“ hat der PC.

Bei modernen Prozessoren wird die Taktfrequenz bewusst „versteckt“. Produktbezeichnungen wie „Intel Core 2 Extreme QX9300“ oder „AMD Phenom X4“ verraten zunächst nichts über den tatsächlichen Takt. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen möchten die beiden Haupt-Konkurrenten Intel und AMD im Prozessor-Markt den direkten Vergleich der Konkurrenzprodukte erschweren. Zum anderen spielen bei modernsten Prozessoren neben der Taktfrequenz mehr und mehr andere Aspekte der CPU eine große Rolle. Die Faustregel: Hohe Taktfrequenz gleich hohe Geschwindigkeit behält dennoch seine Gültigkeit – zumindest innerhalb der gleichen Prozessorklasse.

Der Arbeitsspeicher – Je mehr, desto besser

Viel hilft viel. Auf dieses simple Motto lässt sich die Bedeutung des Arbeitsspeichers reduzieren. Denn Arbeitsspeicher kann ein PC eigentlich nie genug haben. Je mehr sie ihm gönnen, umso schneller und flüssiger arbeiten Ihre Programme; umso rascher wechseln Sie zwischen mehreren Programmen hin und her.

Der Arbeitsspeicher ist praktisch die „Spielwiese“ ihres PCs, auf dem sich Programme und Daten nach Herzenslust „austoben“ können. Und richtig Spaß macht es erst auf einer richtig großen Wiese.

Hungrig nach Speicher sind alle Programme; die einen mehr, die anderen weniger. Je nachdem, ob Sie nur mit Büroanwendungen arbeiten oder die allerneuesten PC-Spiele installieren, sollten Sie Ihrem PC entsprechend genügend Speicher gönnen. Als Faustregel gelten folgende Speicherempfehlungen für ein schnelles Arbeiten:

* Büroanwendungen wie Word, PowerPoint, Outlook: 1 GB bis 2 GB

* Grafikanwendungen wie PhotoShop oder CorelDraw: 2 GB bis 4 GB

* Grafik-intensive Spiele und/oder Videobearbeitung: 4 GB bis 16 GB

Wichtig; Beim Kauf von Speichermodulen sollten Sie möglichst große Module kaufen. Für 4 GB Arbeitsspeicher sind zwei 2-GB-Bausteine empfehlenswerter als vier 1-GB-Bausteine. Das spart Steckplätze für spätere zusätzliche Erweiterungen.

Die Festplatte – Platz satt für Programme und Daten

Ihr Rechner braucht Platz. Viel Platz. Den bekommt er in Form der Festplatte. Auf ihr speichert Ihr Computer dauerhaft alle Dateien und Programme, die für die Arbeit mit dem PC notwendig sind. Das kann mit der Zeit eine ganze Menge werden. Mehrere tausend oder hunderttausend Dateien sind keine Seltenheit.

Auf der Festplatte geht’s ganz schön rund: Das Starten von Programm, das Speichern von Dateien oder das Spielen hält die Festplatte auf Trab. Stets müssen neue Dateien von ihr geladen auf ihr gespeichert werden. Die Geschwindigkeit der Festplatte ist daher in Sachen Performance ein gewichtiger Faktor: Je schneller der Computer die Dateien findet oder ablegt, umso zügiger geht’s zur Sache.

Drei Faktoren sind für die Geschwindigkeit der Festplatte ausschlaggebend:

* Die Datenübertragungsrate: Dieser Wert bestimmt, wie schnell große Datenpakete übertragen werden. Flotte Platten schaufeln die Daten mit einer Transferrate von 40 MByte pro Sekunde vom und zum Rechner.

* Die Zugriffszeit: Dieser Wert definiert die Zeit, die die Festplatte benötigt, um einen Datenblock zu finden. Schnelle Festplatten haben eine mittlere Zugriffszeit – auch Random Access Time genannt – von 9 bis 11 Millisekunden.

* Die Fragmentierung: Die Fragmentierung – oder „Zerstückelung“ bestimmt, in welchem Grad die Daten auf der Festplatte in einzelne Teilstücke zerteilt (fragmentiert) vorliegen. Je mehr Dateien nur als Fragmente und nicht in einem Stück vorliegen, umso mehr Zeit vergeht beim Lesen der Dateien.

Neben der Geschwindigkeit ist auch die Größe der Festplatte für ein flottes Arbeiten wichtig. Der Grund: Einen Teil der Festplatte nutzt Windows als „Not-Reserve“. Wenn es im Arbeitsspeicher eng wird, nimmt Windows einen Teil der Festplatte, um dort selten benötigte Bereiche des Arbeitsspeichers auf der Festplatte in einer so genannten Auslagerungsdatei auszulagern. Dieser Bereich ist in etwa so groß wie der derzeit installierte Arbeitsspeicher. Für 1 GByte Arbeitsspeicher schnappt sich Windows entsprechend 1 GByte zusätzlichen Festplattenspeicher.

Weitaus hungriger als Windows selbst sind Programme und Spiele. Nicht selten verlangen moderne Programme nach mehreren GByte Festplattenplatz. Wenn Sie Video- oder Musikdateien bearbeiten oder speichern sind in Windeseile mehrere Dutzend GByte verbraucht.

Für die Auslagerungsdatei, Programme und Dateien sollten Sie stets freien Speicherplatz in Reserve haben. Denn wenn die Platte voll ist, geht gar nichts mehr. Als Faustregel hat sich folgendes bewährt: Auf Ihrer Festplatte sollte stets die Hälfte der zur Verfügung stehenden Kapazität noch frei sein, um für zukünftige Programme und Dateien gerüstet zu sein. Wenn auf Ihrer 200-GB-Festplatte zurzeit nur noch 30 GB frei sind, ist ein Engpass in den nächsten Wochen oder Monaten bereits abzusehen.

Ganz schön bunt hier – Die Grafikkarte

Spielen Sie gerne? Dann, aber auch nur dann sollten Sie auf Ihre Grafikkarte ein besonderes Augemerk legen. Für normale Büro-Anwendungen ist die Qualität der Grafikkarte von geringer Bedeutung.

Anders bei Computerspielen: Nahezu alle grafikintensiven Spiele verlangen nach einer Grafikkarte mit speziell auf Spiele abgestimmten Grafik-Prozessoren. Die beiden Marktführer in Sachen Spiele-Grafikkarten – NVidia und ATI – haben hierfür spezielle Prozessoren entwickelt, die Spiele richtig schnell machen.

Schnelle Grafik kann sehr teuer werden: Die allerneuesten und -schnellsten Grafikkarten kosten selten unter 500 Euro. Unser Tipp: Wählen Sie nie das allerneueste Modell, da dies innerhalb weniger Monate technisch bereits wieder überholt sein wird. Greifen Sie stattdessen zum wesentlich günstigeren, aber nur minimal langsameren Vorgängermodell von ATI und Nvidia.