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Recht Shopping

Widerruf & Co.: Ihre Rechte beim Online-Shopping

Als Onlinekäufer haben Sie im Vergleich zum klassischen Einkauf in der Fußgängerzone einen enormen Vorteil: Im herkömmlichen Einzelhandel ist die Rücknahme einer gekauften Ware – sofern sie keinen Mangel aufweist – reine Kulanzsache.

Anders im Internet: Bei Onlinebestellungen haben Sie das Recht, den Kaufvertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen, ohne Angabe von Gründen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie sich beim Kauf vertan haben oder Ihnen die Ware einfach nicht gefällt. Es reicht, wenn Sie die Ware innerhalb von zwei Wochen an den Händler zurückschicken und den Händler – am besten schriftlich – über den Widerruf informieren. Gründe für den Widerruf müssen Sie dabei nicht angeben. Sie erhalten dann den Kaufpreis erstattet.

Ausgenommen vom Widerruf sind Lebensmittel, Musik-CDs, Videos und individuell gefertigte Waren, zum Beispiel Schmuckstücke mit persönlicher Gravur.

Auch die Erstattung der Versandkosten ist klar geregelt. Bei Waren unter 40 Euro Warenwert müssen Sie die Kosten der Rücksendung übernehmen. Liegt der Warenwert über 40 Euro – zum Beispiel bei Fernsehern oder Computern – kommt der Händler für die Kosten der Rücksendung auf.

Unklar ist die Rechtslage bei der Erstattung der Kosten für die Hinsendung. Das Landgericht Karlsruhe (Az.: 10 O 794/05) hat Ende 2005 entschieden, dass Verbraucher, die im Versandhandel Ware bestellen und ihr gesetzliches Widerrufsrecht wahrnehmen, die Kosten für die Hinsendung nicht bezahlen müssen. Das gilt jedoch nur bei einem kompletten Widerruf aller bestellten und gelieferten Artikel. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

In Sachen Gewährleistung spielt es keine Rolle, ob Sie die Ware online oder beim Händler um die Ecke gekauft haben. Auch bei Onlineshops haben Sie bei defekter Ware zwei Jahre das Recht, die Ware kostenlos reparieren oder ersetzen zu lassen. Wenn der Onlineshop in dieser Zeit aufgeben und „verschwinden“ sollte, wenden Sie sich am besten direkt an den Hersteller des Produkts.

Nicht unfrei zurückschicken

Vermeiden Sie es, die Ware unfrei an den Onlineshop zurückzuschicken. Viele Händler verweigern die Annahme unfreier Sendungen. Mit Kosten von mindestens 12 Euro ist das unfreie Verschicken für den Händler auch unnötig teuer. Am besten klären Sie kurz mit dem Händler die Formalitäten für die Rücksendung ab. Das vermeidet auf beiden Seiten unnötigen Ärger. Und Sie bekommen schneller Ihr Geld zurück.

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Internet & Medien

Alternative Browser: Opera, Komfort aus Norwegen

Neben dem Firefox gibt es weitere interessante Browser mit ähnlich praktischen Zusatzfunktionen. Die sind zwar nicht so verbreitet wie Firefox – ausprobieren lohnt sich aber immer.

Sehr komfortabel und schnell ist Opera aus Norwegen. Er ist ebenfalls mit wenigen Mausklicks installiert und glänzt mit tollen Funktionen wie den so genannten Widgets. Das sind kleine Mini-Anwendungen wie Nachrichtenticker, Wetterberichte, Spiele oder Webradio.

So geht’s: Sie finden den Opera-Browser als kostenlosen Download auf der Webseite www.opera.com. Opera gibt es nicht nur für die Windows-Welt, sondern auch für andere Betriebssysteme wie Solaris, QNX, Mac OS, OS/2, Linux und BeOS. Sogar für internetfähige PDAs, Handys und Smartphones sind spezielle Opera-Versionen verfügbar.

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Internet & Medien

Alternative Browser: Firefox, der Platzhirsch

Besonders beliebt ist der Browser Firefox. Er verwöhnt mit vielen nützlichen Funktionen, zum Beispiel mit einem Popup- und Werbeblocker, der auf Wunsch Werbefenster ausblendet. Das Tabbed Browsing (Surfen mit Registerkarten) des Firefox ermöglicht den gleichzeitigen Besuch mehrere Webseiten in nur einem einzigen Fenster. Eine Funktion, die erst der allerneueste Internet Explorer von Windows Vista beherrscht.

Die Browser-Alternative Firefox sieht aus wie der Internet Explorer, bietet aber mehr Funktionen, Komfort und Sicherheit. Ganz besonders praktisch und bequem sind die so genannten Mausgesten. Sie erlauben, den Browser ohne einen Tastendruck zu steuern. Zum Vor- oder Zurückblättern oder zum Öffnen eines neuen Fensters reicht eine ganz bestimmte Mausbewegung. Wer eine Seite zurückblättern möchte, muss nur die rechte Maustaste gedrückt halten und die Maus kurz nach links bewegen. Das funktioniert jederzeit, unabhängig davon, wo sich der Mauscursor gerade befindet.

So geht’s: Wer einmal über den Tellerrand schauen und den alternativen Browser Firefox ausprobieren möchten, kann ihn kostenlos von der Webseite www.mozilla.com bzw. www.mozilla-europe.org/de/products/firefox/ herunterladen.

Besonders praktisch: Wenn Sie Firefox das erste Mal installieren, importiert Firefox automatisch die „alten“ Einstellungen aus dem Internet Explorer. Dazu gehören alle Favoriten, Cookies und sogar gespeicherte Passwörter. Über den Befehl Datei | Importieren ist der Import auch jederzeit nachträglich möglich.

Eine der spannendsten Funktionen des Firefox sind die „Extensions“, die den Browser um weitere Funktionen erweitern. Programmierer aus aller Welt spendieren dem „Feuerfuchs“ fast täglich neue Add-ons oder auch Plug-ins (Erweiterungen, die einfach „eingestöpselt“ werden). So gibt es beispielsweise ein Übersetzungsmodul, das Ihnen per Mausklick jedes fremdsprachige Wort auf einer beliebigen Webseite übersetzt.

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Hardware & Software

Windows XP optimieren: Profi-Defragmentierer für noch mehr Speed

Alles inklusive: Der Defragmentierer ist bei jeder Windows-Version kostenlos mit an Bord. Wenige Mausklicks genügen, um hiermit die Festplatte wieder auf Vordermann zu bringen. Und doch: Bei näherer Betrachtung entpuppt sich der Defragmentierer von Windows als zwar brauchbares, aber wenig komfortables Werkzeug.

Es verrichtet zwar reibungslos seinen Dienst und sorgt für Ordnung – das war es aber auch schon. Zusätzliche Komfort-Funktionen wie das automatische Defragmentieren im Hintergrund oder die Blitz-Optimierung mit nur einem Mausklick suchen Sie beim Windows-eigenen Defragmentierer vergeblich .

Genau diese Lücke füllen Profi-Defragmentierer von Drittherstellern wie O&O oder Ashampoo. Sie bieten nicht nur eine kinderleichte Optimierung der Festplatte, sondern verwöhnen mit vielen weiteren Funktionen.

Insbesondere folgende Zusatz-Funktionen machen die Profi-Defragmentierer interessant für jeden PC:

* Integration in den Windows-Explorer

Sie können Festplatten-Laufwerke direkt aus dem Windows-Explorer heraus defragmentieren, beispielsweise über das Kontextmenü der rechten Maustaste.

* Powermanagement für Notebooks

Beim Defragmentieren von Notebooks achten einige Profi-Defragmentierer darauf, ob das Notebook am Stromnetz angeschlossen ist oder per Akku betrieben wird. Im Batteriebetrieb erfolgt keine Defragmentierung. Das spart Strom.

* Unterstützung von Wechsel-Laufwerken

Einige Profi-Defragmentierer optimieren nicht nur Festplatten, sondern auch Wechsel-Laufwerke, beispielsweise USB-Sticks oder Memory-Cards.

* Automatisches Defragmentieren bei Arbeitspausen

Sicherlich die wichtigste und praktischste Funktion von Profi-Defragmentierern: Das automatische Optimieren im Hintergrund. Fast unbemerkt und ohne dass Sie einen Finger rühren müssen.

Der Defragmentierer schaut Ihnen dabei über die Schultern: Sobald Sie eine Arbeitspause einlegen und eine Zeit lang den PC nicht nutzen, betritt automatisch der Defragmentierer die Bühne und optimiert in der Zwischenzeit Ihre Festplatte – sie brauchen sie in der Zeit ja sowieso nicht.

Auf diese Weise haben Sie ohne weiteres Eingreifen immer eine optimierte Festplatte. Unordnung entsteht erst gar nicht.

* Defragmentieren gesperrter Dateien

Normalerweise sperrt Windows einige wichtige Systemdateien und lässt ein Defragmentieren nicht zu; beispielsweise bei der Auslagerungsdatei von Windows. Einige Profi-Defragmentierer nehmen sich auch der eigentlich gesperrten Dateien an und optimieren auch diese.

* Mehr Optimierungs-Methoden

Auf die Schnelle oder lieber langsam aber gründlich? Profi-Defragmentierer stellen mehrere Varianten zum Optimieren der Datenträger zur Verfügung. Vom Schnell-Modus für das rasche Optimieren im Hintergrund bis zum penibel gründlichen Optimier-Vorgang in mehreren Durchgängen. Je nachdem, wie viel Zeit und Arbeitsspeicher Sie zur Verfügung haben.

* Weniger Speicherbedarf

Der Windows-eigene Defragmentierer ist sehr speicherhungrig: Mindestens 15% freier Speicher muss es schon sein. Profi-Defragmentierer sind da genügsamer und geben sich schon mit 5% freiem Speicher zufrieden.

* Optimale Anpassung an die Systemauslastung

Viele Profi-Defragmentierer achten verstärkt auf die Auslastung des PC. Wenn Sie gerade mit dem PC arbeiten, werkelt der Defragmentierer auf Sparflamme. Damit Sie so wenig wie möglich von ihm bemerken. Ist der PC gerade frei, gibt der Defragmentierer Vollgas und nutzt alle zur Verfügung stehenden Systemressourcen.

* Zusätzliche Befehle vorher oder nachher

Auf Wunsch können Sie bei einigen Profi-Defragmentierern vor oder nach dem Optimieren zusätzliche Befehle ausführen lassen. Mit den so genannten Batch-Befehlen können Sie beispielsweise vor der Optimierung automatisch alle Programme schließen oder nach Abschluss der Defragmentierung eine E-Mail verschicken.

* Mehr Detailinformationen

Das Defragmentier-Tool von Windows gibt Ihnen nur spärliche Informationen über den Zustand Ihrer Festplatte. Die Profi-Defragmentierer sind da wesentlich auskunftsfreudiger. Statt simpler Farbbalken verraten Ihnen die Profi-Tools bis ins kleinste Detail wo welche Datei warum fragmentiert. Und vieles mehr.

* Fernsteuerung

Einige Profi-Optimierer verfügen über eine „Fernbedienung“. Damit können Sie einen anderen PC aus der Ferne defragmentieren. Praktisch für den Betrieb im Netzwerk.

So viel Professionalität hat allerdings seinen Preis. Profi-Defragmentierer kosten zwischen 12 und 50 Euro. Doch alleine das vollautomatische Defragmentieren praktisch von Geisterhand und die Gewissheit, stets über eine optimierter Festplatte zu verfügen, sind die Zusatzinvestitionen Wert. Die Bedienung ist trotz der zahlreichen Zusatzfunktionen ganz einfach.

Zu den wichtigsten und besten Profi-Defragmentier-Tools auf dem Software-Market gehören folgende Produkte:

* O&O Defrag

* Ashampoo Magic Defrag

* PageDefrag

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Hardware & Software

Windows XP: Die Festplatte automatisch defragmentieren

Regelmäßiges Training tut gut. Auch für Ihre Festplatte. Je regelmäßiger Sie Ihre Festplatte defragmentieren, um so flotter ist sie. Wenn Sie Ihre Festplatte regelmäßig auf Fehler untersuchen möchten, sollten Sie Windows bei jedem Start des Betriebssystems mit der Festplattenpflege beauftragen. Die Optimierung erfolgt dann vollautomatisch und ohne Ihr Zutun. Das kostet beim Starten des Computers zwar ein wenig Zeit, dafür ist Ihre Festplatte immer in einem kerngesunden Zustand.

Erstellen Sie hierzu im Autostart-Ordner eine Verknüpfung zum Defragmentier-Tool:

1. Klicken Sie mit der rechten(!) Maustaste auf die Schaltfläche Start, und wählen Sie den Befehl Explorer.

2. Wechseln Sie anschließend in den Unterordner Dokumente und EinstellungenIhr NameStartmenüProgrammeAutostart.

3. Rufen Sie den Befehl Datei | Neu | Verknüpfung auf.

4. Geben Sie in das nachfolgende Dialogfenster den Befehl

defrag c:

ein. Der Laufwerksbuchstabe hinter dem defrag-Befehl gibt an, welche Festplatte automatisch optimiert werden soll – hier das Laufwerk C:.

5. Bestätigen die weiteren Dialogfenster mit Weiter und Fertig stellen.

Beim nächsten Start schaut sich Windows automatisch Ihre Festplatte an und defragmentiert die Dateien. Während der Defragmentierung können Sie ruhig mit Windows arbeiten – sobald Sie eine Arbeitspause einlegen, räumt Windows im Hintergrund weiter auf.

Defragmentieren nach Zeitplan

Keine Zeit zum Defragmentieren? Kein Problem. Sagen Sie Windows einfach, wann Sie Zeit haben – und den Rest erledigt der Defragmentierer. Mit Hilfe des Taskplaners von Windows können Sie die Optimierung der Festplatte automatisch nach Zeitplan vornehmen lassen. Beispielsweise in der Mittagspause zwischen 12 Uhr und 13 Uhr.

Zunächst legen Sie im Ordner Eigene Dateien den Befehl zum unbeaufsichtigten Defragmentieren der Festplatte ab:

1. Klicken Sie mit der rechten(!) Maustaste auf die Schaltfläche Start, und wählen Sie den Befehl Explorer.

2. Wechseln Sie anschließend in den Ordner Eigene Dateien.

3. Rufen Sie den Befehl Datei | Neu | Verknüpfung auf.

4. Geben Sie in das nachfolgende Dialogfenster den Befehl

defrag c:

ein. Der Laufwerksbuchstabe hinter dem defrag-Befehl gibt an, welche Festplatte automatisch optimiert werden soll – hier das Laufwerk C:.

5. Bestätigen die weiteren Dialogfenster mit Weiter und Fertig stellen.

Im nächsten Schritt gilt es, dem Taskplaner von Windows mitzuteilen, wann die automatische Optimierung erfolgen soll. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:

1. Rufen Sie den Befehl Start | Alle Programme | Zubehör | Systemprogramme | Geplante Tasks auf.

2. Klicken Sie doppelt auf Geplanten Task hinzufügen, um den Assistenten zum Erstellen einer neue Aufgabe zu starten.

3. Klicken Sie auch auf Weiter.

4. Im nächsten Fenster bekommen Sie eine Auswahl an Programmen zum Einplanen angeboten. Da sich das Defragmentier-Tool nicht in dieser Liste befindet, klicken Sie auf die Schaltfläche Durchsuchen.

5. Wählen Sie aus dem Ordner Eigene Dateien die Datei defrag aus, und klicken Sie auf Öffnen.

Bei der Datei defrag handelt es sich um die Verknüpfung zum Defragmentier-Programm, die Sie in den vorhergehenden Schritten angelegt haben.

6. Im nächsten Fenster geben Sie einen Namen für die Aufgabe ein, beispielsweise Festplatte defragmentieren.

Im unteren Teil des Dialogfensters bestimmen Sie, wann bwz. In welchem Rhythmus Windows die Optimierung vornehmen soll. Folgende Varianten stehen zur Verfügung:

Täglich Die Defragmentierung wird täglich zu einer bestimmten Uhrzeit ausgeführt

Wöchentlich Die Defragmentierung wird in jeder x-ten Woche an angegebenen Tag (oder mehreren Tagen) zu einer bestimmten Uhrzeit ausgeführt

Monatlich Die Defragmentierung wird in einem bestimmten Monat (oder mehreren Monaten), an einem angegebenen Tag zu einer bestimmten Uhrzeit ausge-führt

Einmalig Die Defragmentierung wird nur genau einmal an einem bestimmten Tag zu einem angegebenen Datum ausgeführt

Beim Starten des Computers Die Defragmentierung wird bei jedem Start des Computers ausgeführt. Die Anmeldung eines Benutzers ist nicht notwendig.

Beim Anmelden Die Defragmentierung wir bei der nächsten Anmeldung eines beliebigen Benutzers ausgeführt.

7. Um die Festplatte beispielsweise jeden Freitag zur Mittagspause zu optimieren, wählen Sie die Option Wöchentlich. Bestätigen Sie die Auswahl mit Weiter.

8. Im nächsten Fenster bestimmen Sie, wann genau die Defragmentierung ausgeführt werden soll.

Tragen Sie in das Feld Startzeit möglichst eine Uhrzeit ein, an der Ihr Computer auf jeden Fall angeschaltet ist. Wählen Sie zudem die gewünschten Stunden, Tage, Wochen bzw. Monate aus. Für eine Optimierung kurz vor dem Wochenende wählen Sie beispielsweise 12:00 Uhr und Freitag aus.

Bestätigen Sie die Auswahl per Mausklick auf Weiter.

9. Im nächsten Schritt müssen Sie noch ein Benutzerkonto angeben, unter dem der Task laufen soll. Windows schlägt hier das Konto des momentan angemeldeten Benutzers vor.

Falls Sie damit einverstanden sind, tragen Sie in die Felder Kennwort und Kennwortbestätigung Ihr Kennwort ein. Geben Sie ansonsten ein anderes Konto in der Form ComputernameBenutzername oder DomänennameBenutzername ein. Tragen Sie zusätzlich das entsprechende Kennwort des Kontos ein.

Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.

10. Schließen Sie die Einrichtung per Mausklick auf Fertig stellen ab. Die neue Aufgabe erscheint daraufhin im Fenster Geplante Tasks angezeigt.

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Hardware & Software

Das Defragmentierprogramm „defrag“ optimieren

Regelmäßige Pflege tut gut: Die Defragmentierung der Festplatten sollten Sie etwa einmal pro Woche durchführen. Erfreulich dabei: Je regelmäßiger Sie die Frischzellenkur verordnen, um so weniger Zeit benötigt Windows für den einzelnen Optimierungsvorgang.

Wenn Sie besonders schnell zum Defragmentierungs-Programm von Windows gelangen möchten, können Sie eine Abkürzung nehmen. Dann brauchen Sie sich nicht durch die Menüs des Start-Ordners zu mühen:

1. Klicken Sie auf die Start-Schaltfläche, und rufen Sie den Befehl Ausführen auf.

2. Tippen Sie den Befehl dfrg.msc ein, und klicken Sie auf Ok.

3. Voilá – schon befinden Sie sich im Fenster des Defragmentier-Tools.

Defragmentieren im Textmodus

Schön bunt ist es ja, das Dialogfenster des Defragmentierers. Unbedingt notwendig ist es aber nicht. Wenn Sie Ihre Festplatte möglichst rasch und ohne bunte Schnörkel optimieren möchten, empfiehlt sich der Textmodus des Defragmentierers.

Lassen Sie Ihre Festplatte blitzschnell defragmentieren – ganz ohne lästiges Nachfragen:

1. Rufen Sie den Befehl Start | Ausführen auf.

2 Geben Sie in das nachfolgende Dialogfenster den Befehl

defrag c: -v

ein. Bestätigen Sie das Dialogfenster mit OK.

Der Clou: Windows startet sofort mit der Defragmentierung der Festplatte c: und blendet durch die Angabe des Schalters -v zusätzliche Informationen über die Struktur der Festplatte ein. Möchten Sie die laufende Optimierung unterbrechen, drücken Sie einfach die Tastenkombination Strg-c.

Auf Wunsch können Sie dem defrag-Befehl weitere Schalter mit auf den Weg geben, um beispielsweise lediglich eine Überprüfung und keine Defragmentierung vorzunehmen.

Folgende Schalter stehen für den defrag-Befehl zur Verfügung:

-a Die Festplatte wird nur überprüft, nicht aber defragmentiert

-f Das Defragmentieren erfolgt selbst dann, wenn nur wenig Speicher zur Verfügung steht. Üblicherweise bricht das Defragmentier-Programm bei zu geringem freien Speicher ab. Windows benötigt auf der Festplatte mindestens 15% freien Speicherplatz. Mit dem Schalter -f erzwingen Sie die Defragmentierung, auch wenn weniger als 15% freier Speicherplatz verfügbar ist. Das ist zum Beispiel bei sehr großen Festplatten von über 200 GB Kapazität sinnvoll – da sind 15% immerhin 25 GB. Die reichen Windows allemal als Spielwiese während der Defragmentierung.

-v Während der Defragmentierung blendet Windows weitere Zusatzinformationen über den Zustand der Festplatte ein.

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Hardware & Software

Windows schneller machen: Die Festplatte defragmentieren

Eines ist sicher: Ihre Festplatte ist fragmentiert. Jetzt und in diesem Augenblick. Auch wenn sie noch so sorgsam sind. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, denn jede Festplatte ist davon betroffen. Das Aufteilen von Dateien in kleine Häppchen gehört quasi zum Grundwesen einer jeden Festplatte. Es erleichtert Windows das mühelose Speichern von Dateien – auch wenn es mit der Zeit immer länger dauert.

Kritisch wird es erst, wenn Sie untätig bleiben. Wenn die Festplatte mit der Zeit zu stark fragmentiert ist. Fachleute sprechen vom Grad der Fragmentierung. Er gibt an, zu wie viel Prozent die Dateien auf dem Datenträger zerstückelt sind. Ist der Grad der Fragmentierung zu hoch, sollte etwas passieren. Es gibt dann eindeutig Optimierungsbedarf.

Zunächst empfiehlt es sich, den Grad der Fragmentierung zu überprüfen und gegebenenfalls gleich „Gegenmaßnahmen“ zu ergreifen. Das können Sie leicht mit Windows-eigenen Bordmitteln erledigen:

1. Klicken Sie mit der rechten(!) Maustaste auf die Start-Schaltfläche, und rufen Sie den Befehl Explorer auf.

2. Im Explorer klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Festplatte – z.B. Lokaler Datenträger (C:) – und wählen den Befehl Eigenschaften.

3. Wechseln Sie in das Register Extras.

4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Jetzt defragmentieren.

5. Markieren Sie im nachfolgenden Fenster das Laufwerk, dessen Grad der Fragmentierung überprüft werden soll – beispielsweise Lokaler Datenträger (C:).

6. Klicken Sie im unteren Teil des Dialogfensters auf die Schaltfläche Überprüfen.

7. Windows überprüft daraufhin, wie viele und welche Dateien nur noch als Fragmente vorliegen. Nachdem die Überprüfung abgeschlossen ist, klicken Sie auf die Schaltfläche Bericht anzeigen.

8. Im nächsten Fenster erfahren Sie, in welchem Umfang Ihre Festplatte fragmentiert ist und welche Dateien am Stärksten davon betroffen sind. Nicht selten bestehen Dateien aus mehreren hundert Fragmenten.

Im oberen Teil des Berichtsfensters gibt Windows eine Empfehlung ab, z.B. Das Volume muss nicht defragmentiert werden.

Am wichtigsten sind die Informationen im Bereich Volumeinformation. Grundsätzlich gilt: Wenn die Fragmentierung in der Zeile Fragmentierung gesamt über 5% liegt, lohnt sich das Defragmentierern. Bei einer Fragmentierung unter 5% ist das Defragmentieren noch nicht notwendig.

9. Klicken Sie auf die Schaltfläche Defragmentieren, um mit der Optimierung zu beginnen. Windows beginnt daraufhin sofort, die Dateien neu zu organisieren.

Beim Defragmentieren passiert folgendes: Zunächst setzt Windows die einzelnen Fragmente der Dateien wieder zu einem zusammenhängenden Block zusammen. Die neuen Dateien aus einem Guss werden dann so weit wie möglich an den Anfang der Festplatte geschrieben.

Im letzten Schritt optimiert Windows den freien Speicher auf der Festplatte. Das Ziel: Auf dem Datenträger soll auch der freie Speicher in einem Stück vorliegen, damit später beim Speichern neuer Dateien das Zerstückeln nicht sofort wieder von vorne beginnt.

Im Statusfenster können Sie verfolgen, wie weit die Optimierung der Festplatte bereits gediehen ist. Je nach Festplattengröße und Grad der Fragmentierung sollten Sie zwischen zehn Minuten und zwei Stunden einrechnen.

Praktisch: Sie müssen nicht unbedingt auf das Ende des Vorgangs warten, sondern können wie gewohnt mit Ihren Windows-Anwendungen weiterarbeiten. Allerdings müssen Sie dabei einige Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen, insbesondere wenn Sie das Laufwerk optimieren, auf dem sich Windows oder die Anwendungsprogramme befinden.

Auf Wunsch können Sie den Optimierungsvorgang jederzeit unterbrechen, um beispielsweise zeitkritische Anwendungen zu starten. Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche Anhalten. Wenn Windows mit der Optimierung fortfahren soll, klicken Sie einfach wieder auf Fortsetzen. Sollten Sie es sich doch anders überlegt haben, können Sie die Optimierung jederzeit gefahrlos abbrechen, indem Sie auf die Schaltfläche Beenden klicken. Im nachfolgenden Fenster können Sie dann entweder ein anders Laufwerk bestimmen oder den Optimierungsvorgang endgültig beenden. Das Unterbrechen oder vorzeitige Beenden der Defragmentierung schadet der Festplatte in keinster Weise.

Praktisch: Während des Optimierungsvorgangs können Sie Windows über die Schulter schauen. Im unteren Teil des Dialogfensters blendet Windows eine schematische Darstellung der Fragmentierung ein. Die Farben verraten dabei folgende Detail-Informationen:

* Rot: Fragmentierte Dateien. Je mehr rote Streifen zu sehen sind, um so zerstückelter sind die Dateien Ihrer Festplatte.

* Blau: Dateien „aus einem Guss“ stellt Windows blau dar. Je mehr blaue Bereiche sichtbar sind, desto optimierter ist die Festplatte.

* Grün: Einige dürfen aus Sicherheitsgründen nicht verschoben werden und erscheinen als grüne Bereiche. Hierzu gehört beispielsweise die Auslagerungsdatei von Windows, die Registrierungsdatenbank oder das Inhaltsverzeichnis der Festplatte, die so genannte Master File Tabelle.

* Weiß: Alle weißen Bereiche kennzeichnen freien, ungenutzten Speicherplatz auf der Festplatte.

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Hardware & Software

PC-Grundlagen: So entsteht Fragmentierung

Auf der Festplatte landen unzählige Dateien: Programme, Musik, Fotos, Videos und Spiele werden kreuz und quer auf den runden Scheiben verteilt. Windows legt die Dateien beim Speichern einfach dort ab, wo gerade Platz ist. Fast wie in einer Rumpelkammer heißt es: Tür auf, Datei rein, Tür wieder zu. Das ist zwar beim Speichern recht praktisch, weil es schnell geht, führt aber dann doch irgendwann zum reinsten Datenchaos.

So kommt es zur Fragmentierung

Früher oder später ist es deshalb bei jeder Festplatte so weit: Sie ist fragmentiert, wie die Fachleute sagen. Man könnte auch sagen: Es sieht aus wie auf einem Schlachtfeld. Das hat zwar keine Folgen auf die Datensicherheit – die gespeicherten Daten bleiben problemlos verfügbar –, doch es kostet Performance. Folge: Die Festplatte wird spürbar langsamer.

Das Zerstückeln der Dateien kann der Benutzer nicht verhindern. Es geschieht einfach, täglich und bei fast jedem Speichervorgang. Früher oder später ist jede Festplatte betroffen. Je voller die Festplatte ist, um so höher die Wahrscheinlich, dass zusammen gehörende Daten auf der Festplatte verteilt werden. Die Datei ist dann fragmentiert.

Der Prozess ist meist schleichend. Technisch gesehen passiert folgendes:

1. Schritt: Speichern an einem Stück

Auf einer Festplatte mit viel Platz, etwa auf einem nagelneuen PC, wird eine neu erstellte Datei zusammenhängend in einem Stück gespeichert. Zum Beispiel am Anfang der Festplatte. Platz genug ist ja da.

Im Idealfall reiht sich am Anfang auf der Festplatte Datei an Datei; sie liegen dicht an dicht nebeneinander – quasi in einem Stück.

2. Schritt: Löschen einer Datei

Die ersten Vorboten der Fragmentierung zeigen sich beim Löschen einer Datei. Sobald Sie eine Datei löschen, gibt Windows den entsprechenden Bereich auf der Festplatte wieder frei für andere Daten. So, als ob man bei einer frisch angeschnittenen Torte ein Stück herausnummt. Wo zuvor noch Datei neben Datei gespeichert war, klafft nun eine Lücke, genau in der Größe der gelöschten Datei.

Die Lücke selbst ist nicht weiter tragisch. Windows führt im Dateisystem genau Buch und weiß, wo welche Datei liegt und wo Lücken existieren.

3. Schritt: Speichern weiterer Dateien

Problematisch wird es nun beim Speichern neuer Daten. Werden nach dem Löschvorgang neue Daten gespeichert, etwa ein Brief oder Musiktitel, sucht Windows die erstbeste Lücke auf der Festplatte und versucht, die Daten dort abzulegen.

Passt die Datei in die Lücke, ist alles in Ordnung: Die Datei fügt sich perfekt in die Lücke ein, in einem Stück. Es gibt keine Fragmentierung. Ist die Datei allerdings größer als die Lücke, passiert folgendes: Windows unterteilt die Datei in mehrere Stücke. Es schneidet ein Stück zurecht, das genau in die erste Lücke passt und setzt es dort ein. Mit dem Rest der Datei verfährt Windows genauso: Dort, wo wieder Platz ist, platziert Windows das nächste Stück (Fragment) der Datei. Solange, bis alle Daten gespeichert sind.

Die Folge: Die gespeicherte Datei liegt verteilt auf der Festplatte. Ein Stück zum Beispiel am Anfang, eines in der Mitte und der Rest am Ende der Festplatte.

Fragmente machen langsam

Keine Sorge: Selbst auf der fragmentiertesten und chaotischsten Platte behält Windows immer den Überblick. Es führt genau Buch darüber, welche Datei in wie viele Häppchen an welchen Positionen der Festplatte liegt. Es gehen keine Dateien verloren.

Aber: Die Festplatte wird langsamer und langsamer. Je unaufgeräumter die Festplatte ist, umso schwerer fällt es dem PC, die notwendigen Dateien rasch zu finden. Schließlich muss sich Windows erst mühsam die einzelnen Fragmente auf der Festplatte zusammen suchen, um eine komplette Datei zu lesen. Der Schreib-/Lesekopf der Festplatte muss ständig hin und her wandern, um die Einzelteile zu finden. Bei Dateien „aus einem Guss“ geht das wesentlich schneller.

Das gilt auch für das Speichern: Wenn Windows eine zu speichernde Datei – beispielsweise einen Musiktitel – zuerst mühsam in kleine Stückchen teilen und diese dann Stück für Stück in die freien Stellen legen muss, geht unnötig Zeit verloren.