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Internet & Medien

Kein Internet? Provider muss Schadensersatz für Internetausfall leisten

Ihr Internetzugang ist schon einmal ausgefallen? Dann wird es Sie wahrscheinlich freuen, dass Sie in Zukunft Schadensersatz vom Provider verlangen können. Der Bundesgerichtshof hat dazu eine wichtige Entscheidung getroffen, die alle Kunden von Internetprovidern interessieren dürfte.

Der Bundesgerichtshof hat festgelegt, dass Provider bei einem Internetausfall schadensersatzpflichtig werden (BGH Aktenzeichen III ZR 98/12). Diese Entscheidung wurde damit begründet, dass das Internet mittlerweile zu einem elementaren Bestandteil des Lebens geworden ist. Ein Ausfall ist deswegen ein sogenannter eigenwirtschaftlicher Nachteil und zwar auch und gerade für Privatpersonen. Wenn das Internet für eine längere Zeit ausfällt, muss der Provider den Kunden einen Ausgleich bezahlen. Was gut klingt, ist unter dem Strich aber nur eine sehr unbefriedigende Lösung für betroffene Kunden, denn die Schadensersatzsumme wird in der Regel sehr gering sein. Dennoch ist das Urteil ein Fortschritt, denn Sie haben als Kunde erstmalig eine Handhabe bei einem Internetausfall.

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Wie viel Schadensersatz ist zu erwarten?

Die Schadensersatzhöhe wird bei jedem Einzelfall individuell geprüft. Wer aber von Schadensersatzhöhen im amerikanischen Maßstab träumt, wird herb enttäuscht. Die Bundesrichter haben nämlich festgelegt, dass der Betroffene nur den Betrag bekommt, den er für einen gleichwertigen Anschluss während der Ausfallzeit hätte aufwenden müssen. Je nach Nutzung des Internets kann die Summe recht unterschiedlich sein. Es liegt aber auf der Hand, dass bei dieser Regelung letztlich nur ein relativ kleiner Betrag am Ende herauskommen kann. In der Praxis muss sich deswegen zeigen, ob Kunden, die von einem Internetausfall betroffen sind, tatsächlich Schadensersatz bekommen. Wenn die Rechtsabteilungen der Provider die Kosten in die Höhe treiben, wird sich jeder Betroffene ganz genau überlegen, ob er eine Schadensersatzklage anstrengend. Optimal ist die Regelung, die der Bundesgerichtshof getroffen hat, zumindest für die Kunden deswegen nicht.

Fazit: Wenn Ihr Internet in Zukunft einmal ausfallen sollte, können Sie von Ihrem Provider Schadensersatz verlangen. Rechnen Sie aber nicht mit einer hohen Summe, denn das Gericht wird Ihnen nur den Betrag zusprechen, den sie für einen Ersatz-Internetzugang hätten aufwenden müssen.

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Rechtsirrtümer

Zahlt die Haftpflichtversicherung, wenn ich etwa Geliehenes beschädige?

Aus der Reihe „Populäre Rechtsirrtümer“ heute ein Rechtsirrtum aus dem Bereich Versicherungen.

Irrtum: „Wenn etwas Geliehenes kaputtgeht, übernimmt die Haftpflichtversicherung den Schaden“

Diese Aussage ist falsch. Wenn Sie etwa von einem Freund eine Videokamera für den Urlaub ausleihen und diese im Urlaub ins Wasser fällt, müssen Sie die Kamera selbst ersetzen. Die Haftpflicht-Versicherung kommt für den Schaden nicht auf. Denn Haftpflichtversicherungen zahlen nicht, wenn eigene Sachen beschädigt werden. Zu den eigenen Sachen gehören auch geliehene, gepachtete oder gemietete Gegenstände. Durch das Ausleihen geht der Gegenstand temporär praktisch in Ihren Besitz über. Die einzige Ausnahme bei Mietsachen bildet die Mietwohnung – hier greift die Haftpflichtversicherung.

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Heim & Hobby Spiele

Einen Kindergeburtstag in einer Kletterhalle feiern

Ein klassischer Kindergeburtstag mit Topfschlagen und anderen Kinderspielen ist sicher sehr schön, aber aufregender ist ein Kindergeburtstag in einer Kletterhalle. Die meisten Kinder klettern wahnsinnig gerne und sind deswegen begeistert, wenn sie die Gelegenheit haben, in einer Kletterhalle ihr Können auszutesten. Selbstverständlich sollte aber das Geburtstagskind das letzte Wort in dieser Sache haben. Viele Kletterhallen bieten spezielle Events für Kinder an, so dass Sie sich gar nicht um die Organisation kümmern müssen. Allerdings sollten Sie mit dem Veranstalter zusammen ein klar umrissenes Programm festlegen, damit Sie keine unschöne Überraschung erleben.

Klettern verbessert das Selbstbewusstsein

Beim Klettern können Kinder großartige Erfahrungen machen. Das sichere Umfeld einer Kletterhalle ist dafür perfekt geeignet. Unter Anleitung können die Kinder lernen, wie sie Hindernisse überwinden. Das ist eine Schlüsselerfahrung, die weit über den Klettersport hinaus wirksam ist. Im Zentrum des Kindergeburtstags sollte allerdings die Freude am Klettern stehen. Insbesondere ist es nicht empfehlenswert, Wettbewerbe durchzuführen, denn die Leistungsfähigkeit der Kinder ist mit großer Wahrscheinlichkeit sehr unterschiedlich. Beim Klettern geht es in erster Linie darum, die eigenen Grenzen zu entdecken und zu erfahren. Das ist gerade für Kinder, die ansonsten in einer extrem behüteten Umgebung aufwachsen, sehr wichtig.

Kind an einer Kletterwand

Frühzeitig eine Kletterhalle reservieren

Klettern ist ein Trendsport und deswegen gibt es viele Kinder und Erwachsene, die ihre Freizeit in Kletterhallen verbringen. Es ist darum ratsam, nicht zu lange mit der Reservierung zu warten. Sinnvollerweise sollten Sie zuerst prüfen, ob der Kindergeburtstag überhaupt in der Kletterhalle stattfinden kann, bevor Sie diese Idee Ihrem Kind mitteilen. Wenn Sie in der Nähe einer Großstadt wohnen, haben sie allerdings wahrscheinlich die Auswahl zwischen mehreren Kletterhallen. In jedem Fall sollten Sie sich vor der Reservierung die Kletterhalle einmal anschauen und ein Gespräch mit den Verantwortlichen führen. Auf diese Weise können Sie sich einen guten Eindruck von den Rahmenbedingungen verschaffen.

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Google Internet & Medien

Google Mail: Fotos nicht als Anhang senden, sondern in den Nachrichtentext einbetten

Beim Windows-E-Mail-Client Outlook lassen sich Fotos ganz einfach in den Nachrichtentext integrieren. Das geht leider nicht mit allen E-Mail-Programmen. Auch Google Mail (Gmail) versendet standardmäßig die Bilder nur im Anhang. Mit einer kleinen Änderung lassen sich auch die Fotos in den Text einfügen.

Bilder direkt in die E-Mail packen

Starten Sie Google Mail, klicken Sie oben rechts auf das Zahnradsymbol, und wählen Sie im Kontextmenü die Option „Einstellungen“.

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Im nächsten Fenster wählen Sie die Kategorie „Labs“,…

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…dann scrollen Sie bis zur Einstellung „Bilder einfügen“ und aktivieren Sie diese Option. Abschließend speichern Sie die geänderten Einstellungen mit der Schaltfläch „Änderungen speichern“ am Anfang oder am Ende des Bildschirms.

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Ab sofort können Sie beim Verfassen einer Nachricht mit Formatierung die gewünschten Bilder einfügen.

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Klicken Sie dazu einfach nur auf die neue Schaltfläche „Bild einfügen“ in der Symbolleiste, und folgen Sie dann dem Upload-Dialog.

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Hardware & Software

IrfanView: Nach dem Verkleinern oder Vergrößern Bilder automatisch schärfen

Mit IrfanView ist es ein Leichtes, Fotos zu verkleinern oder zu vergrößern. Allerdings ändert sich damit auch die Qualität. Oft sind die Fotos nach dem Skalieren unscharf. Natürlich kann man in einem zweiten Schritt das skalierte Foto nachschärfen. Es geht aber auch einfacher. Mit einem Trick können Sie Verkleinern bzw. Vergrößern und das Schärfen in einem einzigen Schritt erledigen.

Erst verkleinern, dann schärfen – ganz automatisch

Um mit IrfanView nach dem Verkleinern oder Vergrößern das Foto automatisch zu schärfen, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Öffnen Sie das gewünschte Foto, und rufen Sie den Befehl „Bild | Größe ändern“ auf, oder drücken Sie die Tastenkombinatiopn [Strg][R].

2. Im folgenden Dialogfenster stellen Sie die neue Größe ein und wählen als „Methode“ die Option „Resample“.

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3. Nach einem Klick auf OK bringt IrfanView das Foto auf die neue Größe und schärft es automatisch nach. Das Ergebnis ist ein knackescharfes Bild in der gewünschten Größe.

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Lifestyle & Leben Reisen

Eine lange Reise richtig planen

Eine Reise, die länger als ein normaler Urlaub dauert, muss sorgfältig vorbereitet werden. Es gibt viele Formalitäten, die im Vorfeld bedacht werden müssen. Vom Reisepass bis zur Einrichtung von Daueraufträgen und Lastschriften reicht die Palette. Deswegen ist es empfehlenswert, schon frühzeitig mit der Planung zu beginnen. Um keinen unangenehmen Fehler zu machen, sollten Sie eine Liste anlegen, auf der alle Dinge stehen, die Sie noch erledigen müssen. Diese Liste wird eine Weile lang immer umfangreicher werden, denn es gibt viele Details, die im Rahmen einer großen Reise berücksichtigt werden müssen.

Die Abwesenheit akribisch planen

Damit während Ihrer Abwesenheit keine unnötigen Probleme entstehen, müssen Sie dafür sorgen, dass auch ohne ihre Anwesenheit alles seinen geregelten Weg nimmt. Dazu gehört es zum Beispiel, die Mietzahlung und andere regelmäßige Ausgaben als Dauerauftrag einzurichten. Schließlich ist niemand da, der die eventuell nötigen Überweisungen durchführen könnte. Zudem sollten sie aber eine Person finden, die sich in ihrer Abwesenheit um Ihre Wohnung kümmert. Im besten Fall können Sie dieser Person auch eine Bankvollmacht geben, so dass eventuell notwendige Ausgaben auch in Ihrer Abwesenheit erledigt werden können. Zudem kann es immer passieren, dass Sie eine wichtige finanzielle Verpflichtung übersehen.

World Tour

Die Reise gut vorbereiteten

Bei einer Reise ins Ausland ist es oftmals nötig, bestimmte Formalitäten einzuhalten. Bei Fernreisen ist zum Beispiel ein Reisepass fast immer obligatorisch. Ein Reisepass muss aber frühzeitig beantragt werden. Zudem sollten Sie sich um Reiseimpfungen kümmern, selbst wenn diese nicht vorgeschrieben sind. Es gibt aber zum Beispiel in Afrika Länder, die eine Gelbfieber-Impfung vorschreiben. Informieren Sie sich ganz genau über die gesetzlichen Regeln in Ihrem Reiseland. Je abenteuerlicher eine Reise ist, desto wichtiger ist es, eine hochwertige Ausrüstung zu besitzen. Wenn Sie zum Beispiel in der freien Natur übernachten möchten, benötigen Sie mindestens einen Schlafsack und meistens auch ein Zelt.

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Hardware & Software

Fritz!Box: Anrufbeantworter-Nachrichten automatisch per E-Mail zusenden

Die Fritzbox ist in Deutschland der Internetzugangsrouter mit dem größten Marktanteil. Vor allem die vielen Funktionen und individuellen Einstellungsmöglichkeiten machen die Fritzbox so beliebt. So fungiert sie nicht nur als Internetzugangsgerät sondern ist gleichzeitig auch Telefonanlage, Anrufbeantworter und Faxgerät.

Die Fritz!Box als Anrufbeantworter

Als Anrufbeantworter nimmt sie automatisch Anrufe in Ihrer Abwesenheit entgegen und speichert sie zur späteren Wiedergabe. Und mit ein paar zusätzlichen Einstellungen können Sie sich die Nachrichten sogar automatisch per Mailanhang zusenden lassen. So sind Sie selbst unterwegs per Smartphone immer informiert, wenn zuhause eine Nachricht für Sie eingegangen ist.

Folgendermaßen müssen Sie den automatischen E-Mail Versand konfigurieren:

1. Davon ausgehend, dass die integrierte Anrufbeantworterfunktion bereits aktiviert ist, rufen Sie die Login Seite der Fritzbox durch Eingabe von „fritz.box “ in Ihrem Browser auf und melden Sie sich mit Ihrem Passwort an.

2. Wählen Sie nun im Menü „Telefonie“ den Unterpunkt „Telefoniegeräte“ aus. In der Liste rechts finden Sie den integrierten Anrufbeantworter. Falls noch kein Telefoniegerät oder Anrufbeantworter eingerichtet ist, können Sie das rasch mit „Neues Gerät einrichten“ nachholen.

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Wählen Sie die Zeile aus und drücken Sie ganz rechts auf das Bearbeiten Symbol.

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3. Es öffnet sich nun das Anrufbeantworter Konfigurationsmenü. Wählen Sie den zweiten Reiter oben mit der Bezeichnung „Merkmale“ aus. Bei einigen Modellen gibt es keinen Reiter; dort ist alles auf einer Seite, und der Bereich „Merkmale“ befindet sich weiter unten. Dort finden Sie die Option „Nachrichten per E-Mail versenden“, die Sie einfach aktivieren. Daneben tragen Sie noch die E-Mail Adresse ein, an die die Nachrichten geschickt werden sollen. Als zusätzliche Option können Sie noch wählen, ob die versendeten Nachrichten gelöscht werden oder noch auf dem Anrufbeantworter gespeichert bleiben sollen.

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4. Bestätigen Sie die Konfiguration mit „Speichern“ oder OK.

Von nun an versendet die Fritzbox automatisch nach jeder Aufzeichnung einer neuen Nachricht eine E-Mail an die zuvor angegebene Adresse mit der Nachricht als abspielbare Audiodatei. Egal, ob Sie die Nachricht am PC, auf der Arbeit, unterwegs am Laptop oder am Smartphone bzw. Tablet empfangen, öffnen Sie die Mail und geben Sie das Audiofile einfach am Gerät wieder. So sind Sie überall und jederzeit über Ihre Nachrichten automatisch informiert.

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Internet & Medien

Neuer BKA- und Trojaner im Umlauf: BKA und BSI warnen vor neuer Erpressungswelle im Zusammenhang mit der angeblichen Verbreitung kinderpornografischen Materials

Eigentlich sollte man meinen, dass der BKA-Trojaner (wir berichteten) mittlerweile Geschichte ist. Von wegen. Das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen vor einer neuen Variante des BKA- bzw. GVU-Virus. Diesmal geht es um die angebliche Verbreitung kinderpornografischen Materials und anderen Straftaten. 

Neue Variante: Popup-Fenster

Neu ist Art und Auftreten des „Porno-Virus“. Die Warnmeldung erscheint dieses Mal in Form eines Popup-Fensters. Darin wird Ihnen unterstellt, dass der eigene Rechner im Zusammenhang mit der Verbreitung kinderpornografischen Materials, bei terroristischen Aktionen, Urheberrechtsverletzungen oder anderen Straftaten genutzt worden sei. Meist steht zusätzlich in der Warnung, dass  „die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt“ und deshalb die Funktion des Computers „aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt worden“ seien. Das Ganze garniert mit angeblichen Gesetzesvorschriften, deren Verletzungen Ursache für die Sperrung sein sollen sowie einem Foto, das nach Expertenmeinung eindeutig als strafbewehrte jugendpornografische Darstellung zu werten ist.  Zur Entsperrung des Rechners soll dann eine Zahlung von 100 Euro an einen Zahlungsdienstleister die uKash oder Paysafecard geleistet werden.

So sieht eine Variante des Popupfensters aus:

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Alles Humbug

Die Gute Nachricht: Die Warnmeldung ist kompletter Humbug. Zahlen Sie auf keinen Fall den geforderten Betrag.  Dahinter stecken Kriminelle, die Ihren Rechner mit einem Virus versucht haben und nun versuchen, per digitaler Erpressung darüber Geld zu scheffeln. Selbst wenn Sie zahlen würden, können Sie den Rechner in der Form nicht weiter nutzen.

Die schlechte Nachricht: Erscheint das Popupfenster, ist Ihr Rechner auf jeden Fall mit einem Trojaner infiziert, der bereits wesentliche Teile des Rechners befallen und manipuliert hat. Sie sollten schleunigst mithilfe eines guten Virenscanners die Schadsoftware vom Rechner entfernen. Das geht zum Beispiel mit dem DE-Cleaner-Rettungsssytem von www.botfrei.de. Weitere Möglichkeiten zum Entfernen des BKA-Virus: Die Kaspersky-Rettungs-CD oder das Reinigungstool Malwarebytes Anti-Malware.

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