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DNS-Server auf dem iPhone oder iPad ändern – So funktioniert’s

DNS-Server spielen im Web eine zentrale Rolle. DNS-Server sind wie riesige Telefonbücher, die Adressen wie www.kostenlos.de in passende IP-Adressen umwandeln. DNS-Server werden gerne auch zur Internetzensur verwendet, damit bestimmte Webseiten nicht aufrufbar sind. Prominentes Beispiel war die YouTube- und Twitter-Sperre in der Türkei vor einigen Monaten. Wer von Zensur betroffen ist oder einfach nur schneller surfen möchte, kann auf dem iPhone oder iPad einen anderen DNS-Server eintragen.

Darum sind DNS-Server so wichtig

Wie man auf Desktop-Rechnern einen anderen DNS-Server zum Surfen einsetzt, haben wir bereits in diversen Tipps beschrieben. Denselben Trick können Sie auch auf dem iPhone und iPad anwenden, um zum Beispiel über die DNS-Server von Google oder einem freien DNS-Server zu surfen.

Über welchen DNS-Server man surft, legt der eigene Internetprovider fest. Wer zum Beispiel einen Telekom-Vertrag hat, surft automatisch über die DNS-Server der Telekom. Die jeweiligen Adressen der DNS-Server werden automatisch ins iPhone und iPad eingetragen.

Warum sollte man die DNS-Server ändern? Neben der Zensurproblematik gibt es mitunter einen Geschwindigkeitsvorteil beim Surfen. Da die DNS-Server bei jedem Aufruf einer Webseite abgefragt werden, sind DNS-Server unterschiedlich stark belastet. Mitunter sind andere DNS-Server bei der Abfrage der IP-Adressen schneller als der Standard-DNS-Server des Providers.

Andere DNS-Server auf dem iPhone/iPad verwenden

Statt die Standard-DNS-Server des eigenen Providers zu verwenden, kann man auch über jeden anderen DNS-Server surfen. Besonders beliebt und schnell sind die DNS-Server von Google oder dem offenen DNS-Dienst OpenDNS. Und so ändert man den DNS-Server im iPhone oder iPad:

1. Wechseln Sie in den Bereich Einstellungen | WLAN.

2. Dort tippen Sie auf das kleine i-Symbol rechts neben der aktiven WLAN-Verbindung.

3. Anschließend die Zeile DNS antippen.

4. Hier steht der DNS-Server des eigenen Providers oder die IP-Adresse des Routers (der wiederum zum DNS-Server des Providers weiterleitet). Merken oder notieren Sie sich die Adresse, um ggf. später wieder zur Originaleinstellung zurückkehren zu können.

Löschen Sie die bisherige Adresse, und geben Sie die Adresse des neuen DNS-Servers ein. Welchen DNS-Server kann man hier nehmen? Besonders schnell sind die DNS-Server von Google, die unter einer der beiden folgenden IP-Adressen erreichbar sind:

8.8.8.8
8.8.4.4 

dns-server-iphone-ipad-aendern-anpassen-google-opendns

Als Alternative empfehlen wir den freien DNS-Dienst OpenDSN, der ebenfalls als schnell und sicher gilt und vor allem ohne Zensur zu den korrekten IP-Adressen weiterleitet. Für OpenDNS-DNS-Server verwenden Sie eine der folgenden beiden Adressen:

208.67.222.222
208.67.222.220

Übrigens: Mit dem Gratisprogramm namebench kann man ganz einfach herausfinden, welcher DNS-Server für den eigenen Standort am schnellsten ist.

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Google Internet & Medien

Google DNS: Schneller surfen mit den DNS-Servern von Google

Mit DNS-Servern hat man als Otto-Normal-Surfer eigentlich wenig am Hut. Dabei sind DNS-Server zum Surfen eminent wichtig. Sie sind praktisch das Adressbuch des gesamten Internets. Und je schneller das Adressbuch funktioniert, umso schneller wird gesurft. Um möglichst flott zu surfen, können Sie auf die sehr schnellen DNS-Server von Google wechseln. Und damit auch gleich eine mögliche Zensur Ihres Internetproviders umgehen.

So funktionieren DNS-Server

Das DNS-System (Domain Name Server) wird bei jedem Aufruf einer Webseite gebraucht – egal, ob die Adresse eingetippt oder auf einen Link geklickt wird. Denn eigentlich sind Webseiten nicht über Adressen wie www.kostenlos.de erreichbar, sondern nur über ihre IP-Adresse – kostenlos.de zum Beispiel über 176.9.123.170. Da sich aber niemand die Zahlenkolonnen merken kann, gibt es DNS-Server. Wenn Sie eine Adresse wie www.kostenlos.de eingeben, wird auf einem DNS-Server nachgeschaut, über welche IP-Adresse die Seite zu erreichen ist. So einen Eintrag gibt es für jede Webseite auf der Welt – wie bei einem riesigen Telefonbuch mit zig Millionen Einträgen.

Da praktisch bei jedem Seitenaufruf die IP-Adresse im DNS nachgeschlagen wird, müssen die DNS-Server rasend schnell sein. Bei einigen Internetprovidern ist das der Fall – mitunter sind die DNS-Server der Provider aber recht langsam. Zudem vermuten Datenschützer, dass die DNS-Server bei einigen Providern manipuliert sind und bei bestimmten Adressen nicht zur eigentlichen Webseite leiten, sondern eine „Navigationshilfe“ oder ähnliche vorgeschaltete Seite zeigen.

DNS-Server von Google: rasend schnell

Welcher DNS-Server zum Einsatz kommt, legt in der Regel der eigene Internetprovider fest. Sobald Sie sich mit dem Internet verbinden, stellt Windows die DNS-Server ein, die vom Intenetprovider vorgegeben wird. Das lässt sich ändern.

Wer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und sowohl rasend schnell als auch ohne DNS-Zensur surfen möchte, kann die eigene Internetverbindung auf die DNS-Server von Google „umbiegen“. Seit Ende 2009 betreibt Google eigene DNS-Server, die in der Fachwelt als unschlagbar schnell gelten. Besser gesagt ist es ein ganzes Netz weltweit verteilter DNS-Server. Die Google-DNS-Server verarbeiten pro Tag mehr als 70 Milliarden Anfragen.

Um auf die Google-DNS-Server zu wechseln, sind folgende Schritte notwendig:

1. Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste][R].

2. Geben Sie den Befehl

ncpa.cpl

ein, und klicken Sie auf OK. Alternativ hierzu können Sie auch die Systemsteuerung öffnen und in den Bereich „Netzwerk und Internet | Netzwerkverbindungen“ wechseln.

2. Sie sehen eine Übersicht aller Netzwerkverbindungen Ihres Rechners. Für die Internetverbindung ist meist die Verbindung „LAN-Verbindung“ oder „Drahtlosnetzwerkverbindung“ verantwortlich. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verbindung, und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Eigenschaften“.

3. Im nächsten Fenster markieren Sie den Eintrag „Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4“ und klicken auf „Eigenschaften“.

4. Aktivieren Sie die Option „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“, und tragen Sie die beiden folgenden Adressen ein:

8.8.8.8

8.8.4.4

Bestätigen Sie die Änderung mit OK.

5. Wiederholen Sie den obigen Schritt für den Eintragt „Internetprotokoll Version 6 (TVP/IPv6“, und tragen Sie dort die folgenden Adressen ein:

2001:4860:4860::8888

2001:4860:4860::8844

6. Schließen Sie die Fenster mit OK und „Schließen“.

Ab sofort surfen Sie über die DNS-Server von Google. Ob dem wirklich so ist, können Sie leicht prüfen:

1. Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste][R], geben Sie den Befehl „cmd“ ein, und klicken Sie auf OK.

2. Dann geben Sie den Befehl

ipconfig /all

ein und drücken [Return].

3. Bei der aktuell genutzten Netzwerkverbindung steht in der Zeile „DNS-Server“, welche DNS-Server für DNS-Abfragen zum Einsatz kommen. Hier sollte „8.8.8.8“ und „8.8.4.4“ stehen.

Google kontrolliert alles?

Wenn Sie auf die DNS-Server von Google wechseln, müssen Sie sich über eines bewusst sein: Da jedes Adresse von den Google-Servern in die passende IP-Adresse aufgelöst wird, kann Google damit theoretisch genau nachverfolgen, welche Webseiten Sie wann aufgerufen haben. Das bringt Datenschützer auf die Palme. Allerdings kann man sich gegen das Nachverfolgen kaum schützen. Ohne den Wechsel bekommt eben nicht Google, sondern Ihr Provider mit, wohin Sie gerade surfen.

Einziger Ausweg: Es gibt auch anonyme DNS-Server. Wie Sie die einrichten, steht im Tipp „Internetzensur umgehen: Über freie und unzensierte DNS-Server surfen„.

Zurück zu den alten DNS-Servern

Falls Ihnen die Google-DNS-Server nicht zusagen und Sie wieder zurück zu den alten DNS-Servern Ihres Providers wechseln möchten, wiederholen Sie die obigen Schritte und stellen wieder die ursprüngliche Option „DNS-Serveradresse automatisch beziehen“ ein.

Weitere Informationen und Anleitungen zu den Google-DNS-Servern finden Sie in der Google-Hilfe unter „Using Google Public DNS„.