Kategorien
Android Handy & Telefon iPad iPad iPhone

Trojaner HummingBad infiziert schon 85 Millionen Android-Geräte weltweit

Das israelische Unternehmen für Sicherheitssoftware, CheckPoint, entdeckte den Trojaner HummingBad bereits im Februar 2016. Bei Bedarf rootet HummingBad das Android-Gerät und erlangt so vollen Zugriff auf das gesamte System. Das Gemeine an dieser Malware ist, dass sie fast unsichtbar agiert und man sie nicht sofort als Schadprogramm erkennen kann. Aber es gibt Anzeichen für dessen Existenz.

Offenbar stehen für die Täter (noch) nicht die persönlichen Daten eines Handy-Besitzers im Vordergrund. Vielmehr interessieren sie die Klickzahlen auf Werbebanner. Die gekaperten Geräte klicken selbstständig auf Werbebanner und sollen auf diese Weise angeblich um die 300.000 Dollar pro Monat erwirtschaften.

Anfänglich war der Trojaner auf Porno-Webseiten als Drive-by-Download eingebettet, berichtet der Sicherheits-Blog von CheckPoint. Leider fehlt hier aber der Hinweis, dass sich im Google Play Store ungefähr 200 infizierte Apps befinden, die den Trojaner HummingBad verteilen.

Infiziert oder nicht infiziert – das ist hier die Frage

Das Erkennen von HummingBad ist nicht leicht, da viele Virentools den Schädling (noch) nicht erkennen. auch wird kein App-Symbol im Homescreen angezeigt. Das sicherste Anzeichen für das Vorhandensein von HummingBad ist, dass der Trojaner automatisch weitere Apps auf ein infiziertes Gerät herunterladen und installieren kann. Findest du plötzlich neue Programme, die du nicht selbst heruntergeladen hast, dann war es sehr wahrscheinlich HummingBad. Ein weiteres Anzeichen ist, wenn in deinen installierten Apps plötzlich viel mehr Werbung als gewöhnlich angezeigt wird.

Am häufigsten sind Geräte mit dem Betriebssystem Android 4.1 bis 4.3 (Jelly Bean) und 4.4 (KitKat) betroffen. Sie machen cirka 90 Prozent der infizierten Smartphones und Tablets aus.

Was kann ich tun? Wie kann ich mich schützen?

Da HummingBad von Antivirenpogrammen derzeit noch nicht erkannt wird, gibt es auch keine Gegenmaßnahmen, die wirksam wären. Bis auf eine: Nur ein kompletter Reset auf Werkseinstellungen entfernt die Malware restlos. Bei der Neueinrichtung deines Gerätes sollte die erste App die du herunterlädst, ein guter Android-Virenscanner sein. Es wird hoffentlich nicht mehr lange dauern, bis HummingBad endlich erkannt wird.

Um eine Neuinfizierung deines Androiden zu verhindern, solltest du vor dem Download einer App aus dem Play Store auf ein paar kleine Einzelheiten achten.

Misstrauisch solltest du werden, wenn eine App chinesischer Herkunft schlampig ins Deutsche oder Englische übersetzt wurde. Meist handelt es sich hier um automatische Übersetzer wie Google Translate, deren Fehlerquote immer noch recht hoch ist. Im Zweifelsfall solltest du dich dann gegen die Installierung dieser App entscheiden.

Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn man ein chinesisches Import-Handy im Internet oder bei Auktionsplattformen kaufen möchte. Besonders billige oder bereits gebrauchte Geräte sollte man vor der ersten Benutzung sicherheitshalber eigenhändig auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

Wer sind die Betrüger?

In einem kürzlich veröffentlichtem Blogeintrag vermutet der Softwarehersteller CheckPoint das chinesische Unternehmen Yingmob, das sich als professionelles Werbeunternehmen im Web präsentiert. Diese Firma soll auch verantwortlich für den iOS-Trojaner YiSpecter sein.

So schlimm diese Malware auch ist, so tritt sie meist in Asien auf. An der Spitze stehen hier China und Indien mit weit über einer Million infizierter Geräte. In Deutschland sind es immerhin schon 40.000 Tablets und Handys, Tendenz steigend. Das zeigen die von CheckPoint ermittelten 13 Millionen Angriffsversuche.

Kategorien
Android Handy & Telefon

Android Werbeblocker „Adblock Plus“ ist doch noch erhältlich

Google versucht immer wieder, Werbeblocker für das Smartphone-Betriebssystem Android aus dem „Play-Store“ zu verbannen. Ist ja auch kein Wunder, da die Werbung die Haupteinnahmequelle von Google ist. So erging es kürzlich auch dem beliebten Android-Werbeblocker „AdblockPlus“. Mit einer kleinen Änderung in den Smartphone-Einstellungen können Sie danach trotzdem die App „AdblockPlus“ auf Ihr Handy herunterladen und installieren.

Als erstes rufen Sie auf Ihrem Android-Handy die „Einstellungen“ auf und navigieren Sie zu den Sicherheitseinstellungen. Dort aktivieren Sie die Option „Unbekannte Herkunft“. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Ihrem Handy die Begriffe etwas unterschiedlich formuliert sein können. Für diesen Artikel verwendeten wir ein „Huawei Ascent Y201 Pro“

bild-1-android-handy-smartphone-werbung-adblock-plus-play-store-entfernt-doch-herunterladen-installieren

Den nachfolgenden Sicherheitshinweis bestätigen Sie mit „OK“.

bild-2-sicherheitsmeldung-warnung-bestätigen-ok-huawei-unterschiedlich-abweichend-formulierung

Als nächstes starten Sie den Internetbrowser Ihres Smartphones und rufen die Webseite

www.adblockplus.org/de/android-install

auf. Mit der grünen Schaltfläche „Herunterladen“ beginnt der Download.

bild-3-adblock-plus-app-handy-android-google-play-installieren-webseite-download-herunterladen

Folgen Sie im weiteren Verlauf den Download- und Installationsanweisungen.

Wenn Sie nach der Installation die App starten, können Sie im Einstellungsbildschirm von „AdblockPlus“ den Blocker aktivieren und über die Schaltfläche „Filterabonnement“ die zu blockenden Filterlisten auswählen.

bild-4-android-play-store-werbung-blocken-adblock-plus-wieder-erreichbar-einstellung-filterabonnement-aktivieren

Nun sollte in der Regel keine Werbung mehr angezeigt werden.

Kategorien
Firefox Internet & Medien

Mozilla Firefox: Trotz „Adblock Plus“ immer noch Werbung auf dem Bildschirm?

Der bekannteste und beliebteste Werbeblocker für den Firefox-Webbrowser ist und bleibt Adblock Plus. Diese kostenlose Erweiterung hat bisher sehr zuverlässig Werbung automatisch ausgeblendet. Seit der Version 2 sorgt aber eine integrierte Whitelist für Durchlässigkeit ausgewählter und akzeptabler Werbung. Eine Werbung hier und da ist sicherlich nicht das große Problem. Es bleibt aber zu vermuten, dass die Menge der eingeblendeten Werbung trotz „Adblock Plus“ weiter zunehmen wird. Wird es Ihnen zuviel, oder möchten Sie gar keine Werbung, dann wechseln Sie zum gleichwertigen Alternativ-Produkt „Adblock Lite“.

Die Erweiterung „Adblock Lite“ -die keinerlei Werbung absichtlich durchlässt- bietet die gleichen Funktionen, aber die Bedieneroberfläche basiert auf Dialogfenstern, wogegen bei „Adblock Plus“ die Einstellungen in Browser-Tabs vorgenommen werden.

Um „Adblock Lite“ zu installieren, klicken Sie auf den Firefox-Button und wählen im Kontextmenü „Add-ons“ aus.

Anschließend geben Sie im neuen Tab oben rechts in das Suchfeld den Begriff „adblock lite“ ein und starten den Suchvorgang. In der Ergebnisliste wird die Erweiterung an erster Stelle angezeigt. Klicken Sie auf den Button „Installieren“ und starten nach der Installation den Browser neu.

Nach dem Neustart werden Sie in einem neuen Tab aufgefordert, eine Filterliste auszuwählen. Für Deutschland empfiehlt sich der Filter „EasyList Germany + EasyList (Deutsch)“. Wählen Sie diesen Filter aus und bestätigen Sie mit dem Button „Filter hinzufügen“.

Der Werbeblocker ist nun aktiv und überwacht ab sofort die Werbeeinblendungen.

Im Hintergrund werden die Art und die Menge der geblockten Elemente aufgezeichnet und können jederzeit eingesehen werden. Klicken Sie dazu auf den Firefox-Button, wählen Sie im Kontextmenü „Add-ons“ aus, und wechseln Sie zur Kategorie „Erweiterungen“. Scrollen Sie zum Eintrag des „Adblock Lite“ und klicken auf „Einstellungen“.

Im Dialogfenster „Einstellungen“ wird am rechten Rand des Fensters die Anzahl pro geblocktem Element angezeigt.

Möchten Sie noch weitere Filterlisten hinzufügen, wählen Sie in der Menüleiste „Filter | Filterabonnement hinzufügen“.

In der Drop-Down-Liste wählen Sie den gewünschten Filter aus und bestätigen mit der Schaltfläche „Filterabonnement hinzufügen“.

Beenden und schließen Sie das Dialogfenster „Einstellungen“ mit „OK“.