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iPhone: Apple duldet keine VPN-Apps mehr

Seit dem letzten Systemupdate (iOS) verschärft Apple sein Vorgehen gegen systemweite Werbe- und Inhaltsblocker, die über VPN-Server laufen. Für diesen Ausschluss von VPN-Blockern sorgen unter anderem auch die Änderungen der AGB`s.

Hier heißt es, dass eine App, die ein VPN-Profil oder ein Root-Zertifikat nutzt, um Werbung oder andere Inhalte in einer Dritt-App zu blockieren, von Apple abgelehnt wird. Der Safari-Browser bleibt hiervon jedoch ausgenommen.

Aktuell hat es bereits die neue App von AdGuard getroffen. Eine entsprechende Information hat das Unternehmen auf seiner Webseite veröffentlicht.

App Store

Dennoch sind im App Store weiterhin VPN-Blocker erhältlich. Allerdings werden Aktualisierungen dieser Apps von Apple zukünftig verhindert, was einem Ausschluss für neue iOS-Versionen gleichkommt.

Betroffen sind aber nicht nur die Apps, die VPN-Server und/oder Zertifikate nutzen, sondern auch die Anbieter, die die Apple Schnittstelle des NEPacketTunnelProvider nutzen.

Warum sich der Apple-Konzern zu diesem Schritt entschlossen hat, bleibt (bisher) leider im Dunkeln. Wie so oft bei unbeliebten Entscheidungen.

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Hardware & Software

Springer-Verlag verliert bei Gericht gegen AdBlockPlus

Der Axel Springer Verlag (Bild-Zeitung) hat gegen die Anbieter des AdBlocker Plus vor Gericht wieder einmal verloren. Diesmal vor dem obersten Gericht der Bundesrepublik Deutschland, dem Bundesgerichtshof.

Angeblich 20 Prozent weniger Werbeeinnahmen

Zur Erinnerung: Der Axel Springer Verlag sieht den Umsatz seines Online-Auftritts durch Schaltung von Werbung schwinden und versucht(e) den Einsatz von Adblockern gerichtlich zu verbieten.

Auch andere Kläger scheiterten bereits

Zuvor waren neben der Klage von Axel Springer auch schon andere Medienunternehmen vor Gericht gescheitert. Darunter befinden sich auch die Süddeutsche Zeitung, RTL Interactive und Pro Sieben Sat1 Media.

Der Springer-Verlag sieht im Urteil die geschützte Pressefreiheit bedroht, da die Finanzierung des Online-Angebots durch die Adblock-Software zerstört würde. Allerdings erlaubt das Urteil Gegenmaßnahmen zu den Adblockern seitens des Webseitenbetreibers.

Keine Werbung = keine Artikel lesen

Das bedeutet im Klartext: Der Inhalt der Webseite bleibt gesperrt, bis der Adblocker ausgeschaltet wird. Andere Webseiten (z. B. Focus Online) erlauben gegen das Abspielen eines Werbespots, zeitlich begrenzten Zugang zu den Inhalten.

Meines Erachtens ist dies vollkommen in Ordnung. Schließlich muss man beim Kiosk ja auch für die Bild-Zeitung bezahlen, wenn man sie lesen möchte.

Für uns Nutzer ist aber viel wichtiger, dass das BGH in der Urteilsbegründung (Az. I ZR 154/16) bestätigt, dass der Einsatz von AdBlock Plus in der autonomen Entscheidung des Internetnutzers liegt und somit nicht illegal ist.

Natürlich sehen die Axel Springer und seine Anwälte dies anders und wollen Verfassungsbeschwerde einlegen. Gestützt werden soll die Beschwerde durch Gutachter, die der Überzeugung sind, dass AdBlock Plus den urheberrechtlich geschützten Originaltext umschreibt. Das würde ein Verstoß gegen das Urheberrecht darstellen.

Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten. Schließlich wurde vom Gericht bereits festgestellt, dass das Programm nicht unmittelbar auf die von der Klägerin angebotenen Dienstleistungen einwirkt.

Wer möchte, der kann die komplette Mitteilung der Pressestelle des Bundesgerichtshofes zum Urteil vom 19. April 2018 – I ZR 154/16 hier lesen.

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Crypto-Mining auf Webseiten unterbinden

Werbung auf Webseiten ist das Tool Nummer 1 der Finanzierung von kostenlosen Inhalten und wird von den meisten Nutzern als nervig angesehen. Teilweise zu Recht, wenn die Webseite(n) mit Werbebannern und -videos überfrachtet sind. Derzeit wird aber auch die „Finanzierungsmethode“ des Crypto-Minings eingesetzt. Hier sucht ein eingebettetes Java-Script zum Beispiel nach BitCoins. Der Prozessor deines Computers wird dazu genutzt, die komplexen Berechnungen für das Erzeugen von BitCoins durchzuführen.

Mehr Rechenleistung erforderlich

Der Computer benötigt hierzu natürlich mehr Rechenleistung, als für die Anzeige einer Webseite erforderlich wäre. Der Stromverbrauch geht in diesen Fällen auf deine Rechnung. Verlässt du die Webseite wieder, dann stoppen auch die Berechnungen für die Crypto-Währungen ebenfalls.

Unauffällige Finzanzierung

Grundsätzlich ist gegen dieses Finanzierungsmodell nichts einzuwenden. Sie ist im wesentlichen unsichtbar und vermüllt den Bildschirm nicht. Und das Mehr an Stromkosten dürfte sich im Bereich von wenigen Cents im Jahr bewegen.

Mir persönlich ist diese Methode wesentlich lieber als blinkende Banner und automatisch startende Werbevideos mit nervig lautem Ton.

Leistungsschwächere Prozessoren

Das größere Problem für viele Nutzer dürfte aber die erhöhte Prozessorleistung sein. Bei Computern und Notebooks mit kleinen CPU´s könnte es zu Leistungseinbrüchen kommen, wenn mehrere Programme gleichzeitig ausgeführt werden.

Gegenmaßnahme

Wenn du aus diesem oder einem anderen Grund das Crypto-Mining in deinem Web-Browser verhindern willst, dann benötigst du einen Mining-Blocker wie das Add-On NoCoin von Rafael Keramidas.

NoCoin ist kostenlos auf GitHub erhältlich und kompatibel mit Firefox, Chrome und Opera. Das Add-On ist nur in englischer Sprache erhältlich. Trotzdem ist es sehr einfach zu bedienen.

Nach der Installation des Tools wird deinem Browser das NoCoin-Icon hinzugefügt. Um NoCoin auszuschalten, klicke auf das runde Symbol mit dem Hammer und wähle die Option Pause No Coin. Alternativ kannst du die aktuelle Webseite auch der Whitelist hinzufügen, wenn du das Mining auf dieser Seite unterstützen möchtest.

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Internet & Medien

Mutiges Browser-Projekt: Nutzer sollen für das Ansehen von Anzeigen bezahlt werden

Ein neuer Browser namens Brave will auf den Markt. Noch ist nur er als Beta-Version für Windows, Mac OS X, Linux und iOS erhältlich. Das Besondere an dem Browser mit dem Namen Brave ist neben dem Geschäftsmodell, dass er einen integrierten Werbeblocker und Trackingschutz besitzt. Der ehemalige Chef von Mozilla, Brendan Eich, sowie sein Entwicklerteam verfolgen mit diesem neuen Projekt ehrgeizige Ziele.

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Integrierter Adblocker

Nach dem Download blockt Brave ohne weitere Einstellungen die Werbung auf Webseiten, sowie Cookies von Drittanbietern, die dein Surfverhalten ausspähen. Da diese Elemente von vornherein ausgeschlossen werden, laden die angewählten Webseiten zudem viel schneller.

Zugelassene Werbung

Zukünftig soll aber, wenn die Zahl von cirka 15 Millionen Nutzern erreicht ist, trotzdem Werbung eingeblendet werden. Das ist nötig um das Geschäftsmodell und die angestrebte Win-Win-Situation für die Werbeindustrie, dem Browser-Betreiber und den Nutzern zu erreichen.

Verteilung der Werbe-Einnahmen

Die Werbeeinnahmen sollen nach folgendem (geplanten) Schlüssel verteilt werden:

Die Nutzer, Brave und die Werbepartner bekommen jeweils 15 Prozent der Einnahmen, die Webseitenbetreiber erhalten 55 Prozent.  Hierfür ist es unerlässlich, dass Brave die Surf-Daten speichert und anlysiert. Dies soll aber anonymisiert geschehen, ohne dass personalisierte Nutzerprofile entstehen.

Die Technik die hier zum Einsatz kommen soll, ist ebenfalls recht interessant. Brave ersetzt die Werbebanner von beliebigen Webseiten durch die der eigenen Werbepartner. Das ist die Voraussetzung für den Nutzer, der von den Einnahmen profitieren möchte. Das Geld wird auf ein Brave-Konto transferiert, dass man sich dann auszahlen lassen kann.

Über die Menüschaltfläche kann trotzdem jeder User im Bereich Bravery entscheiden, ob und welche Werbung angezeigt werden soll.

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Fazit

Interessantes Konzept. Ob das aber so funktioniert wie sich die Macher das vorstellen, bleibt abzuwarten. Jedenfalls verspricht der Name Brave einiges. Auch das für den Nutzer zu erwartende (Zusatz-) Einkommen wird wohl nicht für ein sorgenfreies Leben reichen. Und wer möchte, kann diesen Geld-Betrag sozialen Zwecken zur Verfügung stellen. Auch Kleinstbeträge helfen, wie das Hilfsprojekt Deutschland rundet auf eindrucksvoll beweist.

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Firefox Internet & Medien

Firefox mit Werbung: Neue Firefox-Version blendet Werbung im Browserfenster ein. So wird die Werbung deaktiviert.

Braucht Mozilla mehr Geld? Reicht den Firefox-Machern die Kooperation mit Google nicht mehr? Genaues weiß man nicht. Nur eines ist klar: die nächsten Firefox-Versionen werden mit Werbung (Sponsored Ads) ausgestattet. Geplant ist eine prominente Werbefläche, die beim Browserstart und beim Öffnen eines neuen Tabs oder Fensters erscheint.

Firefox nicht mehr werbefrei

Wer im Firefox eine neue Registerkarte oder ein neues Fenster öffnet, sieht normalerweise eine Auswahl der am meisten besuchten Seiten. Und genau hier wird laut einem aktuellen Blogpost von Mozilla demnächst Werbung stehen. Neben den besuchten Seiten tauchen hier dann auch sogenannte Spots – also bezahlte Sponsored-Ads-Werbeflächen – auf. Eine Kennzeichnung soll aber deutlich machen, ob es sich um einen normalen Eintrag, eine Werbung von Mozilla oder einen Sponsored Post eines kommerziellen Partners handelt.

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Warum greift Firefox in die Werbekiste? Ganz einfach: Mozilla braucht neue Einnahmequellen. Ein Großteil des Umsatz stammt bislang aus einem Deal mit Google. Der Suchmaschinenriese zahlte Geld dafür, dass Google im Firefox-Browser als Standardsuchmaschine angezeigt wird. Mittlerweile spielt Firefox aber nicht mehr ganz oben in der Liga der Browser und wurde von Chrome überholt. Unklar bleibt zudem, wie lange das Google-Geld noch sprudelt. Der Google-Deal wurde 2011 um drei Jahre verlängert und läuft Ende 2014 aus. Fortsetzung ungewiss.

Firefox-Werbung ausschalten

Sollte es es wie geplant nur zu Werbeeinblendungen kommen, sobald ein neuer Tab oder ein neues Fenster geöffnet wird, lassen die Anzeigen leicht umgehen. Dazu stellt man den Firefox einfach so ein, dass beim Öffnen eines neuen Tabs nicht wie bisher die Vorschläge, sondern eine leere Seite erscheint. Das geht so:

1. In die Adresszeile den Befehl about:config eingeben.

2. Dann doppelt auf die Zeile browser.newtab.url klicken.

3. Den Wert about:newtab überschreiben mit about:blank und mit OK bestätigen.

Damit erscheint beim Öffnen eines neues Tabs oder eines neuen Fensters eine leere Seite. Bleibt nur zu hoffen, dass die leere Seite später nicht auch noch mit Werbung zugepflastert wird.

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