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Google Drive als Ordner im Windows Explorer

Das richtige Speichern Ihrer Daten ist bei der Fülle an Geräten, die Sie heutzutage nutzen können, ein wichtiger Punkt geworden. Schließlich können Sie mit Ihrem Smartphone nicht so einfach auf die Dateien zugreifen, welche Sie auf Ihrem Heim-PC oder dem Server in Ihrem Büro abgelegt haben. Die Date sollten aber auch mobil immer zugänglich sein. Da bieten sich so genannte Cloud-Lösungen wie Google Drive an, bei denen Sie Ihre Daten im Internet auf Servern eines Dienstleisters – hier Google – speichern, für deren Bearbeitung auch geeignete Online-Programme zur Verfügung stehen. Für den schnellen Zugriff auf die Daten aus Ihrem Drive können Sie sich in wenigen Schritten einen Ordner im Windows Explorer anlegen, der mit Ihren Drive-Daten synchronisiert wird. Dafür benötigen Sie eines auf Ihrer Google Drive- Seite herunterladbares Programm.

Google Drive für Ihren PC – so geht’s

Zunächst laden Sie das Programm herunter. Klicken Sie einfach in Ihrer Drive-Seite in der linken Navigationsleiste unten auf „Google Drive herunterladen“, oder rufen Sie direkt die Downloadseite www.google.com/intl/de/drive/start/download.html auf.

Im darauffolgenden Fenster müssen Sie links den Button für „Desktop“ auswählen. Lesen Sie die Nutzungsbedingungen und klicken Sie anschließend auf „Akzeptieren und Installieren“. Ein kleines Installationsfenster taucht zeitweise auf. Am Ende erhalten Sie eine Anmeldemaske für Google Drive. Geben Sie hier Ihre Anmeldedaten ein. Sie erhalten nun eine Willkommensansicht. Ein eigener Ordner für Ihr Google Drive wird im Windows Explorer angezeigt. Fahren Sie fort und starten Sie die erste Synchronisation. Wenn Sie nur einzelne Ordner nutzen wollen, können Sie vorher diese über „Erweiterte Einrichtung“ explizit auswählen.

Daten in der Cloud – Wählen Sie klug aus, was Sie ablegen wollen

Es ist natürlich praktisch, die Präsentation für die nächste Besprechung, Briefe oder Tabellen von überall aus abrufen zu können. Doch hier ist Vorsicht geboten. Der Datenschutz ist bei Cloud-Diensten nicht immer in dem Umfang gewährleistet, wie es nach den deutschen Gesetzen eigentlich sein müsste. Daher sollten Sie sich darüber im Klaren sein, personenbezogene und andere wichtige Daten möglichst nicht in einer „Internet-Wolke“ zu hinterlegen. Sicherheit geht vor. Das sollten Sie sich immer wieder vergegenwärtigen.

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DropBox und TrueCrypt: Dropbox-Dateien automatisch per TrueCrypt verschlüsseln

Spätestens seit der letzten Datenpanne bei Dropbox (alle Dateien waren für vier Stunden für jedermann zugänglich), fragen sich Dropbox-Anhänger, wie sicher die Daten in der Dropbox-Cloud sind. Schließlich werden die meisten Daten dort unverschlüsselt gespeichert. Es geht auch sicherer. Dropbox-Dateien lassen sich mit TrueCrypt automatisch verschlüsseln und wieder entschlüsseln. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie’s geht.

Wenn Sie eine Datei in den Dropbox-Container legen, wird diese sofort mit den Dropbox-Servern synchronisiert. Und zwar unverschlüsselt. Das bedeutet: Jeder, der Zugang zur Dropbox hat, kann die Dateien öffnen und lesen. Zudem weiß man nie, wer von den Dropbox-Mitarbeitern Zugang zu den gespeicherten Dateien hat.

Die Dropbox verschlüsseln – automatisch

Wer dabei ein mulmiges Gefühl hat, kann sich zusätzlich absichern und alle Dateien bombensicher und knacksicher verschlüsseln. Selbst wenn das Dropbox-Konto geknackt wird, Mitarbeiter auf die Dateien zugreifen oder mal wieder eine Dropbox-Datenpanne passiert (siehe Dropbox-Blog), kann niemand die Dateien lesen.

Möglich macht’s die kostenlose Verschlüsselungssoftware „TrueCrypt“, die automatisch und ohne weiteres Zutun alle Dropbox-Dateien verschlüsselt. Da die Daten dann nur in verschlüsselter Form zu Dropbox übertragen werden, kommt niemand an den Dateiinhalt. Das Gute an Truecrypt: bislang ist es noch niemandem gelungen, die TrueCrypt-Verschlüsselung zu knacken.

Schritt 1: TrueCrypt vorbereiten

Damit die automatische Dropbox-Verschlüsselung funktioniert, müssen Sie zuerst TrueCrypt einrichten und konfigurieren. Das geht folgendermaßen:

1. Installieren Sie die kostenlose Verschlüsselungssoftware TrueCrypt. Den Download finden Sie hier: http://www.truecrypt.org/downloads.

Zusätzlich sollten Sie das deutsche Sprachpaket herunterladen und in den TrueCrypt-Ordner (C:ProgrammeTrueCrypt) kopieren: http://www.truecrypt.org/localizations.

2. Starten Sie TrueCrypt, und wechseln Sie mit „Settings | Language“ zur deutschen Bedienoberfläche.

3. Klicken Sie auf „Volumen erstellen“.

4. Im ersten Fenster des Assistenten wählen Sie „Eine verschlüsselten Datei-Container erstellen“ und bestätigen mit „Weiter“.

5. Wählen Sie „Standard TrueCrypt-Volumen“, und klicken Sie auf „Weiter“.

6. Um den Speicherort für den Truecrypt-Container anzugeben, klicken Sie auf die Schaltfläche „Datei“. Dann wechseln Sie in Ihren Dropbox-Ordner und geben einen Dateinamen für den Truecrypt-Container ein, zum Beispiel „dropbox-verschluesselt“. Bestätigen Sie Eingabe per Klick auf „Speichern“ und „Weiter“.

7. Im nächsten Schritt lassen Sie die Standard-Verschlüsselungseinstellungen unverändert und klicken auf „Weiter“.

8. Dann geben Sie die gewünschte Maximalgröße des Dateicontainers an. Die Volumengröße gibt an, wie groß das virtuelle Truecrypt-Laufwerk werden darf. Dort können Sie dann so viele Dateien verschlüsselt speichern (egal wie viele), bis die Maximalgröße erreicht ist.

9. Eines der wichtigsten Schritte: Vergeben Sie ein Kennwort, mit der Truecrypt-Container (also alle Dateien) verschlüsselt werden.

Achten Sie bei der Wahl des Passworts darauf, dass es nicht zu leicht zu erraten ist. Aus Bequemlichkeit werden oft der Name des Partners bzw. des Haustiers, das eigene Geburtsdatum oder Standardwörter aus dem alltäglichen Sprachgebrauch verwendet. Die lassen sich zwar einfach merken, macht es Hackern aber zu einfach. Erfahrene Angreifer können einfache Kennwörter blitzschnell ermitteln. Eine beliebte Variante ist die Brute-Force-Methode. Dabei werden einfach alle Worte und Wortkombinationen durchprobiert, die im Duden oder anderen Wörterbüchern stehen. Früher oder später sind Standardkennwörter wie „Gartenschlauch“ ermittelt.

Daher sollten Sie ein möglichst kompliziertes Kennwort verwenden. Je komplizierter, desto besser. Eine Methode besteht beispielsweise darin, ein einfaches Wort durch wechselnde Groß- und Kleinschreibung komplizierter zu machen, etwa „gARtenSCHere“ statt einfach nur „Gartenschere“. Oder Sie ersetzen einzelne Buchstaben durch Ziffern und Sonderzeichen, zum Beispiel „G@rten5ch3r3“.

Besonders sicher sind Kennwörter, die und ausschließlich aus zufällig gewählten Buchstaben und Ziffern bestehen, etwa „MLhTdVv1967“. Mit einer Eselsbrücke lässt sich sowas auch leicht merken. Das obige Beispiel ist zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben des Satzes „Mein Lieblingsfilm heißt Tanz der Vampire von 1967“ – darauf kommt garantiert kein Hacker.

10. Klicken Sie auf „Formatieren“, um den Truecrypt-Container zu anzulegen. Den Assistenten mit „Beenden“ schließen und danach das Truecrypt-Programm beenden. Das war’s. Da der Truecrypt-Container in der Dropbox liegt, wird er automatisch mit Dropbox synchronisiert. Das kann je nach Containergröße mehrere Stunden dauern.

Schritt 2: Truecrypt-Container als Laufwerk einbinden

Sobald das Hochladen abgeschlossen ist, sollten Sie dem Truecrypt-Container einen Laufwerksbuchstaben zuweisen, um Dateien besonders einfach speichern zu können. Sie können dann Dateien einfach in das Laufwerk ziehen, diese werden dann automatisch verschlüsselt. Zudem müssen Sie Truecrypt so konfigurieren, dass nicht immer der gesamte Truecrypt-Container, sondern nur die Änderungen synchronisiert werden. So geht’s:

1. Starten Sie Truecrypt, und rufen Sie den Befehl „Einstellungen | Voreinstellungen“ auf.

2. Kreuzen Sie die Option „Änderungszeiten con Containerdateien erhalten“ an. Damit verhindern Sie, dass bei Änderungen immer der ganze Container synchronisiert wird (was sonst mitunter mehrere Stunden dauern würde). Stattdessen werden nur die Änderungen synchronisiert. Bestätigen Sie die Änderung mit OK.

3. Um dem Container einen Laufwerksbuchstaben zuzuweisen,wählen Sie im TrueCrypt-Fenster den gewünschten Buchstaben. Dann klicken Sie auf „Datei“ klicken und wählen den Truecrypt-Container im Dropbox-Ordner aus. Bestätigen Sie die Auswahl mit „Öffnen“.

4. Anschließend klicken Sie auf „Einbinden“, geben das Verschlüsselungskennwort ein und klicken auf OK. Damit steht der Truecrypt-Container als Laufwerk im Windows Explorer zur Verfügung.

Sobald Sie dorthin eine Datei kopieren oder verschieben, wird diese automatisch per Truecrypt verschlüsselt.

Leider wird der Container nicht automatisch mit Dropbox synchronisiert. Die Synchronisierung findet erst statt, wenn Sie im Truecrypt-Fenster auf „Trennen“ und danach wieder auf „Einbinden“ klicken und damit die Laufwerkszuordnung einmal kurz zu unterbrechen. Erst dann synchronisiert Dropbox die Truecrypt-Volumendatei.

Wenn Sie auf einem anderen Rechner die Dateien bearbeiten möchten, müssen Sie dort ebenfalls Dropbox und Truecrypt installieren. Nur mit dem richtigen Truecrypt-Kennwort kommen Sie dann wieder an die Daten ran.

Alternative Wuala mit integrierter Verschlüsselung

Falls Ihnen die ganze Prozedur zu kompliziert ist, können Sie auch auf die Cloud-Festplatte von „Wuala“ zurückgreifen. Auch hier erhalten Sie kostenlos 1 GB Speicherplatz. Mit einem großen Unterschied: auf Wunsch werden die Dateien standardmäßig auf dem eigenen Rechner verschlüsselt und erst dann in der Cloud zur Verfügung gestellt. Die Verschlüsselung ist praktisch in den Cloudservice integriert und fester Bestandteil des Angebots.

Alle weiteren Informationen zur Verschlüsselungs-Cloud-Festplatte „Wuala“ finden Sie hier:

http://www.wuala.com