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Internet-Archiv: Tausende MS-DOS-Spieleklassiker direkt im Browser spielen

Die Generation 40 Plus wird sie kennen und lieben: die guten alten MS-DOS-Spiele wie Oregon Trail, Prince of Persia, Wolfenstein 3D oder Lemmings. Hier standen nicht die Grafik, sondern das Spielprinzip im Vordergrund. Klasse für alle Spielefans: Tausende alter MS-DOS-Klassiker lassen sich im Web sofort spielen. Das Internet-Archiv macht’s möglich.

Das Internet-Museum und die Spiele

Bei heutigen Spielen dreht sich fast alles um die Grafik: schneller, bunter und noch realistischer muss alles sein. Bei DOS-Spielen war das noch anders. Hier stand das Spielprinzip im Vordergrund. Fans sprechen sogar davon, dass die Spieleklassiker von damals viel mehr Spaß bereiten als heutige Millionen-Dollar-Produktion.

Wer es selbst ausprobieren oder einfach mal wieder zurück in die alte Spielewelt tauchen möchte, sollte einen Abstecher ins Internet Archiv machen. Die Webseite Archive.org scannt seit Anfang der 1990er Jahre das Internet und nimmt alle Webseiten ins Internetmuseum auf. Das Ergebnis ist klasse: Hier kann man sich von fast allen Webseiten die verschiedenen Versionen anschauen, etwa die ersten Web-Versuche von Spiegel Online 1996, von T-Online 1998 oder ebay 2000.

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2.300 MS-DOS-Spiele direkt im Browser spielen

Neben Internet-Seiten hat sich das Internet-Archiv jetzt auch die alten DOS-Spiele zur Brust genommen. Herausgekommen ist ein Archiv mit über 2.300 MS-DOS-Spielen, die sich alle kostenlos und direkt im Browser spielen lassen. Zum Zocken braucht man also nicht extra einen Emulator runterladen und aufwändig die Spiele-ROMs installieren. Direkt spielen ist angesagt.

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Auf der Seite The Software Library: MS-DOS lassen sich alle 2.300 Spiele sofort spielen. Und so geht’s: Per Klick auf den Spielelink gibt’s erstmal alle Infos zum Game, etwa eine Spielbeschreibung, wann und von wem das Spiel entwickelt und vertrieben wurde und für welche Systseme und Konsolen es adaptiert wurde. Zum Spielen reicht ein Klick auf den Run-Link unterhalb des Screenshots. Das Spiel startet dann direkt im Browser.

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Und jetzt entschuldigt uns bitte: wir legen jetzt eine kleine Pause ein und Zocken eine Runde Prince of Persia von 1990. Herrlich.

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Archive.org: Webseiten manuell archivieren in der WaybackMachine-Zeitmaschine für Webseiten

Kennen Sie die Wayback Machine? Sollten Sie auf jeden Fall. Denn die Waback Machine – erreichbar unter der Adresse archive.org – ist praktisch das Archiv für Internetseiten. Bereits seit den 1990er  Jahren speichert die Wayback Machine Internetseite und hat so mit der Zeit ein beachtliches Online-Museum für Uralt-Websites und den Anfängen des Internet zusammengetragen. Über 400 Milliarden Webseiten sind im Archiv gespeichert. Und das Beste: Jeder kann weitere Webseiten manuell hinzufügen.

So funktioniert die Zeitmaschine für Webseiten

Eigentlich muss man der Wayback-Machine beim Archivieren nicht helfen. Die Zeitmaschine durchforstet selbständig das Internet und speichert den aktuellen Zustand der Webseiten im Archiv. Der Fundus ist riesig und extrem interessant. Hier kann man zum Beispiel die ersten holprigen Versuche von ebay aus dem Jahr 1999 oder die ersten Versionen der Microsoft-Webseite con 1996 sehen. Aus heutiger Sicht ein gruseliges und altbackenes Design. Damals revolutionär.

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Webseiten manuell in der Wayback Machine speichern

Über die Zeitleiste am oberen Rand kann man in der Zeitmaschine beliebig hin- und herspringen und sich die gespeicherten Versionen aus den vergangenen Jahren ansehen. Beim Archivieren der einzelnen Schnappschüsse geht die Wayback Machine allerdings meist zufällig vor. Man kann aber auch manuell eingreifen und bestimmte Webseiten von Hand ins Archiv stellen. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn man vor einem Redesign die alte Version des eigenen Blogs für die Nachwelt festhalten möchten.

Um Webseiten manuell zu archivieren, rufen Sie die Seite archive.org/web auf, geben unten rechts ins Feld Save Page Now die Adresse der Seite ein und klicken auf Save Page.

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Die Seite wird anschließend gecrawlt und der aktuelle Schnappschuss in die Datenbank der Wayback Machine aufgenommen. Fertig ist der archivierte Schnappschuss der gewünschten Seite. Die Seite ist jetzt ein für allemal im Internet-Archiv verewigt.

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Serien, Dokumentationen und Kinofilme gratis und legal im Web finden, anschauen und herunterladen

Der Traum eines Filmfans ist sicherlich das kostenlose Herunterladen von aktuellen Blockbustern aus dem Internet. In Deutschland sind aber durch das Urheberrecht Grenzen gesetzt. Da bleibt vielen Fans nur eine Möglichkeit an den gewünschten Film zu kommen: Einen offiziellen bezahlten Download, oder sich nach Veröffentlichung die DVD bzw. die Blu-ray Disk kaufen. Viele Portale bieten aber auch kostenlose Filme zum Download oder zum sogenannten Streaming an. Ganz legal.

Download oder Streaming

Der Unterschied der beiden Möglichkeiten ist, dass beim Streaming keine Kopie des Films auf dem eigenen Rechner gespeichert wird und somit keine (unrechtmäßige) Vervielfältigung stattfindet. Beim Streaming wird nur ein Teil der Video-Datei in den Arbeitsspeicher geladen und später automatisch (nach dem Ansehen) wieder entfernt. Trotz allem wird auch diese Variante von Juristen kontrovers diskutiert und gehört zurzeit noch in eine rechtliche Grauzone.

Rechtlich einwandfrei

Trotz alledem gibt es aber auch etliche Gratisportale, bei denen man keine Angst haben muss, gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Sie finanzieren sich wie bei Privatsender durch Werbung.

Das Film- und Serienangebot ist teilweise fast identisch. Komplett kostenlose Portale enthalten dagegen kaum große Blockbuster, sie setzen auf unbekanntere oder alte Filme. Auch Serien sind hier eher selten zu finden. Es gibt aber auch Anbieter, die sich auf verschiedene Sparten, wie Dokumentationen, Musikfilme, Comedy oder Klassiker spezialisiert haben.

Eine kleine Übersicht:

  • Bild.de –  Hier sind in verschiedenen Kategorien insgesamt ca. 60 Filme, meist älteren Datums, vorhanden. Ein Sonderkanal enthält noch zusätzlich neun Janosch-Zeichentrickfilme.
  • MSN Movies – 190 deutschsprachige Filme aus den 90er Jahren in acht Kategorien. Besonders erwähnenswert ist hier der Sci-Fi-Channel mit der Kultserie „Flash Gordon“.
  • MyVideo.de – Mit mehr als 400 Filmen aus neun Genres, einer der größten Anbieter von kostenlosen Filmen. Die Besonderheit hier: Es werden auch zwei Kanäle mit Dokumentationen und Konzerten angeboten.
  • Maxdome – Das Gratisangebot ist mehr als bescheiden. 52 Filme, meist deutsche Fernsehproduktionen, gibt es hier zu sehen. Alles schon im TV gelaufen… Beim kostenpflichtigen „Video on Demand“ gibt es dagegen bei Maxdome ab zwei Euro über 5.000 Filme als Stream oder Download.
  • JRTL, ARD, ZDF und Co. – In den Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen TV-Sender, sind bis zu sieben Tage nach Ausstrahlung die Sendungen abrufbar. Nur Reportagen und Dokus sind länger abrufbar.
  • Videoload Free – Das Gratisportal der von der Telekom betriebenen Online-Videothek „Videoload“ schrumpfte in der letzten Zeit auf etwas über 100 Filme und Serien zusammen. „Videoload Free“ setzt, ähnlich wie „Bild.de“ auf ältere und unbekanntere Filme. Trotz etwas komplizierter Startprozedur ist es erwähnenswert, dass hier zusätzlich noch etliche Dokumentationen erhältlich sind. Sogar ein paar Kult-Serien wie „Die Ludolfs“ und der Musiksendung „Beat Club“ sind hier zu sehen.
  • MySpass.de – Gut bedient werden hier die Fans von „Stromberg“, „Pastewka“, „Ladykracher“, etc. Das Videoportal wird von der Filmproduktionsfirma „Brainpool“ betrieben und daher werden hier hauptsächlich die Eigenproduktionen kostenlos zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden aber noch Filmclips aus „TV Total“ sowie viele Folgen der Zeichentrickserie „Southpark“ angeboten. Fazit: Comedy-Fans kommen bei diesem reichhaltigen Angebot voll auf ihre Kosten.
  • Internet Archive – Wer sich hauptsächlich für Klassiker der Filmgeschichte interessiert, der ist hier richtig. „Archive.org“ versteht sich als Bibliothek für bewegte Bilder. Die hier angebotenen Filme können in verschiedenen Multimediaformaten angesehen und kostenlos heruntergeladen werden. Die Urheberrechte dieser Filme sind abgelaufen, oder von den Filmfirmen freigegeben worden. Zum Beispiel kann man den Urvater der Zombiefilme herunterladen: „Night of the living dead“ von George A. Romero. Auch wenn die meisten Filme in Englisch sind, es befinden sich auch deutsche darunter.
  • Hulu & Co. – Wer sich öfters im Ausland aufhält, bekommt oftmals Zugriff auf  amerikanische Filmportal-Seiten wie YouTube oder „Hulu“, die sehr umfangreich sind und auch aktuelle Blockbuster und TV-Serien enthalten.  Leider ist der Zugriff auf die amerikanischen Film-Portale von Deutschland aus durch die Gema untersagt worden. Auf absehbare Zeit wird sich das wohl auch nicht ändern. Durch die Nutzung von Proxy-Servern kann zwar eine Verbindung hergestellt werden, die aber sehr langsam ist. Zu den verschiedenen Möglichkeiten lesen Sie bitte diesen Artikel.
  • Zattoo – Der Sonderfall im Internet. Bei diesem Anbieter kann man kostenlos 50 Live-TV-Sender verfolgen. Interessant für Nutzer die keinen Fernseher haben, oder lieber über den Computer das Fernsehprogramm verfolgen möchten. Das Sender-Angebot setzt sich hauptsächlich aus den Öffentlich-Rechtlichen Sendern zusammen und ist meistens in deutscher Sprache. Aber auch Streams von MTV und CNN werden gezeigt. Aufnahmen, bzw. Downloads sind hier nicht möglich. Grundsätzlich ist dieses Portal kostenfrei. Wer das Programm werbefrei und/oder auf dem iPhone genießen möchte, der muss zur kostenpflichtigen Variante wechseln. Die Preise sind derzeit monatlich € 3,99, vierteljährlich € 9,99 und für das 12-Monats-Abo gibt es für € 29,99.

Fazit

Egal für welches Gratis-Portal man sich entscheidet, alle werden durch die Werbeindustrie unterstützt. Teilweise wird sogar Werbung eingeblendet, wenn man innerhalb eines Films „vorspult“. Das kann bisweilen nervig werden. Trotz allem ist das Angebot sehr umfangreich und man kann sicher sein, keine Abmahnung zu erhalten.