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Schufa-Beschwerde und -Einspruch: Bei der Schufa gespeicherte Daten prüfen und sich gegen falsche Einträge wehren

Jeder kennt die Schufa, und jeder hat – meist unbemerkt – fast täglich mit der Schufa zu tun. Wenn Sie zum Beispiel bei einem Onlinehändler einkaufen, erhalten Sie je nach Schufa-Bonität unterschiedliche Bezahlvarianten angeboten. Kunden mit guter Schufa-Bonität können auf Rechnung kaufen, mit schlechter Bonität wird nur Vorkasse oder Kreditkarte angeboten. Gleiches passiert bei Ratenkrediten: Je nach Schufa-Bonität gibt es den Kredit zu unterschiedlichen Konditionen. Ärgerlich nur, wenn bei der Schufa falsche oder längst veraltete Einträge gespeichert sind. Ob das so ist, können Sie leicht prüfen – und Faschleinträge korrigieren lassen.

Das Prüfen und Korrigieren der eigenen Schufa-Einträge funktioniert folgendermaßen:

1. Zuerst fordern Sie bei der Schufa eine Bonitätsauskunft an. Die gibt es für jeden einmal im Jahr kostenlos. Das korrekte Formular zur kostenlosen Schufaauskunft finden Sie auf der Seite https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_3_1. Wie es genau funktioniert und worauf Sie bei der Bestellung der „Datenübersicht nach §34 BDSG“ achten müssen, steht ausführlich im Tipp „Schufa Auskunft kostenlos: Bei der Schufa eine kostenlose Selbstauskunft anfordern/einholen„.

2. Nach wenigen Tagen erhalten Sie per Post die kostenlose Bonitätsauskunft der Schufa. Prüfen Sie, ob alle Daten korrekt sind und keine wichtigen Daten fehlen, vor allem Hinweise auf bereits abbezahlte Kredite oder unberechtigte Forderungen. Bei unberechtigten Forderungen gibt es allerdings Ausnahmen: Wenn Sie gerichtlichen Bescheiden nicht widersprechen, werden auch unberechtigte Forderungen rechtskräftig. Gleiches gilt, wenn Sie zwei Mal angemahnt wurden, zwischen erster Mahnung und der Schufa-Meldung vier Wochen Zeit lagen und Sie der Forderung nie widersprochen haben.

3. Sollten die Bonitätsauskunft falsche Einträge aufweisen, können Sie sich schriftlich beschweren. Dazu fotokopieren Sie alle Unterlagen, die den Falscheintrag nachweisen und schicken sie per Post an die Schufa. Die Schufa muss dann alle strittigen Einträge bis zur endgültigen Klärung sperren.

4. Sollte sich die Schufa nicht bewegen, können Sie im nächsten Schritt den Schufa-Ombudsmann einschalten. Unter www.schufa-verbraucherbeirat.de/de/home finden Sie weitere Informationen zum Verfahren. Wichtig: Der Ombudsmann wird erst tätig, wenn Sie sich zuvor bei der Schufa beschwert haben, diese sich aber weigert, den Fall zu klären.

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5. Sollte auch das Einschalten des Ombudsmanns nicht zum Erfolg führen, können Sie sich im letzten Schritt an den Datenschutzbeauftragten Ihres Bundeslandes wenden. Wer für Ihr Bundesland zuständig ist, erfahren Sie auf der Webseite datenschutz-ratgeber.info/aufsichtsbehoerden.html.

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Schufa, Creditreform, Arvato & Co. Selbstauskunft: Bei Auskunfteien kostenlos Auskunft über die gespeicherten Daten anfordern

Bei der Schufa, Creditreform, Arvato und anderen Auskunfteien werden auf Teufel komm raus Daten gesammelt. Was genau bei den Auskunfteien gespeichert ist, lässt sich herausfinden. Als Verbraucher können Sie laut Datenschutzgesetz einmal pro Jahr kostenlos eine Auskunft übe die gespeicherten persönlichen Daten verlangen. Wir zeigen, welche Auskunfteien es gibt und wie Sie an die Daten herankommen.

Was ist wo über mich gespeichert?

Für den Handel sind die gesammelten Daten Gold wert. Online-Händler, Banken und Reisebüros möchten gerne wissen, ob sie bei einer Buchung, einem Einkauf oder einer Reisebuchung mit Zahlungsausfällen rechnen müssen. Dazu fragen sie bei Auskunfteien wie der Schufa den sogenannten Scoring-Wert ab, der mithilfe einer Kennzahl die Bonität ihrer Kunden widerspiegelt. Ist der Scroing-Wert zu schlecht, gibt es den Kredit zum Beispiel plus einem Risikozuschlag zu schlechteren Konditionen. Oder Sie können je nach Scoring und Bonität im Ladengeschäft nicht per EC-Lastschrift (lässt sich vom Kunden evtl. zurückbuchen), sondern nur per EC-Direktabbuchung (lässt sich nicht zurückbuchen) bezahlen.

Musterbrief für Anfragen bei Auskunfteien

Doch was genau steht über mich in den Auskunfteien und wie ist mein eigener Scoring-Wert? Genau das können Sie bei Schufa & Co. erfragen und gegebenenfalls Irrtümer und falsche Einträge korrigieren lassen. Richten Sie Ihre Anfrage schriftlich an die Auskunfteien (Adressen finden Sie weiter unten), und verwenden Sie für das Anschreiben zum Beispiel folgende Formulierung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Grundlage von §§ 34 I, IV Bundesdatenschutzgesetz bitte ich hiermit unentgeltlich um Auskunft über die über mich gespeicherten Daten, meine tagesaktuellen Scorewerte sowie um nachvollziehbare, verständliche Information über die für dieses Scoring genutzten Datenarten, das Zustandekommen der Zahlenwerte und deren Bedeutung.

Informieren Sie mich bitte zudem über die innerhalb der letzten zwölf Monate an Dritte übermittelten Scorewerte sowie deren Name und letztbekannte Anschrift.

Herzlichen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Adressen der wichtigsten Auskunfteien

Die obige Anfrage schicken Sie am besten per Briefpost an die jeweiligen Auskunfteien. Bei einige Auskunfteien können Sie sie Selbstauskunft und Eigenauskunft auch online beantragen. In Deutschland sammeln vor allem folgende Auskunfteien persönliche Daten:

  • Bürgel Wirtschafts-informationen GmbH & Co. KG Gasstr. 18 22761 Hamburg www.buergel.de Selbstauskunft online: n.a.
  • Schober Information Services GmbH Max-Eyth-Str. 6 – 10 71254 Ditzingen www.schober.de Selbstauskunft online: n.a.
  • EOS Information Services GmbH Gottlieb-Daimler-Ring 7-9 74906 Bad Rappenau de.eos-solutions.com Selbstauskunft online: n.a.

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Google Internet & Medien

Google & Deutsche Bahn: Bahnverbindung über Google Maps suchen – inklusive Gleis-Informationen

Vor vielen Jahren marschierte man noch zu Fuß zum Bahnhof und ließ sich dort die Reiseverbindung ausdrucken und in die Hand geben. Nur so wusste man, wohin man musste. Das Internet hat daran natürlich viel verändert und inzwischen ist es kein Problem mehr, am Smartphone zu ermitteln, wie Sie mit der Bahn von A nach B kommen. Die Kooperation zwischen Google Maps und der Deutschen Bahn macht’s möglich.

Google Maps – der schnelle Weg zur Bahnverbindung

Bestimmt kennt jeder Google Maps-Nutzer die Funktion, den Weg über die öffentlichen Verkehrsmittel zu finden. Der Button dazu befindet sich zwischen der Navigation für den Fußgänger und den Autofahrer. Lange Zeit war sie nicht vollumfänglich nutzbar, doch das ist jetzt dank Kooperation mit der Deutschen Bank anders. Google Maps kann nun anzeigen, welche Züge und öffentliche Verkehrsmittel Sie von A nach B bringen können – auch übergreifend innerhalb der verschiedenen Verkehrsverbünde. Dadurch brauchen Sie mit dem Smartphone nicht mehr umständlich auf die Seiten der Deutschen Bahn oder der Verkehrsverbünde zu wechseln, wenn Sie eine Auskunft benötigen, sondern können das schnell und einfach via Google Maps erledigen. Auf den meisten Smartphones geht das schneller, als wenn Sie über eine Webseite hätten suchen müssen.

Google Maps – Einschränkung Gleisangabe

Beachten sollten Sie lediglich, dass Google Maps keine Gleise und ähnliche Informationen anzeigen kann. Deswegen sollten Sie immer etwas Zeit einplanen, um notfalls noch nach dem richtigen Gleis Ausschau halten zu können. An Bahnhöfen ist das natürlich kein Problem und Sie können dafür einfach auf die Anzeigetafeln achten. Busbahnhöfe sind meistens so übersichtlich, dass Sie sofort erkennen können, wo Sie hinmüssen. Wer allerdings etwas länger für die Suche nach der Abfahrtsstelle oder dem Gleis braucht, sollte das berücksichtigen und daran denken, immer vorher nachzusehen – denn daran hat Google Maps nicht gedacht. Noch nicht.

Oder doch? Wenn Sie ganz unten links auf der Google-Maps-Seite auf „www.bahn.de“ klicken, gelangen Sie direkt zur Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn. Und wenn Sie hier per Klick auf den roten Pfeil die Details einer Verbindung anzeigen, erfahren Sie auch, von welchem Gleis der Zug abfährt.

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Hardware & Software Tipp des Tages

Facebook-Daten: Von Facebook die Herausgabe aller gespeicherten Daten verlangen

Dass Facebook eine Menge Daten über einen speichert, ist bekannt. Wie viel da zusammenkommt, überrascht dann doch. Student Max Schrems hat’s ausprobiert und bei Facebook die Herausgabe aller über ihn gespeicherten Daten verlangt. Facebook reagierte und schickte eine CD mit allen über ihn gespeicherten Facebook-Daten. Das Ergebnis: eine 496 MB große PDF-Datei mit 1.222 Druckseiten voller persönlicher Daten. Wer’s nachmachen und auch herausfinden möchte, welche persönlichen Daten Facebook gespeichert hat, kann ebenfalls die Herausgabe aller gespeicherten Daten verlangen.

Antrag auf Herausgabe persönlicher Daten

Facebook ist gesetzlich dazu verpflichtet, auf Verlangen jedem Nutzer seine Daten herauszugeben. Allerdings sollten Sie sich dabei in Geduld üben. Denn derzeit wird Facebook nach Bekanntgabe des „Falls Max Schrems“ von Anfragen überhäuft. So funktioniert die Datenanfrage und Aufforderung, alle gespeicherten Informationen rauszurücken:

1. Damit nicht jeder Daten fremder Nutzer abrufen kann, braucht Facebook eine Kopie des Personalausweises. Scannen oder fotografieren Sie den Personalausweis, und speicher sie ihn als JPG-Datei.

2. Facebook prüft die Angaben des Personalausweises mit den hinterlegten Profildaten. Falls Sie bei Facebook einen Fake-Namen oder ein zufälliges Geburtsdatum eingetragen haben, sollten Sie die Daten zuerst korrigieren. Nur dann hat die Datenabfrage Aussicht auf Erfolg.

3. Rufen Sie die Seite www.facebook.com/download/?h=730c46b3e99452ea03b849adb14cfd62 auf, oder klicken Sie oben rechts auf den Pfeil und dann auf „Kontoeinstellungen“ sowie „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“.

4. Klicken Sie auf „Mein Archiv aufbauen“, um alle Facebook-Daten zu sammeln.

4. Meist erhalten Sie von Facebook eine Bestätigungsmail, in der Facebook zunächst versucht, den Antrag abzuwimmeln. Begründung: man könne sich ja auch selbst einloggen und dann alle im eigenen Profil ansehen. Antworten Sie bestimmt und freundlich, drohen Sie dabei aber, sich bei der irischen Datenschutzkommission „Irish Data Protection Comission“ zu beschweren.

5. Nach einige Tagen (Facebook hat maximal 40 Tage Zeit), erhalten Sie einen Downloadlink, die eine PDF-Datei mit allen (oder fast allen) Daten, die über Sie bei Facebook gespeichert sind. Meist sind’s mehrere hundert MB und über 1.000 Druckseiten.

Was Facebook alles speichert

In der PDF-Datei wird deutlich, welche persönlichen Daten auf den Facebook-Servern gespeichert werden. Dazu gehören:

  • Target
  • Date Range
  • About Me
  • Account End Date
  • Account Status History
  • Address
  • Alternate Name
  • Applications
  • Chat
  • Checkins
  • Connections
  • Credit Cards
  • Currency
  • Current City
  • Date of Birth
  • Education
  • E-Mails
  • Events
  • Family
  • Favourite Quotes
  • Friend Requests
  • Friends
  • Gender
  • Groups
  • Hometown
  • Last Location
  • Linked Accounts
  • Locale
  • Logins
  • Machines
  • Messages
  • Minifeed
  • Name
  • Name Changes
  • Networks
  • Notes
  • Notification Settings
  • Notifications
  • Password
  • Phone Numbers
  • Photos
  • Physical Tokens
  • Pokes
  • Political Views
  • Privacy Settings
  • Profile Blurb
  • Realtime Activities
  • Recent Activities
  • Registration Date
  • Relationship
  • Religious Views
  • Removed Friends
  • Screen Names
  • Shares
  • Status Updates
  • Vanity
  • Wallposts
  • Website
  • Work
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Google Internet & Medien

Google Kino-Auskunft: Welcher Film läuft wann und wo in welchem Kino

Manchmal ist die Google-Suchmaschine wirklich verblüffend. Zum Beispiel wenn Sie auf der Suche nach dem aktuellen Kinoprogramm in der Stadt sind. Google kennt sie alle. Alle Filme, alle Kinos, alle Spielzeiten.

Unter der Adresse

www.google.com/movies?hl=de

gibt es von Google eine eigene Kinosuche. Wenn Sie einen Kinobesuch planen, geben Sie zunächst ins Feld „Standort ändern“ Ihre Stadt ein und klicken auf „Ändern“. Jetzt erscheint eine Übersicht aller Kinos Ihrer Stadt mit allen dort laufenden Filmen inklusive Informationen über Laufzeit, Altersfreigabe und sogar Wertungen anderer Kinobesucher.

Googles Kinoseite erreichen Sie übrigens auch, wenn Sie auf der normalen Google-Seite nach „Kinoprogramm“ suchen, ins Feld „Stadt“ Ihren Wohnort eingeben und auf „Kinoprogramm abrufen“ klicken.