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Was man über Geschenkegutscheine wissen sollte

Haben Sie noch einen alten Geschenkgutschein in der Schublade liegen? Werfen Sie ihn bloß nicht weg, denn diese Gutscheine können auch nach langer Zeit noch eingelöst oder zumindest wieder in Bargeld umgetauscht werden.

Die Gültigkeit

Bei der Ausstellung eines Geschenkegutscheins hat ein Händler die Möglichkeit, die Gültigkeit des Gutscheins auf einen gewissen Zeitraum zu befristen. Legt er keine Frist fest, gilt automatisch die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Die Laufzeit beginnt am Ende des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Ein Gutschein, der schon zu Beginn eines Jahres ausgestellt wurde, hat daher eine Gültigkeit von fast vier Jahren.

Einen befristeten Gutschein sollten Sie möglichst innerhalb dieser Frist einlösen, denn danach ist der Händler nicht mehr zur Einlösung verpflichtet. Ist diese bereits abgelaufen, muss er Ihnen innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist jedoch den Gegenwert in bar erstatten. Er darf allerdings einen gewissen Prozentsatz für seinen entgangenen Gewinn einbehalten. Nach Ablauf der drei Jahre haben Sie endgültig überhaupt keinen Anspruch mehr.

Beachten Sie weitere Angaben auf Geschenkegutscheinen

Auf einem Gutschein kann vermerkt werden, welche Dienstleistung oder welche Ware der Beschenkte bekommen soll. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Ebenso tragen manche Händler den Namen des Schenkers und des Beschenkten auf dem Gutschein ein. Dies heißt jedoch nicht, dass der Geschenkegutschein nur von der genannten Person eingelöst werden kann. Sie können einen Gutschein, der auf Ihren Namen ausgestellt ist, ebensogut weitergeben oder verkaufen.

Wie erfolgt die Auszahlung?

Einen Gutschein können Sie sich normalerweise nicht auszahlen lassen. Eine Ausnahme von dieser Regelung gilt nur dann, wenn der Händler die Leistung nicht mehr erbringen kann. In diesem Fall wird er Ihnen den Gutschriftsbetrag auszahlen. Die Einlösung eines Gutscheins in mehreren Etappen akzeptieren die meisten Händler. Anschließend wird bei jedem Kauf das restliche Guthaben auf Ihrem Gutschein vermerkt.

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Cashback-Programme : Verlockend ja, sinnvoll nein

Ein neuer Trend beim Einkaufen im Internet sind Online-Cashback-Programme. Es soll ganz einfach sein: Beim Einkauf im Internet sammelt man in bestimmten Partnershops des Cashback Anbieters Geld. Ein bestimmter Prozentsatz des Warenwerts wird dem Verbraucher bei jedem Kauf gutgeschrieben und kann ab einer bestimmten Summe ausgezahlt werden. Hört sich verlockend an, hat aber in der Praxis viele Nachteile.

Beim Shoppen Geld zurückzubekommen ist wohl der Traum eines jeden leidenschaftlichen Einkäufers. Kundenkarten und Rabattprogramme gibt es beim ganz normalen Einkauf schon lange, doch im Internet wird diese Idee noch weitergeführt. Hier gibt es nicht irgendwelche Punkte für einen bestimmten Warenwert, sondern Bares. Geld verdienen, indem man einkauft? Nicht wirklich!

Attraktive Rückzahlungen

Bei einem Test von fünf dieser Cashback-Programme konnte nur der Testsieger wirklich überzeugen. Alle anderen Anbieter hatten große Defizite und wurden teilweise als „mangelhaft“ bewertet. Sie sind somit für Verbraucher nicht empfehlenswert. Alle Programme arbeiten nach demselben Prinzip. Man meldet sich bei dem Programm an und kann anschließend Geld sammeln, indem man in einem der Partnershops einkauft. Geld gibt es aber nicht nur beim Kauf von Waren, sondern auch bei Vertragsabschlüssen zum Beispiel im Bereich Mobilfunk.

Die Auswahl an namhaften Shops ist durchaus reichhaltig, sodass man als Verbraucher mit Sicherheit das richtige Produkt findet. Die Höhe der Summe, die dem Cashback-Konto gutgeschrieben wird, hängt vom einzelnen Shop ab. Es können sowohl Fixbeträge als auch ein prozentualer Anteil des Einkaufswerts sein. Die Beträge, die zu den Cashback-Kunden zurücklaufen, stammen in der Regel aus Provisionen, die dem Cashback-Anbieter für die Vermittlung des Kunden gezahlt werden. Dieser teilt also das erhaltene Geld mit dem Verbraucher – wie der Verteilungsschlüssel ist, wird allerdings nicht bekannt gegeben. Dennoch erscheinen die Programme auf den ersten Blick sehr attraktiv, denn warum soll man nicht noch Geld für etwas bekommen, das man sowieso gekauft hätte.

Problematische Bedingungen

Doch bei genauerer Betrachtung ergeben sich aus dem Konzept durchaus Mängel, die für den Verbraucher ungünstig sind. Durch den Wunsch, möglichst viel Geld zurück zu bekommen, ist der Verbraucher eher dazu geneigt mehr zu kaufen. Auch wird vorwiegend in Shops eingekauft, die Partner des Cashback-Programms sind. Hierdurch wird häufig darauf verzichtet, Preise zu vergleichen. Dies ist durchaus problematisch, denn Tests haben ergeben, dass Preissuchmaschinen häufig wesentlich günstiger sind als die Partnershops der Cashback-Anbieter. Auch das Geld, das zurückbezahlt wird, kann diese Differenz nicht ausgleichen. Hinzu kommt, dass einige Anbieter das Geld nicht ab dem ersten Euro auszahlen, sondern dass erst eine Guthabengrenze überschritten werden muss. Auch wird teilweise jährlich ein Betrag einbehalten und somit wirkt alles nicht mehr ganz so rosig, wie es auf den ersten Blick vielleicht noch gewirkt hat.

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