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Google entfernt fast 200 Browser-Add-ons aus dem Chrome Web Store

Sich beschweren bringt doch etwas! Sogar bei Google. Nach massiven Beschwerden von über 100.000 Chrome-Usern seit Jahresanfang 2015, haben Google und die Forscher der University of California in Berkeley die Daten von ungefähr 100 Millionen Seitenaufrufen über Google Dienste analysiert.

Dabei stellte sich heraus, dass sich auf gut fünf Prozent aller Rechner Adware befindet. Und das oft ohne Wissen des Besitzers. Das Problem dabei ist, dass das dafür genutzte Ad-Injection-Verfahren ebenfalls Schadsoftware auf den Rechnern installieren kann.

 

Nachfolgend hat Google im Chrome Web Store 192 schädliche Browser-Erweiterung gefunden, die bereits bei knapp 14 Millionen Chrome-Nutzern installiert waren. Sie wurden umgehend gesperrt.

Eine weitere Konsequenz ist ein Versprechen von Google, zukünftig verstärkt darauf zu achten, dass solche Browser-Add-ons erst gar nicht in den Web Store gelangen.

Und wenn du dir bereits Adware auf deinem Computer eingefangen hast, kannst du sie mit dem AdwCleaner wieder loswerden. Den gibt es kostenlos im Web. Eine Reihe von Download-Anbietern findest du hier.

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Politik für Jedermann: Petitionen an den Deutschen Bundestag einreichen oder bereits vorhandene Petitionen mitzeichnen

Viele Bürger sind mit der derzeitigen Politik unzufrieden. Jeder hat aber die Möglichkeit in der Politik mitzumischen, unabhängig davon, ob Sie einer Partei beitreten oder als unabhängiger Politiker in der Kommunalpolitik tätig sein möchten. Wer diesen Schritt aber noch nicht gehen möchte, kann sich zuerst einmal mit Einreichung oder Mitzeichnung von Petitionen an den deutschen Bundestages beschäftigen. Im Internet-Portal des Petitionsausschusses auf „epetitionen.bundestag.de“ finden Sie alles, was dazu benötigt wird.

In der Politik mitmischen

Die Einreichung einer Eingabe (Petition) ist natürlich an Richtlinien gebunden. Egal ob es eine Bittschrift oder eine Beschwerde ist, inhaltlich muss dieses Anliegen von allgemeinem Interesse sein und deren Inhalt muss für eine sachliche und öffentliche Diskussion geeignet sein.

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Erfüllt eine Petition alle Voraussetzungen und wird sie dann im Petitionsausschuss öffentlich beraten, wird die einreichende Person (Petent) dieser Petition zur Beratung eingeladen. Hier kann er dann nochmals sein Anliegen persönlich den Abgeordneten vortragen.

Natürlich kann man mit der eigenen Stimme auch bereits aktuelle Petitionen unterstützen. Derzeit gibt es ungefähr 20 aktive Petitionen. Um sich die komplette Liste anzeigen zu lassen, wählen Sie auf der Startseite den Button „Aktuelle Petitionen“.

Wählen Sie aus der Liste die Petition aus, die Sie mit Ihrer Stimme unterstützen möchten. Zum Beispiel „Tierschutz – Verbot von Gewalt bei gewerblichem Training von Tieren“.

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Im nächsten Fenster wird der Inhalt sowie die Begründung der Petition angezeigt. Klicken Sie auf den Button „Petition mitzeichnen“ um sie zu unterstützen. Klicken Sie rechts neben der Petition auf die Beiträge, werden Sie zum Forum weitergeleitet, in dem Sie nach Herzenslust mit den anderen Teilnehmern über das ausgewählte Thema diskutieren können.

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Vor der Stimmabgabe werden Sie im nächsten Fenster aufgefordert, sich mit Ihren Zugangsdaten anzumelden. Sind Sie noch nicht registriert, können Sie das mit dem Button „Ich bin neu hier“ direkt im nächsten Schritt nachholen.

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Sehr positiv ist, dass dieses Portal sehr übersichtlich strukturiert ist und bei Bedarf Hilfetexte eingeblendet werden können. Außerdem fällt auf, dass hier nicht übermäßig das „Amtsdeutsch“ verwendet wird und alles sehr verständlich bleibt.

Alles in Allem ist der Internetauftritt des Petitionsausschusses sehr gut durchdacht, für jedermann gut verständlich und erleichtert den Einstieg des eigenen politischen Mitwirkens.

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Google Street View Einspruch/Widerspruch: Formular, Adressen, Ansprechpartner, Musterbriefe und Muster-E-Mails

Googles Straßen-Foto-Dienst „Google Street View“ steht in den Startlöchern. Und schlägt hohe Wellen. Datenschützer sind besorgt, dass Google ungefragt Privathäuser und Wohnungen fotografiert und ins Netz stellt. Wer das nicht möchte, kann bei Google Einspruch einlegen und Fotos des eigenen Hauses unkenntlich machen lassen. Wie zeigen, wie es geht.

Damit keine Fotos des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung ins Netz gestellt und mit Google Street View betrachtet werden können, können Sie bei Google Einspruch einlegen. Drei Wege sind möglich:

Einspruch/Widerspruch per Formular

Am einfachsten ist der Weg über das Einspruchsformular von Google Street View. Der Google-Street-View-Einspruch über das Formular ist bis zum 15.10.2010 möglich. Der Widerspruch/Einspruch per Formular funktioniert folgendermaßen:

1. Rufen Sie die Internetseite https://streetview-deutschland.appspot.com/submission auf.

2. Klicken Sie auf „Weiter“.

3. Auf der nächsten Seite geben Sie die Adresse des Gebäudes oder Grundstücks ein, das Ihnen gehört oder das Sie bewohnen und bei Google Street View verpixelt (unkenntlich gemacht) werden soll. Dann klicken Sie auf „Karte aktualisieren“, um die Adresse in der Karte anzuzeigen.

4. Ziehen Sie die roten Markierung mit gedrückter Maustaste mittig auf das Dach Ihres Hauses. Nur so kann Google Streetview genau erkennen, welches Gebäude verpixelt werden soll.

5. Da die Google-Streetview-Autos beim Fotografieren nicht immer die Hausnummern erfassen, geben Sie im unteren Teil des Formulars geben Sie weitere Details zum Gebäude an. Das ist wichtig, damit Ihr Haus genau identifiziert werden kann. Falls Sie das nicht möchte, kreuzen Sie das Kontrollkästchen „Ich möchte keine näheren Angaben zum Gebäude/Grundstück machen“ an. Klicken Sie auf „Weiter“.

6. Im letzten Schritt geben Sie in das Einspruch/Widerspruch-Formular Ihre E-Mail-Adresse und Ihren Namen an, und wählen Sie die Option „Brief an die Adresse des unkenntlich zu machenden Gebäudes/Grundstückes schicken“. Füllen Sie das Feld „Sicherheitsabfrage“ aus, und schicken Sie den Einspruch/Widerspruch per Klick auf „Einreichen“ ab.

Das war’s fast. Um Missbrauch zu vermeiden und damit Unbefugte nicht jedes beliebige Haus angeben können, schickt Google schickt Ihnen per Briefpost einen Verifizierungscode zu. So sieht der Brief zur Verifizierung im Original aus:

Sobald Sie nach einigen Tagen den Brief erhalten, rufen Sie die im Brief angegeben Internetseite auf und geben den Verifizierungscode ein. Der Einspruch/Widerspruch ist damit abgeschlossen – Ihr Haus wird bei Google Street View unkenntlich gemacht.

Einspruch/Widerspruch per E-Mail

Falls Ihnen der Weg über das Einspruch-/Widerspruch-Formular zu kompliziert ist oder das Formular nicht mehr verfügbar ist (weil zum Beispiel die Einspruchsfrist 15.10.2010 verstrichen ist), können Sie den Einspruch auch per E-Mail einreichen. Schreiben Sie eine E-Mail an die Adresse

streetview-deutschland@google.com

Als Mail-Text verwenden Sie folgendes Muster:

———————————–
Sehr geehrte Damen & Herren,

hiermit widerspreche ich der Aufnahme, auf jeden Fall aber der Wiedergabe, von Abbildern meines Hauses in ihrem Dienst Google-Streetview. Betroffen ist die Anschrift [Straße Hausnummer] in [PLZ Ortsname],

Mit freundlichen Grüßen,
Name
———————————–

Einspruch/Widerspruch per Brief

Sie können auch schriftlich per Briefpost gegen eine Veröffentlichung bei Google Street View Einspruch einlegen. Die Postadresse von Google lautet:

Google Germany GmbH
betr.: Street View
ABC-Straße 19
20354 Hamburg

Als Brieftext verwenden Sie zum Beispiel folgenden Mustertext:

———————————–
Widerspruch gegen Veröffentlichungen durch den Internetdienst Google Street View

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich der Speicherung und Veröffentlichung von Abbildungen meines/des von mir bewohnten Hauses durch den Internetdienst Google Street View.

Es handelt sich um das Gebäude/die Liegenschaft:

[Straße Hausnummer]
[PLZ Ortsname]

Diese Daten dürfen nur zur Bearbeitung des Widerspruchs verwendet werden. Einer Nutzung oder Verarbeitung zu anderen Zwecken widerspreche ich ausdrücklich.

Bitte bestätigen Sie den Eingangs und die Berücksichtigung meines Widerspruchs.

Mit freundlichen Grüßen

[Unterschrift]
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