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Prepaid-Handykarten sind bald nicht mehr anonym erhältlich

Die in der Vergangenheit gestiegene Terrorgefahr hat demnächst auch Auswirkungen auf den Verkauf von Prepaid-Telefonkarten. Der Kauf von Telefonkarten auf Guthabenbasis wird ab dem 01. Juli 2017 komplizierter und zeitaufwendiger.

Ausweiskontrolle bereits beim Kauf

Ab diesem Stichtag muss jede Person, die eine Prepaid-Karte erwerben will, ihren Personalausweis, oder ein anderes, geeignetes Ausweisdokument vorlegen. Bei der Aktivierung der SIM-Karte wird die Identität dann nochmals überprüft.

Änderung § 111 TKG

Grund für diese Erschwerung ist die Verabschiedung des Anti-Terror-Paketes, dass den massenhaften Kauf von anonymisierten Telefonkarten durch Terroristen und Kriminelle verhindern soll. Geregelt ist dies im Paragrafen 111 TKG.

Ausweiskontrolle ist schwierig umzusetzen

Wie die neuen Bestimmungen von Discountern und Onlinehändlern umgesetzt werden, ist noch nicht definitiv bekannt. Auch der Verkäufer Nummer eins, der Aldi-Konzern, schweigt sich diesbezüglich noch aus. Andere Verkaufsstellen denken über separate Kassenbereiche mit entsprechend geschultem Personal nach.

Sinnvoll oder nur Augenwischerei?

Ob die Verschärfung des Verkaufs von Prepaid-Karten die gewünschte Sicherheit bringen wird, darf bezweifelt werden, da die Regelung nur Deutschland betrifft. Einige europäischen Länder, wie beispielsweise Belgien, haben ebenfalls ihre Bestimmungen verschärft, aber nicht alle.

Das schafft in Deutschland nur eine scheinbare Sicherheit, das eigentliche Problem wird nur in andere Länder verlagert. Bei uns wird die Verschärfung des Verkaufs von Prepaid-Karten wohl eher eine Erhöhung von Ausweis- und Handy-Diebstählen nach sich ziehen.

Und die internationalen Terroristen wird dies wohl kaum vor unlösbare Probleme stellen. Dann kommen die Handy-Karten halt aus Übersee. Ein Selbstmord-Attentäter wird sich vermutlich keine Gedanken darüber machen, ob ihn ein Gespräch 3 Cent, 10 Cent oder 2 Euro kostet…

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Excel Hardware & Software Office

Excel ab Version 2010: Für ein beliebiges Datum blitzschnell die richtige Kalenderwoche herausfinden

In fast jedem (analogen) Kalender sind auch die Kalenderwochen eingetragen. Die Crux ist aber, das die Wenigsten einen solchen Kalender in Papierform haben. Auch ein Klick auf die Datums- und Uhrzeit-Anzeige in der Taskleiste des Computers bringt meist keine Klarheit. Aber über Excel lässt sich blitzschnell die richtige Kalenderwoche zu einem beliebigen Datum ermitteln.

Um eine Kalenderwoche zu berechnen, startest du Excel und tippst in eine beliebige Zelle (z. B. B5) das gewünschte Datum ein.

Anschließend gibst du in eine andere, beliebige Zelle folgende Funktion ein:

=Kalenderwoche(B5;21)

Bestätige die Formel mit der Taste [Eingabe] und die dazugehörige Kalenderwoche wird angezeigt.

Der Wert in der Klammer setzt sich aus zwei Parametern zusammen. Die Zellenbezeichnung (hier: B5) ist variabel und muss entsprechend deinen Vorgaben geändert werden. Der zweite Parameter, hinter dem Semikolon (21), bezeichnet den Wochenanfang, der bei uns mit dem Montag beginnt. Mit dem Wert 21 bist du auf jeden Fall auf  der sicheren Seite.

Kalenderwochen können auch mit einem anderen Wochentag beginnen. Dies wird durch die Eingabe der Werte 11-17 (Montag-Sonntag) geregelt. Beginnt die Kalenderwoche am Mittwoch, dann würde der Befehl wie folgt aussehen:

=Kalenderwoche(B5;13)

 

Info

In Europa gilt für die Berechnung von Kalenderwochen die Norm ISO 8601. Sie legt, neben dem Datumsformat und weiteren Bestimmungen auch fest, dass die Woche mit dem ersten Donnerstag eines Jahres als Kalenderwoche 1 bezeichnet wird.

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Auto Heim & Hobby

Seit Januar 2014: Die neuen Bestimmungen für den KFZ-Verbandkasten

Einen aktuellen Verbandkasten muss jeder Autofahrer in seinem Fahrzeug mitführen. Abgelaufene Verbandkästen, wie auch nicht vorhandene Ausrüstung ziehen bei einer Verkehrskontrolle ein Bußgeld nach sich, das zwischen 5 Euro und 25 Euro liegen kann. Daher sollten Sie regelmäßig prüfen, ob der Inhalt noch nicht abgelaufen ist. Zum 01. Januar 2014 ist die geänderte DIN 13164 in Kraft getreten und somit müssten Sie den Inhalt Ihres Verbandkasten ohnehin kontrollieren.

So sind beispielsweise Hautreinigungstücher, ein 14-teiliges Pflasterset und ein Verbandpäckchen in Kindergröße hinzugekommen, dafür sind andere Gegenstände weggefallen.

Ab dem 01. Juli 2014 besteht außerdem eine Mitführungspflicht für Warnwesten (Euro-Norm EN ISO 20471 oder EN 471). In Deutschland ist mindestens eine Weste pro Fahrzeug Pflicht, im europäischen Ausland teilweise für alle Insassen. 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bundesverbandes Medizintechnologie, www.bvmed.de.

verbandskasten-bvmed-din-13164-aenderung-2014-warnweste

Der Inhalt für den Verbandkasten DIN 13164 : 2014 lautet wie folgt:

  • 1 Inhaltsverzeichnis
  • 2 Hautreinigungstücher (nicht für offene Wunden)
  • 1 Verbandpäckchen DIN 13151, 6 cm x 8 cm
  • 2 Verbandpäckchen DIN 13151, 8 cm x 10 cm
  • 1 Verbandpäckchen DIN 13151, 10 cm x 12 cm
  • 1 Verbandtuch DIN 13152 (für Brandwunden), 40 cm x 60 cm
  • 1 Verbandtuch DIN 13152, 60 cm x 80 cm
  • 6 Wundkompressen, 10 cm x 10 cm
  • 2 Fixierbinden DIN 61634, 6 cm x 4 m
  • 3 Fixierbinden DIN 61634, 8 cm x 4 m
  • 2 Dreiecktücher DIN 13168
  • 1 Rettungsdecke, Mindestmaße 210 cm x 160 cm
  • 1 Schere DIN 58279
  • 4 Einmalhandschuhe DIN EN 455
  • 1 Erste-Hilfe-Broschüre
  • 1 Heftpflaster DIN 13019, 5 m x 2,5 cm

sowie einem 14-teiligem Pflasterset bestehend aus:

  • 4 Wundschnellverbände DIN 13019, 10 cm x 6 cm
  • 2 Fingerkuppenverbände
  • 2 Fingerverbände, 12 cm x 2 cm
  • 2 Pflasterstrips, 1,9 cm x 7,2 cm
  • 4 Pflasterstrips, 2,5 cm x 7,2 cm

Für eine Reise ins Ausland prüfen Sie am besten vorher,  ob Ihre Ausrüstung komplett ist. Beachten Sie dabei auch die Länder, durch die Sie nur hindurch fahren, um zu Ihrem Zielort/-land zu gelangen. In Extremfällen kann das Fehlen einer Warnweste in Belgien beispielsweise bis zu 1375 Euro kosten!!

Auf für Motorradfahrer lohnt sich ein vorheriger Check, denn in verschiedenen Ländern (z. B. Österreich) gilt auch eine Verbandkasten- und/oder Warnwesten-Pflicht.

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Lifestyle & Leben

Mückenatlas: Helfen Sie den Forschern herauszufinden welche Stechmücken uns plagen

Jedes Jahr wenn die Temperaturen wieder steigen, lassen sich auch die Mücken nicht lange auf sich warten. Manche Gebiete in Deutschland sind da mehr oder weniger betroffen. Die Anwohner der Rheinauen an Mittel- und Oberrhein werden jedes Jahr besonders geplagt. Hinzu kommen noch durch die Globalisierung eingeschleppte fremde Arten. Das Institut für Landnutzungssysteme des Leibniz-Zentrum für Argrarlandwirtschaftsforschung e.V. betreibt seit dem Jahr 2012 eine Studie über die Verbreitung und Veränderung des Mückenaufkommens. Die Projektbetreiber benötigen aber die Hilfe der Bevölkerung.

49 von 3500 Arten in Deutschland

Es gibt weltweit ungefähr 3.500 Stechmückenarten. Davon sind bei uns in Deutschland 49 Arten nachgewiesen worden. Da durch die Globalisierung eingeschleppte fremden Arten (Neozoen) teilweise eine Bedrohung für die einheimischen Arten darstellen, ist es nötig, sich einen Überblick zu verschaffen.

Vorbeugende Forschung ist wichtig

Da die Stechmücken auch als Krankheitsüberträger bekannt sind, ist es sehr wichtig zu wissen welche Mücke wo vorkommt. Aber keine Panik, in Europa sind bisher nur einige wenige Krankheiten auf diese Weise verbreitet worden. Weitere Informationen über den Projekthintergrund der Kartierung findet man auf der Webseite von „Mueckenatlas.de„.

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Wie können wir helfen?

Damit eine möglichst aussagekräftige Kartierung stattfinden kann, benötigen die Projektbetreiber von „Mueckenatlas.de“ viele Exemplare von Stechmücken. Dabei ist es besonders wichtig, intakte Tiere zu versenden. Denn nur so können die Art und verschiedene andere Merkmale festgestellt werden.

Also, nicht einfach platthauen und faxen, sondern wie folgt vorgehen:

Setzt sich eine Stechmücke auf Ihren Arm, oder eine andere Oberfläche, dann nehmen Sie einen Behälter (kleine Plastikdose, Streichholzschachtel, oder ähnliches) und fangen damit die Mücke. Dabei können Sie so viele Mücken fangen wie Sie möchten oder in das Behältnis passen. Achten Sie aber darauf, dass die Tiere nicht hinein gequetscht werden.

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Bevor die Stechmücken versendet werden können, müssen Sie noch abgetötet werden. Dazu stellen Sie den Behälter mit den Mücken bis zum nächsten Tag in das Gefrierfach.

In dieser Zeit füllen Sie das Formular aus, das Sie zusammen mit den gefangenen Mücken einsenden. Auf mueckenatlas.de/Content/Project/DownloadForm.aspx können Sie zwischen der Standardversion (ausdrucken und per Hand ausfüllen) oder die Version zur Bildschirmeingabe und anschließendem Druck auswählen.

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Neben den persönlichen Daten geben Sie auch die Fundortdaten ein, da auch Mücken aus freie Wildbahn (z. B. Wald, Feld, Freibad, etc.) eingesendet werden können und sollen. Idealerweise geben Sie auch die Koordinaten des Fundortes von Google Maps ein.

Da alle eingesandeten Funde in Listenform auf Mueckenatlas.de veröffentlicht werden, sollten Sie auch angeben, ob Sie Ihrer Namensnennung zustimmen oder nicht. Die Angabe eines Pseudonyms oder einfach nur die Nennung von Initialen ist ebenfalls möglich.

Senden Sie abschließend das Formular zusammen mit dem Mücken-Behälter (ausreichend frankiert) an folgende Adresse:

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V.
Institut für Landnutzungssysteme
AG für Medizinische Entomologie
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg

Aufwandsentschädigung für Ihre „Mühe“

Wie bei vielen Forschungsprojekten ist auch hier für die Einsendung keine Gegenleistung wie Aufwandsentschädigung vorgesehen. Ebenfalls die Bestimmung anderer Insekten nicht möglich und es wird gebeten, keine anderen Insekten einzusenden. Tragen Sie aber auf dem Einsendeformular Ihre E-Mailadresse ein, erhalten Sie im Gegenzug die Nennung der von Ihnen gefangenen Mückenart.