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Google Maps: Verhindern dass Google Suchverläufe und Standorte speichert

Dass auch Google Maps einen Such- und Standortverlauf für jeden User anlegt, dürfte kein großes Erstaunen auslösen. Nicht zuletzt unseren Datenschützern ist es zu verdanken, dass bei Google Funktionen zur Löschung von Verläufen und das Abschalten von Datenaufzeichnungen eingebaut werden mussten. Natürlich hat ein Suchverlauf auch seine Vorteile für den Nutzer. Man kann recht schnell auf bereits besuchte Webseiten und Orte zugreifen, die man sonst erneut suchen müsste. Wer aber trotz allem auf einen Google-Maps-Suchverlauf verzichten möchte, geht wie folgt vor:

Suchverlauf löschen

Öffne in deinem Browser Google-Maps und melde dich mit deinen Zugangsdaten an. Links oben klickst du auf das Drei-Balken-Symbol und wählst im Menü die Option Verlauf aus.

Dadurch öffnet sich die Seite Web- & App-Aktivitäten. Rechts oben über das Drei-Punkte-Icon gelangst du zu den Löschoptionen. Hier legst du in der Dialogbox fest, aus welchem Zeitraum die Suchanfragen gelöscht werden sollen. Zur Auswahl stehen neben Heute und Gestern, der Eintrag Erweitert mit den Optionen Die letzten vier Wochen und Immer zur Verfügung.

Nachdem du deine Auswahl getroffen hast, bestätigst du sie mit der Schaltfläche Löschen.

Standortverlauf deaktivieren

In der sogenannten Timeline (Zeitachse) werden alle besuchten Orte gespeichert und ein Bewegungsprofil von dir angelegt. Über die Webseite google.com/maps/timeline verhinderst du mit der Schaltfläche Standortverlauf pausieren die Aufzeichnung deiner Bewegungsdaten.

Bereits gespeicherte Daten werden dadurch aber nicht gelöscht. Dies erreichst du über das Zahnradsymbol rechts unten und dem Eintrag Gesamten Standortverlauf löschen.

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GPS-Schnüffeltool beim Smartphone abschalten

Die in Smartphones und Tablets eingebauten Ortungsdienste sammeln GPS-Daten um Bewegungsprofile von den Nutzern zu erstellen. Wie so oft, hat diese Technik Vor- und Nachteile. Für manche Apps, zum Beispiel für die Navigation, ist die Standortermittlung unverzichtbar. Trotzdem zeichnen viele Apps im Hintergrund unsere Bewegungsdaten auf. Die Sammelleidenschaft von iOS und Android kann über ein paar Systemeinstellungen schnell eingeschränkt werden.

iPhone

Bei iOS öffnest du die Einstellungen und tippst dort auf Datenschutz | Ortungsdienste | Systemdienste. Unter Häufige Orte schaltest du das Sammeln der Bewegungsdaten ab. Es empfiehlt sich, zusätzlich noch unter Systemdienste die Option Diagnose & Nutzung zu deaktivieren, damit keine Übermittlung von Diagnosedaten an Apple stattfindet.

Auch der Safari-Browser sollte keine  Cookies speichern. Schalte über Einstellungen | Safari | Cookies blockieren das Anlegen von Cookies aus.

Cloud-Backups speichern ebenfalls Bewegungsdaten, die es zu unterdrücken gilt. Da Datensicherungen aber sehr wichtig sind, kann du besser per iTunes eine lokale Sicherung deiner Daten vornehmen.

Das Cloud-Backup wird unter Einstellungen | iCloud | Backup deaktiviert. Möchtest du bereits gespeicherte Datensicherungen löschen (empfohlen), dann erledigst du das unter Einstellungen | iCloud | Speicher | Speicher verwalten | Backups.

Android

Auch bei dem Betriebssystem von Google, Android, wird die Übermittlung der Standortdaten über die Einstellungen vorgenommen. Im Gegensatz zu iOS ist der Weg wesentlich kürzer. Unter Einstellungen | Standort deaktivierst du für jeden Dienst das Anlegen von Bewegungsdaten. Ebenfalls solltest du bei deinem Webbrowser die Cookies deaktivieren.

Bereits gespeicherte Standort-Daten bearbeitest du am besten auf deinem PC. Rufe den Link https://www.google.com/settings/accounthistory?continue=https://history.google.com/history/ auf, melde dich mit deinen Zugangsdaten an, und bearbeite die Option Von Ihnen besuchte Orte. Hier befindet sich auch ein Schalter, mit dem der Ortungsdienst ganz abgeschaltet werden kann.

Hier in den Aktivitätseinstellungen kannst du übrigens auch alle anderen Verläufe, wie den der Google-Suche oder den der Sprachsuche, bearbeiten.

In diesem Zusammenhang kommt für dich vielleicht auch ein anonymes Account für dein Smartphone in Frage. Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

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Gezielte Beschneidung von Google-Rechten

Google speichert jede Menge Daten seiner User. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber es erstaunt einen immer wieder, wie viele Daten es sind und aus welchen unterschiedlichen Quellen sie stammen. So werden die Daten von Android-Tablets und -Handys, Suchanfragen über Google, Browserdaten und die Verläufe von YouTube zentral gespeichert. Die Macher aus Moutain View räumen uns aber auch einen gewissen Spielraum ein, mit dem wir etliche Dienste deaktivieren können.

Als erstes wird beim Anlegen eines Google-Kontos den Nutzern ein Google+ Profil aufgedrängt. Wer aber ohnehin schon ein Facebook-Account besitzt oder Google+ nicht nutzen will, der kann auch noch nachträglich das Google+ Profil entfernen.

Dazu rufst du nur die Webseite plus.google.com/downgrade auf. Gegebenenfalls muss du dich mit deinen Zugangsdaten anmelden. Am unteren Ende der Seite setzt du das Häkchen in die Checkbox Erforderlich und der Button Ausgewählte Dienste entfernen löscht dein Google-Plus-Profil unwiederbringlich.

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Aber Achtung!

Hiermit wird auch dein YouTube-Kanal, sofern du einen betreibst, gelöscht. Beide Dienste sind untrennbar miteinander verknüpft. Daher sollte man vor der Löschung alle Informationen dieser Seite lesen.

Bevor man aber eine so weitreichende Löschung veranlasst, sollte man erst einmal einen Blick in den Kontoverlauf werfen. Hier können verschiedene Dienste (vorübergehend) deaktiviert werden. Du erreichst den Kontoverlauf über die Seite google.com/settings/accounthistory.

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Hier befinden sich unter anderem vier der mächtigsten Google-Dienste:

  1. Suchanfragen und Browseraktivitäten
  2. Besuchte Orte
  3. YouTube-Suchverlauf
  4. YouTube-Wiedergabeverlauf

Die Datensammelwut dieser Dienste kann mit der Schaltfläche Pausieren gestoppt werden.

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Die Gesamtübersicht der gesammelten Daten wird mit dem Link Verlauf verwalten angezeigt und kann dann bearbeitet werden. In der Übersicht des Verlaufs können einzelne Einträge separat oder alles auf einmal gelöscht werden.

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Besondere Aufmerksamkeit sollte man dem Dienst Von Ihnen besuchte Orte zukommen lassen. Hier wird das Bewegungsprofil deines Android-Smartphones oder -Tablets aufgezeichnet.

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Wer nicht möchte, das täglich neue Bewegungsprofile angelegt werden, der sollte diesen Dienst auf jeden Fall abschalten und die Daten aus der Vergangenheit löschen.

Auch wenn diese Dienste nicht pausiert werden sollen, ist es ratsam, hin und wieder eine Datenbereinigung vorzunehmen. Die Daten des Verlaufs bleiben sonst monatelang abrufbar.

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Hardware & Software

Google Maps Schnüffelfunktion ausschalten: Eigene Bewegungen an Google schicken und beim Verkehrslage-Service mitmachen – oder lieber nicht?

Google Maps fürs iPhone und iPad ist da. Mit dabei ist natürlich die praktische Funktion „Verkehrslage“. Damit sehen Sie live auf der Google-Maps-Karte, ob und wie der Verkehr auf den Straßen fließt. Aber haben Sie sich schon mal überlegt, woher die Daten eigentlich kommen? Von Ihnen und Ihrem Smartphone. Google weiß genau, wo Sie sich befinden und wie schnell Sie sich auf den Straßen bewegen. Wem das suspekt ist, kann die Schnüffel- und Verfolgungsfunktion abschalten.

Der gläserne Google-Maps-Nutzer

Bei Google Maps für iOS können Sie zusätzlich die Verkehrslage einblenden. Hierzu tippen Sie unten rechts auf die Menüschaltfläche (drei kleine Punkte) und dann auf „Verkehrslage“.

Auf der Karte sehen Sie anschließend in Form von grünen, orangefarbenen oder roten Markierungen, ob der Verkehr auf dieser Straße rollt, stockt oder steht.

Google weiß, wo Sie gerade stecken und wie schnell Sie fahren

Doch woher kommen die Daten eigentlich? Die Antwort ist simpel: Von den tausenden und Millionen Nutzern von Google Maps. Google verfolgt einfach die Bewegungen von jedem Google-Map-User. Bewegt sich das Handy, fließt der Verkehr; bewegt es sich nicht, steht das Handy im Stau. Die Bewegungen der Handys verraten also den Verkehrsfluss auf den Straßen.

Standardmäßig ist die Schnüffelfunktion aktiviert, so dass jeder Google-Maps-User anhand seiner Bewegungen die Verkehrslage-Datenbank füttert. Beim ersten Start erscheint zwar eine Abfrage; das Kontrollkästchen „Helfen Sie unsm Google-Dienste wie den Verkehrsdienst zu verbessern“ ist aber standardmäßig aktiviert, und fast jeder klickt sofort auf „Akzeptieren und Weiter“, um die App zu starten.

Wer bereits die Zustimmung erteilt hat, kann Sie zwar nachträglich ändern; die passende Option dazu hat Google allerdings gut versteckt. So kommen Sie ran:

1. Starten Sie Google Maps, und tippen Sie oben rechts auf das kleine Männchen.

2. Dann tippen Sie oben rechts auf das Zahnrad.

3. Auf der nächsten Seite tippen Sie auf „Info, Datenschutz & Bedingungen“.

4. Tippen Sie auf „Nutzungsbedingungen & Datenschutz“.

5. Jetzt sehen Sie in der Zeile „Erfassung von Standortdaten“, ob Sie von Google beobachtet werden oder nicht. Um die Einstellung zu ändern, tippen Sie auf „Erfassung von Standortdaten“.

6. Wenn Sie nicht möchte, dass Google Ihre Bewegungen verfolgt und an die Google-Server schickt, schalten Sie hier die Option „Erfassung von Standortdaten aus“. Ab sofort bewegen Sie sich wieder anonym und unerkannt.

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Handy & Telefon iPhone Tipp des Tages

iPhone-/iPad-Bewegungsdaten schützen: Speichern von Standortdaten und Weitergabe der Positionsdaten und Bewegungsprofile deaktivieren

Datenschützer schlagen Alarm. Denn Apple sammelt und speichert Standortdaten. Eigentlich kein Problem, schließlich macht das jedes Mobilfunkunternehmen, um Handygespräche zum richtigen Handy durchzustellen. Die Krux bei Apple: Die Daten werden auf dem Handy gespeichert und lassen sich von jedermann auslesen. Die gute Nachricht: Die heimliche Datensammelei und die Weitergabe der Daten an Dritte lässt sich abschalten.

Big Brother: Wo war mein iPad oder iPhone in den letzten Wochen?

Erschreckend und überraschend zugleich: Jeder kann selbst nachvollziehen, wo das iPhone oder iPad sich in den letzen Wochen befunden hat. Auf dem Mac geht’s zum Beispiel so:

1. Laden Sie von der Webseite http://petewarden.github.com/iPhoneTracker den „iPhone Tracker“.

2. Synchronisieren Sie das iPhone oder iPad mit iTunes.

3. Starten Sie den iPhone Tracker. Da Programm durchsucht die Backupdateien von iTunes nach den Standortdaten. Wird der iPhone Tracker fündig, zeigt er in einer Grafik Ihr Bewegungsprofil. Die bunten Kreise zeigen, wo Sie (bzw. Ihr iPhone/iPad) wie oft waren.

iTunes-Backup: Positionsdaten per Kennwort schützen

Der freie Zugang zu den Positionsdaten ist ein gefundenes Fressen für Privatdetektive, eifersüchtige Ehegatten oder Einbrecher. Da die iTunes-Backups bei den meisten Anwendern ungeschützt auf dem Rechner liegen, kann jedermann die Bewegungsprofile einsehen.

Damit Unbefugte keinen Zugriff mehr auf die Positionsdaten erhalten, können Sie sich mit einem simplen Trick schützen: versehen Sie das iTunes-Backup einfach mit einem Kennwort. So geht’s:

1. Starten Sie iTunes, und schließen Sie das iPhone/iPad an den Rechner an.

2. Klicken Sie in der linken Spalte auf das iPhone/iPad.

3. Dann wechseln Sie ins Register „Übersicht“ und aktivieren die Option „iPhone-Backup verschlüsseln“. Geben Sie zweimal (ein möglichst sicheres) Kennwort ein, und klicken Sie auf „Kennwort festlegen“. Achtung: Mac-Rechner bieten die Möglichkeit, das Kennwort im Mac-Schlüsselbund zu speichern. Verzichten Sie auf die Speicherung, da ansonsten jeder Mac-Nutzer ohne weitere Kennwortabfrage auf die Backupdatei zugreifen könnte.

Wichtig: Durch das Kennwort wird nur das iTunes-Backup auf dem Rechner verschlüsselt – auf dem iPhone selbst liegt die Positionsdatenbank auch weiterhin in unverschlüsselter Form vor.

Ortungsdienste deaktivieren: Schnüffeln und Datensammeln unterbinden

Wer generell nicht möchte, dass das iPhone oder iPad die Standorte aufzeichnet und ein Bewegungsprofil anlegt, kann die Schnüffelfunktion ausschalten.

Hierzu deaktivieren Sie unter „Einstellungen | Allgemein | Ortungsdienste“ die „Ortungsdienste“, und bestätigen Sie die Auswahl mit „Deaktivieren“. Apps und das iPhone selbst dürfen den Standort dann nicht mehr ermitteln. Nachteil der Methode: Navigationssoftware und ortsbezogene Apps lassen sich nicht mehr vernünftig nutzen.

Opt-Out: Weitergabe der Ortsdaten verbieten

In einem weiteren Schritt können Sie Apple zumindest die Weitergabe der gesammelten Daten an Dritte untersagen, indem Sie ein sogenannte Opt-Out-Verfahren starten. So geht’s:

1. Starten Sie auf dem iPhone oder iPad den Safari-Browser, und rufen Sie folgende Adresse auf:

oo.apple.com

Die beiden Buchstaben „oo“ stehen dabei für Opt-Out.

2. Sie erhalten die Meldung „You have successfully Opted Out“; das bedeutet: Sie erhalten keine orts- und personenbezogene iAd-Werbung mehr, da Ihre Daten nicht mehr an Dritte (Werbetreibende) weitergegeben wird.