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Wie viele Anschläge pro Minute schaffst du?

Gemeint sind hier natürlich nur die Tastenanschläge beim Schreiben. Viele Sekretäre und Sekretärinnen werden bei einer Bewerbung an ihrer Tippgeschwindigkeit gemessen. Aber auch der normale PC-User sollte seine ungefähre Anzahl der Tastenanschläge kennen. Das 10-Finger-Adlersuchsystem gehört nun mal nicht zu den effektivsten Eingabemethoden. Natürlich gibt es auch für diesen Zweck einen zuverlässigen Onlinedienst mit dem passenden Namen 10FastFingers.

Wie flink sind deine Finger?

Die Webseite  10FastFingers.com werden im Textbereich unterschiedliche Wörter angezeigt, die abgeschrieben werden müssen. Der Test dauert nur 60 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit wird die Anzahl der Anschläge und Wörter pro Minute ermittelt. Auch Fehler werden gezählt und als solche im Ergebnis angezeigt.

Der Online-Test zur Ermittlung von Tastenanschlägen

Zum Starten rufst du die Webseite www.10fastfingers.com auf und klickst auf die Schaltfläche Start a Typing Test.

Deutsche Menüführung einstellen

Auf der nächsten Seite kannst du oben links die Menüführung auf Deutsch umstellen und mit dem grünen Button die Speedtest-Sprache auswählen. Derzeit sind 50 Sprachen, von Albanisch bis Thai, auswählbar.

Der Test startet, sobald du den ersten Buchstaben in das Textfeld eintippst. Nach Ablauf der Zeit wird das Ergebnis auf der Webseite angezeigt.

Ergebnis speichern oder mit Freunden teilen

Der Link Bildschirmfoto fertigt einen Screenshot des Ergebnisses im HTML-Format an, der anschließend gespeichert werden kann. Oder du teilst mit dem Facebook-Button das Ergebnis mit deinen Freunden.

Speedtest mit einer anderen Sprache wiederholen

Natürlich kannst du deine Tippgeschwindigkeit auch in anderen Fremdsprachen ermitteln. Das bringt dir vielleicht bei deiner nächsten Bewerbung den entscheidenden Vorteil.

Immerhin habe ich in meinem Test 40 Wörter mit 207 Anschlägen pro Minute geschafft.Und das mit „nur“ 5 Fehlern. Immerhin liege ich damit im Mittelfeld aller auf 10FastFingers.com registrierten User.

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Hardware & Software

SmartDeblur: Unscharfe und verwackelte Fotos schärfen mit mathematischen Tricks

Wie ärgerlich: da hat man im Urlaub das Foto seines Lebens geschossen – und es ist gnadenlos verwackelt. In solchen Fällen hilft das Gratistool „SmartDeblur“. Im Gegensatz zu den normalen Schärfewerkzeugen von Bildbearbeitungsprogrammen, die einfach nur die Kanten schärfen und Konturen nachzeichnen, setzt Smart Deblur auf pfiffige mathematische Methoden.

Unschärfe ist nur ein mathematisches Problem

Für die Entwickler von Smart Deblur ist Unschärfe lediglich ein mathematisches Problem. Wird beim Auslösen zum Beispiel die Kamera geschwenkt und das Bild dadurch unscharf, müssen Sie nur den Grad der Kameraschwenkung ermitteln – und schon wird das Foto durch Neuberechnung wieder schärfer. Das funktioniert nicht immer einwandfrei, aber erstaunlich oft. Zumindest ist es einen Versuch wert, aus einem scheinbar hoffnungslos verwackelten Foto wieder ein scharfes Bild zu machen.

Software gegen verwackelte Bilder

Um unscharfe Fotos mit dem Scharfmacher „Smart Deblur“ zu schärfen, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Laden Sie von der Webseite http://smartdeblur.net die Freeware „Smart Deblur“ herunter. Das Tool kommt ohne Installationsprogramm. Sie müssen die ZIP-Datei nur entpacken und dann per Doppelklick die Datei „SmartDeblur.exe“ starten.

2. Öffnen Sie über die Schaltfläche „Open“ das unscharfe Foto. Standardmäßig werden die Fotos auf maximal 1.000 Pixel Kantenlänge verkleinert. Möchten Sie auch größere Fotos schärfer machen, können Sie die Maximalgrenze im Register „Settings“ unter „Image size limit“ anpassen. Je größer das Foto, um so länger dauert allerdings die Berechnung.

3. Über den Regler „Kernel Size“ bestimmen Sie den Grad der Verwackelung. In den meisten Fällen können Sie den Regler unverändert lassen. Nur bei sehr stark verwackelten Fotos setzen Sie ihn höher.

4. Im Feld „Defect type“ können Sie den Grund der Verwackelung festlegen. Falls Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie ihn auf „Auto-detect blur“, um den Grund automatisch herauszufinden. Alternativ wählen Sie eine der drei Verwackelungsgründe:

  • Out of focus blur – Falsche Scharfeinstellung der Kamera. Statt des Hauptmotivs wurde zum Beispiel der Hintergrund scharf gestellt.
  • Motion blur – Die Kamera wurde während der Auslösung bewegt. Das passiert zum Beispiel, wenn die Kamera beim Herunterdrücken des Auslösers versehentlich auch nach unten gedrückt wird.
  • Gaussian blur – Absichtliche Unschärfe durch Anwendung von Unschärfefiltern in Bildbearbeitungsprogrammen. Mit dieser Methode können Sie zum Beispiel Gesichter wieder kenntlich machen, die zuvor durch den Gaußschen Unschärfefilter oder anderen Unschärfefiltern unkenntlich gemacht wurden.

In den meisten Fällen sorgt die automatische Erkennung für erstaunlich gute Ergebnisse  – allerdings dauert sie auch am längsten.

5. Optional können mit gedrückter Maustaste im Bild einen Rahmen um einen besonders unscharfen Bereich ziehen und damit die Automatik bei der Bildanalyse zu unterstützen.

6. Klicken Sie auf „Analyze Blur“, um die Schärfefunktion zu starten. Das dauert je nach Bildgröße einige Minuten. Das Ergebnis ist oft verblüffend.

7. Nach dem ersten Schärfen können Sie mit dem Regler „Smooth“ den Grad der Weichzeichnung nach dem Schärfen festlegen und mit „Apply new smooth“ aufs Bild anwenden. Ist das Bild zum Beispiel zu scharf, erhöhen Sie einfach den „Smooth“-Grad.

Die Technik und mathematischen Modelle dahinter

Übrigens: Die Technik zum mathematischen Schärfen nennt sich „Blind Deconvolution“. Wer sich für die mathematischen Grundlagen der intelligenten Schärfetechnik interessiert, findet auf der Seite yuzhikov.com/articles/BlurredImagesRestoration1.htm Informationen über die Theorien und mathematische Modelle. Das ist allerdings trockene Kost und nur für mathematisch Interessierte lesenswert.

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