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Google Glass? Nein Danke. Mit einem Skript Google Glass aus dem WLAN schmeißen und blockieren

Google Glass birgt jede Menge Zündstoff. Zu Recht. Die Cyberbrille, mit der sich unbemerkt Fotos schießen und Videos aufnehmen lassen, ist derzeit nicht besonders beliebt. Selbst in den USA nicht. Schließlich weiß man nie, ob die Google-Glass-Träger ohne zu fragen Leute fotografieren oder abfilmen. Als Außenstehender kann man nicht sehen, was der Google-Glass-Träger mit der Brille anstellt. Die gute Nachricht für alle Google-Glass-Gegner: Mit einem simplen Skript lassen sich Google-Glass-Brillen aus dem Netzwerk schmeißen.

Google Glass Blocker fürs WLAN

Entwickelt hat den Google Glass Blocker fürs WLAN der Berliner Entwicker Julian Oliver. Auf seiner Webseite stellt Oliver das Skript vor und stellt den Quellcode öffentlich zu Verfügung.

Das Prinzip des Google-Glass-Detektors ist simpel: Alle Google Glass Brillen sind über die MAC-Adresse identifizierbar; die MAC-Adresse ist praktisch der digitalte Fingerabdruck im Netzwerk. Und da die MAC-Adressen aller Google-Brillen mit der Zeichenfolge F8:8F:CA:24 oder F8:8F:CA:25 beginnen, lässt sich technisch ganz einfach feststellen, ob sich derzeit eine Google-Glass-Brille im WLAN befindet. Das Skript durchsucht das WLAN nach Glass-Brillen – und schmeißt die Brillen einfach aus dem Netzwerk raus.

Dabei muss einem das WLAN noch nicht einmal selbst gehören. Auch in Hotspots, etwa im Restaurant oder bei Freunden funktioniert das Skript. Man muss lediglich selbst mit dem WiFi-Netzwerk verbunden sein.

google-glass-blocker-blockieren-skript-wlan

Technisch funktioniert das Skript folgendermaßen: Es überprüft, ob sich im WLAN-Netzwerk ein Google Glass Brille befindet und signalisiert das mit einem Piepser. Dann wird mithilfe des Wardriving-Tools aireplay-ng ein Signal an die Google-Brille gesendet, dass die Brille sofort vom WLAN trennt. Benötigt wird für das Ganze nur ein Mini-Linux-System wie BeagleBone oder Rasperry Pi. Auf dem Mini-Linux-Rechner müssen lediglich die Tools beep, arp-scan und aircrack-ng installiert sein.

Das Wired-Magazin berichtet, dass Julian Oliver bereits an einer verschärften Version arbeitet, die verhindert, dass Glass-Brillen sich mit anderen Netzen oder dem Smartphone des Besitzers verbindet. Und selbst wenn Google die MAC-Adressen der Glass-Brillen ändert, dürfte eine kleine Anpassung des Skripts reichen, um auch die neuen Glass-Versionen aus den WLAN-Netzen zu schmeißen.

Google ist sich der Problematik der Glass-Brillen übrigens bewusst. Nicht zuletzt weil Google-Glass-Träger bei den Mitmenschen anecken, hat Google eine „Sei kein Glasshole“-Kampagne (frei übersetzt: Sei kein Brillenarsch) gestartet und einen Knigge für Cyberbrillen-Träger herausgebracht. Aber vielleicht sorgt das Anti-Glass-Skript ja dafür, dass die Google-Brillen – wenn sie dank Rauswurf-Skript nicht mehr mit dem Netz verbunden sind – in Restaurants und Kinos von selbst in die Tasche gesteckt werden.

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Skype ohne Werbung: Lästige Werbung in Skype entfernen – So geht’s

Das Telefonie- und Chatprogramm Skype gibt’s von Microsoft kostenlos. Der einzige „Preis“, den man zahlen muss, sind kleine Werbeeinblendungen im Skype-Fenster. Aber auch wird man mit einem Trick los. Wir zeigen, wie Skype ab sofort ohne lästige Werbung funktioniert.

Skype-Werbung ausblenden

Damit’s funktioniert, muss man etwas tiefer in die Trickkiste greifen und in den Windows-Einstellungen die Verbindung zu den Werbe-Servern unterbrechen. Das geht folgendermaßen:

1. Zuerst Skype beenden.

2. Dann bei Windows 7 das Startmenü öffnen, den Befehl cmd eingeben und mit der rechten Maustaste auf cmd.exe und dann auf Als Administrator ausführen klicken. Bei Windows 8/8.1 geht’s mit der Tastenkombination [Windows-Taste][X] und dem Befehl Eingabeaufforderung (Administrator) klicken.

skype-werbung-deaktivieren-ausschalten-entfernen

3. Im Fenster der Eingabeaufforderung anschließend folgenden Befehl eingeben und mit [Return] ausführen:

notepad  drivers\etc\hosts

skype-werbung-deaktivieren-ausschalten-entfernen-2

4. Es erscheint der Windows-Editor mit der Datei hosts, in der sich Internetadressen „umbiegen“ lassen. Hier am Ende der Datei folgende Zeilen ergänzen:

127.0.0.1 rad.msn.com
127.0.0.1 live.rads.msn.com
127.0.0.1 ads1.msn.com
127.0.0.1 static.2mdn.net
127.0.0.1 g.msn.com
127.0.0.1 a.ads2.msads.net
127.0.0.1 b.ads2.msads.net
127.0.0.1 ac3.msn.com

Danach die Datei mit dem Befehl Datei | Speichern sichern. Damit wird der Zugriff auf Adresse wie rad.msn.com (über die normalerweise die Werbe-Server von Skype erreichbar sind) blockiert, indem alle Zugriffe auf die Ad-Server an die Adresse 127.0.0.1 geleitet werden. Und hinter 127.0.0.1 steckt nichts anderes als der eigene Rechner.

skype-werbung-ausblenden-abschalten-ausschalten

5. Wichtig ist jetzt noch, den DNS-Cache zu leeren, da sich hier drin mitunter noch die richtige IP-Adresse des Werbe-Servers zwischengespeichert ist. Zum Löschen des DNS-Caches geben Sie ins Fenster der Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein:

ipconfig /flushdns

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Das war’s. Ab dem nächsten Start gibt es in Skype keine Werbung mehr. Sollten die Werbebanner trotzdem wieder sichtbar sein, müssen Sie wie in Schritt 6 beschrieben nur den DNS-Cache noch einmal leeren.

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„Touchpad Blocker“ für Alle: So blockieren Sie automatisch während des Schreibens Ihr Touchpad

Das Problem mit dem Touchpad eines Notebooks ist so alt wie die Notebooks selber. Man berührt es während des Tippens mit dem Handballen und der Cursor springt an eine andere Stelle im Text. Kommt das häufig vor, muss das Schriftstück immer wieder korrigiert werden. Das kostet viel Zeit und Nerven. Mit einem kleinen Tool wie dem „Touchpad Blocker“ lassen sich diese Probleme schnell beseitigen.

Bereits im Mai 2013 berichteten wir in unserem Artikel „Touch Freeze: Automatisch das Touchpad des Notebooks beim Schreiben abschalten“ über diese Probleme. Das Tool „Touch Freeze“ ist aber leider nicht mit allen Laptops kompatibel. Meistens klappt das nur mit Geräten von HP, Sony und Dell.

Funktioniert Ihr Gerät mit „Touch Freeze“ nicht, oder möchten Sie dieses Tool gar nicht erst ausprobieren, dann greifen Sie am besten direkt zum „Touchpad Blocker“ und laden das Programm auf der Webseite www.touchpad-blocker.com kostenlos herunter.

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Nach der Installation startet das Programm sofort und wird mit dem Infobereich der Taskleiste verknüpft. Im Programmfenster des „Touchpad Blocker“ lassen sich verschiedene Einstellungen vornehmen. Im Aufklappmenü der Option „Time interval to block clicks“ können die Zeiten der Touchpadblockierung angepasst werden. Insgesamt stehen zehn Zeitintervalle von 0,1 Sekunden bis zu 3 Sekunden zur Verfügung.

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Normalerweise reicht aber der Standardintervall von 0,5 Sekunden aus. Die Ein- und Abschaltfunktion des „Touchpad Blocker“ ist hier ebenfalls im Bereich „Keyboard shortcuts“ aktiviert. Ein- und Ausschalten lässt sich das Tool mit der Tastenkombination [Strg][F9].

Ab sofort werden keine versehentlichen Berührungen des Touchpads Ihren Cursor an eine ungewollte Stelle versetzen.