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Internet & Medien

Vodafone will Unitymedia für 18,4 Milliarden Euro kaufen

Was in den vergangenen Tagen zuerst als Gerücht durch die Medien ging, ist nun offiziell bestätigt worden. Vodafone will sich Unitymedia für einen zweistelligen Milliardenbetrag einverleiben.

Der größte Deal der letzten fünf Jahre

Am 09. Mai 2018 bestätigte Vodafone in einer Mitteilung, dass neben dem deutschen Geschäftsbereich des Mutterkonzerns Liberty Global auch die tschechischen, ungarischen und rumänischen Bereiche übernehmen will.

Für den deutschen Kabelfernsehmarkt würde das bedeuten, dass Vodafone ihn komplett kontrolliert. Daher müssen die Kartellbehörden dem Deal noch zustimmen. Mitte 2019 soll die Übernahme dann komplett abgeschlossen sein.

Riesenvorteil für Vodafone

Für Vodafone wäre die Übernahme mehr als vorteilhaft, da es schon einige Zeit mit Gigabit wirbt, meist aber nicht mehr als 500 MBit umsetzen kann.

Da ist Unitymedia mit ihrer Gigabit-City Bochum schon um Längen weiter.

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Hardware & Software Software

C64, Atari Jaguar und Co.: Neuer Spaß mit alten Spielen

Kennen Sie noch die alte Brotkiste Commodore 64, den Atari Jaguar oder den Atari ST? Diese ersten Computer für den Heimgebrauch, die Anfang der 1980er Jahre in die Geschäfte kamen, waren ein riesiger Erfolg. Sie revolutionierten nicht nur die private Textverarbeitung, sondern auch die Freizeitgestaltung. Das Daddeln per Computer zog in viele Haushalte ein. Spiele wie Bomberland, Mollusk Redux oder Fortress of Narzod raubte vielen Eltern den letzten Nerv. Mit der Entwicklung neuer leistungsfähigerer Soft- und Hardware sind diese Spiele und auch die Computer fast komplett verschwunden. Die gute Nachricht ist aber: Das Internet vergisst nichts.

Eine der letzten Bastionen dieser Retro-Games ist das britische Entwicklerstudio RGCD. Sie entwickeln für die alten Systeme neue Spiele und sorgen auch dafür, dass die alten Spiele auf den heutigen Rechnern laufen.

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Damit die Vintage-Spiele auch richtig laufen, benötigt man zusätzlich den C64-Emulator Vice. Dieser ist kostenlos im Web erhältlich, zum Beispiel bei Chip.de.

Im RGCD-Video-Kanal bei Vimeo kann man sich vorab auch ein paar Spiel-Ausschnitte ansehen.

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Auf der Webseite von RGCD finden Sie nicht nur Ballerspiele, auch die beliebten Jump´n Run-Games stehen zur Verfügung.

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Hardware & Software

„Unknackbare“ Verschlüsselungen sind in naher Zukunft doch möglich

Bei den ganzen Abhör- und Spionageskandalen, die im Laufe des letzten Jahres ans Tageslicht gekommen sind, mag man schon fast verzweifeln. Es gibt zwar auch etliche Gegenmaßnahmen, die man als „Ottonormal-User“ anwenden kann, über die wir auch schon berichtet haben. Auch bei der Nutzung von  E-Mail-, Chat- oder einer Sprachverschlüsselung, ein Sicherheitsgefühl stellt sich aber trotzdem nicht ein. Hoffnungsvoller lässt sich da mit einer Entdeckung der britischen Lancaster University in die Zukunft schauen.

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Herz-Lungen-Funktion als Vorbild

Deren Physiker haben bei der Beobachtung der Herz-Lungen-Funktion entdeckt, dass diese Organe mit einer variablen Zeitverzögerung des Sauerstofftransportes arbeiten.

Diese Zeitverzögerung, eine nichtlineare Herz-Lungen-Funktion, konnte vom Physics Department der Lancaster University, bestehend aus Dr. Tomislav Stankovski, Professor Peter McClintock, Professorin Aneta Stefanovska und Dr. Robert Young, in ein mathematisches Modell für die elektronische Kommunikation übertragen werden.

Die neue Verschlüsselung erzeugt unendlich viele Codes

Diese Methode ermöglicht eine unendliche Anzahl von geheimen Schlüsseln, die zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden können. Ein einzelner Schlüssel soll beispielsweise in der Lage sein, mehrere unterschiedliche Datenströme digitaler Geräte abzusichern. Hierzu wird derzeit für jede Übertragung eines Gerätes eine separate Verschlüsselung verwendet.

Hacker und die NSA bleiben ausgesperrt

Nach eigenen Angaben der Forschungsgruppe ist dieses Verfahren extrem resistent gegen Störungen, Zufallsschwankungen und „Rauschen“, damit kriminelle Hacker und Spionagedienste keine Zugangsmöglichkeiten finden.

Bleibt nur abzuwarten, wann diese Verschlüsselungsmethode einsatzbereit ist und ob sie auch für uns „normale“ User verfügbar sein wird.

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Hardware & Software

Daten per Rechtsklick unwiederbringlich löschen

Wenn sensible Daten von einem Computer gelöscht werden, sollten sie auch so gelöscht werden, dass sie nicht mehr wiederhergestellt werden können. Spezialisten könnten sonst mit professioneller Software die gelöschten Daten wieder sichtbar machen. Den Papierkorb leeren, ist da keine sichere Lösung. Die bietet aber die kostenlose Software „Eraser“. Damit lassen sich Daten schon per Rechtsklick unwiederbringlich löschen.

Beim „normalen“ Löschvorgang wird im wesentlichen nur der Schutz vor Überschreibung deaktiviert. Unlesbar werden die Daten nur dann, wenn sie mehrfach überschrieben werden. Genau das macht die Software „Eraser“ schon beim ersten Mal.

Download und Installation

Um die Software „Eraser“ herunterzuladen, rufen Sie die Webseite www.eraser.heidi.ie/download.php auf, klicken auf den Link „Eraser 6.0.10.2620“ im Bereich „Stable Builds“. Folgen Sie anschließend den Download-Anweisungen.

Nach erfolgtem Download ist „Eraser“ direkt einsatzbereit.

Löschen von Daten

Markieren Sie die zu löschende Datei mit einem Rechtsklick und wählen Sie im Kontextmenü „Eraser | Erase“ aus. Hierbei ist aber zu erwähnen, dass keine Sicherheitsnachfrage, wie man sie von Windows kennt, erfolgt.

Klicken Sie auf „Erase“, ist die Datei für immer weg.

Mit einer Meldung der Taskleiste wird die erfolgreiche Löschung quittiert.

Standardmäßig ist beim „Eraser“ die Löschmethode „Gutmann 35 passes“ eingestellt. Insgesamt stehen aber insgesamt 13 Löschmethoden zur Verfügung.

 

Weitere Funktionen

„Eraser“ kann aber noch mehr. Beispielsweise lässt sich zu einem festgelegten Zeitpunkt der Inhalt eines Ordner löschen. Aber auch die Erstellung eines regelmäßigen Löschvorgangs ist möglich. Hier lässt sich beispielsweise der Inhalt des Papierkorbes ebenfalls unwiederbringlich löschen, egal ob dieser bereits geleert wurde. Und das geht so:

Starten Sie das Programm „Eraser“, klicken Sie auf den Pfeil der Schaltfläche „Erase Schedule“, und wählen Sie im Kontextmenü die Option „New Task“.

Im neuen Dialogfenster wählen Sie im Register „Task“ den Task-Type „Recurring“ für einen regelmäßigen Löschvorgang. Optional können Sie dem Task noch einen Namen vergeben.

Mit „Add Data“ öffnen Sie das Fenster „Select Data to Erase“. Wählen Sie die Löschmethode aus, aktivieren Sie ganz unten die Option „Recycle Bin“ (Papierkorb), und bestätigen Sie die Änderungen mit „OK“.

Möchten Sie dagegen die Inhalte eines anderen Ordners löschen, beispielsweise die „Downloads“, aktivieren Sie die Option „Files in Folder“ und navigieren mit „Browse“ zum gewünschten Speicherort. Entfernen Sie auf jeden Fall das Häkchen vor der Option „Delete Folder if empty“, um zu verhindern dass der leere Ordner auch entfernt wird. Mit „OK“ bestätigen Sie die Auswahl und kehren zum vorigen Dialogfenster zurück.

Im Register „Schedule“ legen Sie die Zeit fest, wann der Löschvorgang durchgeführt werden soll. Mit „OK“ bestätigen Sie den gewählten Zeitplan.

Im Startbildschirm des Tools werden jetzt alle aktiven Tasks angezeigt.

Bei Bedarf können die Tasks mit einem Doppelklick geöffnet und bearbeitet werden.