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Laufwerksgeschwindigkeit exakt bestimmen

Im Windows Explorer unter der Option Dieser PC kann man sich die Laufwerks-Eigenschaften per Rechtsklick anzeigen lassen. Hier wird auch die Laufwerksgeschwindigkeit aufgelistet. Dieser Wert ist aber nur annähernd richtig. Die exakte Lese- und Schreibgeschwindigkeit ist an anderer Stelle ermittelbar.

Die genauen Werte kann man sich mit einem PowerShell– oder Kommandozeilen-Befehl schnell und einfach anzeigen lassen.

Klicke mit der rechten Maustaste auf den Startbutton und rufe die Option PowerShell (Administrator) auf.

Anschließend tippst du für die Messung der Lesegeschwindigkeit folgenden Befehl ein, der mit [Eingabe] bestätigt werden muss:

„winsat disk -seq -read -drive c“

Die Angaben zur Geschwindigkeit (in Mbyte/s) werden in der Zeile angezeigt, die mit Disk Sequential beginnt.

Für eine Messung der Schreibgeschwindigkeit verwendest du anstelle des Parameters -read das Kommando -write. Da sich in der Befehlszeile Leerzeichen befinden, dürfen die Anführungszeichen am Anfang und am Ende des Befehls nicht fehlen.

Hinweis: In oben genanntem Beispiel wurde die Geschwindigkeit von Laufwerk C: gemessen. Bei anderen Laufwerken mit abweichenden Laufwerksbuchstaben muss das Kommando -drive c entsprechend angepasst werden.

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Windows-Eingabeaufforderung transparent machen

Standardmäßig erscheint das Fenster der Eingabeaufforderung und Powershell in schwarz oder dunkelblau. Zudem verdeckt es andere geöffnete Programmfenster. Mit einem kleinen Trick lässt sich dieses Fenster transparent gestalten.

Ist die Eingabeaufforderung oder die Powershell geöffnet, drückst du die Tastenkombination [Strg][Umschalt] und stellst mit dem Mausrad die gewünschte Transparenz ein. Wird das Programmfenster geschlossen, wird die Transparenz automatisch wieder auf den Standardwert zurückgestellt.

Möchtest du eine permanente Durchsichtigkeit des Powershell-Fensters erreichen, dann klicke mit der rechten Maustaste auf die Fensterleiste und öffne im Kontextmenü die Eigenschaften. Über den Schieberegler im Register Farben lässt sich die Deckkraft stufenlos festlegen. Mit dem Button OK speicherst du die Änderung.

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Windows 10: Kommandozeile direkt im aktuellen Verzeichnis starten

In der Regel ist beim Arbeiten mit der Eingabeaufforderung die Navigation zu einem bestimmten Zielverzeichnis mit dem Befehl cd (change directory) recht langwierig. Bei langen Pfaden ist neben der Tipperei auch die Gefahr etwas falsch zu schreiben nicht zu unterschätzen. Mit einem Trick öffnest du die Kommandozeile direkt im betreffenden Verzeichnis, ohne nerviges Tippen und ohne Schreibfehler.

Rufe im Windows-Explorer das zu bearbeitende Verzeichnis auf, tippe in der Adresszeile einfach den Befehl cmd ein, und bestätige die Eingabe mit [Enter]. Daraufhin öffnet sich die Kommandozeile direkt an dieser Stelle.

Noch einfacher und ohne Befehlseingabe geht das aber auch. Drücke im Dateiexplorer die Tastenkombination [Strg][L] und bestätige den Vorgang mit [Enter].

Das Öffnen der Kommandozeile in einem Verzeichnis funktioniert auch bei Windows 7. Allerdings nur mit dem Befehl cmd. Aber das ist immer noch besser als der „normale“ Weg.

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Windows: Systeminformationen blitzschnell auslesen und speichern

Nicht nur bei Computerproblemen benötigt man wichtige Systeminformationen. Auch beim Wechsel von Hardware (z. B. Sound- oder Grafikkarten) ist es vorteilhaft, wenn man diese Informationen zur Hand hat. Die Systeminformationen lassen sich schnell in einer Textdatei speichern und bei Bedarf ausdrucken.

Um an die gewünschten Informationen zu kommen, öffnest du die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten.

Bei Windows 10 klickst du dazu mit der rechten Maustaste auf das Windowssymbol in der Taskleiste. Bei anderen Windows Betriebssystemen kannst du auch in das Suchfeld Eingabeaufforderung eingeben und in der Ergebnisliste den gleichnamigen Eintrag über das Kontextmenü mit Administratorrechten starten.

Dann tippst du den Befehl systeminfo>c:\systeminfos.txt ein und startest den Vorgang mit der [Eingabe]-Taste. Eventuell dauert es ein wenig, bis die Daten als Textdatei zur Verfügung stehen.

Wahlweise kannst du auch einen anderen Pfad als C:\ eintragen und der Textdatei ebenfalls einen anderen Namen geben.

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Session Hijacking: Mit ein paar Klicks Windows-Benutzerkonten übernehmen

Bei Computern die von mehreren Personen genutzt werden, kann man die Sitzung eines angemeldeten Benutzerkontos mit wenigen Klicks und ohne Passwort übernehmen.

Sogar die Übernahme von Benutzerkonten mit Administratorrechten ist möglich. Alles was man dazu benötigt, ist eine Eingabeaufforderung mit System-Rechten.

Eingabeaufforderung mit Systemrechten

Ein „schnödes“ Admin-Konto reicht hierfür nur dann aus, wenn das Kennwort des Kontos, das übernommen werden soll, bekannt ist.

Die Freischaltung von Systemrechten ist nur mit einem zusätzlichen Tool möglich. Wie das funktioniert, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Angemeldete Nutzer identifizieren

Nachdem du eine Verknüpfung der Kommando-Zeile mit Systemrechten auf deinem Desktop erstellt hast, öffnest du sie und prüfst mit dem Befehl query user welche Benutzer auf dem Rechner angemeldet sind.

In der Spalte Benutzername werden nun alle angemeldeten Konten angezeigt. Der Eintrag in der ersten Reihe mit dem Sitzungsnamen console ist dein eigener. An diesen Eintrag wird das gekaperte Konto gesendet.

Sitzung kapern

Für das Hijacking benötigst du neben dem Übernahmebefehl, die zugehörige ID-Nummer (z. B. Nummer 4) des betreffenden Kontos.

Der komplette Befehl zur Übernahme lautet wie folgt:

tscon 4 /dest:console

Die Zahl 4 ist variabel und steht für die ID-Nummer des Kontos, das übernommen werden soll. Der Parameter dest: bezeichnet dein Konto, an das der Zugriff gesendet wird.

Nachdem der Kaper-Befehl mit [Enter] bestätigt wurde, erhältst du nun den Zugriff auf das gewünschte Benutzerkonto. Hier kannst du nun zum Beispiel die Einstellungen ändern und auch alle anderen Daten einsehen oder bearbeiten.

Hinweis:

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Kaperung eines Benutzerkontos ohne Wissen des Nutzers strafrechtliche Folgen nach sich ziehen kann. Es ist vielmehr ein Fernwartungstool und ist auch nur als solches anzuwenden.

Der Befehl funktioniert mit allen Betriebssystemen ab Windows XP und Windows Server.

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Systemrechte bei Windows freischalten

Ein wesentlicher Bestandteil des Schutzmechanismus bei Windows ist die Vergabe unterschiedlicher Rechte. Der einfache Nutzer hat die wenigsten Rechte und ein Account mit Administrator-Rechten besitzt schon sehr viele Befugnisse. Und über dem Administrator steht dann noch der Nutzer System. Um dir Systemrechte zu verschaffen, benötigst du ein kleines Microsoft-Tool, das nicht zusammen mit Windows ausgeliefert wird.

Dieses kleine Tool namens PsExec ist ein Teil der Programmsammlung PsTools, die du dir auf der Webseite von Microsoft kostenlos herunterladen kannst. Nach dem Download der ZIP-Datei entpackst du die Sammlung PsTools in einem beliebigen Verzeichnis.

Bitte beachte beim Einsatz von Systemrechten, dass bei Unachtsamkeit großer Schaden an deinem Rechner entstehen kann. Wir empfehlen daher die Erstellung einer Verknüpfung der Eingabeaufforderung mit Systemrechten, damit nicht jedes Programm automatisch mit Systemrechten ausgeführt wird.

Kommandozeilen-Verknüpfung erstellen

Öffne die Programmsammlung PsTools, markiere mit der rechten Maustaste das Tool PsExec, und klicke dann auf Senden an | Desktop (Verknüpfung erstellen).

Öffne nun die Dialogbox Eigenschaften der neuen Verknüpfung per Rechtsklick-Menü und wechsle in die Registerkarte Verknüpfung. Im Bereich Ziel ergänzt du den Pfad um die Parameter -i -s -d cmd.exe und bestätigst die Änderung mit dem Button Übernehmen. Achte darauf, das diese Ergänzung mit einer Leertaste vom übrigen Pfad getrennt eingegeben wird.

Prinzipiell ist die Verknüpfung mit Systemrechten fertig erstellt und kann verwendet werden. Wenn dir das Icon nicht gefällt, kannst du dir über die Schaltfläche Anderes Symbol ein passenderes Symbol aussuchen.

Abschließend klickst du dann auf den Button Erweitert und aktivierst die Einstellung Als Administrator ausführen. Bestätige alle offenen Dialogfenster mit OK, damit die Verknüpfung auf deinem Desktop erstellt wird.

Systemrechte testen

Um sicher zu gehen, dass die Verknüpfung tatsächlich Systemrechte besitzt, startest du sie mit einem Doppelklick und gibst den Befehl whoami ein, den du mit [Enter] ausführst. Die Bestätigung nt-autorität\system zeigt dir an, dass diese Eingabeaufforderung die gewünschten Systemrechte besitzt.

Alles Programme die über diese Eingabeaufforderung gestartet werden, erhalten nun ebenfalls Systemrechte. Bitte überlege lieber zweimal, ob wirklich alle Rechte notwendig sind.

PsExec ist mit allen Windows Betriebssystemen ab XP und Windows Server 2003 kompatibel.

Tipp

Unter Windows 10 kannst du dir auch eine Eingabeaufforderung mit Systemrechten vor dem Login erstellen, um beispielsweise Viren zu entfernen, die Login und/oder Administratorrechte deaktiviert haben. Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

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Bei Windows 10 die streikende Suchfunktion reparieren

Dass Windows Programme und Tools ihren Dienst, aus meist unerfindlichen Gründen, schon mal einstellen, ist ja hinlänglich bekannt. Natürlich kann so ein unerwartetes Verhalten auch bei der Suchfunktion unter Windows 10 vorkommen. Das ist zwar ärgerlich, kann aber mit wenig Aufwand schnell behoben werden.

Zwei unterschiedliche Varianten können separat oder nacheinander angewendet, das Problem lösen und die Suchfunktion wieder in Gang setzen.

Reparatur per Powershell

Der erste Weg führt über PowerShell, dass als Bordmittel bei Windows 10 integriert ist. Du findest das Tool Windows PowerShell über dein Startmenü.

Klicke die App mit der rechten Maustaste an und starte PowerShell mit Administratorrechten.

Als nächstes tippst du folgenden Befehl in die Kommandozeile ein:

Get-AppXPackage | Foreach {Add-AppxPackage -DisableDevelopment Mode -Register „$($_.InstallLocation)\AppXManifest.xml“\}

Bestätige mit der Taste [Enter] den Befehl, der dann die Windows-Standard-Apps neu einrichtet. Nach ein paar Minuten führst du dann einen Computer-Neustart durch und prüfst, ob die Suchfunktion wieder normal arbeitet.

Windows Dienste prüfen

Der zweite Problemlöser ist die Kontrolle der Windows Dienste, unter die auch die Suchfunktion fällt.

Du öffnest mit der Tastenkombination [Windows][R] das Fenster Ausführen, tippst den Befehl services.msc ein und bestätigst mit dem Button OK.

Im Programmfenster der Windows Dienste suchst du nun den Eintrag Windows Search, klickst ihn mit der rechten Maustaste an und wählst im Kontextmenü die Eigenschaften aus.

Überprüfe auf der Registerkarte Allgemein, ob der Starttyp auf Automatisch (verzögerter Start] oder auf Automatisch steht. Gegebenenfalls änderst du die Einstellungen entsprechend und speicherst die Änderung mit OK.

Danach sollte die Windows Suche wieder ordnungsgemäß funktionieren.

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Windows 10: Kommandozeilen-Verknüpfung im Kontextmenü wieder herstellen

Mit dem letzten großen Windows 10 Update, Redstone 2 oder auch Creators Update genannt, habt sich einiges geändert. Einige Funktionen und Features sind hinzugekommen, andere sind dafür entfernt worden. Entfernt wurde auch der Kontextmenüeintrag der Eingabeaufforderung. Er wurde nicht aus dem Betriebssystem entfernt, nur unsichtbar gemacht. Glücklicherweise kann man sich den Eintrag wieder zurückholen.

Seit Windows XP konnte die Eingabeaufforderung mit dem Shortcut [Umschalt][Rechte Maustaste] ganz bequem über das Kontextmenü gestartet werden. Seit dem letzten Windows 10 Update ist dieser Befehl durch PowerShell ersetzt worden. Offensichtlich soll dies mal der Nachfolger der Kommandozeile werden.

Um den alten Kommandozeilen-Befehl wieder in das Kontextmenü zurück zu holen, ist ein Eingriff in die Registry erforderlich. Du öffnest sie mit der Tastenkombination [Windows][R] über das Fenster Ausführen und dem Befehl regedit.

Navigiere dann zu folgendem Schlüssel:

HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shell\cmd

Im Verzeichnis cmd befindet sich der Eintrag HideBasedOnVelocityId, der umbenannt werden muss. Da er aber geschützt ist und sich nicht ohne weiteres ändern lässt, musst du erst die Berechtigungen des Ordners cmd anpassen.

Berechtigungen anpassen

Dazu klickst du mit der rechten Maustaste auf den Ordner cmd und wählst Berechtigungen aus. Im Dialogfenster Berechtigungen für „cmd“ klickst du auf den Button Erweitert und dann im Bereich Besitzer auf den Link Ändern.

In der nächsten Dialogbox legst du im Feld des zu verwendenden Objektnamen den neuen Besitzer ein. Er setzt sich aus dem Namen deines Rechners und dem betreffenden Benutzernamen zusammen (z. B.: Computer1\Thorsten). Ein Klick auf die Schaltfläche Namen überprüfen zeigt an, ob die Eingabe korrekt ist. In diesem Fall wird der gesamte Name unterstrichen angezeigt.

Mit OK bestätigst du die Eingabe und kehrst damit zum vorigen Dialogfenster zurück. Hier wählst du dann den Eintrag der Administratoren aus, klickst auf den Button Bearbeiten und aktivierst den Vollzugriff. Bestätige abschließend alle offenen Dialogfenster mit OK.

Eintrag umbenennen

Nun kannst du den Eintrag HideBasedOnVelocityId im Verzeichnis cmd umbenennen. Es reicht vollkommen aus, den Namen geringfügig durch ein vorangestelltes Zeichen (z. B. Stern oder Raute) zu ergänzen.

Damit wurde der Befehl Eingabeaufforderung hier öffnen nur in das Kontextmenü des Windows Explorers (Ordnerverwaltung) eingefügt.

Drei Änderungen sind notwendig

Insgesamt drei Einträge des Wertes HideBasedOnVelocityId müssen nach diesem Vorbild umbenannt werden.

Der zweite Eintrag ist für den Desktop verantwortlich. Ihn findest du hier:

HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\Background\shell\cmd

Die dritte und letzte Änderung wird in HKEY_CLASSES_ROOT\Drive\shell\cmd vorgenommen und fügt den Kommandozeilenbefehl in das Kontextmenü des Laufwerksbuchstaben ein.