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Ist dein Windows 8/10 Rechner zu langsam? So wird er wieder schneller.

Jeder Computer wird mit der Zeit etwas langsamer. Der Eine etwas schneller, bei dem anderen dauert Verlust von Geschwindigkeit länger. Windows 8.1 ist in dieser Hinsicht besonders negativ aufgefallen. Da hilft auch das kostenlose Upgrade auf Windows 10 wenig. Jedenfalls nicht in dem Maße, wenn man vorher das alte System  nicht ein wenig aufräumt. Mit den nachfolgenden Arbeitsschritten kann man aber die Geschwindigkeit in beiden Betriebssystemen wesentlich verbessern.

Frühjahrsputz für PC

Als erste Maßnahme steht die Entfernung von alten, nicht mehr benötigten Dateien und Dateiresten, sowie die Reparatur von fehlerhaften Registry-Einträgen. All dies ermöglicht das Tool CCleaner von Piriform mit wenigen Mausklicks. Eine Anleitung findest du in diesem Artikel.

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System optimieren

Auch im Betriebssystem selbst kann man etwas für eine bessere Geschwindigkeit tun. In diesem Fall sind es die Festplatten-Optimierung (Defragmentierung), sowie das Deaktivieren des virtuellen Arbeitsspeichers. Dieser ist eine Auslagerungsdatei auf deiner Festplatte, die Windows in der Regel selbst verwaltet, wenn der Platz im eigentlichen Arbeitsspeicher knapp wird.

Diese zusätzlichen Zugriffe auf die Festplatte bremsen die Performance des Prozessors aus. Um die Festplatten-Optiomierung durchzuführen, startest du den Windows Explorer, klickst im Verzeichnisbaum auf Dieser PC und anschließend mit der rechten Maustaste auf den Eintrag Lokaler Datenträger (C:).

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Im Kontextmenü wählst du dann noch die Eigenschaften aus. Im nachfolgenden Dialogfenster gelangst du über das Register Tools und dem Button Optimieren zur Dialogbox Laufwerke optimieren. Markiere die Systemfestplatte und starte die Analyse und Defragmentierung mit der Schaltfläche Optimieren. Je nach Datenmenge kann dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Nachdem die Optimierung abgeschlossen ist, können die Dialogfenster geschlossen werden und du kehrst zum Windows Explorer zurück.

Virtuellen Arbeitsspeicher abschalten

Mit einem Rechtsklick auf Dieser PC öffnest du das Kontextmenü und wählst Eigenschaften aus. Im nächsten Fenster gelangst du über den Link Erweiterte Systemeinstellungen zum Dialog der Systemeigenschaften. Im Register Erweitert und der Schaltfläche Einstellungen öffnest du das Unterfenster Leistungsoptionen. In der Kategorie Visuelle Effekte kannst du dich unter vier Optionen für verschiedene Optimierungseinstellungen entscheiden.

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Abschließend rufst du in diesem Dialog das Register Erweitert auf und klickst im Bereich Virtueller Arbeitsspeicher auf Ändern.

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Dann entfernst du den Haken bei der Einstellung Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten und aktivierst die Option Keine Auslagerungsdatei. Dann nur noch mit OK bestätigen und einen Computer-Neustart durchführen, damit die Änderungen wirksam werden.

Ab sofort sollte der Computer spürbar schneller arbeiten.

Tipp:

Anstelle eines großen, virtuellen Arbeitsspeichers sollte man den physischen Arbeitsspeicher erweitern. Meist sind bei Desktop-Computer nur 4 GB und bei Notebooks 2GB RAM eingebaut. Neue RAM-Riegel kosten nicht die Welt. Zusätzliche 4 GB liegen bei ca. 30 Euro für den Desktop und bei 50 Euro für Notebooks.

Übrigens funktioniert die Systemoptimierung mit der Funktion Defrag und das Entfernen des virtuellen Arbeitsspeichers auch bei Windows 7.

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Windows-10-Spionage auf einen Schlag verhindern

Windows 10 „telefoniert“ nach Hause. Mit mehr als 30 eingebauten Features sammelt Windows 10 die unterschiedlichsten Daten und meldet sie an die Microsoft-Zentrale in die USA. Darunter befinden sich Daten, die zur Weiterentwicklung und Verbesserung von Windows dienen, aber auch sensiblere und persönliche Daten. Jeder Nutzer muss letztendlich selber entscheiden, wieviel Daten er preisgeben möchte. Viele kostenfreie Tools bieten hierfür ihre kompetente Hilfe an. Wie zum Beispiel O&O ShutUp10.

Der Software-Entwickler O&O ist bisher bekannt für sein Defragmentierungs- und Optimierungs-Tool O&O Defrag. Jetzt wurde das Anti-Spy-Programm O&O ShutUp10 für Windows 10 veröffentlicht.

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Lade das Tool (ZIP-Datei) auf der Webseite von O&O herunter und entpacke es in deinem bevorzugten Verzeichnis. O&O ShutUp10 ist ohne Installation lauffähig.

Du startest es mit einem Doppelklick auf die OOSU10.exe. Auf einen Blick werden nun alle Datensauger aufgelistet und können über die Schalter manuell deaktiviert werden.

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Damit du nichts Systemrelevantes abschaltest, bietet das Programm Tipps und Empfehlungen zu den aufgelisteten Diensten an, um die Sicherheit deines Computers nicht zu gefährden. Eine Erklärung der Hilfesymbole erhälst du über die Schaltfläche Hilfe.

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Über den Button Aktionen lassen sich die unterschiedlich markierten Empfehlungen entsprechend ändern.

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Aber Achtung: Etliche Windows-Funktionen erfordern eine Datenweitergabe an Microsoft. Werden deren Datenströme unterbunden, sind sie unter Umständen nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionsfähig. Hier musst du dann entscheiden, ob die Privatsphäre den Nutzen des Windows-Programms aufwiegt.

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Die Festplatte schneller machen durch Defragmentierung

Festplatten werden mit der Zeit immer langsamer. Das ist bei jeder Festplattes so und lässt sich nicht vermeiden. Die Ursache: Durch das ständige Speichern und Löschen entstehen auf dem Datenträger Lücken zwischen den Dateien – so, als würden Sie aus einem vollen Bücherregal einzelne Bücher entfernen. Kommt wieder eine neue Datei hinzu, die nicht in die Lücke passt, wird sie kurzerhand zerstückelt und ein Teil hier und ein Teil woanders gespeichert – als würden Sie die Lücken des Bücherregals mit zerstückelten Büchern bestückt.

Das hört sich dramatisch an, ist für die Festplatte aber grundsätzlich kein Problem. Sie weiß genau, wo die Bruchstücke liegen und kann sie beim Öffnen Stück für Stück wieder zusammensuchen und als Ganzes öffnen. Allerdings kostet das Zusammensuchen eine Menge Zeit. Je mehr Bruchstücke existieren, umso länger dauert das Laden und Speichern von Dateien. Die Folge: Die Festplatte wird langsamer. Fachleute sprechen von Fragmentierung, da die Dateien nicht mehr zusammenhängend, sondern als Fragmente auf der Platte vorliegen. Dagegen können Sie erfreulicherweise etwa tun. Das Zauberwort heißt Defragmentierung.

Defragmentierung: Dateifragmente wieder zusammenfügen

Windows verfügt über ein eingebautes Defragmentierprogramm, das auf der Festplatte für Ordnung sorgt und sie wieder schneller macht. Bildlich gesprochen sammelt es die Dateifragmente ein und setzt sie wieder zu einer Komplettdatei zusammen.

Wenn auf Ihrem Rechner noch das alte Windows XP installiert ist, sollten Sie etwa einmal im Monat eine Defragmentierung vornehmen. Bei Windows 7 oder Windows 8/8.1 ist das nicht notwendig, da neue Windows-Versionen die Optimierung automatisch etwa einmal wöchentlich durchführt. Die Defragmentierung lässt sich aber auch manuell anstoßen – und zwar so:

1. Bevor es ans Defragmentieren geht, sollte man die Festplatte aufräumen und überflüssige Dateien löschen. Dazu gibt es bei Windows 7 und 8 die Datenträgerbereinigung. Wie diese bei Windows 7 funktioniert, steht im Tipp „Dateileichen finden„, für Windows 8 im Tipp „Windows 8 aufräumen„.

2. Nach dem Bereinigen geht es weiter mit dem Defragmentieren. Dazu starten Sie den Windows-Explorer mit dem Befehl Start | Alle Programme | Zubehör | Windows-Explorer oder der Tastenkombination [Windows-Taste][E].

3. Im Explorer klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Festplatte – zum Beispiel Lokaler Datenträger (C:) – und wählen den Befehl Eigenschaften.

4. Wechseln Sie in das Register Extras bzw. Tools.

5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Jetzt defragmentieren; bei Windows 8 auf Optimieren.

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6. Im nächsten Fenster markieren Sie das Laufwerk, das Sie optimieren möchten – beispielsweise (C:).

7. Klicken Sie im unteren Teil des Dialogfensters auf die Schaltfläche Überprüfen bzw. Datenträger analysieren, bei Windows 8/8.1 auf Analysieren.

8. Windows untersucht die Festplatte und prüft, wie viele und welche Dateien als Fragmente vorliegen. Wenn die Fragmentierung über 5% liegt, sollten Sie die Festplatte defragmentieren. Liegt die Fragmentierung unter 5% ist noch keine Optimierung notwendig.

9. Um die Festplatte aufzuräumen, klicken Sie auf die Schaltfläche Datenträger defragmentieren, bei Windows 8/8.1 auf Optimieren. Windows beginnt sofort, die Dateien neu zu sortieren und wieder an einem Stück zu speichern. Im Statusfenster können Sie den Fortschritt verfolgen. Sie müssen nicht unbedingt auf das Ende der Defragmentierung warten, sondern können wie gewohnt mit dem Computer weiterarbeiten. Der Rechner ist dann zwar langsamer, für normale Büroanwendungen oder das Surfen im Internet reicht es aber allemal.

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Festplatten defragmentieren: Mehrere Laufwerke gleichzeitig optimieren

Damit der Rechner schnell bleibt, kümmert sich Windows selbständig um die sogenannten Defragmentierung der Festplatte. Etwa einmal pro Woche werden die Festplatten automatisch optimiert. Profis reicht das nicht aus – sie legen lieber selbst Hand an und starten die die Defragmentierung manuell. Mit folgendem Trick können sogar mehrere Laufwerke gleichzeitig optimieren.

Mehrere Festplatten in einem Rutsch defragmentieren

Wer sich selbst um die Defragmentierung kümmern möchte, kann im Explorer die Optimierung manuell starten. Dazu im Explorer mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk klicken, den Befehl Eigenschaften aufrufen und im Register Tools auf Optimieren klicken. Anschließend das Laufwerk auswählen und mit Optimieren die Defragmentierung starten. Nachteil der Methode: es lässt sich immer nur ein Laufwerk optimieren.

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Mit einem Trick lassen sich in einem Rutsch gleich mehrere Festplatten gleichzeitig defragmentieren und optimieren, und zwar so:

1. Starten Sie die das Befehlsfenster, indem Sie das Startmenü öffnen und Suchfeld cmd eingeben. Danach klicken Sie in der Trefferliste mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung und dann auf Als Administrator ausführen. Bei Windows 8 müssen Sie den Suchbegriff direkt über die Tastatur eingeben, oder Sie starten die Suche mit der Tastenokombination [Windows-Taste][Q].

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2. Im Fenster der Eingabeaufforderung geben Sie anschließend den Befehl

defrag

gefolgt von den gewünschten Laufwerken sowie dem Zusatz /M ein. Ein Beispiel: Um die Laufwerke C:, D: und E: gleichzeitig zu optimieren, lautet der Befehl:

defrag c: d: e: /M

Starten Sie die Optimierung durch Drücken von [Eingabe].

3. Die Defragmentierung wird auf allen angegeben Laufwerken gestartet und im Hintergrund ausgeführt, erkennbar an den Meldungen „Defragmentierung wird aufgerufen“. Die eigentliche Defragmentierung erfolgt im Hintergrund.

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Game Booster: Die letzten Leistungsreserven des Computers zum Spielen ausreizen

Wenn es nach dem Willen der Computerspiel-Industrie gehen würde, müssten wir uns jedes Jahr mindestens ein- bis zweimal neue Hardware, wie Grafik-Karten oder ähnliches kaufen, um den immer höher werdenden Systemanforderungen Stand zu halten. Natürlich wird man früher oder später neue Hardware kaufen müssen, bis dahin kann man aber das eigene System optimieren um mehr Leistung aus dem Rechner zu kitzeln. Der einfachste und komfortabelste Weg heißt „Game Booster“.

Volle Power während des Spiels

Dieses kostenlose Tool von der Firma „IObit“ schaltet nicht systemrelevante Hintergrunddienste und Programme auf Knopfdruck ab und schaltet sie nach Beendigung des Spiels wieder ein. So werden zusätzliche Prozessor- und Arbeitsspeicherkapazitäten freigegeben. Zusätzliche Programm-Features, wie verfeinerte Mauseinstellungen und Schnell-Defragmentierungen der installierten Spiele und Spielverzeichnisse, sorgen für kürzere Ladezeiten und flüssigeres Gaming.

Darüber hinaus erkennt der „Game Booster“ automatisch die bereits vorhandenen Spiele und die Computer-Hardware. Für letztere können Sie auch deren Treiber auf dem Laufenden halten.

„Game Booster 3“ ist kostenlos im Web erhältlich, zum Beispiel bei „Chip.de“. Klicken Sie auf diesen Link, um direkt zur Download-Seite zu gelangen. Über die Schaltfläche „Download“ wird das Programm heruntergeladen und installiert. Folgen Sie einfach den Installationsanweisungen.

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Nach der Installation starten Sie den „Game Booster“ mit einem Doppelklick auf das Desktop-Symbol. Vor dem ersten Einsatz nehmen Sie über den Button „Einstellungen“ die Auswahl der zu beendenden Dienste und Programme vor.

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In insgesamt vier Rubriken…

  1. Prozesse
  2. Unnötige Dienste
  3. Fremddienste
  4. Gemischtes

…können Sie nun Prozesse und Hintergrunddienste auswählen, die während des Spiels ausgeschaltet werden sollen. Bestätigen Sie die Auswahl mit dem Button „Übernehmen“.

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Mit der Schaltfläche „Gehe zum Booster“…

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…und dem großen Knopf „Boost“ erhalten Sie eine Übersicht die Leistungssteigerung.

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Mit dem Link „Gehe zur Spielbox“ gelangen Sie in die Spiele-Übersicht zurück. Zum Spielstart markieren Sie das gewünschte Spiel und starten es zusammen mit dem „Game Booster“ per Klick auf „Boost & Start“. Weitere, nicht in der Spielbox enthaltenen Spiele können per Drag & Drop hinzugefügt werden.

Im Hauptbildschirm des Game Booster gibt es neben dem Register „Gamebox“ noch zwei weitere Register:

  • Diagnose
  • Extras

Mit der Diagnosefunktion finden und identifizieren Sie Schwachstellen Ihres Rechners. Der Report kann auch zum Forum hochgeladen werden, wo er von Experten analysiert wird und Lösungen vorgeschlagen werden.

Mit den Unterfunktionen des Registers „Extras“ lassen sich weitere Optimierungen vornehmen. Mit „Tweaks“ wird der Rechner nochmals beschleunigt…

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…“Defrag“ sorgt mit der Optimierung des vom Spiel belegten Speicherplatzes für kürzere Ladezeiten…

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…und mit „Treiber“ bleibt die eingebaute Hardware auf dem neuesten Stand.

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Die enthaltenen Features aktivieren nicht nur Leistungsreserven, sondern schalten auch nervige Request-Fenster ab.

Alles in Allem ist der Game Booster ein nützliches Tool um ältere und/oder leistungsschwächere Computer zu optimieren. Wenn allerdings alle Beschleunigungs- und Optimierungsversuche nichts mehr nützen, sollte man über eine Neuanschaffung nachdenken.

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Windows 7, Vista und XP: Mehr Speicherplatz auf der Festplatte schaffen und gleichzeitig SSD-Festplatten schonen

Selbst die größte Festplatte wird irgendwann zu klein. Gut, dass sich bei jeder Festplatte zusätzlicher Speicherplatz freischaufeln lässt. Eine regelmäßige Datenträgerbereinigung und -optimierung (Defragmentierung) sorgt mit wenigen Klicks für mehr Speicherplatz. Das ist aber noch nicht alles. Windows 7, Vista und XP enthalten eine eigene Komprimierungsfunktion, mit der Sie je nach Datentyp bis zu zwei Drittel mehr an zusätzlichem Speicherplatz erhält.

Mehr Platz dank Komprimierung

Dank Komprimierung sparen Sie nicht nur Speicherplatz auf Ihrer Festplatte, sondern minimieren zudem noch Lese- und Schreibzyklen von SSD-Speicherplatten. Eine praktische Sache, da SSD-Festplatten nur eine begrenzte Anzahl Schreibzyklen durchhalten. Beim Komprimieren werden die Dateien – wie beim „Zippen“ oder Packen – automatisch von Windows verkleinert und belegen danach nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Speicherpatzes. Wird die Datei benötigt und zum Beispiel eine Word-Datei geöffnet, entpackt Windows sie automatisch.

Keine Sorge: Nach dem Komprimieren stehen alle Daten weiterhin zur Verfügung. Bei älteren oder langsameren Computern dauert der Zugriff auf die komprimierten Daten etwas länger. Bei neuen Rechnern fällt diese Verzögerung kaum ins Gewicht.

Tipp: Vor der Komprimierung einer Festplatte oder externen HDD ist eine „Defragmentierung“ des Datenträgers empfehlenswert. So werden die  vorhandenen Daten vorher „sortiert“ und der Speicherplatz der Festplatte optimiert. Das Tool „Defragmentierung“ finden Sie in der „Computerverwaltung“ der Systemsteuerung.

Komprimierung im Explorer

Um die komplette Festplatte zu komprimieren (das geht problemlos im laufenden Betrieb) und Speicherplatz zu sparen, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Starten Sie mit der Tastenkombination [Windows-Taste][E] den Window-Explorer.

2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk, dessen Inhalt Sie komprimieren möchten, und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl „Eigenschaften“.

3. Im nächsten Fenster kreuzen Sie das Kontrollkästchen „Laufwerk komprimieren, um Speicherplatz zu sparen“ an, und klicken auf OK.

4. Wählen Sie die Option „Änderungen für Laufwerk C:, Unterordner und Dateien übernehmen“, und klicken Sie auf OK. Die Sicherheitswarnung bestätigen Sie mit einem Klick auf „Fortsetzen“.

Windows beginnt anschließend mit dem Komprimieren der Dateien. Das kann je nach Festplattengröße mehrere Stunden dauern. Sie können währenddessen wie gewohnt mit Windows weiterarbeiten. Auch ein Neustart ist nicht erforderlich.

Komprimierung mit dem „compact“-Befehl

Alternativ zur Explorer-Variante können Sie die Komprimierung auch über die Kommandozeile durchführen:

1. Mit der Tastenkombination [Windows][R] öffnen Sie das Fenster „Ausführen“ , geben in die Eingabezeile den Befehl

cmd

ein und klicken auf „OK“.

2. Im nächsten Fenster geben Sie dann zum Komprimieren des Laufwerks C: folgenden Befehl ein und drücken anschließend auf [Enter]:

compact c/ s/ i/ c:*.* 

Die Komprimierung des Laufwerks „C:“ erfolgt sofort. Natürlich kann „C:“ durch andere Laufwerksbuchstaben (zum Beispiel „D:“) ersetzt werden, um weitere interne, oder auch externe Festplatten zu komprimieren.

Wie viel Platz spare ich?

Durch das Komprimieren ganzer Ordner oder Laufwerk sparen Sie eine Menge Speicherplatz. Wie viel genau, erkennen Sie im Windows-Explorer. Generell sind alle komprimierten Dateien und Ordner blau markiert. Wenn Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken und den Befehl „Eigenschaften“ aufrufen, erfahren Sie aufs Byte genau, wie viel Speicherplatz Sie sparen. Die Zeile „Größe“ verrät, wie groß die Datei in normaler, unkomprimierter Form ist. In der Zeile „Größe auf dem Datenträger“ steht, wie viel Speicherplatz die Datei nach dem Komprimieren tatsächlich auf dem Datenträger belegt. In der Regel liegt die Ersparnis zwischen 30% und 70%.

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Mit Bordmitteln auf die Schnelle Festplattenspeicher freigeben

Wenn der Festplattenspeicherplatz mal bedrohlich knapp wird, dann lassen sich Programme und sogar das Betriebssystem kaum noch richtig betreiben. Häufig treten solche Probleme auf, wenn man mit dem Notebook unterwegs ist. In diesem Fall lässt sich Bordmitteln, ohne zusätzliche Benutzereingaben eine Festplattenbereinigung starten, die es ermöglicht, zumindest einigermaßen vernünftig arbeiten zu könnnen.

Ist man dann wieder zu Hause oder im Büro, sollte der Laptop gründlich untersucht und nicht mehr notwendige Dateien und Programme gelöscht oder ausgelagert werden.

Diese „schnelle“ Festplattenbereinigung sortiert und komprimiert Daten, ähnlich wie es das Programm „Defrag“ auch macht. So werden in ein paar Minuten wieder etwas mehr Speicherplatz generiert. Und so einfach ist es:

Öffnen Sie den Dialog „Ausführen“ mit der Tastenkombination [Windows][R], geben Sie in das Textfeld den Befehl

cleanmgr /verylowdisk

ein, und klicken Sie auf „OK“.

Der Cleaning-Prozess startet sofort und zeigt in einem Statusfenster den Fortschritt an.

Nach Abschluss der Festplatten-Prüfung wird in der Ergebnismeldung angezeigt, wieviel Speicher freigegeben wird.

Außerdem werden Sie gefragt, ob Sie noch mehr Speicherplatz freigeben wollen. Wenn Sie mit „Ja“ bestätigen, werden Sie automatisch zum Ordner „Software“ der Systemsteuerung weitergeleitet und können dort nicht mehr benötigte Programme deinstallieren.

Bestätigen Sie die Nachfrage mit „Nein“, wird nur der durch die Festplattenbereinigung ermittelte Speicherplatz freigegeben und die Meldung wird geschlossen.

Nun sollte das ganze System wieder etwas flüssiger laufen. Aber denken Sie daran, bei der Rückkehr den Rechner auf überflüssigen Ballast zu prüfen und diesen zu entfernen.

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Windows 7 und Vista Aufgabenplanung: Leistung steigern und Wartungsaufgaben reduzieren

Bei Windows laufen im Hintergrund im Durchschnitt 50-100 Prozesse, die verschiedenste Wartungsaufgaben erledigen. Sie werden automatisch gestartet oder bei bestimmten Situationen ausgeführt. Bei prozessorintensiven Programmen wie zum Beispiel bei Grafikprogrammen oder bei Spielen kann es daher zu Leistungseinbrüchen kommen und das Programm kann sogar abstürzen. Nicht benötigte Wartungsaufgaben sollte man daher für eine permanente Rechner-Höchstleistung deaktivieren.

Windows ist zwar so programmiert, dass es viele Prozesse im Leerlauf ausgeführt werden, aber das gilt meist nur für die eigenen Programme und nicht für die von Drittherstellern. Zum Beispiel die Updater von Google, DivX oder Java sind von dieser Leerlaufsteuerung nicht betroffen.

Zwar kann man mit dem klassischen „msconfig“ oder auch mit einem externen Programm wie „Soluto“ oder „GameBooster“ Hintergrundprozesse komfortabel abschalten, aber alle Prozesse werden auch hier nicht immer erkannt.

Daher ist eine manuelle Deaktivierung von Prozessen der sicherste Weg. So bekommt man außerdem auch noch einen Eindruck über den Umfang aller Hintergrundprozesse. So funktioniert’s:

1. Klicken Sie auf den „Windows“-Button, geben Sie in das Suchfeld „Aufgabenplanung“ ein, und drücken Sie die [Enter}-Taste.

2. Im Fenster „Aufgabenplanung“ klicken Sie im linken Navigationsbereich auf die Schaltfläche „Aufgabenplanungsbibliothek“. Hier sind im oberen, mittleren Bildschirmbereich schon einige Hintergrundprozesse wie der „Google Updater“ aufgeführt.

3. Updater für Internetbrowser, Media-Center und Java können ohne Gefahr eine Zeitlang ausgeschaltet werden. Markieren Sie den nicht benötigten Prozess mit der rechten Maustaste, und wählen Sie im Kontextmenü „Deaktivieren“.

4. Im zweigeteilten mittleren Bildschirmbereich erhalten Sie im unteren Teil, Informationen über den im oberen Bereich ausgewählten Prozess. Auf der Registerkarte „Allgemein“ erhalten Sie Informationen, wozu dieses Programm dient…

…und auf der Registerkarte „Trigger“ sehen Sie, wann und in welchen Abständen dieser Prozess startet.

5. Die restlichen Wartungsaufgaben, die im Hintergrund laufen, finden Sie per Klick auf den kleinen Pfeil vor der „Aufgabenplanungsbibliothek“ im linken Navigationsbereich. Dort expandiert der Verzeichnisbaum, in dem Sie nun nach und nach nicht benötigte Prozesse nach obigen Arbeitsschritten abschalten können.

Dabei müssen Sie keine Angst haben, Prozesse zu deaktivieren, die für einen reibungslosen Betrieb Ihres Computers wichtig sind. Aber auch hier keine Regel ohne Ausnahme: Sicherheitsrelevante Prozesse wie „Microsoft Antimalware“ sollten nicht abgeschaltet werden.