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PowerShell: Mächtiges Skripting-Tool für Windows

Windows kennen die meisten als Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche und benutzen es dementsprechend auch so. Doch tief im Inneren von Windows verstecken sich viele weitere hilfreiche Tools und Programme, die teilweise nur über Textbefehle bedient werden können. Den meisten dürfte die aus alten DOS-Zeiten stammende Windows Eingabeaufforderung bekannt sein. Noch weitaus mehr Möglichkeiten bietet allerdings die so genannte PowerShell, die auf allen Windows Rechnern ab dem Betriebssystem Microsoft Exchange Server 2007 vorinstalliert ist.

Ab Windows 7 ist die PowerShell in der Version 2.0 installiert und ab Windows 8 in der Version 3.0. Ab der Version 2.0 ist zusätzlich mit PowerShell ISE auch noch eine grafische Entwicklungsoberfläche vorhanden. Für die Versionen Windows XP, Windows Vista und Windows Server 2003 kann die PowerShell 1.0 oder 2.0 kostenlos von den Windows Servern herunter geladen und installiert werden.

PowerShell nutzen

Am schnellsten starten Sie die PowerShell über die Tastenkombination [Windows-Taste][R] und der Eingabe des Befehls „powershell“.

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Nach einem Klick auf OK startet ein schwarz hinterlegtes Eingabefenster, ähnlich wie Sie es auch von der Windows-Eingabeaufforderung kennen. Allerdings ist die Befehlssyntax eine vollkommen andere. Sie können in der PowerShell zunächst ähnliche Befehle ausführen, wie Sie sie eventuell auch von der Unix-Shell unter Linux kennen. So bewegen Sie sich im Dateisystem mit Befehlen wie cd, chdir, ls oder pwd. Datei kopieren, löschen oder bewegen Sie mit cp, rm oder mv.

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Ihre Stärken spielt die PowerShell allerdings erst mit der Nutzung der eigens entwickelten PowerShell-Skripting-Language und dem CMDlets aus. Darüber haben Sie vollen Zugriff auf das .NET-Framework , auf WMI-Klassen sowie COM-Objekte und können selbst komplexeste Aufgaben per Skript programmieren. Im Internet finden Sie viele nützliche Beispiele, was Sie alles mit der PowerShell anstellen können, zum Beispiel hier und hier. Auch die Windows-Hilfe kann Ihnen hierbei weiter helfen.

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Internet & Medien

Mit der Traceroute-Funktion den Weg durch das Internet analysieren und Fehler aufspüren

Die Nutzung des Internets ist für uns inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Kaum einer denkt noch darüber nach, was eigentlich passiert, wenn er eine Adresse im Browser eingibt und welchen Weg seine Daten im Netz nehmen. Doch kann es für Interessierte und zur Fehleranalyse durchaus hilfreich sein, den Weg durch das Netz genauer zu verfolgen. Für diesen Zweck haben alle Rechner mit Netzwerkverbindung, egal welches Betriebssystems, verschiedene Hilfsprogramme zur Verfügung. So auch Windows in allen Versionen mit der so genannten Traceroute-Funktion. Hier eine kurze Anleitung, wie Sie die Traceroute-Funktion aufrufen und nutzen können.

Den Spuren der Datenpakete folgen

Die Traceroute-Funktion muss, da es sich um eine Kommandozeilenfunktion handelt, über die Windows Eingabeaufforderung aufgerufen werden. Sie starten die Windows Eingabeaufforderung am schnellsten über die Tastenkombination [Windows-Taste][R] und anschließender Eingabe des Kommandos

cmd

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Es öffnet sich nun ein schwarzes Eingabefenster, in dem Sie die Traceroute-Funktion über den Befehl

tracert <Zieladresse>

aufrufen können. Möchten Sie also den Weg zum Beispiel zu www.tricks-tipps-kniffe.de analysieren geben Sie das Kommando

tracert www.tricks-tipps-kniffe.de

ein und drücken [Return].

Es startet nun die Paketverfolgung bis zum Ziel. Sie bekommen mit einer vorangestellten Ziffer die jeweilige Zwischenstation bis zum Ziel samt IP Adresse, Domainname (falls vorhanden) und Antwortzeit in Millisekunden zu diesem Abschnitt angezeigt. Anhand dieser Daten können Sie Fragen beantworten wie zum Beispiel:

  1. Wie viele Stationen benötigen meine Daten bis zum Ziel? Die erste Station ist übrigens der eigene Router, im Beispiel unten eine Fritz!Box mit der IP-Adresse 192.168.2.1. Erst dahinter geht es ins Internet.
  2. Welche Antwortzeiten treten auf den unterschiedlichen Zwischenstationen auf?
  3. Wann verlassen meine Daten das Heimnetz, meinen Provider oder das eigene Land?

tracert-paket-im-web-verfolgen-hops

Treten zum Beispiel ab einem bestimmten Zwischenziel erhöhte Antwortzeiten oder sogar Paketverluste auf, erkennen Sie sofort wo das Problem liegt und können entweder im eigenen Netz bzw. bei Ihrem Provider nachforschen. Manchmal ist es auch einfach nur interessant, den Weg eines Paketes zu einem bestimmten Ziel nachzuverfolgen. So können Sie Rückschlüsse auf die Struktur des Internets ziehen oder auch herausfinden, wo der Server eigentlich steht und welcher Provider ihn betreibt.

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Hardware & Software

PowerShell DOS: Die Eingabeaufforderung für Profis

DOS ist nicht kleinzukriegen. Auch bei Windows 7 gibt es das Uralt-Betriebssystem aus den 1980er Jahren noch. IM DOS-Fenster – jetzt Eingabeaufforderung genannt – können Sie noch immer Textbefehle aus den Anfängen der Computerei verwenden. Was kaum bekannt ist: neben dem alten DOS-Fenster gibt es seit Windows 7 die neue PowerShell – ein aufgebohrtes DOS-Fenster mit Extrafunktionen für Profis.

Powershell – das bessere DOS?

Um die PowerShell zu starten, öffnen Sie das Startmenü, geben ins Suchfeld „Powershell“ ein und klicken in der Trefferliste des Startmenüs auf „Windows Powershell“. Die PowerShell sieht aus und funktioniert wie ein DOS-Fenster. Wie gewohnt können hier DOS-Befehle wie „dir“ oder „copy“ ausführen.

Powershell Skripte

Für Profis ist vor allem die Skriptfunktion der PowerShell interessant. Mit der eigens für die Powershell entwickelte Programmiersprache „Powershell Scripting Language“ können Sie ausgeklügelte Skriptprogramme entwickeln und Befehle oder Funktionen automatisieren. Wie das im Detail funktioniert und welche Powershell-Befehle zur Verfügung stehen, finden Sie im Microsoft Skriptcenter.

Powershell Referenzkarte

Eine Übersicht aller Powershell-Befehle können Sie auf der Webseite www.dimensionit.tv/wp-content/uploads/2011/10/PowerShell-Quick-Reference-Dimension-IT-v2.9.pdf als PDF-Übersichtskarte downloaden und ausdrucken.

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Hardware & Software Mac OS X

Boxer DOS-Emulator: Auf dem Mac alte DOS-Spiele spielen

Die Generation 30+ kennt sie sicherlich noch: die guten alten Spiele für das Betriebssystem DOS (Disc Operating System). Wer die Retro-Klassiker aus den 1980er und 1990er Jahren noch einmal ausprobieren möchte, muss nur den kostenlosen DOS-Emulator „Boxer“ installieren. Damit wird aus dem Mac ein waschechter DOS-Rechner.

Die Installation des DOS-Emulators ist schnell erledigt: Rufen Sie die Webseite boxerapp.com auf, klicken Sie auf „Download Boxer“, und entpacken Sie die heruntergeladene ZIP-Datei.

Am besten kopieren die entpackte Datei „Boxer“ anschließend in den „Programme“-Ordner. Beim ersten Start möchte Boxer wissen, wo die DOS-Spiele gespeichert werden. Lassen Sie die Standardeinstellungen unverändert, und klicken Sie auf „OK, let’s go“.

DOS-Klassiker installieren

Alles, was Sie jetzt noch brauchen, ist „Futter“ für die DOS-Box – also Spiele. Einige sind schon mit dabei und sofort spielbar, darunter „Commander Keen 4“, „Epic Pinball“, „Underworld“ und „X-Com“.

Weitere DOS-Spiele finden Sie auf der Seite boxerapp.com/games, darunter folgende Klassiker:

Weitere gute DOS-Spiele gibt es auf den folgenden Webseite:

Passende Spielanleitungen finden Sie als gescannte und in PDF umgewandelte Dateien auf der Webseite von Replacementdocs.

Sie müssen die Spiele nur herunterladen und die .dmg-Datei doppelt anklicken. Per Doppelklick auf die entpackte Datei starten Sie direkt den DOS-Emulator und das DOS-Spiel.

Mit dem Befehl „File | Browse Games Folder“ gelangen Sie zur Spielesammlung mit allen bislang installierten DOS-Spielen.

Original-CDs installieren

Sie können sogar Original-CDs alter DOS-Spiele installieren. Bei ebay & Co. gibt es die alten Originale meist für eine Handvoll Euros. Sie müssen bei Ebay nur nach „DOS-Spiel“ suchen . Installiert werden die CDs über den Boxer-Befehl „File | Import a Game“. Sie müssen die CD nur per Drag-and-Drop ins „Import a Game“-Fenster ziehen.

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Hardware & Software

Dateidatum fälschen: Mit Bordmitteln beim Datum von Dateien schummeln

Das Dateidatum ist eigentlich der Beweis dafür, wann zum Beispiel eine Textdatei erstellt oder ein Foto geschossen wurde. Oder wann an einem Dokument zuletzt gearbeitet oder wann es gespeichert wurde. Verändern lässt sich das Dateidatum normalerweise nicht – weder im Windows Explorer noch mit anderen Dateiverwaltern. Mit einem Trick klappt’s trotzdem.

Um beim Dateidatum zu schummeln, können Sie den alten Copy-Befehl aus der DOS-Zeit verwenden. So passen Sie das Datum beliebig an:

1. Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste][R], geben Sie den Befehl

cmd

ein, und klicken Sie auf OK. Es erscheint das Fenster der DOS-Eingabeaufforderung,

2. Anschließend wechseln Sie mit dem „cd“-Befehl (change directory) in den Ordner, in dem sich die betreffende Datei befindet. Ist sie zum Beispiel im Ordner „D:Dateien“ gespeichert, lautet der cd-Befehl:

cd d:\Dateien

3. Geben Sie folgenden Befehl ein:

copy /b /y dateiname.xyz +

, wobei Sie dateiname durch den Namen der gewünschten Datei ersetzen, etwa

copy /b /y brief.doc +


Damit erhält die Datei als neuen Zeitstempel das aktuelle Datum, indem die Datei praktisch über sich selbst kopiert wird und dabei das aktuelle Datum erhält. Wichtig ist das Pluszeichen am Ende des Befehls.

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Hardware & Software Windows 7 Windows Vista Windows XP

Windows 7, Vista und XP: Ermitteln Sie die Einschaltzeit Ihres Computers

Der Jugendschutz im Internet beginnt bereits mit der Begrenzung Nutzung von internetfähigen Geräten. Die uneingeschränkte Nutzung von Computer und Internet kann für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nachteilig sein. Schutzmechanismen, wie Internetfilter, Altersbeschränkungen bei Programmen etc., gibt es eine Menge. Die Kontrolle beginnt aber bereits mit einer Laufzeitkontrolle des Computers, unabhängig ob nur gespielt oder gesurft wurde. Schließlich hat man nicht immer die Kids im Blick, wenn sie gerade den PC nutzen. Mit ein paar Eingaben am Computer kann man ganz einfach die Einschaltzeit ermitteln, ohne über die Ereignisanzeige, oder ähnliche Tools zu nutzen.

Dazu klicken Sie einfach auf den „Start“-Button, geben in das Suchfeld „cmd“ ein, wählen das Suchergebnis „cmd“ mit einem Doppelklick  aus, oder drücken die [Enter]-Taste.

Im neuen Fenster geben Sie den Befehl „systeminfo“ ein und drücken wiederum die [Enter]-Taste.

Nach ein paar Sekunden ermittelt der Rechner verschiedene Informationen wie Installationszeitpunkt, Systemstartzeit, Produkt-ID, etc.

Da der Cursor am Ende der Informationsflut steht, scrollen Sie mit dem Mausrad an den Anfang, bzw. nutzen den Schieberegler auf der rechten Seite. Unterhalb des Installationsdatums wird nun die Systemeinschaltzeit angezeigt.

Zum Schließen des Fensters klicken Sie oben rechts auf das rote „X“. 

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Hardware & Software

Windows 7, Vista: Das versteckte Administrator-Konto aktivieren und sichtbar machen

Normalerweise gibt es bei Windows 7 und Vista nur die Benutzerkonten, die bei der Installation oder über die Benutzerverwaltung der Systemsteuerung angelegt wurden. Das ist aber noch nicht alles. Auf jedem Windows-Vista- und Windows-7-Rechner gibt es zusätzlich ein Administrator-Konto. Das ist allerdings versteckt. Wir zeigen, wie Sie es sichtbar machen.

Um das versteckte Administrator-Konto zu aktivieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Öffnen Sie das Startmenü, und geben Sie ins Suchfeld „cmd“ ein.

2. Dann klicken Sie in der Trefferliste mit der rechten Maustaste auf „cmd.exe“ und wählen den Befehl „Als Administrator ausführen“. Die Sicherheitswarnung bestätigen Sie mit einem Klick auf „Ja“.

3. Ins Fenster der Eingabeaufforderung, geben Sie folgenden Befehl ein:

net user Administrator /active:yes

Das versteckte Administrator-Konto wird damit aktiviert. Es ist ab sofort sowohl in der Benutzerverwaltung der Systemsteuerung als auch bei der Windows-Anmeldung sichtbar.

Falls Sie das Administratorkonto wieder deaktiviern und verstecken möchten, wiederholen Sie die obigen Schritte und geben bei Schritt 3 den folgenden Befehl ein:

net user Administrator /active:no

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Ruhezustand Windows 7: Den Ruhezustand von Windows 7 aktivieren oder deaktivieren

Um Strom und Akkuleistung zu sparen, gibt es bei Windows den Ruhezustand. Die auch „Hibernation“ oder „Suspend-to-Disk“ genannte Energiesparfunktion versetzt den Rechner in einen stromlosen Zustand. Der aktuelle Stand wird eingefroren, auf die Festplatte geschrieben und erst dann der Rechner ausgeschaltet. Beim nächsten Einschalten ist der Rechner ruckzuck wieder da – und zwar an exakt derselben Stelle. Bei einigen Rechnern fehlt allerdings der Ruhezustand. Wir zeigen, wie Sie den Ruhezustand bei Windows 7 und Vista wieder aktivieren – und deaktivieren.

Um den Ruhezustand von Windows 7 oder Vista einzuschalten oder auszuschalten, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Klicken Sie auf die Start-Schaltfläche, und geben Sie das Kürzel „cmd“ ein.

2. Dann klicken Sie oben in der Trefferliste mit der rechten Maustaste auf „cmd“ und wählen den Befehl „Als Administrator ausführen“. Damit starten Sie die DOS-Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Die Sicherheitsabfrage bestätigen Sie mit „Ja“.

3. Der Ruhezustand ist vor allem bei Notebooks und Netbooks wichtig, um Strom zu sparen und den Rechner schneller zu booten. Sollte im Startmenü der Befehl „Ruhezustand“ fehlen, muss er zuerst aktiviert werden.

Um die Funktion „Ruhezustand“ zu aktivieren, geben Sie folgenden Befehl ein:

powercfg -H on

Möchten Sie den Ruhezustand hingegen deaktivieren (da Sie ihn zum Beispiel bei einem Desktop-Rechner sowieso nie brauchen), geben Sie folgenden Befehl ein:

powercfg -H off

Durch das Ausschalten des Ruhezustands wird auch die Datei „hiberfil.sys“ gelöscht, in der Windows des aktuellen Zustand des Arbeitsspeichers zwischenspeichert. Die Datei „hiberfil.sys“ ist immer so groß wie der eingebaute Arbeitsspeicher.

4. Starten Sie den Rechner neu.

Um den eingeschalteten Ruhezustand zu aktivieren, klicken Sie bei Windows 7 auf die Start-Schaltfläche, dann auf den kleinen Pfeil neben „Herunterfahren“ oder „Energie sparen“ und schließlich auf „Ruhezustand“.