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Eine iPhone-VPN-Verbindung auf eigene FritzBox einrichten für sicheres Surfen an öffentlichen Hotspots

Sind Sie viel mit Ihrem iPhone unterwegs und nutzen auch öfters öffentliche Hotspots, um sich mit dem Internet zu verbinden? Dann haben Sie sich vielleicht auch schon mal Gedanken zur Datensicherheit gemacht, denn die Gefahren an für jedermann zugänglichen Hotspots sind nicht zu unterschätzen und so mancher wurde schon Opfer eines Hackerangriffs. Mit etwas einmaliger Konfigurationsarbeit und einer Fritzbox können Sie jedoch alle Gefahren ausschließen und das Surfen selbst an öffentlichen Hotspots per VPN bombensicher machen.

Sicherer Tunnel nach Hause

So funktioniert der sichere VPN-Tunnel über Hotspots und Ihren Router daheim:

1. Öffnen Sie auf Ihrer Fritzbox die Konfigurationsberfläche und richten unter „Internet | Freigaben“ im Register „Dynamic DNS“ den Dynamic DNS Dienst ein, wie in der Hilfe beschrieben. Sie benötigen diesen, damit Ihre Fritzbox aus dem Internet unter einem immer gleichen DNS Namen erreichbar wird.

2. Laden Sie sich das Programm „FRITZ!Box-Fernzugang einrichten“ von den Internetseiten des Fritzbox Herstellers AVM herunter und installieren Sie es auf Ihrem PC.

3. Wählen sie den Punkt „Neu“ im gerade installierten Programm und führen Sie die Option „Fernzugang für einen Benutzer einrichten“ aus. Als Unterpunkt wählen Sie „iPhone / iPod touch / iPad“. Sie müssen anschließend einige Angaben machen wie zum Beispiel den zuvor gewählten Dynamic DNS Namen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass sie den Punkt „Alle Daten über den VPN-Tunnel senden“ bestätigen, damit später wirklich alle Daten verschlüsselt gesendet werden.

4. Das Programm „FRITZ!Box-Fernzugang einrichten“ erzeugt nun eine Datei, die Sie zunächst auf Ihrem PC abspeichern. Anschließend öffnen Sie in der Fritzbox Konfiguration den Punkt „Internet | Freigaben | VPN | Durchsuchen“ und importieren die zuvor erzeugte Datei.

5. Jetzt folgt bereits der letzte Schritt. Auf Ihrem iPhone richten Sie ein VPN gemäß den Vorgaben ein, wie Sie die Software „FRITZ!Box-Fernzugang einrichten“ zuvor in der Datei „iphone_[…].txt“ beschrieben und abgelegt hat.

6. Nun kommt der große Moment, wie Sie die VPN Verbindung zum ersten Mal testen können. Rufen Sie die iPhone Einstellungen auf und stellen Sie den Schiebeschalter unter dem Punkt „VPN“ auf „1“. Das iPhone versucht nun eine VPN Verbindung mit der Fritzbox aufzubauen. War dies erfolgreich, erscheint oben in der Statusleiste des iPhones ein kleines VPN-Symbol. Sie können nun immer an öffentlichen Hotspots das VPN anschalten und sind damit absolut sicher im Internet unterwegs.

Im Hintergrund passiert nun folgendes: der komplette Datenverkehr wird getunnelt und über Ihren Fritz!-Router zuhause geschickt. Der öffentliche Hotspot wird also nur dazu genutzt, eine Tunnelverbindung zum Router Zuhause herzustellen. Da der Datentunnel per VPN geschützt und verschlüsselt ist, können Angreifer den Datenverkehr nicht belauschen bzw. Sie können ihn zwar abfangen, „hören“ aber nur verschlüsselten Datensalat.

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Eigene private Cloud erstellen – Mit Freeware beim Provider oder Zuhause per NAS

Cloud-Dienste gibt es inzwischen viele. Das ist auch nur logisch, sind doch Datenspeicher im Internet immer mehr im Kommen. Die Server der meisten dieser Anbieter stehen aber im Ausland – vorzugsweise in den USA – und unterliegen daher auch nicht den deutschen Datenschutzgesetzen. Für Dateien, die keine oder nur wenige persönliche Daten beinhalten, kann dies ausreichend sein. Möchten Sie jedoch wichtige Details Ihres Lebens – vielleicht Rechnungen, wichtige private Mails – immer verfügbar haben und online abspeichern, sollten Sie sich über die Möglichkeiten informieren, eine eigene Cloud zu erstellen.

Erste Variante: Eigene Cloud auf einem Webserver Ihrer Wahl

Sie können eine eigene Cloud – grob kategorisiert – auf zwei Wege realisieren. Der schnellste Weg ist die Installation einer Cloud-Software auf Ihrem Webspace. Sie ahnen es schon: Dafür benötigen Sie einen Internet-Provider, der Ihnen eine eigene Web-Präsenz zur Verfügung stellt. Damit ist es aber noch nicht getan. Nicht jedes buchbare Website-Paket ist für den Einsatz einer privaten Cloud geeignet. Die Anwendungen (z.B. ownCloud oder Polkast), mit denen Sie dann Ihre eigene „Internet-Wolke“ im World Wide Web etablieren können, benötigen ganz bestimmte Voraussetzungen. Daher müssen bzw. sollten Sie mit Ihrem Provider in Kontakt treten, welche Lösung bzw. welches Angebotspaket Sie hier verwenden können.

Zweite Variante: Eigene NAS als Webserver für die Privat-Cloud

Es gibt spezielle Datenspeichersysteme, die Sie auch zuhause aufstellen können. Wenn Sie bereits eine NAS-Station besitzen, können Sie diese vielleicht auch nutzen. So schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Achten Sie in jedem Fall bei dem System Ihrer Wahl auf eine für Sie ausreichende Energieeffizienz. Wenn so ein System bei Ihnen in der Wohnung oder im Haus aufgestellt wird, dann sollte es auch möglichst geräuscharm sein. Sie wollen ja keinen Düsenjet im Wohnzimmer stehen haben. Auch dafür gibt es genügend gute Geräte zur Auswahl, zum Beispiel hier.

Mit der bloßen Auswahl der Hardware ist es aber noch nicht getan. Jetzt brauchen Sie noch einen Internet-Dienst, der Ihnen die DynDNS-Technik zur Verfügung stellt. Damit wird erreicht, dass Ihre „Wohnzimmer-Cloud“ trotz wechselnder IP-Adressen – genau das ist ja der Fall bei einer Internet-Flatrate – immer aus dem Internet heraus gefunden werden kann. Eine Übersicht aller wichtigen DynDNS-Anbieter finden Sie bei DNS Lookup.

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