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Chrome Internet & Medien

Der Chrome-Browser scannt ungefragt deine privaten Dateien

Kürzlich ist einer Sicherheitsforscherin aufgefallen, dass der Chrome-Browser ohne jegliche Benachrichtigung die privaten Daten des Computers scannt. Dieses Tool, der SW Reporter, lässt sich offiziell nicht abschalten. Mit einem kleinen Trick gelingt das aber trotzdem.

Heimliche Scans

Natürlich wurde Google auf dieses Verhalten angesprochen und wurde vom Konzern bestätigt. Es handele sich hierbei tatsächlich um einen (lokalen) Antiviren-Scan, der einmal pro Woche automatisch startet, aber keine Daten über das Internet versendet.

Hierbei kann sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden, warum dieses AV-Tool SWReporter heißt und sich im Chrome nicht abschalten lässt.

Scans verhindern

Die einzige Gegenwehr besteht darin, dem SW Reporter alle Berechtigungen zu entziehen.

Dazu startest du den Windows Explorer und tippst in den Dateipfad %appdata% ein. Dadurch landest du automatisch im Verzeichnis C:\Users\PC\AppData\Roaming. Gehe bei diesem Pfad einen Schritt zurück, so dass du dich im Verzeichnis C:\Users\PC\AppData\Local befindest.

Im Ordner Local navigierst du dann zu Google|Chrome|User Data. Hier befindet sich das gesuchte Verzeichnis SwReporter. Wenn du einen Blick in diesen Ordner wirfst, wirst du vermutlich mehrere Einträge finden, die unterschiedliche Versionen des SW Reporters darstellen.

Dem gesamten Order SwReporter werden wir die Berechtigungen entziehen, um die Dateiscans zukünftig zu verhindern. Öffne per Rechtsklick das Kontextmenü des SwReporter und wähle die Option Eigenschaften aus.

Dann klickst du auf das Register Sicherheit und anschließend auf den Button Erweitert. Im nächsten Dialogfenster wird oben, neben dem Eintrag Besitzer dein aktuelles Benutzerkonto angezeigt. Im Bereich Berechtigungseinträge ist jeder aufgelistet, der Zugriff auf den Ordner SwReporter hat. Diese Einträge müssen entfernt werden.

Um dies zu erreichen, musst du unten links auf die Schaltfläche Vererbung deaktivieren klicken, da die Berechtigungen vom oberen Benutzer auf den darunterliegenden übertragen werden. In der nachfolgenden Warnmeldung wählst du die Option Vererbte Berechtigungen in explizite Berechtigungen für dieses Objekt konvertieren aus. Erst dann kannst du alle Berechtigungseinträge löschen. Bestätige den Vorgang abschließend mit dem Button Übernehmen.

Die Meldung dass kein Benutzer (auch dein Admininstrator-Konto nicht) auf den Ordner mehr zugreifen kann, bestätigst du ebenfalls mit Ja.

Dass du jetzt auch nicht mehr ohne weiteres auf diesen Ordner zugreifen kannst, ist nicht weiter problematisch, da die Berechtigungen vom Besitzer, also von dir selbst, wieder erneuert werden können.

Der Windows Explorer kann nun auch wieder geschlossen werden. Ab sofort erfolgt durch den Chrome-Browser kein „Antiviren-Scan“ mehr.

Tipp:

Vermeide es, nach dem Entzug der Berechtigungen den Ordner SwReporter zu öffnen. Dadurch werden wieder Berechtigungen erteilt, die es dem Chrome ermöglichen, weiterhin die Scans durchzuführen. Wurde er trotzdem geöffnet, wiederhole die obigen Anleitung, um die Berechtigungen wieder zu löschen.

Diese Arbeitsschritte wurden unter Windows 10 durchgeführt. Bei Windows 7 oder Windows 8/8.1 können die Schritte geringfügig abweichen.

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Android Handy & Telefon

Der Facebook-App die Zugriffsberechtigung auf Kontakte entziehen

Die Facebook-App für Android wird von vielen Nutzer nicht verwendet, da für die Installation umfangreiche Berechtigungen notwendig sind. Darunter befinden sich auch die sensiblen Kontaktdaten deines persönlichen Umfelds. Google hat aber mittlerweile in Android eine Funktion geschaffen, die erteilte Berechtigungen nachträglich wieder abschaltet.

Das Auslesen von Kontaktdaten ist für Facebook immens wichtig. Realnamen, Telefonnummern, E-Mailadressen und Postadressen werden für Kontaktvorschläge im Netzwerk verwendet. Dabei ist aber eine Weitergabe von persönlichen Kontaktdaten ohne die Erlaubnis dieser Personen nicht zulässig.

Die eingebaute, einfach zu erreichende Funktion gibt es erst ab Android 6.0 (Marshmallow). Wer Android 6.0 schon besitzt, der braucht nur noch Einstellungen | Apps aufzurufen und über das Zahnradsymbol die gewünschten App-Berechtigungen wieder entziehen. Das sollte aber direkt nach der Installation und vor der ersten Verwendung der Facebook-App geschehen.

Anderen Apps kannst du auf die gleiche Weise überflüssige Berechtigungen wieder entziehen. Anwendungen wie beispielsweise Taschenlampen-Apps, benötigen eigentlich keinen Zugriff auf das Mikrofon oder andere Daten, um zu funktionieren.

Bei den älteren Android-Versionen gibt es leider keine entsprechende Funktion. Hier muss der Nutzer selber im Google Play Store oder im Web auf die Suche nach einer Schutz-App wie der SRT AppGuard gehen.

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Google Internet & Medien

Google: Wer hat alles Zugriff auf mein Google-Konto?

Nicht nur bei Facebook, auch bei Google gibt es jede Menge Apps und Online-Dienste, die auf das eigene Google-Konto zugreifen. Natürlich nicht ungefragt. Ob eine App oder eine Online-Anwendung Zugriff auf die eigenen Google-Daten bekommt, muss bestätigt werden. Mit der Zeit verliert man aber schnell den Überblick und weiß nicht mehr, wem man alles Zugriff gewährt hat. Über eine zentrale Übersichtsseite können Sie alle Autorisierungen verwalten und Zugriffsrechte wieder entziehen.

Autorisierte Zugriffe verwalten

Die Autorisierung zum Zugriff auf das eigene Google-Konto ist schnell erteilt. Bei Google-eigenen Diensten ist das meist kein Problem. Wer zum Beispiel ein Android-Handy aktiviert, erteilt automatisch den uneingeschränkten Zugriff aufs Konto. Gleiches gilt für Google Chrome oder andere Google-Dienste wie Google Currents.

Kritischer sind Zugriffsrechte für Fremdanbieter. Ob und welche Fremdanbieter Zugriff aufs eigene Konto haben, können Sie leicht nachprüfen: Rufen Sie einfach die Webseite

https://accounts.google.com/b/0/IssuedAuthSubTokens?hl=de

auf, um eine Übersicht aller Zugriffsrechte zu erhalten. Über die Schaltfläche „Zugriffsrechte widerrufen“ können Sie die einmal erteilte Erlaubnis wieder entziehen. Das sollten Sie bei allen Diensten machen, die Sie nicht mehr benötigen. Weniger ist in diesem Fall mehr. Je weniger Anwendungen und Apps Zugriff aufs eigene Konto haben, desto geringer ist die Gefahr des Datenmissbrauchs.

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Facebook Google Internet & Medien

Facebook, Google, Twitter, Dropbox & Co: Wer darf was? Ruckzuck den Zugriff auf private Daten prüfen

Eine Facebook-App, ein Twitter-Addon oder ein Dropbox-Tool ist schnell mal installiert. Allerdings öffnet man damit auch Tür und Tor. Denn jede Zusatzapp und jedes Extratool braucht natürlich Zugriffsrechte auf den jeweiligen Dienst. Mit der Zeit blickt man nicht mehr durch, wer jetzt eigentlich was darf. Gut, dass es Onlinedienste wie mypermission.org gibt, mit denen Sie blitzschnell alle Zugriffsrechte überprüfen können.

Zugriffsrechte checken

Facebook, Twitter, Google & Co. haben die Konfigurationsseite zum Überprüfen der Zugriffsrechte gut versteckt. Das Suchen können Sie sich sparen. Auf der Webseite mypermissions.org finden Sie Direktlinks zu den Einstell- und Konfigurationsseiten der folgenden wichtigsten Onlinedienste.

Sie müssen nur auf das jeweilige Logo (oder den Direktlink oben in unserer Liste) klicken, um sofort zur passenden Konfigurationsseite zu gelangen. Beim Klick auf den Facebook-Button gelangen Sie zum Beispiel zur Seite „Anwendungseinstellungen“ und sehen sofort, welche Apps und Facebook-Anwendungen welche Zugriffsrechte haben. Dort können Sie auch gleich die Rechte entziehen.

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Google Plus Google+ Internet & Medien

Google+ Zugriffsrechte widerrufen: Einmal erteilte Rechte für Spiele und Apps wieder entziehen

Wie beim Konkurrenten Facebook gibt’s auch bei Google+ jede Menge Spiele und andere Anwendungen. Die Kehrseite der Medaille: fast jedem Spiel und jeder App müssen Sie Zugriff auf Daten Ihres Google-Plus-Accounts gewähren. Das Spiel Angry Birds nutzt die Daten zum Beispiel, um in der Highscore-Liste die Fotos und Namen der Freunde anzuzeigen. Stellt sich nur die Frage, wie man die einmal erteilte Zugriffsberechtigung wieder entzieht. Wir zeigen, wie’s geht.

Ohne Zugriff kein Spiel

Bevor Sie ein neues Google+-Spiel oder eine Google-Plus-App nutzen können, müssen Sie dem Spiel Zugriff auf Ihre Google-Plus-Daten geben. Ohne geht’s nicht. Ein Popupfenster weist darauf hin, welche Daten und Berechtigung erforderlich sind, etwa der Zugriff auf allgemeine Kontoinformationen oder das Anzeigen von Freunden aus den Kreisen. Erst wenn Sie per Klick auf „Zugriff gewähren“ der Weitergabe zustimmen, können Sie das Spiel spielen.

Berechtigung wieder entziehen

Die gute Nachricht: Falls Sie ein Spiel oder App nur ausprobieren und nicht dauerhaft nutzen möchten, können Sie die einmal erteilten Berechtigungen wieder entziehen. Das geht folgendermaßen:

1. Klicken Sie in oben rechts in der schwarzen Leiste auf Ihren eigenen Namen und dann auf „Kontoeinstellungen“.

2. Dann klicken Sie in der Zeile „Autorisierung von Anwendungen und Websites“ auf „Bearbeiten“.

3. Auf der folgenden Seite listet Google alle Apps, Webseiten und Dienste auf, die Zugriff auf Ihr Google-Plus-Konto haben. Um die Zugriffsrechte wieder zu entziehen, klicken Sie in der jeweiligen Zeile auf „Zugriff widerrufen“. Damit hat das jeweilige Spiele beziehungsweise die App keinen Zugriff mehr auf Ihre Google+-Informationen.

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Facebook Google Plus Google+ Internet & Medien

Google+ schluckt Twitter und Facebook: Twitter und Facebook in Google Plus integrieren

[Update]: Bitte die Sicherheitswarnung am Ende dieses Artikels beachten!

Twitter und Facebook stehen schwere Zeiten bevor. Denn was Google mit Google+ auf die Beine gestellt hat, ist im Grunde ein besseres Twitter. Und ein besseres Facebook. Oder ein Facebook plus Twitter. Wie auch immer: Im Gegensatz zu Facebook können Sie bei Google+ beliebigen Personen folgen, ohne gleich eine „Freundschaft“ zu beantragen. Wie bei Twitter eben. Nur schöner, moderner und mit Antwortfunktion. Wer Twitter und Facebook nicht sofort den Rücken kehren möchte, integriert die „alten“ sozialen Netzwerke einfach in seinen neuen Google-Plus-Account. Damit entfällt auch der ständige Wechsel zwischen Twitter, Facebook und Google+. Alles bleibt unter einem Dach. Dem Google+-Dach.

Möglich machen’s zwei Erweiterung für Google Chrome. Sobald die Erweiterungen installiert sind, können Sie direkt von Google+ aus Ihren Twitter-Account pflegen, Tweets verfolgen oder neuen Tweets veröffentlichen. Oder bei Facebook posten und Timelines der Freunde folgen. Nur eben innerbalb von Google+. Das ständige Wechseln entfällt.

Twitter in Google Plus integrieren

Um Twitter innerhalb von Google+ zu nutzen, brauchen Sie die Erweiterungen „Google+Tweet“ für Chrome (und natürlich den Chrome-Browser – aber der rasend schnelle Chrome entwickelt sich ja immer bei immer mehr Surfern zum Lieblingsbrowser). Sobald die Twitter-Erweiterung für Google+ installiert ist, erscheint (nach einem Browserneustart) in der Google+-Leiste die neue Twitter-Schaltfläche. Ein Klick darauf blendet Twitter ein – inklusive Eingabefeld für Tweets und allen aktuellen Meldungen von Twitterern, denen Sie folgen.

Facebook in Google+ einbauen

Was mit Twitter klappt, funktioniert auch mit Facebook. Mit der Chrome-Erweiterung „Go0gle+Facebook“ schluckt Google+ auch Facebook. Die Funktionsweise ist ähnlich: Nach der Installation der Erweiterung finden Sie in der Google+-Leiste den neuen Facebook-Button. Mit einem Klick darauf wird (fast) das komplette Facebook in Google Plus eingebaut.

Google+Twitter und Google+Facebook den Zugriff auf die Daten wieder verweigern

Eine Haken hat die Sache allerdings: Die Erweiterungen „Google+Twitter“ und „Google+Facebook“ funktionieren nur, wenn Sie den Erweiterungen den Zugriff auf Ihr Twitter- und Facebook-Account gestatten. Wem das zu heikel ist, sollte auf die Add-Ons verzichten und lieber weiterhin alle drei Dienste getrennt nutzen.

Und falls Sie es sich doch überlegen und die Erweiterungen nicht mehr nutzen möchten, können Sie der Erweiterung die Erlaubnis für den Zugriff auf die Facebook-Daten wieder entziehen. Wie das geht, steht hier: Facebook-Apps und Anwendungen wieder entfernen.

Wenn Sie „Google+Twitter“ nicht mehr nutzen möchten, können Sie der Twitter-App in den Twitter-Einstellungen (https://twitter.com/settings/applications) die Erlaubnis entziehen, indem Sie auf „Zugriff widerrufen“ klicken.

[Update Sicherheitswarnung]: Derzeit wird im Web heftig diskutiert, ob es sich bei den Erweiterungen um manipulierte Software (Malware) handelt, die Schadprogrammen wie Trojaner nachladen und den Rechner infizieren kann. Hier lässt sich die Sicherheitsdiskussion um die Addons verfolgen:

http://spam.tamagothi.de/2011/07/10/dringende-warnung-vor-googlefacebook/

http://www.reddit.com/r/technology/comments/ikymu/googlefacebook_allows_you_to_view_your_facebook/c24tk8i

Wem das Ganze zu heikel ist, sollte daher auf den Einsatz der Erweiterung verzichten. Wie immer gilt auch bei Google+ die Regel: weniger ist mehr. Installieren Sie nur die Erweiterungen, die Sie für dringend notwendig erachten.