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Benzin-App: Zentrale Datenbank und Apps zeigen ab 2013 die Benzin- und Dieselpreise aller deutschen Tankstellen

Noch ist es nicht so weit, aber bald: Ab Mitte 2013 müssen Tankstellen dem Kartellamt ihre aktuellen Benzin- und Dieselpreise übermitteln. Die Daten fließen in eine zentrale Datenbank für jedermann. Für uns Autofahrer bedeutet das: Jeder erfährt auf den Cent genau, wie teuer der Kraftstoff an der heimischen Tankstelle ist.

MTS – Markttransparenzstelle

Wie für Behörden üblich gibt es für die zentrale Datenbank auch einen „hübschen“ Namen: Markttransparenzstelle, kurz MTS. Alle Tankstellen müssen jede Preisänderung in Echtzeit an die Markttransparenzstelle melden. Via Internet, Navi oder Benzinpreis-App können Sie dann die Preise aller Tankstellen in der Umgebung (oder bundesweit) vergleichen.

Das hat Vorteile gegenüber der bisherigen Benzin-Apps wie „clever tanken“ oder „mehr tanken„. Bisher basierten diese stets auf eigenen Recherchen der Anbieter oder Angaben anderer Autofahrer. Die Folge: kommt man an der scheinbar günstigsten Tankstelle an, haben sich die Preise mittlerweise wieder geändert. Oder die Angaben in den Apps sind von gestern oder vorgestern. Von fehlenden Tankstellen ganz zu schweigen.

Das kann mit den neuen Benzin-Apps nicht mehr passieren. Da diese die zentrale Datenbank der Markttransparenzstelle verwenden und darin alle Preise in Echtzeit aller rund 17.000 Tankstellen notiert sind, bleiben Überraschungen erspart. Insgesamt für uns Verbraucher eine praktische Sache. Dass es zu Preissenkungen und günstigsten Spritpreisen kommt, bezweifeln Experten allerdings.

Vorbild Österreich

Dass es funktioniert, zeigt das Vorbild Österreich. Dort gibt es mit www.spritpreisrechner.at eine zentrale Datenbank, die für die jeweiligen Kraftstoffarten die fünf billigsten Tankstellen anzeigt. Tankstellenbetreiber in Österreich dürfen den Spritpreis nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen; der darf für mindestens 24 Stunden nicht erhöht werden – Preissenkungen sind erlaubt.

Übrigens: Die passende App dazu – die TankenApp der Telekom – finden Sie hier.

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Auto Heim & Hobby Tipp des Tages

E10 Umstellung: An kleinen Tankstellen Super Plus mit 98 Oktan zum alten Super-Preis tanken

Seit der Umstellung auf die neue Benzinsorte E10 gibt es an vielen Tankstellen neue Säulen extra für den E10-Kraftstoff. Allerdings nicht bei allen. Und das hat für Autofahrer, die sonst Super Plus mit 98 Oktan tanken sogar einen Preisvorteil. Was kaum einer weiß: vor allem kleine Tankstellen verkaufen Super Plus zum früheren Super-Preis – also rund 6 Cent günstiger.

Super Plus zum Super-Preis

Von Vorteil ist das vor allem für Sportwagenfahrer, die zum Beispiel einen Porsche Boxster, Porsche 911, BMW Z4, Bugatti Veyron oder Audi TT mit Super Plus (98 Oktan) betanken müssen. Bislang kostete Super Plus rund 6 Cent mehr als Super. Das bleibt auch weiterhin so. Allerdings nur an Tankstellen, die beide Sorten (also das „alte“ Super E5 und Super Plus) anbieten.

Anders sieht es bei kleinen Tankstellen aus. Da hier kein Platz für Super E5 und Super Plus ist, wird oft an der bisherigen Super-Zapfsäule einfach Super Plus mit 98 Oktan verkauft. Und zwar zum Preis des bisherigen Super-Benzins. Man bekommt also Super Plus zum Super-Preis. Der Mineralölkonzern Esso bestätigt das sogar auf seiner Homepage. Hier steht wörtlich:

  • Welches Kraftstoffangebot finde ich nach Super E10 Einführung an Esso Stationen?
    Neben Diesel und Super E10 gibt es die Schutzsorte Super mit mindestens 95 Oktan sowie an den meisten Stationen Super Plus mit 98 Oktan. Solche Tankstellen, die nur zwei Benzinqualitäten anbieten können, verkaufen dann in der Regel Super in Super Plus Qualität, also mit 98 Oktan.

Unser Tipp für Sportwagenfahrer: Suchen Sie eine kleine Tankstelle, und fragen Sie dort einfach nach, wie viel Oktan das Benzin aus der Super-E5-Zapfsäule hat. In den meisten Fällen gibt es hier statt 95-Oktan-Super das hochwertige 98-Oktan-Super-Plus zum regulären Super-Preis. Das spart mindestens 6 Cent pro Liter.

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