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Schufa Auskunft kostenlos: Bei der Schufa eine kostenlose Selbstauskunft anfordern/einholen – So geht’s (Video)

Seit einigen Jahren müssen Auskunfteien kostenlos Auskunft über die gespeicherten Daten geben. Das machen Schufa & Co. natürlich nicht gerne. Und verstecken die notwendigen Infos und Formulare auf den Webseiten. Wir zeigen, wie Sie Schritt für Schritt an die kostenlose Selbstauskunft der Schufa kommen.

Schufa Auskunft kostenlos

Die Schufa hat die Selbstauskunft als amtsdeutsche „Datenübersicht nach §34 Bundesdatenschutzgesetz“ getarnt und tief in der Schufa-Webseite gesteckt. So kommen Sie dran:

1. Rufen Sie die Webseite https://www.meineschufa.de auf.

2. Klicken Sie auf „Service“ und dann auf „Formulare und Broschüren“.

3. Anschließend klicken Sie ganz unten in der rechten Spalten unter „Bestellformular: Datenübersicht nach §34 Bundesdatenschutzgesetz“ auf das Flaggensymbol.

Aufgepasst: Unter „Produkte | Datenübersicht nach §34 Bundesdatenschutzgesetz“ kommen Sie auch zum Formular. Aber Vorsicht: Hier steht die kostenpflichtige Variante (Auskunft online für 18,50€) direkt neben der kostenlosen (Datenübersicht nach §34 BDSG).

3. Per Klick auf das Flaggensymbol laden Sie die notwendige PDF-Datei herunter. Sie können das Selbstauskunft-Formular auch direkt von dieser Seite herunterladen:

https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_3_1

4. Öffnen Sie die PDF-Datei, und drucken Sie das Formular aus. So sieht’s das Selbstauskunft-Formular übrigens aus:

5. Füllen Sie das Formular aus.

Achtung: Lassen Sie das umrahmte Feld unten rechts im Formular leer und kreuzen Sie nicht das Kästchen „Bestellung Bonitätsauskunft“ an. Hierbei handelt es sich um eine kostenpflichtige Variante der Auskunft für 18,50 Euro.

6. Kopieren Sie Ihren Personalausweis (oder alternativ den Reisepass plus Meldebescheinigung).

7. Schicken Sie das Formular sowie den kopierten Reisepass per Brief an folgende Adresse:

SCHUFA Holding AG
Postfach 61 04 10
10927 Berlin

Einige Tage später landet die kostenlose Selbstauskunft in Ihrem Briefkasten.

Wie die Bestellung der Schufa-Auskunft funktioniert und worauf Sie achten müssen, sehen Sie im Detail in folgendem Video:

Das enthält die Selbstauskunft – so sieht die Selbstauskunft aus

Zur Selbstauskunft gehören alle Daten, die die Schufa über Sie gespeichert hat, zum Beispiel auch Schufanoten, Kundennummer, Namen, Geburtsdatum und -ort oder die aktuelle und frühere Anschriften. Zudem gibt es eine Übersicht aller Kreditinstitute und Unternehmen, an die die Schufa Informationen geliefert hat sowie eine Auflistung der gemeldeten Kredite, Girokonten, Kreditkarten und Telefon-/Handy-Verträge. Interessant ist der Score-Wert, der das persönliche Risiko der eigenen Zahlungsunfähigkeit widerspiegelt. So sieht die Selbstauskunft zum Beispiel aus (zum vergrößern aufs Bild klicken):

Wichtig sind die Spalten „Scorewert“, „Ratingstufe“ und „Erfüllungswahrscheinlichkeiten“:

  • Scorewert: Der Scorewert stellt auf der Grundlage von statistisch-mathematischen Analyseverfahren in Punkten eine Prognose über das künftige Verhalten auf.  Je höher der Wert, desto besser. Bei den Versionen 1.0 reicht die Spanne von 0 bis 1.000. Bei der Version 2.0 (seit 2008) von 0 bis 10.000.
  • Ratingstufe: Gibt Ihr Schufa-Ranking an von A bis F an, wobei A die beste und F die schlechteste Stufe ist.
  • Erfüllungswahrscheinlichkeit: Die Erfüllungswahrscheinlichkeit gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kredit oder eine Verbindlichkeit zurückgezahlt wird. Die Werte reichen von 0% bis 100%, wobei 100% der beste Wert ist.
Die Prozentangabe der Erfüllungswahrscheinlichkeit verrät, in welcher Risikogruppe Sie eingeteilt sind. Je nach Prozentangabe gehören Sie zu einer der folgenden Risikogruppen:
  • größer 97,5% – Sehr geringes Risiko
  • 95% bis 97,5% – Geringes bis überschaubares Risiko
  • 90% bis 95% – Zufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko
  • 80% bis 90% – Deutlich erhöhtes bis erhöhtes Risiko
  • 50% bis 80% – Sehr hohes Risiko
  • kleiner 50% – Sehr kritisches Risiko

Weiterführende Literatur, Bücher und Ratgeber rund um die Schufa

Die Schufa ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Das muss nicht so bleiben. Wer weitere Informationen zur Schufa braucht, sich über Kreditscoring, Scorewertbildung, datenschutzrechtliche Zulässigkeiten informieren möchte, findet im Buchhandel jede Menge gute Bücher rund um die Schufa.

Eine Auswahl guter Schufa-Bücher und Ratgeber finden Sie zum Beispiel hier:

Amazon.de: Alle Schufa-Ratgeber

Hier gibt’s zum Beispiel auch den sehr guten Ratgeber „Geschafft: Schuldenfrei“ der Verbraucherzentralen mit jede Menge Tipps und Hilfestellungen, um Schulden wieder loszuwerden. Weitere seriöse Ratgeber rund um Geldprobleme haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Amazon.de: Bücher und Ratgeber zum Thema „Schuldenfrei“

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Geld verliehen – So bekommen Sie es wieder

Diese Situation kennt bestimmt jeder: Ein guter Freund hat um etwas Geld gebeten und nun zahlt er es nicht zurück. Manche reden sich aus der Verantwortung, andere geben offen zu, dass sie das Geld nicht zahlen können oder wollen. In diesem Fall bleiben Ihnen aber einige Möglichkeiten – auch dann, wenn Sie keinen schriftlichen Vertrag geschlossen haben. Denn auch mündliche Verträge haben Gültigkeit.

1. Stufe: Das Gespräch

Suchen Sie zunächst das Gespräch zum Schuldner. Vielleicht klärt sich da bereits alles auf und Sie finden eine gemeinsame Lösung. Erkennen Sie bereits vorab an, dass der Schuldner ein finanzielles Problem hat und dass Sie das geliehene Geld nicht sofort wiederbekommen werden. Das kann frustrierend sein, aber wenn Sie darauf bestehen, alles auf einmal zu erhalten, werden Sie eher keinen Erfolg haben. Seien Sie deshalb verhandlungsbereit.

2. Stufe: Die Mahnung

Ist dieser Schritt unwirksam, haben Sie die Möglichkeit zu mahnen. Das sollten Sie schriftlich tun. Einerseits, um dem Gläubiger zu verdeutlichen, dass es Ihnen durchaus ernst ist, andererseits, damit Ihre Korrespondenz von nun an schriftlich fixiert ist für den Fall, dass weitere Maßnahmen erforderlich sind. Kostenlose Musterbriefe und Vorlagen für Mahnungen finden Sie zum Beispiel hier:

www.mobile-buero-dienstleistungen.de/muster-vorlagen/mahnung-muster-hilfe-briefgestaltung-vorlage-musterschreiben.html

3. Stufe: Der Mahnbescheid

Folgt auf Ihr Schreiben immer noch keine Einigung, steht Ihnen der Weg eines Mahnverfahrens offen. Dazu füllen Sie einen Mahnbescheid aus (Mahnbescheid-Formulare gibt es im Schreibwarenhandel) und senden diesen an den Schuldner. Er hat die Möglichkeit zum Widerspruch, muss dann aber begründen, wieso er widerspricht. Auch eine mündliche Absprache über verliehenes Geld ist ein rechtswirksamer, bindender Vertrag. Nötigenfalls können sie den Rückstand dann durch den Gerichtsvollzieher eintreiben lassen, wenn der Schuldner nicht freiwillig bezahlt. Ob das natürlich für eine mögliche Freundschaft gut ist, sei dahingestellt – Ihr Geld sehen Sie immerhin wieder.