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Die Telekom rät ihren Kunden zur Aktualisierung der Fritz!Box-Update

Öffnet ein Telekom-Kunde in diesen Tagen die App des MagentaService auf seinem iPhone oder dem Android-Smartphone, erscheint der Hinweis, das die Besitzer einer Fritz!Box ein Update durchführen sollten.

Im Zuge des weiteren Netzausbaus und der Verbesserung der Infrastruktur, wird der Telekom-Konzern Mitte Juli 2017 Updates für verschiedene Netzelemente veröffentlichen. Damit die damit verbundenen Funktionen auch weiterhin genutzt werden können, ist mindestens die Firmware Fritz!OS 6.83 erforderlich.

Neben der MagentaService-App und der Email-Benachrichtigung der betreffenden Kunden, wird auch auf der Telekom-Hilft-Webseite auf die Gründe für das anstehende Update hingewiesen.

Auf der Webseite wird auch beschrieben, wie du das Firmware-Update deiner Fritz!Box durchführen kannst:

  1. Tippe fritz.box (ohne www) in die Adresszeile deines Browsers ein.
  2. Gib dann das Geräte-Passwort ein (nicht das WLAN-Passwort!)
  3. Wähle auf der folgenden Seite links System aus und klicke auf Update. Der Button Neues Fritz!OS suchen startet die Aktualisierung.

Wenn bei deiner Fritz!Box bereits die automatische Update-Funktion aktiviert wurde, dann brauchst du eigentlich nichts weiter zu tun. Eine Kontrolle der Firmware-Version schadet aber trotzdem nicht. Am schnellsten klappt das mit der Selbstdiagnose der FritzBox.

Tipp:

Generell ist es vorteilhaft, die automatische Update-Funktion des Routers zu aktivieren. Die Funktion hält dein Gerät immer auf dem aktuellen Stand und beugt so Sicherheitslücken vor.

Auf der Telekom-Hilft-Seite findest du über den Link www.telekom.de/firmware-aktualisieren die entsprechenden Anleitungen zu den Telekom-Routermodellen wie Speedport, Speedlink und den anderen Produkten. Bitte beachte dabei, dass im Falle eines All-IP-Anschlusses während der Aktualisierung keine Telefonate möglich sind.

Leider findet man aber keine Informationen darüber, inwiefern welche Features aktualisiert werden oder ob die geplanten Updates auch bei älteren Fritz!Box-Geräten funktionieren.

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Hardware & Software Multimedia

Unitymedia´s neuer Clou: Kostenlose WLAN-Hotspots wirklich kostenlos? UPDATE!!

Wir halten es wie Radio Eriwan: Im Prinzip ja! Das ist die gute Nachricht. Seit Ende April 2016 informiert Unitymedia per Briefpost seine Kunden, dass bis zum Sommer 2016 die große mobile Freiheit beginnt. Es wird ein großes WLAN-Netz geschaffen, in dem (nur) der Unitymedia-Kunde kostenlos surfen kann. Das hört sich für die Einwohner von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen zunächst prima an. Der kleine Wermutstropfen ist, dass es auf dem Rücken der Unitymedia-Kunden geschieht.

In den Wochen bis zum Sommer 2016 wird über die WLAN-Router der Unitymedia-Kunden ein zusätzliches Signal freigeschaltet. Die dafür erforderliche Bandbreite soll laut den FAQ´s des Providers nicht zu Lasten des Kunden gehen. Auch die Sicherheit der eigenen WLAN-Verbindung soll gewährleistet sein, was aber durchaus kritisch gesehen werden kann.

Automatische Signalfreischaltung

Für die Freischaltung dieses zusätzlichen, vom eigenen WLAN unabhängigen Signals, muss man als Kunde nichts tun, das geschieht vollkommen automatisch.

Durch diese Erweiterungs-Praxis erspart sich Unitymedia zum Einen das Aufstellen zusätzlicher Hardware, zum Anderen natürlich auch die Stromkosten. Im Gegenzug wird nur den Unitymedia-Kunden der Zugang zu diesen WifiSpots ermöglicht.

Verbraucherschützer haben Bedenken

Verbraucherschützer sehen die automatische Freischaltung des Routers kritisch, denn eine Vertragsänderung benötige eigentlich die Zustimmung des Kunden, die in diesem Fall von Unitymedia stillschweigend entgegengenommen wird.

Innerhalb vier Wochen Widerspruch einlegen

Wer seinen Router dem Wifi-Netz nicht zur Verfügung stellen will, der sollte innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Informations-Schreibens widersprechen. Dies kann nach Angabe von Unitymedia telefonisch unter der kostenlosen Rufnummer 0800-000 99 91, oder über das Online-Kundencenter geschehen. Im Kunden-Center findest du den Widerruf unter Meine Produkte | Internet | WifiSpot sperren.

Nach der Sperrung verliert man natürlich auch das Recht, unterwegs kostenlos über die WifiSpots von Unitymedia zu surfen!

In den Fragen und Antworten auf der Webseite von Unitymedia, wird beim Thema Wie kann ich der Freischaltung des WLAN-Routers widersprechen dem Kunden das Recht zugebilligt, das Signal jederzeit sperren zu können.

WifiSpot  soll aber auf Wunsch auch wieder aktiviert werden können, allerdings erst 72 Stunden nach der letzten Deaktivierung.

Ob auch zukünftig die Abschaltung jederzeit vorgenommen werden kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Bei mir persönlich läuft die vierwöchige Widerspruchsfrist am 25. Mai 2016 ab…

UPDATE vom 09.06.2016

Die vierwöchige Widerspruchsfrist ist nun seit einiger Zeit abgelaufen und WifiSpot lässt sich über das Kundencenter weiterhin deaktivieren. Das bestätigte Unitymedia, nachdem das Unternehmen eine Abmahnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kassierte.

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Internet & Medien

Hallo Herr Dobrindt, wie realistisch sind Ihre versprochenen 50 MBit/s für den Internetzugang?

Vermutlich so realistisch wie andere Versprechen von Politikern. Da die Politik den Ausbau per Kupferkabel fördert, wird dies 2018 wohl eher eine Totgeburt sein. In diesem Zusammenhang hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen einen Breitbandcheck auf der Webseite ihrer Bundestagsfraktion integriert.

Natürlich soll das Versprechen durch diese Initiative kontrolliert und der Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur unter Druck gesetzt werden.

gruene-bundestag-initiative-breitband-internet-ausbau-kontrolle-dobrindt

Der Geschwindigkeitstest auf der Webseite www.gruene-bundestag.de/breitbandcheck/ arbeitet auf der technischen Grundlage von SpeedOfMe. An diesen Anbieter werden auch von jedem durchgeführten Speedtest ein paar Daten wie IP-Adresse und Testdatum übermittelt, um den Fortschritt des Breitband-Ausbaus von Herrn Dobrindt zu überprüfen.

Nach dem Mausklick auf Los Geht´s wählst du dein Bundesland über das Aufklappmenü aus…

gruene-bundestag-ausbau-internet-geschwindigkeit-versprechen-politik-bundesland

…und startest den Speed-Check mit dem Button JETZT GESCHWINDIGKEIT TESTEN.

bundesland-auswahl-starten-speedtest-speedofme-gruene-bundestag-fraktion

Nach ein paar Sekunden steht fest, wie weit du noch von den versprochenen 50 MBit pro Sekunde entfernt bist. Dies ist mein Ergebnis (knapp unter meiner gebuchten Geschwindigkeit):

ergebnis-speed-test-geschwindigkeit-messung-gruene-bundestag-ministerium-digitale-infrastruktur