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Reisen

Bahn-Verspätungen live: Mit dem „Zugradar“ die Züge in Echtzeit im Web verfolgen

Viele Verspätungen der Bahn sind zwar hausgemacht, wie die mangelhafte Personalplanung im Sommer gezeigt hat, aber es gibt natürlich auch noch andere Gründe für Verzögerungen. Egal aus welchem Grund eine Verspätung auftritt und Sie nicht unnötig am Bahngleis warten müssen, haben wir bereits im August 2013 über den Zugmonitor der Süddeutschen Zeitung berichtet. Jetzt hat die Bahn mit dem „Zugradar“ nachgezogen und damit ein hilfreiches Tool online gestellt.

Mit der Animation lässt sich (fast) live der Verlauf der Züge verfolgen. „Fast live“ bedeutet eigentlich nur, dass der Verlauf der Züge im Hintergrund berechnet wird. Dazu werden im wesentlichen Ein- und Ausfahrtsmeldungen, Durchfahrtsmeldungen auf freier Strecke sowie An- und Abfahrtszeiten von Haltestellen verarbeitet.

Für eine Echtzeit-Darstellung wären GPS-Daten notwendig, die zur Zeit noch nicht zur Verfügung stehen. Trotz der fehlenden GPS-Daten ist die derzeitige „Live“-Darstellung sehr zuverlässig und der Zugmonitor der Süddeutschen Zeitung arbeitet ebenfalls mit diesen Daten.

Wo ist mein Zug? Genau da!

Die Darstellung des Zugradars basiert auf einer Landkartenansicht, die auf Wunsch auch auf Satellit umgestellt werden kann. Klicken Sie hier, um direkt zum Zugradar zu gelangen.

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Über die Schaltfläche „Optionen einblenden“ können weitere Einstellungen wie die Zugkategorie und die Anzeige von Bahnhöfen und Haltestellen auswählen.

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Klicken Sie mit der linken Maustaste auf eins der Zugsymbole, wird dessen Informationsfenster eingeblendet. In dieser Kurzinformation werden die größeren Bahnhöfe mit Ankunfts- und Abfahrtszeiten, sowie den Gleisen angezeigt. Eventuelle Verspätungen werden ebenfalls dargestellt. Der Button „Alle Halte anzeigen“ erweitert die Infobox mit allen Haltestellen der ausgewählten Zugverbindung. Auch hier werden Ankunft, Abfahrt, Gleis und Verspätungen aufgeführt.

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Bei außergewöhnlichen Ereignissen, wie derzeit die Bergbauschäden unter dem Essener Hauptbahnhof, werden die entsprechenden Informationen auch in dieser Infobox eingetragen.

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Fazit:

Da der „Zugradar“ derzeit nur ein Testbetrieb ist, gibt es noch keine Apps für iPhone und Android. Die sollen aber nach bahneigenen Angaben noch in diesem Herbst für iPhone und Windows-Phone und im Dezember für iPad und Android-Smartphones sowie -tablets veröffentlicht werden.

Daher ist im Augenblick die Computer-Version des Zugradars nur für den Fernverkehr sinnvoll, da für den Nah- und Regionalverkehr wohl eher die Anwendung als App zum Einsatz kommt.

Apropos Apps der Bundesbahn…

Die erhältlichen Apps „DB Navigator“ und „DB Tickets“ für iPhone und Android wurden überarbeitet und optimiert. Dabei ist die Funktion des Ticketkaufs, die bisher nur der App „DB Tickets“ vorbehalten war, in den „DB Navigator“ integriert worden. Nun kann mit dem „DB Navigator“ auch die benötigte Fahrkarte gebucht und auf das Handy heruntergeladen werden.

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Google Internet & Medien

Google & Deutsche Bahn: Bahnverbindung über Google Maps suchen – inklusive Gleis-Informationen

Vor vielen Jahren marschierte man noch zu Fuß zum Bahnhof und ließ sich dort die Reiseverbindung ausdrucken und in die Hand geben. Nur so wusste man, wohin man musste. Das Internet hat daran natürlich viel verändert und inzwischen ist es kein Problem mehr, am Smartphone zu ermitteln, wie Sie mit der Bahn von A nach B kommen. Die Kooperation zwischen Google Maps und der Deutschen Bahn macht’s möglich.

Google Maps – der schnelle Weg zur Bahnverbindung

Bestimmt kennt jeder Google Maps-Nutzer die Funktion, den Weg über die öffentlichen Verkehrsmittel zu finden. Der Button dazu befindet sich zwischen der Navigation für den Fußgänger und den Autofahrer. Lange Zeit war sie nicht vollumfänglich nutzbar, doch das ist jetzt dank Kooperation mit der Deutschen Bank anders. Google Maps kann nun anzeigen, welche Züge und öffentliche Verkehrsmittel Sie von A nach B bringen können – auch übergreifend innerhalb der verschiedenen Verkehrsverbünde. Dadurch brauchen Sie mit dem Smartphone nicht mehr umständlich auf die Seiten der Deutschen Bahn oder der Verkehrsverbünde zu wechseln, wenn Sie eine Auskunft benötigen, sondern können das schnell und einfach via Google Maps erledigen. Auf den meisten Smartphones geht das schneller, als wenn Sie über eine Webseite hätten suchen müssen.

Google Maps – Einschränkung Gleisangabe

Beachten sollten Sie lediglich, dass Google Maps keine Gleise und ähnliche Informationen anzeigen kann. Deswegen sollten Sie immer etwas Zeit einplanen, um notfalls noch nach dem richtigen Gleis Ausschau halten zu können. An Bahnhöfen ist das natürlich kein Problem und Sie können dafür einfach auf die Anzeigetafeln achten. Busbahnhöfe sind meistens so übersichtlich, dass Sie sofort erkennen können, wo Sie hinmüssen. Wer allerdings etwas länger für die Suche nach der Abfahrtsstelle oder dem Gleis braucht, sollte das berücksichtigen und daran denken, immer vorher nachzusehen – denn daran hat Google Maps nicht gedacht. Noch nicht.

Oder doch? Wenn Sie ganz unten links auf der Google-Maps-Seite auf „www.bahn.de“ klicken, gelangen Sie direkt zur Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn. Und wenn Sie hier per Klick auf den roten Pfeil die Details einer Verbindung anzeigen, erfahren Sie auch, von welchem Gleis der Zug abfährt.