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Festplatte retten mit Clonezilla

Die Festplatte macht eigenartige Geräusche? Dann steht die Festplatte vermutlich vor einem Defekt und sollte schleunigst ausgetauscht werden. Und was ist mit den Daten und dem Betriebssystem auf der Platte; den Fotos, Dokumenten und E-Mails? Keine Sorge. Mit einem Gratistool können Sie die komplette Festplatte retten und auf eine andere Platte kopieren.

Mit dem kostenlose Rettungstool „Clonezilla“ können Sie von jeder Festplatte – egal ob mit FAT32, NTFS oder EXT2,3 formatiert – eine Kopie anfertigen. Das ist wichtig, um Daten defekter Festplatten zu retten oder ohne Neuinstallation die Festplatte eines Rechners auszutauschen.

Das geht in zwei Schritten: zuerst legen Sie mit Clonezilla von der alten Festplatte eine Kopie an. Dann bauen Sie die neue Festplatte ein und spielen die Kopie der alten zurück auf die neue Festplatte.

Festplatte retten und kopieren

Und so funktioniert das Kopieren einer Festplatte mit Clonezilla:

1. Laden Sie von der Webseite http://www.clonezilla.org/download/sourceforge/stable/iso-zip-files.php die aktuelle ISO-Datei von Clonezilla herunter. Weitere Informationen rund um den Festplattenretter Clonezilla finden Sie auf der Internetseite http://www.clonezilla.org.

2. Erzeugen Sie mit einem Brennprogramm aus der ISO-Datei eine bootfähige CD-ROM oder DVD. Zum Brennen einer ISO-Datei können Sie zum Beispiel das Gratisprogramm „IMGBurner“ (http://www.imgburn.com) verwenden.

3. Booten Sie den Rechner mit der so erzeugten Clonezilla-CD/DVD.

4. In den Startmenüs wählen Sie nacheinander folgende Einträge/Befehle:

– Clonezilla live

– en_US.UTF-8 Englisch

– Don’t touch the keymap

– Start Clonezilla

– device-image

– local_dev

– sda1

– Top_directory_in_the_local_device

– Beginner mode

5. Jetzt können Sie im Clonezilla-Menü mit dem Befehl „savedisk – Save local disk as an image“ die Festplatte des Rechners auf eine andere Festplatte (etwa eine USB-Festplatte kopieren). Von der kompletten Festplatte wird dabei ein Image (Festplattenkopie) angelegt und als Clonezilla-Imagedatei auf die externe Festplatte kopiert.

6. Sobald der Kopiervorgang abgeschlossen ist, können Sie die neue Festplatte einbauen. Danach spielen Sie mit Clonezilla die Kopie Ihrer Festplatte wieder auf die neue Festplatte zurück. Hierzu wiederholen Sie die obigen Schritte, wählen im Clonezilla-Menü aber den Befehl „restoredisk – Restore an image to local disk“.

Nach dem Kopiervorgang entfernen Sie die Clonezilla-CD und starten den Rechner. Da die alte Festplatte auf die neue kopiert wurde, startet der Rechner wie gewohnt – jetzt aber mit von einer neuen, fehlerfreien Festplatte.

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Windows 7 und Vista: Dateien aus Schattenkopien retten mit dem Shadow Explorer

Zur Datensicherung legen Windows 7 und Vista regelmäßig Schattenkopien aller Dateien an. Doch wie kommt man an die Sicherungsdateien ran? Besonders einfach geht’s mit dem Gratisprogramm „Shadow Explorer„.

Dank des Shadow Explorers ist es ein Klacks, auf gelöschte Dateien und frühere Versionen eines Dokuments zuzugreifen. Nach dem Start müssen Sie im oberen Feld nur das Datum auswählen, an dem die Datei vermutlich noch auf der Festplatte vorhanden war. Danach wechseln Sie in den gewünschten Ordner. In der rechten Fensterhälfte sind alle Schattenkopien (Sicherungskopien) der Dateien aufgeführt.

Um eine Datei wiederherzustellen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen und wählen den Befehl „Export“. Im nächsten Fenster legen Sie den neuen Speicherort der Sicherungskopie fest und klicken auf „OK.“ Fertig ist die Wiederherstellung aus dem Schattenkopie-Speicher.

Hier finden Sie den kostenlosen Schattenkopie-Manager „Shadow Explorer“:
http://www.shadowexplorer.com

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Word Textbausteine: AutoTexte und Schnellbausteine für wiederkehrende Formulierungen

Wer regelmäßig mit Word Dokumente erstellt, stößt immer wieder auf dieselben Formulierungen. Anrede, Grußformel und andere Textelemente tauchen immer wieder im Dokument auf. Und immer wieder werden sie aufs Neue von Hand eingebenen. Das muss nicht sein. Wenn Sie es leid sind, immer wieder die gleichen Formulierungen einzutippen, sollten Sie für wiederkehrende Texte die Textbausteine, AutoTexte bzw. Schnellbausteine von Word 2007 oder Word 2010 nutzen. Das macht die Arbeit erheblich leichter.

Textbausteine, AutoTexte oder Schnellbausteine sollten Sie immer dann einrichten, wenn sich Formulierungen in Dokumente häufig wiederholen oder diese in vielen Dokumenten verwendet werden. Ein Beispiel: Wenn Sie als Personalchef häufig Zeugnisse anfertigen müssen, können Sie für die Standard-Bewertungen wie „Die Aufgaben sind stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt worden“ einen Textbaustein anlegen und mit einem Kürzel versehen, etwa „z1“ für „Zufriedenheit sehr gut“. In späteren Zeugnissen müssen Sie dann nur noch das Kürzel „z1“ eingeben und die Taste [F3] drücken – Word tauscht dann das Kürzel gegen die passende Formulierung aus.

Neue AutoTexte, Textbausteine und Schnellbausteine anlegen

Übrigens: Microsoft hat mit jeder Word-Version den Namen der Bausteine verändert. Lautete er bis Word 2003 noch „AutoTexte“, sind es bei Word 2007 und 2010 plötzlich „Schnellbausteine“. An der Funktionsweise hat sich jedoch nichts geändert.

Das Anlegen neuer Textbausteine geht mit Word 2000, XP, 2003, 2007 oder 2010 ganz einfach:

1. Geben Sie die Formulierung ein, für die Sie einen Textbaustein anlegen möchten, etwa „Die Aufgaben sind stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt worden“. Anschließend Markieren Sie die Textpassage mit gedrückter Maustaste.

2. Drücken Sie die Tastenkombination [Alt][F3] , um das Dialogfenster „Neuen Baustein erstellen“ aufzurufen.

3. Dann tragen Sie in das Feld „Name“ ein möglichst kurzes und einprägsames Kürzel ein, mit dem Sie den Baustein später aufrufen möchten, etwa „z1“ für die Note „Zufriedenheit: sehr gut“. Je nach Word-Version können Sie im Dialogfenster weitere Einstellungen vornehmen und zum Beispiel festlegen, ob der Baustein später als eigener Absatz oder separate Seite eingefügt werden soll.

4. Schließen Sie das Dialogfenster mit OK.

AutoTexte, Textbausteine und Schnellbausteine verwenden

Sobald ein neuer Schnellbaustein angelegt wurde, können Sie ihn in allen Dokumenten einsetzen. Hierzu geben Sie das Kürzel ein – etwa „z1“ – und drücken die Taste [F3].  Das Kürzel wird daraufhin gegen den jeweiligen Textbaustein ausgetauscht.

Falls Sie eine Übersicht aller bisher angelegten AutoTexte oder Schnellbausteine benötigen, rufen Sie in Word XP/2020/2003 den Befehl „Einfügen | AutoText | AutoText“ auf oder klicken in Word 2007/2010 im Menüband „Einfügen“ auf „Schnellbausteine“ und „Organizer für Schnellbausteine“.

Textbausteine für alle Windows-Programme

Die in Word angelegten Textbausteine, AutoTexte und Schnellbausteine können Sie nur innerhalb der Textverarbeitung Word nutzen. Wenn Sie Textbausteine generell in allen Windows-Programmen verwenden möchten, empfiehlt sich das Gratisprogramm „Phraseexpress“. Die Freeware macht die Textbausteinfunktion allen Programmen zugänglich. Damit können Sie die Bausteine zum Beispiel auch im Browser, im E-Mail-Programm oder beim Chatten verwenden. Die bestehenden Word-Textbausteine werden auf Wunsch automatisch übernommen.

Hier gibt’s das kostenlose PhraseExpress, mit dem Sie die AutoText-Funktion in allen Programmen nutzen:
http://www.phraseexpress.com/de/