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WLAN optimieren: Typische Funknetzwerk-Probleme lösen, WiFi schneller machen

Die meisten Rechner sind nicht mehr per Kabel, sondern über Funk miteinander verbunden. Ein praktische Sache, schließlich entfällt im WLAN das Verlegen der Netzwerkkabel. Allerdings klappt es nicht immer so reibungslos wie gewünscht. Oft kommt es zur Rucklern und Aussetzern oder die Funkverbindung ist zu langsam. Schuld ist meist nur das falsche Aufstellen der Geräte. Ein paar Handgriffe genügen, um das Funknetz schneller zu machen.

Die Signalqualität prüfen

Zunächst sollten Sie prüfen, wie schnell das Funknetzwerk tatsächlich ist und ob es noch Optimierungsbedarf gibt. So prüfen Sie mit Bordmitteln die Geschwindigkeit und Signalqualität im Funknetzwerk:

1. Sobald ein Computer per Funk mit dem Router verbunden ist, erscheint in der Taskleiste unten rechts ein kleines Netzwerksymbol. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und dann auf Netzwerk- und Freigabecenter öffnen.

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Anschließend klicken Sie bei Verbindungen auf die WiFi-Verbindung.

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2. Im Statusfenster zeigen die grünen Balken die Signalqualität. Je mehr grüne Balken erscheinen, umso stärker ist das Funksignal und umso schneller die Funkverbindung.

3. In der Zeile Übertragungsrate steht die Geschwindigkeit des Funknetzwerks, zum Beispiel 130 MBit/s. Der Wert gibt allerdings nur die theoretische Maximalgeschwindigkeit an. Bei geringer Signalqualität sinkt die tatsächliche Geschwindigkeit auf einen Bruchteil des maximal möglichen.

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Der optimale Standort des Routers

Im Funknetzwerk müssen die Daten im wahrsten Sinne des Wortes durch dick und dünn. Je mehr Hindernisse wie Möbel, Wände und Decken zwischen Sender und Empfänger im Weg sind, umso schlechter ist die Empfangsleistung. Damit das Funknetz auch in der entferntesten Ecke der Wohnung funktioniert und nicht vollends zum Daten-Flaschenhals wird, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

Der optimale Standort für den Router: Wenn das Funknetz nicht bis zum Keller, die obere Etage oder in den Garten reicht, dort aber eine Funknetzwerkverbindung erwünscht ist, sollten Sie zunächst einen Blick auf den derzeitigen Standort des WLAN-Routers werfen. Durch ein geschicktes Platzieren lässt sich die Reichweite um einige Meter erweitern. Positionieren Sie den WLAN-Router möglichst zentral in der Mitte des Netzwerks. Damit steht allen Computern genügend Bandbreite zur Verfügung. Wenn Sie den Router statt dessen an einem entfernten Winkel des Netzwerks platzieren – etwa im Keller oder auf dem Dachboden – , können die weiter entfernten Rechner nur noch schlecht versorgt werden.

– Störfaktoren vermeiden: Der Router sollte möglichst frei stehen. Eingezwängt zwischen Büchern oder direkt hinter einer Säule kann die Sendeantenne ihre Leistung nicht komplett entfalten. Besonders störend sind Metallgegenstände – dazu gehört auch das Computergehäuse – in der Nähe des Routers. Metall schirmt die Funkwellen fast vollständig ab.

– Mikrowellen und Funktelefone stören: Mikrowellengeräte und kabellose Funktelefone arbeiten oft im gleichen Frequenzbereich (2,4 GHz) wie das Funknetzwerk. Der Router sollte daher mehr als einen Meter Abstand von Mikrowellengeräten und Funktelefonen haben, damit sich die Funkwellen nicht permanent ins Gehege kommen.

– Mehrere Standorte probieren: Sollte die Leistung noch nicht ausreichen, versuchen Sie unterschiedliche Standorte und Antennenausrichtungen. Beobachten Sie dabei die Anzeige der Signalstärke, um Schritt für Schritt den optimalen Standort zu ermitteln. Oft genügt es, einfach die WLAN-Antennen ein paar Zentimeter zu verschieben oder anders auszurichten um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Das Ganze lässt sich mit dem Gratisprogramm HeatMapper vereinfachen. Der Heatmapper erstellt aus Ihrer Wohnung bzw. Ihrem Haus eine Heatmap und zeigt grafisch an, wo der beste Standort für den Router ist.

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WLAN schneller machen: HeatMapper zeigt die Router-Standorte mit dem besten Empfang

Bis zu 600 MBit/s versprechen die Hersteller von WLAN-Routern. Schön wär’s. Die Maximalgeschwindigkeit gibt es nur im Idealfall – also im Freien und ohne Störquellen. Sobald es aber durch mehrere Wände oder Etagen geht, sind oft Verbindungsabbrüche oder lahme Übertragungsraten an der Tagesordnung. Das muss nicht sein. Damit Sie das Funknetz auch in den letzten Winkeln nutzen können, lässt sich  mit einem kostenlosen Tool ganz einfach der beste Standort für den WLAN-Router herausfinden.

Heatmapper zeigt Standorte mit optimalem Empfang

Den optimale Standort für den WLAN-Router ermitteln Sie am einfachsten mit dem Gratisprogramm „Heatmapper„. Das Tool erstellt in kurzer Zeit eine Karte und verrät in den Farben grün bis rot, wo der Empfang ideal ist – und wo nicht. Damit es klappt, sollten Sie zuerst mit einem Grafikprogramm einen groben Grundriss der Wohnung zeichnen und die Skizze danach über „I have a map“ in den Heatmapper importieren. Der Maßstab  muss nicht hundertprozentig genau sein – es reicht eine grobe Skizze.

Im nächsten Schritt stellen Sie den WLAN-Router am gewünschten Standort auf. Hierbei reicht das Anschließen an die Steckdose; eine Verbindung zum Rechner ist nicht notwendig. Dann starten Sie auf dem Notebook das Heatmapper-Programm, laufen durch die Wohnung und markieren per Klick in der Karte den jeweiligen Standort. Im Idealfall sollten Sie die Messpunkte möglichst in allen Räumen setzen.

Sobald Sie genügend Punkte gesetzt haben, starten Sie mit einem Rechtsklick die Auswertung. Der Heatmapper erzeugt aus den Angaben anschließend eine Heatmapp Ihrer Wohnung, die genau zeigt, wie gut der Empfang in den einzelnen Räumen und Ecken ist. Je kräftiger das grün, umso besser ist der Empfang. Am besten wiederholen Sie Schritte, probieren nacheinander verschiedene Router-Standorte aus und schauen jedes Mal aufs Neue, wie gut der Empfang zum Notebook ist. Nach wenigen Minuten steht dann fest, wo der Router am besten aufgestellt werden sollte.

Heatmapper für Android: WifiPokrytec und Wifi Mapper

Simple Alternative für Android sind die Gratis-Apps WifiPokrytec und Wifi Mapper. Hier können Sie direkt auf dem Smartphone den Grundriss zeichnen, die Messorte auf dem Grundriss markieren und die Signalstärke messen.