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iPhone Nachtsichtgerät: iPhone, Android und Digitalkameras als echtes Infrarot-Nachtsichtgerät verwenden

Unter dem Stichwort „Nachtsichtgerät“ oder „Night Vision“ finden Sie im App-Store oder Android Market (Google Play) jede Menge Nachtsicht-Apps. Meist mit dem Versprechen, aus dem Handy ein Nachtsichtgerät zu machen. Weit gefehlt. Von echten Nachtsichtgeräten sind die Night-Vision-Apps weit entfernt. Denn die Apps arbeiten lediglich mit optischen Tricks, die das Kamerabild grün einfärben oder das Bild aufhellen. Dabei geht’s auch „in echt“. Zusammen mit einer Infrarot-Taschenlampe wird aus dem iPhone, dem Android-Handy oder einer Digitalkamer ein echtes Nachtsichtgerät.

Darum funktioniert die Nachtsichtfunktion

Digitalkameras, Kamera-Handys, iPhones und Androids lassen sich deshalb gut als Nachtsichtgerät „missbrauchen“, da sie das ansonsten unsichtbare Infrarotlicht sichtbar machen können. Genau nach diesem Prinzip arbeitet zum Beispiel das Bundeswehr-Nachtsichtgerät „Fero 51„. Es macht ebenfalls das Infrarotlicht sichtbar. Damit es funktioniert, brauchen Sie allerdings eine Infrarot-Lichtquelle. Nur dann kann das Nachtsichtgerät die „beleuchtete“ Szene auf dem Display sichtbar machen.

Infrarotlicht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Wohl aber für die „digitalen Augen“, sprich: für die Kameras von iPhone, Android-Smartphones und anderen Digitalkameras. Wie Sie das leicht zu Hause und ohne weitere Hilfsmittel feststellen können, zeigt unser Tipp „Fernbedienung testen: Mit iPhone- oder Android-Kamera die Batterien der Fernbedienung überprüfen„.

Das brauchen Sie für das iPhone-Nachtsichtgerät

Damit aus dem iPhone, dem Android oder der Digitalkamera ein „echtes“ Nachtsichtgerät wird, brauchen Sie also eine starke Infrarotlampe. Je stärker, desto besser. Gut geeignet (allerdings nicht ganz billig) sind zum Beispiel folgende Modelle:

So wird das iPhone zum Nachtsichtgerät

Im Zusammenspiel mit der Infrarotlampe bzw. einem Infrarot-Strahler wird aus der Digitalkamera ein echtes Nachtsichtgerät. Allerdings dürfen Sie dabei nicht die gleiche Qualität wie bei echten Nachtsichtgeräten erwarten. Zwar wird die per Infrarot bestrahlte Szene im Display und bei der Aufnahme sichtbar. Allerdings ist die Sichtweite gering. Bei den Infrarot-Taschenlampen werden nur wenige Zentimeter vor der Linse ausreichend ausgeleuchtet, bei leistungsfähigen Infrarot-Strahlern wesentlich mehr.

Trotzdem: Das Nachtsichtprinzip per Infrarotlicht funktioniert mit fast allen Digitalkamers tadellos. Paradoxerweise umso besser, je älter die Geräte sind. Bei unseren Tests hat zum Beispiel das alte iPhone 3GS am besten abgeschnitten. Der Grund: Bei älteren Modellen wurde meist auf einen Infrarotfilter verzichtet. Bei neueren Modellen wie dem iPhones 4S, dem iPad 2 oder iPad 3 sind hingegen Infrarotfilter verbaut. Das Infrarotlicht wird also herausgefiltert und ist damit für die Kamera nicht mehr sichtbar.

So sieht’s aus: Nachtsicht-Test auf YouTube

Wie das Ganze in der Praxis aussieht, was Sie mit so einer Infrarot-Taschenlampe anstellen können, und was im Dunkeln zu erkennen ist, zeigt das folgende Video youtu.be/e4pTCUXqKY0.

Getestet wurde im Video die Nachtsicht-Tauglichkeit der folgenden Modelle:

  • Fujifim-Digitalkamera JV100
  • Samsung Galaxy Nexus
  • LG Optimus One
  • iPhone 3GS
  • iPhone 4
  • iPhone 4S (nicht geeignet, da mit Infrarotfilter ausgestattet)
  • iPad 2 (nicht geeignet, da mit Infrarotfilter ausgestattet)


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So testen Sie eine Infrarot-Fernbedienung, wenn diese nicht mehr richtig funktioniert

Wenn eine Infrarot-Fernbedienung nicht mehr richtig, oder gar nicht mehr funktioniert, dann liegt es meistens an den Batterien. Wenn aber die Batterien ausgetauscht wurden und die Fernbedienung trotz genauem Zielen immer noch nicht funktioniert, sollte man prüfen ob überhaupt ein Infrarotsignal gesendet wird. Da unser Auge kein Infrarotlicht wahrnimmt, muss man zu einem Trick greifen.

Nehmen Sie eine Digitalkamera ihrer Wahl, zum Beispiel einen Camcorder oder die Handykamera, richten die Fernbedienung auf die Linse der Kamera und drücken eine beliebige Taste.

Auf dem Bildschirm der Kamera sehen Sie dann, ob ein Lichtpunkt von der Diode der Fernbedienung übertragen wird. Wenn nicht, probieren Sie alle Tasten der Fernbedienung nacheinander aus.

Digitalkameras können gewisse Wellenlängen des Infrarotlichtes erkennen. Die Wellenlänge liegt hier zwischen 940 und 950 Nanometer.

Bei älteren Fernbedienungen kann es daran liegen, dass die Tastaturmatte bei häufig genutzten Tasten, wie Ein- und Ausschalter, Mute oder Lautstärke, keinen Kontakt mehr bekommen, da sie meistens abgenutzt oder nur verschmutzt sind. Sie sollten dann auch mal prüfen, ob im Batteriefach die Kontakte der Batterien oxidiert sind.

Solche kleinen Fehler kann man sicherlich selber beseitigen und somit unnötige Reparaturkosten sparen.

Schwieriger wird es dann, wenn die Fernbedienung immer noch nicht funktioniert. Wenn es Risse in der Platine sind oder die Diode defekt ist, sollte die Fernbedienung durch eine Fachwerkstatt repariert werden.