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Echt oder Fake? Die HIV-Nadel in der Zapfsäule

Über Facebook und WhatsApp werden derzeit mal wieder Warnmeldungen über HIV-Nadeln verbreitet, die sich an Tankstellen befinden sollen. Dazu wird noch ein Bild mit der entsprechenden Nadel an der Zapfpistole geteilt.

Einzelvorfall in den USA

Das Bild sowie der Vorfall vom 25. Mai 2017 sind zwar echt, aber (für uns) nicht besorgniserregend. Es zeigt eine amerikanische Zapfpistole einer Tankstelle in Kalifornien. Und den HIV-Erreger konnte man bei der verletzten Person auch nicht nachweisen.

Der deutsche Text des Bildes ist eine schlechte Übersetzung des Originals. Er lautet wie folgt:

So hiv infizierte Nadeln in Benzin ist jetzt eine Sache… WTF. Seien Sie vorsichtig… Bitte schauen sie, bevor sie pumpen, stellen sie infizierte HIV-Nadeln in die Tankstellen. Bitte warne alle deine Freunde und Familienmitglieder. BITTE TEILEN TEILEN teilen.

Auch in Amerika ein Fake

Kurz nach Erscheinen der Meldung in den USA, bestätigte ein angeblicher Polizist aus Jacksonville mehrere dieser Vorfälle in unterschiedlichen US-Staaten. Die Fakten-Check-Webseite Snopes.com outete diese Meldung bereits damals schon als Fake.

Zu gleichem Schluss kommt Mimikama.at, die für den deutschsprachigen Raum solche Vorfälle recherchiert und bewertet. Hier findest du auch weitere Informationen zu den betroffenen Personen und dem Werdegang der Falschmeldung.

Audio-Datei soll Authentizität beweisen

Ich selber erhielt zusätzlich noch eine Audio-Datei, in der eine männliche Person bestätigt, von einem Polizisten aus Essen eine Warnmeldung erhalten zu haben, dass es in NRW schon zu 15 ähnlichen Vorfällen gekommen sei.

Ist wohl der gleiche Quatsch wie mit dem Polizisten aus Jacksonville.

Wir empfehlen beim Erhalt solcher Nachrichten nicht gleich in Panik zu geraten und kopflos jede Warnmeldung zu teilen.

Mimikama.at ist immer eine gute Adresse um sich über Falschmeldungen, Kettenbriefe, Abo-Fallen und andere Netz-Gefahren zu informieren. Sie haben auch ein gutes Motto: Zuerst denken – dann klicken!

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WhatsApp: Achtung – Der Virus „Ute Christoff“ geht immer noch um… Was soll man davon halten?

Zuerst einmal: Ute Christoff wird bestimmt nicht deine Festplatte zerstören. Es ist wieder einmal einer der nervigen Kettenbriefe die über WhatsApp und andere soziale Netzwerke verbreitet werden. In früheren oder ähnlichen Versionen mussten bereits die Namen Marcel Hohmann, Domenik Beuting und Christian Wick für diese Netz-Pest herhalten.

Der Text, der vor dem Virus „Ute Christoff“ warnt, lautet wie folgt:

Sag mal bitte allen leuten in deiner liste, dass sie den kontakt mit ‘Ute Christoff’ nicht annehmen sollen! das ist ein Virus (über whats app u.s.w) der zerstört die ganze festplatte und zieht sich die daten runter, wenn ihn einer deiner kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die liste frisst! also kopier und schicken !!! Wenn dich die Nummer 0171 9626509 anruft,nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute Morgen auch von EUROP1 und RTL bestätigt worden!Weiterleiten!

Der österreichische Sicherheits-Blog mimikama berichtet, dass dieser Kettenbrief kaum eine Gefahr darstellt und bewertet Ute Christoff wie folgt:

  1. Ute Christoff ist kein Virus, maximal wäre sie eine Nutzerin.
  2. Sie kann keine Daten herunterladen, oder irgendeine Festplatte zerstören.
  3. Hätte einer deiner Freunde Ute Christoff als Freund, dann würde sie trotzdem keinen Zugriff auf deine Daten haben.
  4. Weil sie sich durch die Liste frisst… – Wir hoffen, dass sich Ute Christoff nicht verschluckt und einen vollen Magen bekommt.

Wir schließen uns dem an und empfehlen jedem der diese Nachricht erhält, sie einfach zu löschen. Das einzige was der angebliche Virus frisst, ist das Datenvolumen für die Weiterleitung dieses Kettenbriefes.

Solltest du zukünftig wieder einmal so eine „Warnung“ erhalten, empfiehlt es sich, den Wahrheitsgehalt auf mimikama.at zu überprüfen. Dort sind die Sicherheitsexperten recht nahe am Puls der Zeit…

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„WhatsApp wird 10 Jahre alt“-Kettenbrief macht die Runde – Bloß nicht weiterleiten

Das Phänomen „Kettenbrief“ gibt es seit mehreren Jahrzehnten und macht auch vor modernen Apps wie WhatsApp nicht halt. Und immer noch fallen zig Tausende User auf den Kettenbrief-Trick herein. Derzeit macht mal wieder ein WhatsApp-Kettenbrief mit dem Betreff „WhatsApp wird 10 Jahre alt“ die Runde. Und wie bei allen Kettenbriefen, sollte man auch diesen nicht hirnlos weiterschicken.

„WhatsApp wird 10 Jahre alt“-Fake veräppelt WhatsApp-Kunden

Zurzeit landen auf vielen WhatsApp-Kunden Kettenbriefe, die angeblich vom WhatsApp-Team stammen und ein Jahr oder zehn Jahre kostenloses WhatsApp versprechen. Alles Quatsch. Weder verschenkt WhatsApp kostenlose Accounts noch stammt die Nachricht von den WhatsApp-Machern. Neben den Rechtschreibfehlern ist der Kettenbrief auch inhaltlich falsch: WhatsApp wurde 2009 gegündet und ist damit erst knapp vier Jahre alt.

Da hat sich also mal wieder ein Scherzbold einen neuen Kettenbrief ausgedacht, auf den erwartungsgemß tausende wieder reinfallen und ihn weiterschicken.

whatsapp-fake-kettenbrief-10-jahre-whatsapp-kostenlos-gratis-umsonst

Der Wortlaut der Veräppelungs-Nachricht:

@WhatsApp wird 10 Jahre alt@
Und als Dankeschön schenken wir Ihnen 1 weiteres, kostenloses Jahr, wenn Sie diese Nachricht an 10 weitere WhatsApp – Kontakte schicken

Mit freundlichen Grüßen Ihr WhatsApp – Team

Herzlichen Glückwunsch, an sie wurde die Offizielle Whats app Kettennachricht weitergeleitet. Sie haben die Chance ihr Whatsapp für ganze 10 Jahre zu verlängern. Dafür müssen sie nur diese Nachricht an 10 Kontakte schicken. Sie glauben es nicht? Na dann schauen sie auf www.Whatsapp.com nach. Es klappt wirklich!!!

Wenn sie diese Nachricht an 10 Personen weiter versendet haben dann müsste das Kästchen mit dem Haken drin grün aufleuchten!!!

Unser Rat: Leiten Sie die WhatsApp-Nachricht keinesfalls weiter. Es handelt sich um einen Scherz-Kettenbrief, der nicht von WhatsApp stammt. Die kostenlosen 10 Jahre gibt es natürlich auch nicht. Und falls Sie von Ihren Freunden den Unfug doch erhalten, machen Sie sie doch bitte darauf aufmerksam, solchen Unsinn nicht auch noch an die Freunde weiterzuleiten und sie mit derartigem Spam zuzumüllen.

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Facebook Internet & Medien Tipp des Tages

Facebook Kettenbrief: Die bessere Alternative zu „Bitte tut mir einen riesigen Gefallen…geht mit dem Cursor bitte auf meinen Namen…“

Zurzeit macht ein Kettenbrief in Facebook die Runde, in der aufgefordert wird, die „Abonniert“-Einstellungen zu ändern. Viele Facebook-Nutzer sind verunsichert. Woher der Kettenbrief kommt, weiß niemand. Klar ist nur: es geht auch einfacher.

Der Facebook-Kettenbrief lautet in etwa:

Ist euch aufgefallen, dass ihr seit dem neusten Update von Facebook auch Postings von Leuten lesen könnt, mit denen ihr selber nicht befreundet seid? Nur weil einer eurer Kontakte dort ein “Gefällt mir” angeklickt oder einen Kommentar abgegeben hat? Ich möchte auf keinen Fall, dass eure Kontakte meine Postings lesen können, wenn ich selber nicht mit ihnen befreundet bin! Das kann ich leider selber nicht einstellen, das hat Facebook nicht eingerichtet.

Bitte tut mir einen riesen Gefallen: Geht mit dem Cursor bitte auf meinen Namen (nicht klicken!), dann wartet bis der Kasten erscheint (mit meinem Namen und Bild drin). dann geht mit dem Cursor auf den “abonniert” (subscribe) Button und wartet auf das Drop-down-Menü, dann macht bitte den Haken weg bei Kommentare und “gefällt mir”. DANKE!!! Und dann postet das in euren Status, wenn ihr auch nicht wollt, das jeder einzelne Post und “gefällt mir”-Klick von euch für jeden rechts im Newsticker sichtbar ist. Ich tue das auch gerne für euch.

Das Fatale an der scheinbaren „Lösung“: Anstatt den eigenen Datenschutz zu erhöhen, werden damit lediglich alle Meldungen der Person blockiert, die den Kettenbrief weitergeleitet hat. Fakt ist, dass sich an der Sichtbarkeit der eigenen Aktivitäten durch die Einführung der Timeline am rechten Rand nichts geändert hat. Die Timeline am rechten Rand stellt die Sachen, die bislang nur im Profil von Freunden einsehbar waren, nur deutlicher dar.

Wer kann was in Ticker und Timeline sehen?

Wer seine Privatsphäre schützen möchte, muss anders vorgehen. Wenn Sie nicht möchten, dass andere in der Timeline/im Ticker sehen, welche Interaktionen auf der eigenen Facebook-Seite stattfinden, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Öffnen Sie oben rechts das Facebook-Menü, und klicken Sie auf „Privatsphäre-Einstellungen“.

2. Dann klicken Sie rechts neben „Funktionsweise von Verbindungen“ auf „Einstellungen bearbeiten“.

3. Danach klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben „Wer kann Beiträge von anderen Nutzern in deiner Chronik sehen“. Hier wird festgelegt, wer die Interaktionen auf der eigenen Facebookseite (wie eigene „Gefällt mir“-Klicks oder neue Freundschaften) sehen kann. Also wer auf der eigenen Pinnwand/Timeline/Chronik die Postings von anderen sehen kann.

Wenn Sie hier zum Beispiel „Freunde von Freunden“ wählen, wird eine Nachricht, auf die ein Freund reagiert bei den eigenen Freunden aber auch im Ticker all seiner Freunde veröffentlicht. Sollen es möglichst wenige mitbekommen, wählen Sie den Eintrag „Freunde“. Mit „Nur ich“ wird die Funktion faktisch ausgeschaltet. Bestätigen Sie die Änderungen mit „Fertig“.

Facebook-Abonnements ausschalten und deaktivieren

Wenn Sie zudem sichergehen möchten, dass nur Freunde und keine Fremden die eigenen Postings sehen soll, sollte sicherstellen, dass die Abonnement-Funktion für das eigene Facebook-Konto ausgeschaltet ist. Was Abonnements sind und wie man sicherstellt, das keine Fremden das eigene Facebook-Konto abonnieren, steht im Tipp „Facebook Abonnements: Personen folgen, ohne mit ihnen befreundet zu sein„.